Freude am Holzboot

Freude am Holzboot

Montag, 08. Oktober 2007
von Ralf Küpper
Holzbootcharter.de
Albert Einstein hat in den zwanziger Jahren seinen Jollenkreuzer auf den Berliner Gewässern gesegelt und die America`s Cup Legende Roussel Coutts segelt noch heute auf einem hölzernen ?Drachen?, eine der erfolgreichsten Kielbootkonstruktionen der Welt. Gerät Holz in die richtigen Hände, ist es das ideale Bootsbaumaterial. Es ist leicht zu verarbeiten. Bei richtiger Pflege halten die Boote ein Leben lang und natürlich auch länger. Deshalb werden die alten Mahagoni farbenen Jollenkreuzer, R-Boote und Drachen immer noch häufig auf den bekannten Binnenrevieren gesehen. Sie verblüffen durch hervorragende Segeleigenschaften und wenn das Rigg in Ordnung ist, bleiben selbst moderne Yachten zurück. Meist ist die Wiederherstellung der historischen Segler unter großen Mühen durchgeführt worden. Die Instandhaltung von Holzbooten erfordert regelmäßige Pflege, doch oft werden die Boote lange Zeit vernachlässigt und tauchen später in alten Schuppen und Scheunen wieder auf. Sie sind dann in der Regel in einem grauenhaften Zustand. Jedoch gibt es immer wieder findige und engagierte Bootsbauer, die aus solchen Stücken die berühmten ?Classic Yachts? zusammensetzen. Natürlich können die Designs der ersten Hälfte des letzten Jahrhunderts nicht den Komfort heutiger Yachten bieten. Die zwar eleganten Linien des Bootsbaus früherer Jahre lassen außer für enge Kojen wenig Raum an Bord. Aber die spezielle Wärme, die das Material Holz und die daraus hergestellten Boote ausstrahlen, bleiben, von anderen im Bootsbau genutzten Materialien, unerreicht. Wem es nicht zuviel ist, hin und wieder die Pütz in Hand zu nehmen und Wasser zu schöpfen, weil ein Holzboot nie wirklich dicht ist. Und wer mit technischen Lösungen klar kommt, die nicht dem Optimum der Kunst entsprechen, der sollte in jedem Fall einen Törn auf einem historischen Holzboot wagen und das Segeln in seiner unverfälschten Form kennen lernen. Es lohnt sich alle Mal, auch wenn es nur ein kurzer Törn ist, denn ??uns gehört nur die Stunde. Und eine Stunde wenn sie glücklich ist, ist viel? (Theodor Fontane).