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Zwei Wochen Sardinien

5 Sept., 2017
von Cyril Riebli Lüdin
Sardinien, Italien
Cyclades 50.5 | BJ 2007

Unser Zweiwochen-Törn geniessen wir auf der Josefina (50.5" Cyclades, 2007). Eine gutmütige Yacht
mit einigen technischen Mängeln. Wir sind eine Schweizer Crew. In der ersten Woche sind wir 6 Erwachsenen und 3 Kindern, in der zweiten Woche 4 Erwachsenen und 2 Kindern.

Yachtübernahme

Tag 1 am 22 Juli, 2017

Das Checkin läuft speditiv und ohne grössere Probleme. Da unsere letzten beiden Crew-Mitglieder erst um 2200 Uhr eintreffen, verzichten wir auf eine Ausfahrt am Samstag. Dafür ist Josefina für eine Woche vorbereitet. Zum Nachtessen entscheiden wir uns für Pizza Take Away. Mal was neues.

Spalmatore (La Maddalena) N 41°14968/ E 9°25.764, 18 sm

Tag 2 am 23 Juli, 2017

Sergio, der Basemanager, hat uns empfohlen, das Skipperbriefing zu besuchen. Dies, weil sehr starker Wind (Mistral mit bis zu 9 Beaufort) aufkommen werde. Er informiert uns über das Revier und Wetter. Aufgrund der Wettervorhersage entscheiden wir uns, nach Spalmatore, eine Bucht im Nordöstlichen Teil von Maddalena zu segeln. In Spalmatore sind Bojen ausgelegt. Da die Bucht in Privatbesitz ist, kostet sie entsprechend viel (EUR 70.-). Für den Preis werden jedoch auch nachts ständig die Leinen und Bojen überprüft. Das smaragdgrüne und klare Wasser lädt zum Baden und schnorcheln ein. Die ganze Crew fühlt sich in der Bucht wohl. Unsere Köche kochen zum Nachtessen T-Bone Steak und Ratatouille.

Kurz gesegelt

Tag 3 am 24 Juli, 2017

Trotz des zunehmenden Windes, wollen wir das Segeln nicht ganz lassen. Nachdem wir die Boje für die nächste Nacht reserviert habenen, verlassen wir die Bucht, um etwas zu segeln und Josefina besser kennen zu lernen. Nach gut einer Stunde brechen wir die Übung ab. Der Wind hat zwischenzeitlich stark zugenommen. Leider war die Dirk etwas zu lang... Wir wissen nicht was die Crew vor uns genau für Probleme hatten. Das Gross-Fall sowie das Achterliek zeugen ebenfalls von Problemen zuvor. Naja, ich hab wohl das ganze zuvor zu ungenau kontrolliert. Den Rest vom Tag geniessen wir mit Kartenspielen, baden und "Sünnele". Zum Nachtessen werden wir von unseren Küchenchefs mit Hamburger und Kartoffelstock verwöhnt.

Windstärken bis 8-9 Beaufort

Tag 4 am 25 Juli, 2017

Aufgrund der gemeldeten Windstärke sowie der Aufforderung von der Base die sicheren Orte nicht zu verlassen, geniessen wir Land und Leute. Wir entscheiden uns mit dem Linienbus von Spalmatore nach Maddalena zu fahren. Übrigens, sofern der Bus pünktlich fahren würde, höchstens 20 Minuten Fahrt. Wir geniessen das schöne, jedoch sehr belebte Hafenstädtchen. Hier hat es nahezu alles was man sich wünscht. Eis, typisch sardinische Restaurants und Shoppingmöglichkeiten. Auch die Rückfahrt wäre kurz, sofern der Bus zu den angegebenen Zeiten fahren würde. Am Abend, nach ausgiebigem Badespass in der Bucht von Spalmatore, essen wir Spaghetti Carbonara.

Santa Teresa N41°14.764/ E9°11.855, 15 sm

Tag 5 am 26 Juli, 2017

Im wissen, dass der Wind nun wieder etwas nachlassen sollte, nehmen wir uns vor, die wunderschöne Bucht zu verlassen und in Richtung Santa Teresa zu "segeln". Die Überfahrt zeigt sich jedoch, wie geahnt, etwas härter als verhofft. Kurz nachdem wir aus den Abdeckungen der Inseln des Archipels kommen, stellen wir fest, das der Wind bei mehr oder weniger konstanten 7 Beaufort und die noch bis zu 5 Meter hohen Wellen, uns etwas zu schaffen machen. Wir entscheiden nur mit Motor nach Santa Teresa zu fahren und ich bin wirklich froh, sind nicht alle, so wie ich, anfällig auf solchen Seegang... Wir überfahren die Einfahrt von Santa Teresa, um bei räumlichen Wellen in den Hafen einzufahren. Die Reservation eines Hafenplatzes ist übrigens sehr einfach, per E-Mail mit Angabe der Kreditkarte, zu machen. Die Mitarbeiter des Hafenbüros antworten unverzüglich. Beim Hafenmanöver stelle ich fest, das Josefina doch einen gewaltigen Radeffekt hat. Das Manöver gelingt mir beim zweiten Anlauf trotzdem souverän. Der Hafenplatz an der westlichen Seite des Hafens zeigt sich etwas ungünstig. Bis zu den sanitären Anlagen und zum Hafenbüro benötigen wir doch ca. 20 Minuten. Ich nehme mir vor, das nächste Mal einen Platz auf der östlichen Seite des Hafens zu wünschen. Der Hafen gehört meiner Meinung nach nicht zu den schönsten. Das Personal ist jedoch sehr freundlich und man bekommt alles was man benötigt. Zudem bietet der Hafen genügend Plätze an. Am Abend geniessen wir einmal mehr Pizza, welche vom Lieferservice zur Josefina geliefert wird.

Porto Puddu N41°11.398/ E9°19.838, 13 sm

Tag 6 am 27 Juli, 2017

Aufgrund des langen Weges zu den Toiletten verzögert sich die früh geplante Ausfahrt in Richtung Porto Pollo. Da es in der geplanten Richtung genügend Buchten und Häfen hat, weiss ich noch nicht genau wo wir hingehen. Noch unsicher, was das Wetter uns bietet, können wir erfreulicher Weise nach der Untiefe von Pta Falcona mit räumlichem Wind Segeln. In der Abdeckung der Insel kommen wir bei gutem Wind zügig voran und passieren nach kurzer Zeit die Bucht von Porto Pozzo. Das ging fast etwas zu schnell... In der Bucht von Porto Liscia bewundern wir die vielen Surfer, Kitesurfer und grossen Luxusyachten. Da es für mich doch noch zu viel Wind hat, möchte ich nicht ankern. Deshalb erkunden wir die nächste Bucht Porto Puddu und finden eine freie Boje. Auch hier unterhalten uns die vielen Surfer, Segelschulen und Freizeitsportler jeglicher Art. Für "nur" 30 Euro bleiben wir die Nacht in dieser schönen Bucht. Weil wir an einer Boje fest sind, komme ich auch zu etwas Nachtruhe. Zum Nachtessen gibt es Risotto mit sardinischem Salsicia.

Porto della Taverna N40°52.109/ E9°39.568, 40sm

Tag 7 am 28 Juli, 2017

Nach einer ruhigen und erholsamen Nacht, geht die erste Woche dem Ende zu, deshalb plane ich am Abend in der Nähe von Portisco zu sein. Noch vor dem Morgenessen, legen wir ab. Geplant ist ein kurzer Tagesstop im Golfo di Arzachena. Schon bald bestaunen wir den Capo D'Orso. Der Bär sieht verblüffend echt aus. Danach öffnet sich auf unserer Steuerbord-Seite die Bucht von Arzachena. Im nördwestlichen Teil der Bucht werden wir auf das türkise Wasser im Golfo Saline aufmerksam. Da es genügend Ankerplatz hat entscheiden wir uns kurzerhand hier zu ankern und einen Tagesstopp zu machen. Die letzten der Crew wachen nun auch auf und nehmen mit Blick auf den Capo D'Orso, nun von der anderen Seite, ein ausgiebiges Morgenessen ein. Nach dem alle verköstigt sind und gebadet haben, legen wir wieder los und segeln mit guten 5 Knoten Geschwindigkeit der Küste entlang nach Tavolara. Wir umrunden Tavolara von der östlichen Seite, um danach der wunderschönen und absolut sehenswerten Felsküste entlang in Richtung geplanten Ankerplatz bei Molara oder Tavolara zu fahren. Die Felsenküste zieht sich in die Weite und ist hoch, was einem das Gefühl gibt, stehen zu bleiben. Aufgrund der Windverhältnisse eignen sich die geplanten Ankerplätze nicht für die Nacht, weshalb ich mich entscheide einen Blick in die Bucht von Porto della Taverna zu werfen. Die vermeintlich freien Ankerplätze halten vorerst nicht. Nach einer Stunde ankern und einer gesamten Reisezeit von 8 Stunden und 30 Minuten bin ich froh, doch noch einen sicheren Ankerplatz gefunden zu haben. Porto della Taverna ist eine super Badebucht, in welcher man bei westlichem bis nordöstlichem Wind Schutz finden kann. Die schönen Sandstrände gehören zum Hotel Don Diego. Das ganze scheint unter Privatbesitz zu sein, weshalb unsere Kinder vom Personal weggeschickt werden. Dies ist jedoch nicht so schlimm. Die Kinder haben im wunderschönen Wasser von der Josefina aus trotzdem ihren Spass. Auch diese Bucht kann ich nur empfehlen. Zur Feier des Tages (letzter Abend für einen Teil der Crew) gönnen wir uns einen wirklich guten Wein, welchen wir im Hotel Don Diego besorgten. Dazu essen wir Trofiette.

Aufgrund Elektronik/ Motorenprobleme Portisco, 19sm

Tag 8 am 29 Juli, 2017

Für einen Teil der Crew heisst es heute Abschied nehmen. Aufgrund einiger Probleme technischer Herkunft will ich spätestens 1500 Uhr in Portisco sein. Während dem frühen Morgenessen besuchen uns Delphine! Einer davon präsentiert sich ganz in der Nähe. Vier weitere tummeln sich unweit vor der Insel Reulino. Immer wieder schön und aufmunternd! Weil ich der Crew noch etwas bieten will, segeln wir bei wenig Wind und ausnahmsweise voll ausgerefft durch den Golfo di Olbia. Entgegen der Erwartungen kreuzt uns kein einziges Fährschiff. Da ich zwischen der Isola die Figarolo und dem Festland vom Golfo Aranci einen schönen Ankerplatz vermute, werfen wir einen Blick da rein. Tatsächlich. Kurz vor dem Mittag finden wir dort, wie sich am Ende des Törns zeigt, einen der schönsten Ankerplätze des ganzen Turns. Sehr klares Wasser bei einer Tiefe von ungefähr 4 Metern. Traumhaft! Ab 12 Uhr zeigt sich dann, dass der Platz den "Local's" bekannt ist, weshalb er sich schnell füllt und nahezu überfüllt... Um 14 Uhr verlassen wir den schönen Ort, mit dem Ziel Portisco. Dort angekommen stehen uns die etwas unschöneren Sachen an. Ein Teil der Crew verlässt uns :-(. Die technischen Probleme mit der Crew von Boomerang zu lösen, zeigen sich etwas harzig. Das Problem wurde erkannt, der Techniker, kann jedoch erst am nächsten Tag kommen... Ich bin etwas genervt, da ich der Base das Problem bereits vorgängig mitgeteilt habe und man mir vorerst keinen Glauben schenkte.. Nachtessen, einmal mehr Pizza Takeaway, wobei ich feststelle, dass die Pizza in Santa Teresa bei weitem besser war.

Golfe di Arzachena N41°6.319/ E9°26.724, 17sm

Tag 9 am 30 Juli, 2017

1400 Uhr, endlich konnte uns der Mechaniker das Problem beheben... Nun legen wir los und segeln in den Golfe die Arzachena. Ganz im Süden des Golfes, beim Hafen von Cannigione liegen einige Bojen aus. Der Bojenmann weist uns auch sogleich eine zu. Auch diesen Ort kann ich nur empfehlen! Vor allem mit abenteuerlustigen Kindern. Mit dem Dingi (Achtung Tiefgang) erkunden wir das wunderschöne Delta vom Riu di S.Giovanni. Wirklich sehenswert. Wir alle sind nach der Expedition einem Hitzestau nahe und benötigen ein kühlendes Bad. Vor dem Schlafengehen essen wir Männerfleisch, Nudeln und Tomaten Mozzarella Salat.

Golfe de Santa Manza Korsika N41°24.643/ E9°13.302, 31sm

Tag 10 am 31 Juli, 2017

Weil die Wettervorhersage erst gegen Mittag ein wenig Wind verspricht, gehen wir zuerst im Hafen von Cannigione einkaufen. Hier hat es einen grossen Supermakt, mit gutem Angebot (besser als in Portisco). Nach dem Klarieren legen wir los und erstellen zu Ausbildungszwecken unserer zukünftiger Skipper eine Deviationstabelle. Danach segeln wir vorerst voll ausgerefft los. Da der Wind wieder zunimmt und böig ist binden wir das 2 Reff ein. Wir segeln mit gut 9 Knoten an anderen Segelyachten vorbei, was uns einmal mehr beweist: voll ausgerefft gleich nicht immer schnell, sondern unbequem. Nach gut zwei Stunden Fahrt kommen wir bei unserem vorgenommenen Ziel Lavezzi an. Wow, wirklich traumhaft hier! Aber, total überfüllt. Ich habe den Mut nicht, mich zwischen die Yachten zu quetschen. Aufgrund dessen fahren wir weiter und versuchen es bei der Insel Cavallo. Leider sind alle Buchten, die von Winden von Nord bis Nordost schützen, überfüllt. Etwas genervt entscheide ich mich weiter nach Santa Manza zu fahren, in der Hoffnung trotz des Windes einen einigermassen guten Platz zu finden. Ganz am Ende der Bucht vor dem Maora Beach hält der Anker auf gutem Ankergrund und 13 Knoten auflandigem Wind. Dies bedeutet für mich eine Nacht mit wenig Schlaf. Zum Nachtessen geniessen wir Pouletgeschnezeltes mit Tomatensauce und Couscous.

Erneut technische Probleme mit Happy End. Cala Lunga N41°17.946/ E9°20.276, 18sm

Tag 11 am 1 Aug., 2017

Vor dem Morgenessen sagen uns 2 Delphine guten Tag:-)). Gut gelaunt legen wir los mit den Zielen: Tagesstop in Bonifacio, abends Capo Testa. Ich gebe das Kommando Anker auf, wobei ich den Gang kurz einlege. Bis jetzt alles gut soweit. Sobald ich das Zeichen erhielt, dass der Anker frei ist, lässt sich der Gang weder vorwärts noch rückwärts einlegen. Gerade noch rechtzeitig (auflandiger Wind) hält Josefina am erneut heruntergelassenen Anker. Ich schaue nach und stelle fest, dass die Mechanik des Ganghebel "Gearbox" defekt ist. Die Verbindung der Kabel war noch in Takt. Nach dem Telefonat mit Sergio, welches viel Überzeugungkraft benötigte, weil er mir zuerst nicht glauben wollte, dass es an der Mechanik des Schalthebels selbst liegt, vereinbaren ich mit ihm, dass wir, sofern der Anker hält im Golfe de Sant'Manza auf die Mechaniker mit dem Ersatzteil warten. Naja, wie soll es auch anders sein, der Anker hält nicht. Etwas gestresst weil ich nicht im Sand stecken möchte, erkläre ich der Crew, was zu tun ist und wir schaffen es im Anschluss, den Anker hochzuziehen, während dem ich den Gang direkt am Getriebe einlege. Uuhff, nochmals gut gegangen. Von nun an sende ich Sergio regelmässig den Standort, in der Hoffnung, die Mechaniker treffen uns schon bald. Aufgrund der doch noch rauen See, warten die Mechaniker jedoch wohlweislich in der Cala Muro auf uns. Die ebenfalls schöne Bucht, welche jedoch nicht mehr angefahren werden sollte, bietet uns Schutz und der Mechaniker ersetzt den Ganghebel innerhalb einer Stunde. Was jetzt... Unser Tagesplan funktioniert nicht mehr. Ich entscheide mich, westlich von der Insel Razzoli, einen Blick in die Cala Lunga zu werfen. Vielleicht finden wir ja noch einen Platz. Wie erwartet ist der hintere Teil, in welchem auch Bojen ausgelegt sind, bereits voll. Auch ein super Spott, leider überfüllt wie so manche Orte in der Hochsaison. Nichts desto trotz, hält unser Anker in 16 Meter Tiefe mit gut 40 Meter Ankerkette wunderbar im äusseren Bereich der Bucht. Bleibt nur zu hoffen, dass der Wind nicht unverhofft und unvorhergesagt von West kommt. Froh doch noch einen sicheren Platz gefunden zu haben feiern wir nun, für alle das erste Mal auf See, unseren Nationalfeiertag und versuchen uns auch in unserer Nationalhymne. Ein wirklich schöner Abend mit wunderbarem Nachtessen. T-Bone Steak mit Ratatouille und Wein. Da ich dem Wind trotz guter Vorhersage und nun eingeschlafenem Wind nicht wirklich traue, entscheide ich mich mit eingeschaltetem Ankeralarm auf Deck zu schlafen. Was sich in der Nacht auch wirklich bewährt. Morgens um 1 Uhr kommt der Wind aus West, viele Yachten, welche neben uns geankert haben, verlassen mitten in der Nacht die Bucht. Meine Frau und ich schalten sicherheitshalber den Motor an und überprüfen die Elektronik der Ankerwinsch, um notfalls ebenfalls die Bucht zu verlassen. Dies war zum Glück nicht notwendig, da sich der Wind nach gut zwei Stunden wieder beruhigte. Viel Schlaf hatten wir trotzdem nicht.

Capo Testa Cala Spinosa N41°14.683/ E9°8.886, 14sm

Tag 12 am 2 Aug., 2017

Aufgrund weiterer technischer Probleme mit der Bordelektronik, möchte ich heute sicherheitshalber einen Hafen anlaufen. Da Bonifacio weder auf Telefon noch per E-Mail reagiert, entscheide ich Bonifacio auszulassen. Dafür planen wir einen Tagesstop beim Capo Testa, um danach im Hafen von Santa Teresa zu übernachten. Da wir wie gewohnt eher früh loslegen, erreichen wir bei zwischenzeitlich mehr oder weniger null Wind kurz vor 11 Uhr den Capo Testa und finden in der Bucht von Cala Spinosa genügend Platz zum Ankern. Eine Traumhafte Bucht mit Aquarium-klarem Wasser! In den Felsformationen sind Elefanten und Herzen zu erkennen. Einfach wirklich nur zu empfehlen! An den Stränden kämpfen die "Landeier" um einen schönen Platz und die "Local's" fahren mit ihren Booten nun auch in die Bucht, welche sich allmählich füllt. Deshalb kann man wohl nicht mehr von einem Geheimtipp reden. Eine frühe Einfahrt ist zu empfehlen. Wir geniessen den Tag mit Baden, Schnorcheln usw. Gegen Abend laufen wir den Hafen von Santa Teresa an, welchen ich wiederum per E-Mail gebucht habe. Diesesmal bekommen wir einen Platz an den Schwimmstegen an der Ostseite des Hafens. Nun haben wir höchstens 10 Minuten zu Fuss zu den Hafenbüros und Toiletten-Anlagen, was es für uns etwas gemütlicher macht. Nur der Einkauf im Städtchen dauert einiges länger, da wir nun auf die Westseite des Hafens bereits 20 Minuten benötigen. Zum Nachtessen gibt es heute Bratkartoffeln mit Eiern.

Spalmatore zum zweiten N41°15000/ E9°25.851, 15sm

Tag 13 am 3 Aug., 2017

Nach dem Morgenessen ziehen wir per Funk die Hafenhilfe bei. Da neben uns weitere, ebenfalls über 50" Yachten angelegt haben, befürchte ich, auch aufgrund der Windverhältnisse, dass ich nicht ohne Hilfe auslaufen kann. Die Ausfahrt gelingt mir dank Bugstrahler und Geduld unerwartet ohne Hilfe. Danach fahren wir unter Motor, bei nahezu spiegelglattem See in Richtung Spalmatore, wo ich per SMS eine Boje reserviert habe. Bei der Isola Budelli, welche uns von mehreren Seiten empfohlen wurde machen wir einen Tagesstop. Der Ort ist ja wirklich Traumhaft, aber man kommt sich vor wie in einem Freizeitpark. Riesen Getümmel, viele Touristenboote, welche rücksichtslos durch die geankerten Yachten fahren. Dazu unterhalten sie die ganze Bucht mit Lautsprechern, welche sich überschlagen. Auch diesen Ort würde ich aufgrund dessen nur ausserhalb der Saison empfehlen. Wir gehen bald weiter in unsere Lieblingsbucht Spalmatore. Nach ausgiebigem Baden und diversen akrobatischen Sprüngen von der Yacht machen wir uns auf den Weg in das von Sergio (Basemanager) empfohlene Agriturismo. Dieses kann man ebenfalls beim Reservieren der Boje buchen. Die Boje kostet mittlerweile doch einiges mehr als die Woche zuvor... Es sind im August 100 Euro. Schon teuer, trotzdem haben wir uns in diese Bucht verliebt. Von einem Mitarbeiter des Restaurants werden wir mit einem VW Golf in das Lokal transportiert. Danach geniessen wir ein typisch Sardinisches Festmal. Preis EUR 40.-/ Person inkl. Rot-/ Weisswein à discretion. Zwei unserer Crewmitglieder, welche nach dem Essen mit dem Taxi nach Maddalena in den Ausgang gehen, erfahren schmerzlich, dass ab 2 Uhr morgens wohl kein Taxi mehr fährt. Sie nehmen den Weg zurück nach Spalmatore in Flipflops auf sich und kommen in den frühen Morgenstunden nach ca. 1.5 Stunden Fussmarsch bei uns an :-).

Letzter Tag Check Out Portisco, 31sm

Tag 14 am 4 Aug., 2017

Heute müssen wir die Josefina vollgetankt bis spätestens 1800 Uhr in Portisco abgeben. Weil ich weiss, dass bei den Tankstellen an diesen Tagen immer grosser Andrang herrscht, legen wir früh los in die Nähe von Portisco. Wir wollen nochmals zwischen der Isola di Figarolo und Golfo Aranci ankern gehen. Aufgrund unser früher Ankunftszeit vor 11 Uhr, finden wir genügend Platz zum Ankern. Unser jüngstes Crewmitglied, mein Sohn, schicke ich zur Kontrolle mit der Taucherbrille zum Anker, was ihn an diesem Tag zum wohl Glücklichsten von allen macht. Zwei Delphine gesellen sich bis auf Armlänge zu ihm. So nah kam ich selbst noch nie an die Delphine heran. Mehrere Delphine vergnügen sich während unserem Aufenthalt an diesem Wunderschönen Ankerplatz. Was für ein schöner Abschluss. Vor 1330 Uhr will ich nun weiter, und mich um das Tanken von Josefina kümmern. Aufgrund der frühen Ankunft, können wir in Porto Rotondo an die unbesetzte Tankstelle anlegen. So umgehen wir das lästige Warten und die zum Teil riskanten Manöver anderer Yachten. Dafür verbringen wir die Zeit mit einem Kartenspiel bis die Siesta vorüber ist und das Personal zu arbeiten beginnt. Nach dem Tanken manövrieren wir uns durch die unzähligen, wartenden Yachten und bringen danach Josefina zurück zur Base. Die Crew von Boomerang lässt uns nicht lange warten und beginnt mit den Checkout Arbeiten, welche sich als etwas mühsam gestalten.

Heimreise

Tag 15 am 5 Aug., 2017

Nach zwei Wochen Segeln, verlassen wir Portisco früh in Richtung Flughafen. Der Transfer verläuft unkompliziert.

Glücklich schauen wir auf einen erlebnisreichen und wunderschönen Zweiwochen Törn mit wenig und vor allem unfallfreien Zwischenfällen. Die gesamte Crew konnte die zwei Wochen geniessen und war Happy. Alle sind der Meinung, Sardinien ein weiteres Mal, wen möglich ausserhalb der Hauptsaison, zu besegeln. Das Revier bietet noch unzählige weitere Möglichkeiten.