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Segeltörn kleine Antillen - Martinique nach Union Island und zurück (04.02.17 bis 19.02.17)

29 Juni, 2017
von Hermann Osterlitz
Windward Islands, Karibik
Helia 44

Segeltörn in den kleinen Antillen vom 04.02.2017 bis 19.02.2017
Wir beginnen unsere weltweiten Segeltörns immer mit einer frühzeitigen Anreise, um ein neues Land bzw. eine neue Stadt oder Region kennenzulernen, anderseits um uns an das Klima zu gewöhnen. Somit planten wir auch unseren aktuellen Törn in den kleinen Antillen mit dem Ausgangshafen Le Marin auf Martinique, um dann nach Süden in Richtung Union Island zu segeln. Da alle Mitsegler bisher Martinique noch nicht besucht hatten, bot es sich an, hier vorher ein paar Tage zu verbringen. Also flogen wir schon am 02.02.2017 ab Hannover los. Übrigens war der Transfer von Paris Charles de Gaulle nach Orly nicht so dramatisch wie in Berichten beschrieben. Vier Stunden Transferzeit reichen mit der S-Bahn, wie beim Hinflug und mit dem Transferbus beim Rückflug, aus.
Wir kamen am 02.02.2017 gegen 21.00 Uhr in Fort de France an, brauchten ca. 2 Std., um unseren Leihwagen in Empfang zu nehmen, da die Mietwagenbasis weit außerhalb des Flughafens liegt. Nun galt es noch das Hotel Bamboo in der Anse Mitan zu erreichen, was dann auch gegen Mitternacht erfolgte. Als Willkommensdrink gab es trotz dieser späten Ankunft noch einen „Rhumpunch“ (Rhum mit h). Dieses Hotel ist empfehlenswert, da es im typisch karibischen Stil errichtet wurde, direkt am Meer liegt, über schöne Häuser und Zimmer verfügt, ein ausgezeichnetes Essen anbietet und eine gute Ausgangsbasis für die Landerkundung darstellt.
Fazit: das Preis/Leistungsverhältnis, das karibische Flair und die Lage sind ausgezeichnet. Da wir Martinique durch unsere Rundreise mit dem Mietwagen relativ gut kennenlernten (karibischer und atlantischer Teil), war unsere Entscheidung in diesem Bereich nicht zu segeln, sondern unseren Törn planmäßig nach Süden fortzusetzen, goldrichtig.
Die Lufttemperaturen lagen während der gesamten Reise zwischen 28°C und 31 °C, die Wassertemperatur bei 27 °C.
Wir, das sind Skipper Herman, Co.-Skipper - Rüdiger, - Fritz - Löwe - Regina – Norbert - Hannelore - Ralf.
Unser Katamaran: HELIA 44, Baujahr 2014.

04.02.2017, Einklarieren, Belegung der Yacht (14° 26,7`N / 60° 54,5`W)
Nachdem wir uns beim Vercharterer Star Voyage Antilles angemeldet hatten, wurden die Einkäufe erledigt und danach der Mietwagen in Le Marin abgegeben. Den Katamaran konnten wir erst gegen 18.00 Uhr belegen. Bis auf kleine Mängel, die am Folgetag erledigt wurden, war auf der Yacht alles erwartungsgemäß in Ordnung. In der Basis ist im Büro eine deutsche Mitarbeiterin hilfreich; ansonsten wird natürlich auch französisch und englisch gesprochen. Alle Mitarbeiter waren freundlich und zuvorkommend. Ortsbesichtigung: typisch karibisch, bunt und mit vielen Marktständen. Natürlich haben wir vorher im Ort beim Zoll und der Einwanderungsbehörde ausklariert.

Tagesziel: Marigot Bay/St. Lucia (13° 58,11`N / 61° 01,9`W)

Tag 1 am 5 Feb., 2017

05.02.2017
Tagesziel: Marigot Bay/St. Lucia (13° 58,11`N / 61° 01,9`W)
E 3 – 5, 1010 hpa, 34 nm
Die Yachtabnahme begann papiermäßig um 8.00 Uhr im Büro und danach an Bord mit der Einweisung durch kompetentes Personal in Englisch oder Französisch. Star Voyage Antilles fährt die Yachten aufgrund der engen Verhältnisse an den Liegeplätzen mit eigenem Personal aus und ein. Parallel dazu klarierte Ralf im Hafenbüro, das im westlichen Hafen beheimatet ist, aus. An der Tankstelle am Ende des Stegs übergab der Servicemitarbeiter den Katamaran an uns. Nach vorheriger Einweisung der Crew hieß es um 10.30 Uhr Richtung des betonnten Fahrwassers: Leinen los.
Um 11.20 Uhr setzen wir bei Bft. 4 Segel (Groß 1. Reff und Fock). Wir ließen an Bb. Rodney Bay und Castries, die Hauptstadt von St. Lucia liegen.
Um 15.50 Uhr machten wir im hinteren, nördlichen Hafenteil an einem Steg längsseits fest, da aufgrund des starken Windes ein Anlegen im vorderen Hafenteil mit Heck zur Pier nicht möglich war. Im Übrigen waren die Wasserfront-Liegeplätze meist belegt. Das Hafenpersonal ist hier sehr hilfreich und freundlich.
Gegen 17.30 Uhr meldeten wir uns im Hafenbüro an und erhielten die Zugangscodes zu den Duschen, etc. Liegeplatz-Kosten: 66 US$.
Die bekanntesten Restaurants sind hier das Chateau Mygo und Doolittle`s. Benannt nach dem hier gedrehten Film „Doktor Doolittle“ mit Rex Harrison.

Tagesziel: Soufrier/St. Lucia (13° 50`N / 61° 05`W)

Tag 2 am 6 Feb., 2017

06.02.2017
Tagesziel: Soufrier/St. Lucia (13° 50`N / 61° 05`W)
E 1-2, 1012 hpa, 10 nm
Ausklarieren um 09.00 Uhr und Leinen los gegen 10.35 Uhr. Aufgrund des geringen Windes fuhren wir unter Maschinen und machten gegen 12.10 Uhr an einer SMMA-Boje (Soufrier Marine Management Association Inc.) vor dem südlichen Hauptanleger von Soufriere fest. Im Rahmen einer Ortsbesichtigung vereinbarten wir mit Benny, von Bennys Yachtservice, Besichtigungen für den nächsten Tag.
Angesagt war nun schnorcheln und baden!

Tagesziel: Soufrier/St. Lucia - Besichtigung (13° 50`N / 61° 05`W)

Tag 3 am 7 Feb., 2017

07.02.2017 Besichtigungstour mit dem Taxi: Botanischer Garten, Drive-In-Vulcano, französische Bäder (50 US$/Person).
Der botanische Garten beinhaltet unzählige tropische Pflanzen, alte Bäder aus dem 18. Jahrhundert, einen großen Wasserfall und natürlich tropische Vögel, wie Kolibris, etc. Sehenswert sind ebenfalls die Diamant Falls sowie die Schwefelquellen im Drive-im-Vulcano. In den Piton-Wasserfällen kann man im warmen und erfrischenden Wasser baden. Wir besuchten alles im Rahmen einer Führung. Um 14.00 Uhr waren alle wieder an Bord.
14.30 Uhr: Sicherheitseinweisung für die Nachtfahrt nach Union Island und anschließend den Katamaran seefest gemacht.
17.30 Uhr Leinen los mit dem Ziel Union Island/Grenadinen, Clifton Harbour (12° 36,50`N / 61° 28,00`W)
E 4 – 7, bis 3,5 m-Welle, 1012 hpa, 94 nm

Nachtfahrt nach Union Island Clifton Harbour (12° 36,50`N / 61° 28,00` W)

Tag 4 am 8 Feb., 2017

08.02.2017
Ziel: Union Island/Grenadinen, Clifton Harbour (12° 36,50`N / 61° 28,00`W)
E 3 – 7, bis 3,5 m-Welle, 1012 hpa, 94 nm
Kurs 210°, St. Vincent ca. 3-4 nm westlich passiert, 00.010 Uhr Leuchtfeuer Dark Head Bb querab, E 7, 2-3m-Welle, Groß 2. Reff und Fock stark gerefft.
05.10 Uhr, Feuer Petit Canuan Bb querab, E 5-6, 2m-Welle.
08.00 Uhr, Feuer Catholic Island Bb. querab, E 4-5.
11.50 Uhr, E 4, Clifton Harbour, Yacht Club, letzter Steg Liegeplatz, Heck zum Steg fest mit Hilfe des Hafenpersonals aufgrund des heftigen Seitenwinds festgemacht.
Ortsbesichtigung, typisch karibisch, bunt und mit vielen Marktständen. Natürlich vorher im Ort beim Zoll und Immigration einklariert.

Union Island/Cliftom Harbour - Mayreau/Salt Whistle Bay (12° 38,00`N / 61° 25,00`W)

Tag 5 am 9 Feb., 2017

09.02.2017
Tagesziel : Mayreau, Salt Whistle Bay (12° 38,00`N / 61° 25,00`W)
E 3-4, 1014 hpa, 7 nm
10.35 Uhr Leinen los, Segel gerefft gesetzt und um 11.20 Uhr die Saline Bay im Süden von Mayreau an Stb. querab passiert.
Um 11.50 Uhr in der Salt Whistle Bay an einer Mooring festgemacht. Wassertaxifahrer Josef brachte uns mit seinem Boot gegen 13.00 Uhr an Land, um dort Robert Lewis in seinem „Righteous“ zu besuchen; eine bekannte Rastafarian-Bar im winzigen Ort: Tanz, Musik und Haartracht im Stil von Bob Marley. Der steile Anstieg bis zur Kirche war bei dieser Mittagshitze anstrengend und schweißtreibend. Als Belohnung genossen wir hinter der Kirche den traumhaften Ausblick auf die Tobago Cays sowie Union Island und freuten uns auf ein kaltes Bier bei Robert. Löwe ließ es sich nicht nehmen, gemeinsam mit Robert zu trommeln und zu singen. Gute Stimmung im Lokal, noch! Keiner ahnte was uns später noch bevorstehen wird.
Kurz nach 15.00 Uhr holte Josef uns vereinbarungsgemäß mit seinem Wassertaxi am defekten und unsicheren Steg ab. Das in der Literatur erwähnte 4-Sternehotel am Strand hat offenbar die besten Zeiten hinter sich gelassen und war quasi unbewohnt.
Beim Anlegen an der Bb-Heckplattform des Katamarans kenterte das Wassertaxi komplett durch. Offensichtlich durch die einseitige Gewichtsverlagerung beim Anlegen. Alle gingen über Bord mit der Taxi-Innenseite über uns, ebenso Smartphones, Kameras und Sonnenbrillen. Wir konnten den Taxi-Bugfestmacher noch an der Heckklampe des Katamarans anschlagen. Alles andere, einschließlich des Außenbordmotors, war unter Wasser. Ein Ranger des Marineparks schleppte das Boot an Land. Ein Taucher konnte wenige Gegenstände aus 6 m Tiefe bergen. Keiner wurde jedoch verletzt und eine Schadensregelung erfolgte einvernehmlich. Daher blieben wir bis zum nächsten Tag in der Salt Whistle Bay. Das Horse Shoe Reef geht uns dadurch nicht verloren. Wir genossen später dann das herrliche, erfrischende Wasser in der Salt Whistle Bay beim Schnorcheln, allerdings nun in Badekleidung.

Mayreau - Tobago Cays (12ˆ38,00`N / 61° 22,5`W)

Tag 6 am 10 Feb., 2017

10.02.2017
Tagesziel: Tabago Cays, Mooringfeld südlich der Insel Baradel , (12ˆ38,00`N / 61° 22,5`W)
E 4, 1013 hpa, 4 nm
Mit dem Dinghy den kurzen Weg nach Baradel übergesetzt: traumhafte Natur mit vielen Leguanen in den Bäumen und vor der Insel ein Nuturschutzgebiet für Meeresschildkröten. Man kann mit diesen im relativ flachen Wasser tauchen und schnorcheln.
Auf der Insel Petit Bateau werden Lobster-BBQ angeboten oder aber als Lieferung auf die Yacht. Ebenso verkaufen Händler von kleinen Booten aus T-Shirts, Früchte und Souvenirs.
Leider war schwimmen aufgrund des starken Windes und der Strömung kaum möglich. Und das in einem der schönsten Reviere der Karibik.

Tobago Cays, Horse Shoe Reef

Tag 7 am 11 Feb., 2017

11.02.2017
E 4, 1014 hpa, 1 nm
10.30 Uhr: Unser Katamaran wurde zwischen die Inseln Petit Rameau und Petit Bateau verholt. Es wurde auf ca. 7m geankert, da durch den Ostwind mit Bft. 4 leider die Geräusche am alten Bojenplatz, bedingt durch den Zug von zwei Vorleinen an der Mooringboje, in den Vorschiffkabinen unerträglich waren. Schwimmen war hier durch die starke Strömung nicht möglich. Schade !!! In guter Sichtweite ankerte übrigens auch das 5-Mast Kreuzfahrtschiff Club Med II sowie ein historischer Dreimaster.
Mit dem Beiboot besuchten wir die kleinen Inseln Petit Rameau und Petit Bateau.

Tobago Cays - Bequia/Grenadinen - Port Elizabeth (13° 00,50`N / 61° 16,00´W)

Tag 8 am 12 Feb., 2017

12.02.2017
Tagesziel: Bequia / Grenadinen, Admiralty Bay, Port Elizabeth (13° 00,50`N / 61° 16,00´W)
E 5 – 6, 1014 hpa, 26 nm
Um 09.30 Uhr Leinen los. Wir passierten Catholic Island östlich, Canuan Island westlich. Die Admiralty Bay zieht sich sehr lang bis Port Elizabeth hin, sodass wir gegen 16.10 Uhr in der Bequia Marina an einer Mooringboje mit sehr langer Vorleine und Heck zum Steg festmachten. Auch hier half uns aufgrund des starken Ostwinds die Hafencrew beim Festmachen.
Der Ort ist ebenfalls typisch bunt karibisch mit vielen schönen Restaurants und Lädchen. Auch hier sind Zoll, Immigration, Postoffice und natürlich eine Polizeistation vorhanden.
Nur die „Sanitäranlagen“ in der Marina sind leider katastrophal.
Auf Bequia dürfen jährlich wegen der alten Tradition noch wenige Wale gefangen werden, was aber selten umgesetzt wird.

Bequia - Blue Lagoon/St. Vincent (13° 07,4`N / 61° 11,9`W)

Tag 9 am 13 Feb., 2017

13.02.2017
Tagesziel: Blue Lagoon/Young Island auf St. Vincent, (13° 07,4`N / 61° 11,9`W)
E 3-4, 1010 hpa, 12 nm
09.30 Uhr Leinen los, noch einige Manöver “Heck zur Boje” in der Bay geübt und mit einigen Schlägen nach St. Vincent gekreuzt. Die Einfahrt in die Blue Lagoon ist sehr flach und durch Tonnen gekennzeichnet. Bei Niedrigwasser stehen nur 1,4 m Wassertiefe zur Verfügung. Mit dem Katamaran kein Problem, mit Einrumpfyachten sollte die Tiefe beim Hafenmeister über Kanal 16 angefragt werden.
Die Lagoon Marina verfügt über sehr gute Sanitäranlagen, Zoll- und Immigration sowie ein sehr gutes Restaurant, Hotel und Beach Bar. Der Swimming Pool steht auch Yachtliegern zur Verfügung. Ein idealer Ausgangspunkt für Besichtigungstouren im Süden von St. Vincent. Wir organisierten heute unsere Inselerkundung für den kommenden Tag.

Besichtigung Mesopotamia Valley und Montreal Garden

Tag 10 am 14 Feb., 2017

14.02.2017
An diesem Tag wurde der internationale Flughafen offiziell eingeweiht, in Anwesenheit des Staatsoberhauptes und hochrangiger Gäste. Entsprechend dicht war der Verkehr auf den engen Straßen.
Auf unserer Taxifahrt zum Mesopotamia Valley, in dem auch der wunderschöne Montreal Garden liegt, kamen wir direkt am Flughafen vorbei. Es geht über enge Straßen bzw. schlechte Wege durch kleine Dörfer hinauf in die Berge. Dieser Bereich ist kaum besiedelt.
Der Montreal Garden ist ein traumhafter Park mit unterschiedlichen Pflanzen, auch aus anderen tropischen Ländern. Dieser wurde von einem Kanadier, der heute noch diesen Garten pflegt, erweitert und auch dort wohnt, vor 30 Jahren angelegt. Der Besuch ist sehr zu empfehlen.
Von dort hat man eine traumhafte Aussicht auf das Valley.
Ein Abstecher mit dem Taxi nach Kingstown, der Hauptstadt von St. Vincent, lohnt sich ebenfalls. Hier pulsiert das karibische Leben. Ein Besuch der Markthalle mit den vielen Ständen für Fisch, Obst, Gemüse, etc. gehört natürlich auch dazu.

Wallilabou Bay/St. Vincent (13° 14,6`N - 61° 16,3`W)

Tag 11 am 15 Feb., 2017

15.02.2017
Tagesziel: Wallilabou Bay/St. Vincent (13° 14,6`N - 61° 16,3`W)
E 3-4, 1013 hpa, 12 nm
11.10 Uhr Leinen los und unter Groß und Fock in Richtung Norden an der Westküste von St. Vincent entlang gesegelt.
Katamaran um 13.30 Uhr mit Anker und Landleinen an Palme festgemacht. Besichtigung der kläglichen Reste der Attrappen (Port Royal) aus dem Film „Piraten der Karibik“ mit Jonny Depp. Die alten Kulissen sind verrottet und im Restaurant können ebenfalls noch alte Relikte erkannt werden. Die Reste des Schwimm- bzw. ehemaligen Anlagestegs stellen eine Gefahr dar. Die verrostete Leiter, mit der einst vom Beiboot auf den Steg geklettert werden konnte, ist nicht befestigt. Achtung !!!
Die Bucht ist allerdings sehr schön. Wir fühlten uns auch nachts sicher, da seit dem tödlichen Überfall auf eine deutsche Yacht im März 2016, ein Sicherheitsdienst patrouilliert.

Wallilabou Bay/St. Vincent nach Soufrier/St. Lucia (13° 38,6`N – 61° 14,4`W)

Tag 12 am 16 Feb., 2017

16.02.2017
Tagesziel: Soufriere/St.Lucia (13° 38,6`N – 61° 14,4`W)
E 3-5, 1015 hpa, 45 nm, starker Strom mit Westversatz bei der Überfahrt
Leinen los um 08.45 Uhr, 25 nm unter Segeln, Rest unter Maschinen. Um 10.40 Uhr peilten wir die Nordspitze von St. Vincent an Stb. querab. Danach setzte ein starker Strom mit 2-3 kn westwärts ein. D.h. Maschinen an und .Segel bergen.
Um 16.00 Uhr machten wir in Malgretoute/Soufriere an einer SMMA Mooring (65 EC$/Nacht) fest. Ein Ranger wies uns ein.
Nun wurde geschwommen und geschnorchelt.

Soufrier nach Rodney Bay (14° 07,5N - 60° 57`W)

Tag 13 am 17 Feb., 2017

17.02.2017
Tagesziel: Rodney Bay Marina/St. Lucia
E 3-4, 1014 hpa, 24 nm.
Um 9.05 Uhr Leinen los und Segel gesetzt, Groß und Genua.
Bis in die Rodney Bay wurde gekreuzt, danach die Segel geborgen und dann unter beiden Maschinen die enge Einfahrt zur Marina passiert. Wir konnten an einem Schwimmsteg gegenüber des Hafenbüros längsseits festmachen. Leider gab es hier keinen direkten Übergang zu den Einrichtungen und der Waterfront. Somit musste der längere Weg über die Schwimmstege genutzt werden. Aber wir hatten eine Topaussicht auf das Treiben auf der Promenade.
Eine Marina, die kaum etwas zu wünschen übrig lässt. Diverse Restaurants, mittelprächtige Sanitäranlagen, Zoll und Immigration, ein modernes Hafenbüro, Yachtausrüster, etc.
Bis 18.00 Uhr konnte man Ein- und Ausklarieren (Papierkram ohne Ende, d.h. je Crewmitglied ein Formular mit Ausweisvorlage, etc.) und im Hafenbüro die Liegeplatzgebühren bezahlen, was allerdings relativ schnell erledigt war. Aber alle waren höflich und hilfsbereit.
Freitags findet in Gros Islet (nördlich der Marina) immer ein buntes Straßenfest statt. Dort wird getanzt, gegessen und das bei karibischer Musik.
Wir ließen den Abend in einem der netten Restaurants an der Waterfront bei einem ausgiebigen Dinner mit happy-hour-rum-drinks (diesmal Rum ohne h) ausklingen.

Rodney Bay/St. Lucia nach Le Marin/Martinique (14° 26,7`N / 60° 54,25`W)

Tag 14 am 18 Feb., 2017

18.02.2017
Tagesziel: Le Marin/Martinique (14° 26,7`N / 60° 54,25`W)
E 3-4, 1014 hpa, 34 nm
Leinen los um 09.15 Uhr und Segel gesetzt.
Auch diese Überfahrt erfolgte problemlos unter Segeln mit Groß und Fock. Als grobe Ansteuerung konnten wir uns am Diamant Rock, nordwestlich von St. Anne, orientieren, danach unter Maschinen auf die Bucht von Le Marin zuhalten und dann ins betonnte Fahrwasser bis zur Tankstelle fahren.. Hier verließ Ralf die Yacht, da er abends wieder zurück nach Hannover zurückfliegen musste. Nach dem Tanken steuerte ein Mitarbeiten von Star Voyage den Katamaran in eine freie Box.
Im Büro meldete ich uns zurück; die Abnahme und Übergabe sollte am nächsten Morgen erfolgen. Nach einem Anlegerbier begann die Packerei.
Abends wurden dann die Reste vertilgt und brauchbare Lebensmittel und Getränke (am meisten Mineralwasser) für die Servicecrew bereitgestellt.
Rüdiger und ich gingen noch zum Hafenbüro, das im westlichen Teil der Anlage untergebracht ist (also im Hafen 2, ca. 15 Minuten Fußmarsch) und klarierten uns ein.

Törnende

Tag 15 am 19 Feb., 2017

19.02.2017
Törnende
Die Abnahme fand professionell und reibungslos statt. Einige Kleinigkeiten hatte ich vorab gemeldet. Da die eingehenden Yachten erst später abgetaucht wurden, konnte mir mein, mit Kreditkarte hinterlegtes Deposit, nicht direkt ausgehändigt werden. Es wurden unter Wasser am Katamaran keine Mängel festgestellt, sodass der Beleg später vom Vercharterer vernichtet wurde.
Abschließend ist anzumerken, dass die Abwicklung über Masteryachting hervorragend erfolgte, so wie ich es auch bei vielen vorhergehenden Chartern mit dieser Agentur gewohnt war.
Star Voyage Antilles kann ich als Charterer, aufgrund der fairen Abwicklung, des guten Service und des sehr guten Zustands unseres Katamarans, gern weiterempfehlen.
Le Marin ist ein großer, typisch kommerzieller Yachthafen mit allen notwendigen Facilities. Als Urlaubsort ist dieser, meiner Meinung nach, allerdings nicht unbedingt zu empfehlen. Hier ist das südwestlich gelegene St. Anne besser geeignet. In der vorgelagerten Bucht gibt es diverse Ankerplätze.
Insgesamt ließen wir 316 nm im Kielwasser, davon 185 nm unter Segeln und 131 nm unter Maschinen.
Die in der Route am Anfang des Berichtes ermittelten Seemeilen, geben annähernd direkte, grobe und damit ungenaue Entfernungen wieder.