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Segeltörn La Maddalena August 2016

7 Okt., 2016
von Stefan Hülmeyer
Sardinien, Italien
Bavaria 44

Ankunft - Check IN - 1. Ankerbucht

Tag 1 am 27 Aug., 2016

Ankunft um ca. 15:00 Uhr
Die am Büro von Suncharter ausgehängte Liste mit office-appointments im 1/4-Stunden-Takt lässt eine professionelle Abwicklung erhoffen.
WICHTIG: Kautionshinterlegung mit Kreditkarte AUSSCHLIESSLICH mit PIN-Nummern!! (nicht mit Unterschrift und "Ritsch-Ratsch")
An der Yacht musste noch etwas repariert werden, was zwar um 17:00 fertig war, allerdings hat sich dann die Übergabe doch leider auch mit mehrmaligem Nachfragen doch bis 19:30 (laut Vetrag 18:00) verzögert. Das war ärgerlich, weil wir noch zumindet in die nächste Bucht wollten.
Das hat dann mit 1/2 Stunde motoren bis zum Sonnenuntergang gerade noch geklappt.
1. Ankerbucht: Cala di Petra Ruja, gut geschützt, netter Strand, ideal für den ersten Abend.

Volle Besegelung

Tag 2 am 28 Aug., 2016

Jetzt gings los!
Unsere Crew: 4 Erwachsene, 3 Kinder (5, 5 und 6 Jahre)
Wolkenloser Himmel, schöner 3er Wind aus West.
Wir segeln Halbwind nach Norden und ab Port Cervo immer den Wind auf der Nase mit etlichen Kreuzschlägen in den Golfo de Arzachena, dort zunächst in die Cala Mucchi Bianchi - schöne Bucht mit schönem Blick auf die "Tre Monti" auf der Nordseite. Leider ist uns der Westwind doch etwas zu stark und wir beschließen für die Nacht auf die Westseite in die Cala Saline zu wechseln.
Der Ankergrund hält gut, der Wind flaut nach Sonnenuntergang deutlich ab und wir teilen uns die Bucht mit weiteren 5 bis 6 Yachten.

1. Reff

Tag 3 am 29 Aug., 2016

Morgens liegt die Wasseroberfläche noch windstill-ölig da, aber ab 10 Uhr nimmt der West-Wind stetig zu. wir segeln an Palau vorbei - hier ist ordentlich Verkehr und die Kreuzschläge müssen gut mit den überigen Yachten abgestimmt werden - und biegen dann nach Norden ab zur Cala Santa Maria. Eine wirklich schöne Bucht mit weißem Sand und kristallklarem Wasser, aber: ein Höllenspektakel! Unzähliche Ankerlieger, durch die sich unablässige die Ausflugsboote haarscharf mit (gekonnten) Driftmanövern vorne und hinten gleichzeitig durchschlagen. Nichts für schwache Nerven und nichts "beschauliches". Ausserdem frischt der Wind weiter auf über 20 Knoten auf. Wir nehmen Reissaus und segeln wieder zurück zum sardischen "Festland" in die westlichste Ecke zur Spiaggia Liscia. Hier fällt der Sandstrand sehr steil ab, so dass man nur wenige Meter vom Ufer entfernt gut ankern kann.

2. Reff

Tag 4 am 30 Aug., 2016

Das übliche: früh morgens ein laues Lüftchen, aber ab 10 Uhr frischt es auf; weiter aus West.
Wir kreuzen auf bis zum Capo Testa gegen 25 Knoten Westwind und ordentlichen Wellen, die bei einem Teil der Crew eine etwas fahle Gesichtsfarbe verursachen.
aus diesem Grund kehren wir um und suchen in der Marina von St. Teresa Schutz vor dem angekündigten Gewitter mit bis zu 8 Bft (das aber dann doch nicht kommt...).
Beim Einparken in die Box stellt sich dann kurzfristig heraus, dass das Bugstrahlruder der Bavaria 44 nicht funktioniert - das ist dann doch ungünstig, wenn man sich darauf verlässt - hätte ich's vorher gewusst, wäre ich das Manöver anders angefahren....
Das Städtchen ist sehr nett und zum (Eis-)Essen, schlendern, schauen und bunkern gut geeignet.

Amboss

Tag 5 am 31 Aug., 2016

Bewölketer Himmel....und Wind aus Ost! - sehr passend für unsere geplante Strecke nach Osten!!
Das wird wohl nichts mehr mit einer gemütlichen Halbwindsegelei...
Über Korsika türmen sich riesige Amboss-Wolken auf, aber es kracht nicht.
Wir keuzen unzähliche Male bis um die Nordspitze von La Maddalena in die Cala Spalmatore, die Bucht ist sehr schön und die Wolken haben sich auch wieder verzogen.
Es sind Bojen ausgelegt, aber da wir erst um 19:00 ankommen, gibts wohl einen Spätankommer-Aufschlag, da der Bojenbetreiber sich sicher sein kann, dass wir nicht wieder abfahren - er kassiert saftige 80,- (!!!) ab und bleibt uns eine Rechnung schuldig, die er uns "versprochen" hat...

Jetzt wirds gemütlich

Tag 6 am 1 Sept., 2016

Nach einem ausgedehnten Badevormittag machen wir einen kurzen Schlag um die Nordspitze von Caprera zur angepriesenen Cala Coticcio. Diese sit wirklich sehr schön, aber deshalb auch sehr populär und so ist schon ein exaktes Ankermanöver gefragt, um keinen Kettensalat zu bekommen.
Nach einem Verpflegungs- und Badestopp gehts dann - doch noch gemütlich Halbwind - nach Süden nochmals in den Golfo di Arzachena; diesmal aber bis zum südlichen Ende und in Begleitung eines Delphins.
Bei Cannigione sind Bojen ausgelegt für 25,- (44') inkl. Wasser- und Müllentsorgungsservice und RECHNUNG (!!). Das ist gut & günstig.
wir machen mit dem Dinghi noch einen Ausflug ins Flussdelta und sehen etliche Reiher etc. Eine sehr schöne Abendstimmung.
Zu allem "Überfluss" gibts auf der Nachbaryacht dann noch ein Gratis-Live-Jazz-Konzert!
Wunderbar!

Doch noch motoren

Tag 7 am 2 Sept., 2016

Da die Rückgabe bis 16:00 inkl. Tanken erfolgen muss, bleibt uns nichts anderes übrig, als doch ein paar Meilen aus dem Golfo raus zu motoren.
Nach dem Capo Ferro gibts dann Raumwind und wir halsen uns Portisco entgegen.
Ein letzter Stopp noch in der Cala di Giuncu und dann noch eine Meile zum Tanken.
In einer Woche hatten wir ganze 7 Motorstunden, davon das meiste am letzten Tag.
Einparken einer 44' Yacht in der Marina bei ordentlich Seitenwind ohne Bugstrahlruder und noch ohne Box-Nachbarn ist dann auch nicht so ganz ohne....
Der check-out ist problemlos.
Mängel am Boot: Bugstrahlruder funktioniert nicht und kein Cockpitlicht vorhanden
Kritik an Suncharter: Übergabe der Yacht erst um 19:30

Alles muss raus

Tag 8 am 3 Sept., 2016

...bis 8:00 Uhr.
Der kleine Strand unmittelbar nördlich der Marina ist noch sehr zu empfehlen, um den Abschied nicht zu hart werden zu lassen.....