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Zwei Familien, ein Boot und die Karibik

17 Sept., 2013
von Jürgen Franke
Britische Jungferninseln, Karibik
Moorings 43.4

Unsere Anreise hatten wir nach etwa einem dreiviertel Jahr Reisevorbereitung auf drei Tage ausgedehnt. Für die Zwischenstopps in New York und St. Maarten buchten wir im Voraus Hotelübernachtungen. Allerdings hat sich durch mehrfache nachträgliche Flugplanänderungen von American Airlines (AA) der Stopp in New York wesentlich verkürzt und ein weiterer Stopp im Miami kam leider dazu.
Beim Online-Check-in am Tag vor der Abreise gab es Kommunikationsschwierigkeiten zwischen AA und Britisch Airways (BA) für den Flug Berlin – London. Bei einem zweistündigen Telefonat mit AA bekamen wir zum dritten Mal neue Tickets. Dabei wurden die seit einer Ewigkeit reservierten zusammenhängenden Sitzplätze aus unerklärlichen Gründen von BA, nun in Doppel- und Dreiergruppen getrennt, völlig neu vergeben. Letzte Anfrage und Bitte um Änderung der Sitzplätze auf dem Flugplatz konnte man sich sparen.
Nach der Landung um 22.00 Uhr in JFK stand die Maschine 1 Stunde auf der Rollbahn bis zum Andocken – eine Zeit, die niemand einplant. So ließen wir die etwas lästige Einreiseprozedur in die USA auch noch über uns ergehen.
Ein Hotel für diese Nacht lohnte sich nun endgültig nicht mehr bis zum Weiterflug um 04.50 Uhr, wenn man Transfer- und Check-In-Zeiten beachtet. Die Stornierung des Flugplatzhotels Holiday Inn Express war allerdings noch vor Ort um Mitternacht unkom

Anreise und Bootsübernahme

Tag 1 am 3 Aug., 2013

Der Liat-Mittagsflug von St. Maarten nach Beef Island hatte bereits bei Abflug gut eine Stunde Verspätung. Ansagen dafür gab es nicht, man wartet. Der halbstündige Flug endete mit einer an einen springenden Tennisball erinnernden Landung, die die Insassen kurz auffahren ließ.
Das erneute einstündige Warten auf den Einreisestempel bei tropischer Hitze im nicht klimatisierten Terminal des Flughafengebäudes von Tortola machte auch den Einheimischen zu schaffen. Gott sei Dank hat der über Master-Yachting vorbestellte Taxitransfer unsere zweistündige Verspätung abgewartet und so konnten wir nun nach ca. 30 min Fahrzeit in Wickhams Cay II unser Boot in Empfang nehmen.
Moorings begrüßte uns freundlich mit einem kleinen Erfrischungsdrink und wies uns zügig unser Boot zu. Die Bootseinweisung/-übernahme und das Skipperbriefing erfolgten am Nachmittag.
Es wurde uns angeraten, ein Not-Handy mit gespeicherten Notruf- und Servicenummern in der Marina kostenlos auszuleihen, was wir auch taten und später für technische Fragen nutzten.
Wir blieben heute am Liegeplatz. Die Duschen und Toiletten in der Marina sind sauber, „Auskenner“ nutzen diese im Spa.
Beim Abendessen waren die Pizzapreise ab 24 $ und das Bier für 6 $ der Einstieg in die Marinapreise der BVI.

Tortola - Norman Island

Tag 2 am 4 Aug., 2013

Morgens ab 8.00 Uhr erledigten wir die letzten Einkäufe an Getränken und Eis und machten mit Kurs Norman Island, the Bight, die Leinen los. Auf Vorwindkurs bei etwa 5 Bft und ruhiger See benötigt man ca. 1,5 – 2 Std. Unterwegs hatten wir ersten Sichtkontakt zu den Wasserschildkröten und Pelikanen. Angekommen in the Bight, legten wir im großzügigen Mooringfeld an (einheitlicher Preis 30 $/Nacht) und nahmen das Dinghi zum Landgang. Ein ausgedehnter Besuch im Pirates Bight Restaurant bei etlichen Rum-punches und leckeren Snacks in den Abendstunden zu moderaten Preisen soll uns lange in Erinnerung bleiben. Willi T.‘s Boot lag unweit von uns. Die Stimmung dort war ausgelassen, störte aber keines Falls, auch nicht wirklich als nachts die auf dicke Hose machenden Speedbootfahrer ablegten und kurz über die stockdunkle Bucht „flogen“.
Trotz auffrischendem Wind kühlte die Nacht kaum ab.

Peter Island

Tag 3 am 5 Aug., 2013

6.00 Uhr - endlich aufstehen und dem Hitzebad unter Deck ein Ende bereiten. Wir mussten uns erst an die Temperaturen gewöhnen. Frischer Kaffee und die Croissants aus dem „Starterpaket“ schmeckten zu Frühstück auf Deck vorzüglich.
Die vorbestellte Lebensmittelgrundausstattung für 195 $ kann ich nur empfehlen. Zwar sind Wurst- und Fleischprodukte vermutlich wegen des Preisniveaus etwas knapp, aber Obst, Käse und Wasser/Getränke waren reichhaltig.
Wir kreuzten ca. 2 Std. gegen die mäßige bis frische Brise aus NE in die Deadman's Bay von Peter Island. Hier findet man wirklich den erwünschten Bilderbuchstrand mit herrlich weißem Sand und türkisblauem Wasser. Also nichts wie Ankern und Baden. Im Strandbereich gibt es eine grün/rot betonnte Gasse für Dinghianfahrten, die man beachten sollte.
Weil es so schön war, blieben wir über Nacht, verholten aber unser Boot vorher aus der Mitte in den östlichen Bereich der Bucht. Verpflegung gab es an Bord. Der Wind frischte ab Nachmittag auf. Trotz stürmischer Nacht hielt unser Anker im Sandgrund ausgezeichnet.

Spanish Town

Tag 4 am 6 Aug., 2013

Erneut beobachteten wir am Morgen Seeschildkröten und sogar einen springenden Rochen. Nach dem Frühstück lichteten wir den Anker und steuerten Virgin Gorda Yacht Harbour an, um die kommende Nacht im Hafen entspannter zu erleben.
Bei herrlichem Segelwetter mit Sonne und Windstärke 4 bis 5 kreuzten wir ca. 4 Std. und liefen bereits gegen Mittag die Marina an. Die beginnende Nachsaison hat offensichtlich ihre Vorteile, denn hier wie in den gesamten zwei Wochen bekamen wir ohne Voranmeldungen immer sofort einen Liegeplatz. Es ist aber davon auszugehen, dass das in der Saison nicht so einfach ist. Für uns hieß es jetzt: Anlegen, Strom, Wasser und Einkaufen im gut sortierten Supermarkt.
Selbst gebackenes Brot (aus der mitgebrachten Fertigmischung), Steaks vom Bordgrill und immer noch Obst aus dem Starterpaket waren ein tolles Abendessen mit eisgekühlten Getränken.

Virgin Gorda Sound

Tag 5 am 7 Aug., 2013

Vormittags checkten wir aus, nahmen noch zwei Packungen Eis für die Getränkekühlung mit und statteten the Baths einen Badebesuch ab. Selbst bei zeitiger Ankunft gegen 10.00 Uhr herrschte reger Betrieb an den Mooringbojen. Wir machten fest und genossen die herrlichen Bade- und Schnorchelmöglichkeiten bis gegen 14.00 Uhr incl. Mittagssnack an Bord.
Der Tag war noch jung, so dass wir problemlos nach Leverick Bay im Virgin Gorda Sound umsetzen konnten. Die Benutzung der Mooringbojen sollte dort laut Bartholmes Segelreiseführer kostenlos sein, wenn man das Abendessen im Restaurant organisiert.
Der Hafenkapitän schmunzelte nur, als wir nach diesem „Rabatt“ fragten und wir zahlten die obligatorischen 30 $, mit dem Rückblick auf einen äußerst schönen Abend in Jumbies Bar zu akzeptablen Günstigpreisen. Leider hatten wir die frühe Happy Hour (15.00 bis 18.00 Uhr) verpasst.
Little Leverick Bay schien in unserer Reisezeit nicht besetzt zu sein.

Der Weg nach Anegada

Tag 6 am 8 Aug., 2013

Obgleich der Wettervorversage mit Gewitter, die aber bereits in den vergangen Tagen nicht eintraf, liefen wir gegen 9.00 Uhr gen Anegada aus. Die Überfahrt bei starken Gegenwind (6 Bft.) und beachtlichem Wellengang, der die Seefestigkeit manches Crewmitgliedes überforderte, dauerte ca. vier Stunden unter Motor. Die Fahrwasserbetonnung lag nicht dort, wo sie das Navi anzeigte, was uns aber bereits beim Skipperbriefing angedeutet wurde. Die Orientierung von der letzten Tonne bis zum Mooringfeld war etwas schwierig und die Strömung dort ist erheblich! Auch bei der Dinghianfahrt sind Untiefen zu umfahren.
Den Hinweis einiger Österreicher vom Anreisetag griffen wir auf, nahmen uns ein Taxi für 12 $/Pers. und ließen uns die Flamingos zeigen – ein uriges Erlebnis, leider ohne Flamingos bzw. nur als einzelne rosa Punkte am Horizont.
Als „Muss“ bestellten wir ein Langustenessen im Neptune’s Treasure für den Abend vor. Bis dahin konnten wir unsere Zeit noch in einigen kleinen Insellädchen verbringen und die letzten Anreisestrapazen mit Jungle Juice zur Happy Hour im Neptune’s Treasure vergessen. Unsere Erwartungen für das Abendessen wurden klar übertroffen. Insgesamt ist Anegada unbedingt einen Abstecher wert.

Quarter Deck Marina

Tag 7 am 9 Aug., 2013

Morgens das Abschiedsfrühstück von Anegada auf dem Boot, dann die Rückreise zum Gorda Sound als des einen Freud‘ und des anderen Leid. Der gleiche starke Wind wie gestern, allerdings als Vorwindkurs. Mit leicht gerefften Segeln war es eben nicht für jeden ein Vergnügen, scharf am (Hobbysegler)-limit zu segeln und nach 2,5 Std. in der Quarter Deck Marina / Bitter End Club anzulegen.
Der Service der Marina setzt Maßstäbe, hier muss man wohl fühlen. Sofort fallen das saubere Wasser und die gepflegten Bootsstege dieser Marina ins Auge. Beim Anlegen begrüßte uns eine Wasserschildkröte. Die Clubanlage hat echten Erholungswert, der natürlich zu bezahlen ist. Das Sortiment für Provianteinkäufe ist hier nicht so üppig, dafür gibt es einige Boutiquen. Abends hatten wir hier das erste Mal Mückenkontakt, aber nicht als nennenswertes Problem.

Marina Cay

Tag 8 am 10 Aug., 2013

Den Morgen verbrachten wir am Badestrand des Bitter End Clubs. Gegen Mittag legten wir ab. Bis Marina Cay lagen ca. 13 sm durch die Dog Islands vor uns, die locker mit mäßiger Brise im Rücken zu schaffen sind. Wieder das Anlegen bei starker Strömung an der Mooringboje im zweiten Versuch. Der kleine Strandbereich ist ziemlich steinig.
Pussers Pub hat‘s offenbar nicht nötig. Der ruppige Barkeeper erklärte kurz und knapp: „Die Happy-Hour-Bar sei auf dem Berg, und die hat wegen Nebensaison geschlossen“. Sein Blick tat das Übrige – zahl 8,50 $ für den extra kleinen Painkiller oder lass‘ es!
Die Mooringgebühr wurde am Schiff kassiert. Pussers wirbt damit, dass vor der roten Telefonzelle auf dem Bootssteg über eine Webcam Fotos geschossen werden, die man sich später zur Erinnerung downloaden kann. Haha! Dazu müsste sich jemand um die Technik kümmern.
Wenigstens tat der Wind am Liegeplatz gute Dienste zur Lüftung des Bootes. Resümee: Von außen recht nett, aber den Landgang nicht wert.

Scrub Island und Cane Garden Bay

Tag 9 am 11 Aug., 2013

Infolge der etwas unruhigen See während der Nachtstunden war es eher eine Wohltat, zeitig aufzustehen und den Tag zu nutzen. Es lockte uns die von weitem sichtbare Megamarina auf Srcub Island. Zur Besichtigung der Anlage verholten wir unser Boot vormittags erst mal dort hin.
Vom Anleger über Pool, Duschen, Toiletten, Einkaufsmöglichkeiten bis zu den Restaurants ist alles auf höchstem Niveau. Vielleicht schafft es nv-charts, diese Marina in der nächsten Seekartenauflage einzupflegen, in der Ausgabe Jan. 2013 gab es diesen Verweis noch nicht.
Nachmittags umsegelten wir die Nordspitze von Great Camanoe, weiter durch den Guana Channel entlang der Nordküste von Tortola bis zur Cane Garden Bay. Der erste Eindruck dieser hochgelobten Bucht war nicht so prall, aber später stieg die Stimmung.
Wir schlossen uns dem einheimischen Sonntagspartytrubel an. In Myett’s Bar ließen wir uns einige Rumgetränke und super Chicken wings schmecken. Die Liveband vor der Bar brachte echte karibische Partylaune und die mit Palmenblättern verblendete 4-$-Dusche war ein bleibendes Erlebnis. Wir blieben über Nacht an der Mooringboje von Cane Garden Bay.
Wer nicht so viel Trubel mag, sollte unter Beachtung der Warnungen von Bartholmes den schönen Strand der Brewers Bay bevorzugen.

Soper's Hole mit Duschengpass

Tag 10 am 12 Aug., 2013

Auf unserem Routenplan stand Soper‘s Hole, um Wasser und Lebensmittel nachzubunkern und wieder Mal den Stromanschluss für die Bordklimaanlage zu nutzen. Den Thatch Island Cut, die Meerenge zw. Steel Point/Tortola und Great Thatch zu durchsegeln machte uns weniger Schwierigkeiten als das Anlegemanöver in Soper's Hole. Ab ca. Windstärke 4 aus Ost zuzüglich der vorh. Strömung kommt der ungeübte an seine Grenzen beim Festmachen auf der Luvseite des Stegs. Sehr schnell wird man in dieser Situation auf den Anleger oder die anderen Boote gedrückt. Die beste Entscheidung war, das Manöver abzubrechen und leeseitig das Boot „stern-to“ zu platzieren. Den Wellengang am Liegeplatz spürt man besonders nachts, wenn die Fähre von St. John an- oder ablegt.
Es gibt schöne Geschäfte, den Supermarkt mit den vermutlich kältesten Raumtemperaturen der BVI, Restaurant und sogar eine Kaffeebar. Duschen und Toiletten sind zu wenig für diese Marina. Pro 5-min-Dusche zahlt man 4 $, falls man mitbekommen hat, dass die Sanitäranlage von 17.15 Uhr bis 8.15 Uhr verschlossen wird (Wassersparverordnung). Dazu muss man während den Duschöffnungszeiten mit dem Ausfall der Wasserversorgung wegen Stromsperre rechnen.
Tipp: Wer den Supermarkt in Soper‘s Hole bis 18.00 Uhr verpasst, hat noch bis 21.00 Uhr nahe Einkaufsmöglichketen westlich der kleinen Brücke.

Sandy Cay und Jost van Dyke

Tag 11 am 13 Aug., 2013

Nach dem Auschecken stand Jost van Dyke auf der Tagesordnung. Es bietet sich an, auf dieser Route Sandy Cay eine Badebesuch abzustatten. Diese Idylle und den tadellosen Strand sollte man sich nicht entgehen lassen. Wie nun mittlerweile bekannt, erwartet einen an solchen „offenen“ Mooringfeldern ordentliche Strömung. Beim Anlegen kann es da schon mal vorkommen, dass der Boothaken über Bord geht, der anschließend heldenhaft vom Grund wieder ertaucht wurde.
Das Inselchen ist traumhaft schön. Hier erlebt man feinsten Sand, klares türkisblaues Wasser und Ruhe. Für den Inselrundgang auf dem glühend heißen Sand und Steinen braucht man Schuhe oder Sandalen!
Nachmittags ließen wir Little Harbour steuerbord liegen, da kein einziges Schiff dort lag und verholten nach Great Harbour Jost van Dyke an eine Mooringboje unter Beachtung der Wassertiefe. Auch hier beobachteten wir eine Wasserschildkröte.
Den Bordgrill angefeuert und die Turkey-Burger und Würstchen vom kalten Supermarkt aus Soper’s Hole gegrillt, ergab ein üppiges Abendessen - mit reichlich Steaksoße drauf schmeckt alles. Ein kurzes nachgeholtes Mittagsschläfchen und wir waren bereit für Foxy’s Bar. Mit dem Dinghi angelandet hofften wir, dass später mehr Gäste kommen, denn gegen 19.00 Uhr war Foxy’s Bar zu dieser Jahreszeit fast menschenleer. Die Bedienung war dafür sehr entgegenkommend und versorgte uns schnell mit den ersten Drinks. Foxy zeigte sich mit entsprechendem Alkoholspiegel nur kurz. Einige Leute gesellten sich später noch hier her, aber die Nachsaison ist scheinbar nicht für große Partys da.
Zwei Mal Achtung: 1. Die Bude steckt voll Mücken, Spray nicht vergessen. 2. Wenn Bestellungen am Tisch und an der Bar erfolgen, zahlt man besser am Ende alles zusammen, nicht zwischendurch an der Bar, um Doppelzahlungen zu vermeiden.

Withe Bay und Nanny Cay

Tag 12 am 14 Aug., 2013

Heute war Withe Bay auf der Liste, was sonst? Withe Bay ist eine sehr schöne Badebucht, die stark von den Yachten frequentiert wird. Spätestens ab Mittag wird es eng hier, wenn die Riesencats von St. John oder St. Thomas anlanden. Ignorant wird von vielen in den Badebereich hinein gefahren und geankert. Die Moorings sind in schlechtem Zustand.
Es ist zu erkennen, dass die Ostseite der Bucht deutlich weniger belegt ist, vielleicht als Tipp?
Die Liegen am Strand sind gebührenpflichtig für 5 $/Tag. Scheinbar hat die Soggy Dollar Bar am Strand das Geschäft begriffen. Für uns war es eine absolute Ausnahme, dass der geballte Besucherandrang vom Personal so schnell bedient wurde. Dazu ist an der Qualität des Essens und der Drinks sowie an den Preisen nichts auszusetzen.
Am Nachmittag verließen wir Jost van Dyke und segelten nach Nanny Cay/Tortola. Kurz vor 18.00 Uhr erreichten wir dort gerade noch jemand im Marina-Office, den Liegeplatz konnten wir uns quasi selbst aussuchen. Hier bereut vermutlich niemand das Anlegen. Die Sanitäranlagen wurden als die schönsten der BVI beschrieben, was sich bestätigte. Die Öffnungszeiten von 7.00 bis 22.00 Uhr sind o. k. Der Hotelpool kann gratis genutzt werden.
Im Genaker Café mit dem „besten Kellner der Insel“ wird man sehr gut bedient und unterhalten. Hier gibt es die Drinks, sehr beachtlich, nicht in den Plastikbechern sondern in großen Caipirinhagläßern zu moderaten Preisen.
Dass in der Marina angeblich kein Wasserschlauch zum Wasser bunkern ist, kann auch ein Missverständnis gewesen sein. Wir borgten uns den vom Nachbarschiff. Für diese Marina kann man getrost an Soper’s Hole vorbei segeln.

Cooper Island auf schlechten Kurs erreicht

Tag 13 am 15 Aug., 2013

Den vorletzten Tag wollten wir uns mit dem Besuch der Manchioneel Bay auf Cooper Island vertreiben. Vormittags badeten wir den Pool. Vorm Ablegen hatten wir schnell noch Block- und Würfeleis für Kühlschrank und Getränkebox nachgekauft, um auch am letzten Tag kühle Getränke an Bord zu haben.
Eher aus Zeitvertreib nahmen wir einen Kurs südlich um Dead Chest Island und Salt Island herum, was bei böigen Wind aus NE, verbunden mit gut 1,5 m Wellen, vielleicht nicht die beste Idee war. Den nicht Seefesten war die Stimmung damit reichlich verdorben.
Die Manchioneel Bay lag unter starken Wind und Schwell, was das Anlegen an der Mooring wieder zum Kunststück machte. Manche benutzen bei diesen schlechten Bedingungen das Dinghi, um die Boje zu fassen und dann das Boot anzuleinen.
Die Bucht selbst war für uns eine Enttäuschung nach den bisherigen schönen Erlebnissen. Am Strand herrschte reger Baubetrieb, an Baden war wegen der Strömung nicht zu denken. Zu guter Letzt traf die Bucht ein kleines Unwetter, das wir abwarteten und gegen 17.30 Uhr unter Motor auf direktem Kurs nach Nanny Cay zurück fuhren.
Abends genossen wir die Annehmlichkeiten der Marina.

Zurück nach Road Harbour

Tag 14 am 16 Aug., 2013

Es geht zurück nach Road Harbour. Da es nur ein kurzes Stück bis dahin ist, ließen wir es ruhig angehen und bummelten noch einmal durch die Geschäfte von Nanny Cay.
Nachmittags, in der vollbelegten Marina Wickhams Cay II, sollte man beim Anlegen die Ruhe bewahren. Wir waren nicht die einzigen, denen das „rückwärts Einparken“ Probleme bereitet, aber es gab hilfreiche Unterstützung vom Marinapersonal.
Die Rückgabe der Boote ist von Moorings sehr gut organisiert. Die Putzkolonne war bereits auf dem gesamten Steg der einlaufenden Boote in vollem Einsatz. Nach kurzer Rückmeldung übergaben wir gegen 16.00 Uhr unser Boot ohne Blessuren und bekamen noch einen Tipp, mit dem Dinghi auf die gegenüberliegende Hafenseite zum Abendessen ins Village Cay umzusetzen.
Vorher erledigten wir die restlichen Formalitäten. Rückgabe des Not-Handys und Bestellung des Taxis zum Flughafen für den nächsten Morgen. Wir übernachten noch einmal auf den Boot.
In der Marina herrscht ab Mitte August bis Oktober low saison – nicht alle Restaurant haben dann geöffnet.

Der letzte Tag der Charter kann gerade noch zum Übernachten genutzt werden. Das Boot ist einen Tag v

Tag 15 am 17 Aug., 2013

4.45 Uhr stand das bestellte Taxi als Transfer zum Flughafen pünktlich bereit. Mit Liat flogen wir 6.50 Uhr nach St. Maarten. Dort hatten wir einen mehrstündigen Aufenthalt. Zum Glück konnten wir fast direkt nach der Einreise in St. Maarten bei AA einchecken und waren so unser Gepäck erst einmal los. Die Wartezeit auf dem Flughafen haben wir uns mit einem kurzen Einkaufstripp per Taxi nach Philipsburg verkürzt.
15.10 Uhr hob unsere Maschine nach Miami ab. Hier fand wieder das „sehr beliebte“ Warten auf den Fingerabdruckfotoeinreisestempel verbunden mit der Kofferanahmeundweitergabe statt. Weiter flogen wir mit AA über London nach Berlin. So kamen wir am Sonntagabend zu Hause an.
Alle nahmen unvergessliche Eindrücke und Erlebnisse von dieser großartigen Reise mit, vielleicht bis zu einem nächsten Mal?

Noch ein Wort zum Boot, eine 43.4er Ozeanis/Benetau, die sauber vorbereitet war. Zu unserer Überraschung verfügte das Boot über zwei Klimaanlagen, die uns in den Marinas gute Dienste erwiesen. Trotzdem gab es einige technische Mängel am Boot, die Master Yachting mit Moorings abklärt.