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St. Lucia - Martinique 7 Tage im Januar 2017

20 März, 2017
von Kai Wittenburg
Windward Islands, Karibik
Sunsail 41/3/2 Premier

In diesem Jahr haben wir für unseren Januar-Törn die Windwards ausgewählt, wir waren zu zweit unterwegs. Das Wetter war sehr angenehm - jeden Tag Sonne & warm (29°C tags), immer mal wieder kurze Regenschauer, Wind von schwach bis stark war alles dabei. Der Wind reicht dort von schwach bis stark und kann auch mal - je nach Inselgegebenheiten - spontan variieren. Es gibt jede Menge geschützte Ankerbuchten in kurzen Entfernungen

Anreise

Tag 1 am 24 Jan., 2017

Anreise: Flug mit Condor von Frankfurt nach St Lucia (Dienstags Direktflug, gebucht über Master-Yachting mit dem gewohnt guten, persönlichen Service) und ebenso vorab gebuchter Transfer zur Basis hat problemlos funktioniert, nach der Ankunft stand ein Taxi bereit und brachte uns (zusammen mit einer anderen netten Crew) nach ca. 90min Fahrt zur Basis. Der einzige Geldautomat am Flughafen war ‚Out of Order‘, also kurzer Zwischenstopp unterwegs, damit der Fahrer sein Bargeld (EC Dollar, alternativ 80 USD für 2 Personen) bekommen kann.
Da bei Ankunft (gg 19:00 Ortszeit) die Basis geschlossen war, hat der Fahrer einen Infobrief von Sunsail (Begrüßung, Info zum Boot, Zutritts-PINs für Duschen & Toiletten) parat. Der über Sunsail vorbestellte Proviant war an Bord, ansonsten ist in der Marina ein kleiner Laden, alternativ ca. 10min zu Fuß entfernt (aus der Marina raus, rechts die Straße entlang) ist ein größerer Supermarkt. Verschiedene Restaurants sind in der Marina abends auch geöffnet.

kurzer Törn Marigot Bay (10 sm)

Tag 2 am 25 Jan., 2017

Nach Chart- und Bootsbriefing pünktlich morgens um 8 bzw. 9:00 hatten wir ausklariert (dankenswerterweise haben die netten Mitarbeiter der Basis eine große Zahl Crewlisten kopiert) und wir haben uns auf den kurzen Weg nach Marigot Bay gemacht (Wind ca. 10 .. 15kn). Dort wird man von den Boat-Boys in Empfang genommen, die einen gern gegen einen Obulus zu einer Boje lotsen. Hier die klare Empfehlung, in den inneren(!) Teil der Bucht zu fahren und auf die Angebote höflich zu verzichten (trotz Warnungen, wie schrecklich („Moskitos“) es im inneren Teil wäre. Die Bojen im Innnenbereich gehören der Marina und sind sicher, die Mitarbeiter (im „offiziellen“ Marina-T-Shirt) helfen ohne Extrakosten.
Wer sich hier eine anspruchsvolle Wanderung gönnen möchte, geht rechts hinter dem Oasis Marigot (entlang einer kleinen Seilbahn) den Berg hoch und folgt dem Nature Trail. Man kommt nach einer guten Stunde am Rainforest Hideaway (Restaurant-Empfehlung! nicht ganz billig, dafür aber sehr gut) an. Vernünftige Schuhe und eine Flasche Wasser sind für die Tour zu empfehlen.

Überfahrt nach St. Anne/ Le Marin, Martinique (35 sm)

Tag 3 am 26 Jan., 2017

Für die Überfahrt nach Martinique sind wir früh (gg. 6:30Uhr) los, da der Kurs gegen Wellen & Strömung geht (sinnvoll ist Diamond als Wegpunkt, Wind aus Ost, ohne Landabdeckung 15 .. 20kn). Wir trafen nachmittags in St Anne ein, die an verschiedenen Stellen versprochenen Muringbojen gibt es dort nicht (mehr?), wir sind weiter in den geschützten Hafen Le Marin gefahren und haben an einer Boje festgemacht. Zum Einklarieren war es zu spät, die Capitanerie (rechts vom Dock im Obergeschoss) schließt 17:00 (morgens ab 8:00 geöffnet). Grundsätzlich sind die Öffnungszeiten in diesem (großen) Hafen sehr merkwürdig, ab 21:00 wird alles abgeschlossen, Küchenschluss in den Restaurants ist bereits 19:00. Ein paar Minuten Richtung Innenstadt entfernt hatte noch ein Restaurant geöffnet (Paradis Plongée), das war ok.

(Petite) Anse d’Arlet (17 sm)

Tag 4 am 27 Jan., 2017

Ein paar Shops gibt es im Hafen (und jede Menge Yacht-Services), ansonsten eher unspektakulär, wir sind vormittags (nach dem Einklarieren) nach Petite Anse d’Arlet aufgebrochen, bei raumen Wind (ca. 10..17kn) waren wir nach ein paar Stunden dort. Vereinzelte Muringbojen gibt es dort, aber der Ankergrund ist sehr gut und die Bucht gut geschützt (Fischfarm im östlichen Bereich der Bucht!). Der Ort ist klein und nett, nach dem langen Segeltag zuvor ist ein kurzer Schlag sehr angenehm. Ein paar Meter rechts neben der Kirche befindet sich das Restaurant L’Oasis, ein junger, engagierter Franzose hat das gerade in der Woche vor unserem Besuch eröffnet, das Essen war top(!!!) zu einem vernünftigen Preis (hier zahlt man natürlich in Euro), auch die Cocktail-Eigenkreationen sind absolut empfehlenswert!

Anse à l’Ane

Tag 5 am 28 Jan., 2017

Der Wind frischte auf 25 .. 27kn auf, Regen zog kurz auf, so dass wir in Anse à L’Ane vor Anker gegangen sind. Hier herrscht reger Fährverkehr, für einen ruhigen Abend sollte man die nicht markierte Fahrrinne vor dem Steg freihalten. Ein netter Strand, der aber auch gut besucht ist. Am Strand gibt es ein paar Strandbars, dahinter ist ein Supermarkt, der bis abends geöffnet hat.

Grande Anse d’Arlet

Tag 6 am 29 Jan., 2017

Der Wind war nach wie vor relativ stark, so dass wir entschieden, auf Martinique zu bleiben. Wir haben vor Grande Anse d’Arlet geankert. Die Bucht ist relatv voll, wenn man einen geschützten Platz in nicht allzugroßer Tiefe haben möchte, fährt man besser weiter rein. Der Wind ließ dann nach, es wurde dann noch ein angenehmer Nachmittag & Abend (abgesehen von der Musik-Beschallung von Land, was aber ein grundsätzliches „Problem“ auf Martinique zu sein scheint. Mittags/ nachmittags bekommt man in den zahlreichen Strandbars auch etwas zu essen, abends wird es dann schwieriger (entweder gibt es nur noch Getränke, das Ti Sable (Empfehlung) überfüllt und das einzige Restaurant am Strand mit einer Bedienung und einer Küchenkraft bei zahlreichen Gästen total überfordert).

Marigot Bay, St Lucia

Tag 7 am 30 Jan., 2017

Zum Ausklarieren sind wir kurz wieder nach Petite Anse d’Arlet, das Immigration Office macht 8:00 auf und befindet sich ein paar Meter rechts neben dem Steg vor der Kirche in einer kleinen Baracke, die man leicht übersieht. Da man den Ausdruck vom Einklarieren dabei hat, gibt man die Daten schnell am PC ein, druckt es aus, übergibt die unterschriebenen Crewlisten und zahlt einen Euro Gebühr. Für die Rückfahrt nach St Lucia wollten wir ursprünglich die Pitons bei Soufriere ansteuern, sind dann aber bei 20..27kn Wind und gelegentlichen kurzen Schauern wieder nach Marigot. Die Rückfahrt ging schneller, wir waren nachmittags da. In der Marina ist auch das Büro zum Einklarieren, die Formalitäten sind schnell erledigt. Abends waren wir im Doolittle’s essen, Dinghy-Dock ist direkt vor dem Restaurant. Bemerkenswert sind sicher auch die großen Katamarane, die voll beladen mit Touristen kurz in die Bucht fahren, Fotos machen und wieder rausfahren.

Rodney Bay

Tag 8 am 31 Jan., 2017

Am letzten Tag sind wir die kurze Strecke zurück nach Rodney Bay bei wenig Wind und wieder gegen Wellen & Strömung. Beim Eintreffen kam ein Marina-Mitarbeiter an Bord, fuhr mit uns zum Tanken, Debriefing ging fix, Probleme hatten wir keine (1..2 Kleinigkeiten), Sachen packen und dann waren wir gegen 12:00 von Bord. 15:00 kam pünktlich der Fahrer und brachte uns zum Flughafen, der Rückflug abends mit Condor hat einen Zwischenstopp auf Barbados, Landung dann vormittags in Frankfurt.

Alles in allem hatten wir eine schöne Woche, das Boot war top in Schuss (nur ein paar Jahre alt) und auch mit kleiner Crew leicht zu segeln.