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8 Mai, 2012
von Siegfried Schneider
Ägäis, Griechenland
Sun Odyssey 44i

Anreise

Tag 1 am 7 April, 2012

Die Anreise war ganz entspannt, mit dem Zug von Dülmen nach Düsseldorf. Mit dem Flieger ging es um 13:40 nach Athen. Vom Flughafen in Athen ging es weiter mit dem Bus zur Marina Alimos Kalamaki. Die Linie X96 fährt halbstündlich und die Fahrt kostete 5,00€ pro Person. Ca 19:00 waren wir am Stützpunkt und konnten auch gleich aufs Schiff. Weil es doch schon recht spät war erfolgte nur die Übergabe des Inventars, die technische Schiffsübergabe war dann am Sonntagmorgen. Mitarbeiter des Stützpunktes fuhren uns mit dem Auto zum Supermarkt um den ersten Einkauf erledigen zu können, super Service.

Erstes Ziel Lavrion

Tag 2 am 8 April, 2012

Nach einem guten Frühstück fand die technische Schiffsübergabe statt. Um 11:00 ging es dann los, bei einem schwachen Westwind. Es war sonnig und der Wind frischte im Laufe des Tages doch noch auf und wir umsegelten Kap Sounion mit fast 10 Knoten. Unser erstes Anlegemanöver in Lavrion war nicht so toll. Eine Muringleine hatte sich in unserer Schraube verfangen. Mit Neoprenshorti und Messer zwischen den Zähnen versuchte Daniel uns wieder los zu bekommen. Nach etlichen Tauchgängen, im doch noch recht kalten aber zum Glück recht sauberen Wasser, waren wir wieder frei und zum Glück war auch nichts beschädigt.

Kurs Kea

Tag 3 am 9 April, 2012

Wind SO, 2 Bft, wolkig, wir liefen unter Motor Richtung Kea. In Kea legten wir uns mit Buganker im östlichen Teil der Bucht,Ormos Vourkari, an den Kai.Da für die kommende Nacht 7-8 Bft aus Nord vorhergesagt waren und uns der Wind auf den Kai drücken konnte, beschlossen wir uns weiter in den östlichen Teil der Bucht an eine Muringtonne zu legen. Beim Anker aufholen gab es Probleme. Unser Anker hatte sich in einer dicken Kette verfangen. Wir schafften es aber mit der Ankerwisch und mit Hilfe der Winschenkurbel den Anker mit samt der Kette hoch zuziehen.Nachdem wir uns gegen Abend an eine Muringtonne gelegt hatten, frischte der Wind auf.Er blies mit 8 Bft aus Nord. Kurz vor der Dämmerung riss die Muringleine und wir wurden Richtung Sandstrand in "schlickiges Flachwasser" gedrückt. Wir beschlossen das Schiff mit Bug- und Heckleine an entfernt liegende Muringtonnen zu sichern um weiteres "Aufstranden" zu verhindern und den nächsten Morgen abzuwarten. Nachts um 2:00 riss die Heckmuring. Wir mussten noch mal ins Dingi und uns neu verholen.

Auf Grund in der Bucht von Kea

Tag 4 am 10 April, 2012

Nach einer unruhigen Nacht mit wenig Schlaf ging es am Morgen an die Arbeit. Wir hatten zum Glück reichlich Leinen an Bord,so das wir weit entfernt liegende Tonne nutzen konnten. Zentimeter für Zentimeter zogen wir uns mit Hilfe der Fockwinschen ins tiefere Wasser. Um 13:00 war es geschafft, unser Schiff war wieder manöverierfähig.Da der Wind aber immernoch recht stark war, beschlossen wir nicht mehr auszulaufen, sondern die Bucht von Landseite zu besichtigen. Gegen abend stand dann noch ein Besuch in der direkt an der Bucht gelegenen Taverne auf dem Programm...Das Restaurant kann man weiter empfehlen, ist jedoch nicht mit dem noch folgendem auf Poros vergleichbar. (Dazu jedoch später mehr) Die Müdigkeit nach den stürmischen zurückliegenden Stunden zwang uns dann kurze Zeit später alle recht früh in die Kojen. Doch nicht nur wir , auch der Wind schien langsam erschöpft ... es flaute langsam ab.

weiter geht es nach Poros

Tag 5 am 11 April, 2012

Um 9:30 liefen wir, ausgeschlafen und mit frischer Kraft in den Knochen, aus, Ziel Poros. Kurs 240°,Wind 10-15 Ktn NW. Mit 6-8 Ktn segelten wir bis Sounion, dann schlief der Wind ein. 15 SM vor Poros konnten wir wieder segeln.Am Abend belohnten wir uns mit einem guten Essen.Im Restaurant "Luna Piena" haben wir supergut gegessen. Der Inhaber Christop Througap und seine Frau Maria haben uns sehr gut bewirtet und beraten. Nach einer umfangreichen Palette diverser Vorspeisen folgte ein ebenso tolles Hauptmenue.Dazu gab es reichlich Wein und Ouzo.Das ganze für sieben Personen für unglaubliche 161,30€. Es entstand uns der Eindruck, griechische Gastfreundschaft und " Gute Küche " wurden hier erfunden ...

Von Poros nach Aigina

Tag 6 am 12 April, 2012

Nach dem Frühstück an Bord ging es noch einmal zur Taverne in der wir am Vorabend gegessen hatten, um Fotos zu machen.Der Wirt freute sich sehr und lud uns auch gleich zum Kaffee ein. Als wir unseren Gastgeber fragten wo wir Wasser bunkern könnten,fuhr er kurzerhand mit Daniel los um ihm zu zeigen wo wir Wasser bekommen und ließ sich auch nicht davon abhalten telefonisch entsprechende Hilfe zu organisieren. Nach einem Inselrundgang legten wir um 14:00 ab in Richtung Aigina. An dieser Stelle muß nochmals erwähnt werden, das ein Anlegen auf Poros auf jeden Fall auch einen Besuch bei unserem " griechischen Freund "einschließen sollte .
Bei heiter bis wolkigen 20 Grad und schwachem Wind aus SO erreichten wir am Nachmittag die Insel Aigina.In dem recht vollen Hafen fanden wir noch einen Liegeplatz in Yachthafen.

zurück nach Kalamaki

Tag 7 am 13 April, 2012

Nachdem wir uns die Insel angesehen hatten ging es zurück nach Alimos Kalamaki.Um 12:00 liefen wir aus,heiter-wolkig, 20 Grad,Wind schwach SO.Beim Anker bergen hatten wir wieder eine Kette am Haken. Egal,inzwischen hatten wir ja Übung.Der Wind frischt noch auf und wir machten einen schönen Schlag unter Segel nach Kalamaki.Pünktlich zwischen 16:30 und 17:00 waren wir zurück. Bei der Schiffsübergabe gab es keine Beanstandungen, alles OK.
Das Personal in der Marina sei an dieser Stelle noch einmal gelobt ... Nett und freundlich ,
mit problemlosem Englisch ... so wünscht sich der Skipper Bottsübergaben und Schiffsabnahmen .

Heimreise

Tag 8 am 14 April, 2012

Wir konnten die Nacht noch an Bord verbringen und uns auch an Abreisetag so lange wir wollten an Bord aufhalten. Da unser Flieger erst am Abend ging verbrachten wir den Tag ganz entspannt in Hafen. Eine gute Adresse ist hier auf jeden Fall die Skippers- Bar. Schöne Restaurant- und Bar Anlage mit großer gemütlicher Außenterasse.