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Segeltörn in Thailand - Andamanensee

9 April, 2016
von Hermann Osterlitz
Koh Samui, Thailand
Dean 441/Upgr. Bali 4.3

Nach über 10-stündigem Flug mit einem Airbus A 380 landten wir, das sind Axel, Andreas, Fritz, Hannelore, Manfred (Co.-Skipper), Norbert, Ralf, Rüdiger und Skipper Hermann, am 20.01.2016, 05.50 Uhr (UTC+7), in Bangkok. Hier wollten wir die Stadt etwas kennenlernen und uns an das tropische Klima gewöhnen. Neben der obligatorischen Besichtigung diverser Tempel am 2. Tag, einem Dinner am Ankunftstag im Rahmen einer Bootstour auf dem Chao Praya River mit Beiprogramm, einer Fahrt zu den schwimmenden Märkten in Damnoen Sadnak (Provinz Ratchabuir, ca. 115 km westlich von Bangkok) sowie Spaziergängen auf der Sukhumvit Road,auf der auch unser Hotel lag. Zeit zum Abkühlen fanden wir täglich im Swimmingpool auf dem Hoteldach im 15. Stockwerk. So gewöhnten wir uns an Temperaturen über 30° C. Am 23.01.2016 startete morgens der Flieger nach Phuket, wo unser Katamaran BALI 4.3, Chantier Catana in der Marina bereitstand. Vorab möchte ich feststellen, dass das von uns besuchte Seegebiet mit seinen Inseln zum Schnorcheln nur bedingt geeignet ist. Außer den Inseln Ko Rok Nai und Koh Rok Nok gab es keine nennenswerte intakte Unterwasserwelt, geschweige denn sehenswerte Fische und Fischschwärme. Offensichtlich hat der Tsunami immer noch ernorme Spuren im Bereich der Schnorcheltiefen hinterlassen. Für Taucher, die in tiefen Meeresregionen ihrem Sport nachkamen, sind deutlich bessere Möglichkeiten gegeben. Da die Schreibweise für "Insel" sehr unterschiedlich gehandhabt wird, verwende ich nachfolgend die Variante "Ko".

Phuket, Yacht Haven Marina - 008° 10.201'N / 98° 20.496'E

Tag 1 am 23 Jan., 2016

Am frühen Morgen flogen wir mit einer Boeing 777-300 von Bangkok in Richtung Phuket. Aufgrund eines starken Gewitters verspätete sich der Start um ca. 1 Stunde und so landeten wir dort bei strahlendem Sonnenschein gegen Mittag. Vor Ort orderten wir ein Großraum-Taxi, dass uns mit 9 Personen und dem zugehörigen Gepäck zur Marina brachte; Preis: 1.500 THB. Die Basis von Dream Yachtcharter und anderen liegt oberhalb der Hafenanlage und ist zufuß oder mittels bereitstehender Elektrobuggys leicht erreichbar, was bei 33° C hilfreich ist. Das Einchecken im Büro erfolgte problemlos durch die freundlichen beiden Damen. Das Bereitstellen des Katamarans war leider erst nach 17.00 Uhr möglich, wie es allerdings auch in den Unterlagen vermerkt ist. Die Basis lässt das Gepäck kurz vor der Übergabe zur Yacht transportieren. Da die moderne Marina über alle Einrichtungen verfügt, kann die Zeit im Restaurant, am Swimmingpool der Marina oder aber mit einem Spaziergang überbrückt werden. Drei Crewmitglieder fuhren mit einem Taxi zu einem der ca. 15 km entfernt liegenden Supermärkte. Der Einkauf nahm über 3 Std. in Anspruch. Das Warenangebot ist hervorragend und die Preise geringer als bei uns in Deutschland. Hier ist jedoch zu beachten, dass Kreditkarten vom Supermarktbetreiber nur bis zu einem bestimmten Betrag belastet werden dürfen, daher vorher nachfragen und genügend Bargeld mitnehmen. Die Yachteinweisung erfolgte infolge der späten Stunde, es war zwischenzeitlich schon dunkel, nur suboptimal, sodass am kommenden Morgen die Fortsetzung erfolgte und fehlendes Inventar nachgeliefert werden musste. Der Katamaran war insgesamt sauber, die Betten bezogen und vorerst technisch keine Mängel erkennbar. So verbrachten wir den ersten Abend in gemütlicher Runde im offenen Salon. Dieser Hafen ist tidenunabhängig für Charteryachten anzusteuern. Auch bei Niedrigwasser sind immer 2,5m gegeben. Er verfügt an den Liegeplätzen über Strom, Wasser und Internet.

PHANG NGA, Ko Hong - 008° 13.518'N / 98° 30.098'E

Tag 2 am 24 Jan., 2016

WIND/RICHTUNG: NNE 3 - LUFTDRUCK: 1021 hPa - TEMPERATUR: 33° C - WdW: 24 nm
Um 09.30 Uhr erfolgte die offizielle Übernahme des Katamarans sowie die Resteinweisung in Bordtechnik und Sicherheitsequipment. Die moderne digitale Elektronikeinheit (Strom, Beleuchtung, Lichterführung, Diesel und Wasser, Schalttafeln, etc. ließ sich nicht in andere Fremdsprachen umstellen. Die Menüführung erfolgte in französisch. Darüber hinaus wurden wir auch mit dem Plotter (mit Sprachenauswahl und supergroßem Display) am Steuerstand sowie dem Watermaker (links neben der Stb.-Maschine) vertraut gemacht. Es wurden auch die fehlenden Ausrüstungsgegenstände geliefert, wie weitere Stühle für den Salon, Lifebelts und Pantryinventar. Eine Reviereinweisung erfolgte nicht! Wir waren hier allerdings entsprechend vorbereitet, z.B. mit "Southeast Asia Pilot", 4th Edition (2013) sowie Tide Tables Jan./Feb. 2016 aus dem Internet. Wasserfeste Seekarten aus dem Bereich waren an Bord, jedoch nicht für die Similan Islands.
Um 12.00 Uhr hieß es: Leinen los. Am Ende des Stegs nach Stb. abbiegen, dann am Außensteg vorbei mit Kurs ca. 140° in Richtung der kleinen Insel Ko Ngam, vor der Insel Ostkurs anlegen, die Insel Ko Payu an Bb. lassen und später mit ca. 20° NNE Ko Phanak an Stb. lassend und nach Sicht Ko Hong (Phang Nga) ansteuern. Phuket grenzt im Osten an die Provinz KRABI, im Süden und Westen an die Andamanensee und im Osten an die Provinz PHANG NGA. In diesem Seegebiet stehen auch die hohen grünen Felsen, die das spektakuläre Bild der nördlichen Andamanensee charakterisieren. Das Wasser ist hier flach und dunkelgrün bis braun. Unter Wasser sind nur Sichtweiten bis 1m möglich. Gegen 16.00 Uhr fiel der Anker auf 12 m vor dem Osteingang von Ko Hong (Hong = Raum). Mit dem Dinghi wurde der "Hong" erkundet. Schwimmen im Kanal zwischen Ko Hong und Ko Yai ist aufgrund der starken Strömungen, speziell beim Kippen der Tiden, gefährlich. Ein Fischer verkaufte uns nach dem Ankermanöver seinen Gamba-Fang, den wir uns an Bord in gemütlicher Runde schmecken ließen. Leider hielt der Anker im Schlamm nicht, sodass wir um 21.30 Uhr den Katamaran vor den Südeingang zum Hong verlegen mussten (Ankern auf 5m).

Ko Pan Yi (Moslem Wasserdorf) über Ko Phing Kan (James Bond Insel) - 008° 20.017'N / 98° 30.28

Tag 3 am 25 Jan., 2016

E 2/3 - 1020 hPa - 31° C - WdW 22 nm
09.30 Uhr Anker auf. Ziel war heute die sogenannte "James Bond Insel" Ko Phing Kan, wo der Film "The Man with the Golden Gun" mit Roger Moore und Christopher Lee gedreht wurde sowie das "Dorf auf dem Wasser" Ko Pan Yi, das von Moslems bewohnt wird. Nach Sicht passierten wir Ko Hong an Bb. und umfuhren die Nachbarinsel Ko Na Khae im Norden mit östlichem Kurs. Die James Bond Insel war später an Bb. zu sehen. Da diese völlig vom Tourismus eingenommen ist, wie es die vielen Ausflugsboote zeigten (es werden auch Lande-Gebühren erhoben), sahen wir von einem Besuch ab.. Weiter ging es mit Kompasskurs N und Sicht "Linie Ansteuerungstonne-Dorf" bis zur Ansteuerungstonne Ko Nom Sao Noi, die an Stb. bleibt. Nun kann man das "Dorf auf dem Wasser" leicht erreichen. Der Anker fiel auf der Ostseite des Dorfes auf 8m. Es bot sich an, mit einem Longtailboot die auf der Ostseite der nördlich gelegenen Insel Khao Khian, mit diversen Höhlen und Malereien aus der Vorzeit, zu besichtigen. Die Fahrt ging durch Mangrovenwälder und ist empfehlenswert. Den Abschluss bildete ein Besuch des Wasserdorfes mit seinen vielen Restaurants, Lädchen, der Moschee sowie dem Treiben der Bewohner und Touristen, die die Einwohnerzahl bei ihrem Besuch vervielfachen.

Ko Hong - KRABI - 008° 04.478'N / 98° 40.8 6'E

Tag 4 am 26 Jan., 2016

E 3 - 1021 hPa - 31° C - WdW 21 nm
Heute konnte gesegelt werden, zumindest 11 nm. Navigiert wurde vorerst, indem Ko Pan Yi und die Ansteuerungstonne achteraus in Linie zu sehen waren, bis die Passage auf 3-4m Wassertiefe nach SE in tieferes Wasser möglich war. Wir durchsegelten später die Passage zwischen der großen Insel Ko Yao Noi und der nördlich gelegenen kleinen Insel Ko Kudu Yai und dann nach Süden zur Insel Ko Hong (Krabi). Nördlich von Ko Hong, vor dem Eingang zum Hong lagen diverse orangefarbene Mooring-Bojen (auf 17m) aus, von den wir uns eine zum Festmachen aussuchten. Mit dem Dinghi in den Hong zu fahren klappte an diesem Nachmittag nicht mehr, da der Hong bei Niedrigwasser leergelaufen war, d.h.man konnte nur noch spazieren gehen. Aufgrund der Strömung beim Kippen der Tide legten wir einen Fender mit langem Festmacher aus, um an den Felsen Schnorcheln gehen zu können. Das klappte ganz gut, bis sich die Leine durch die Strömung um den Stb.-Propeller wickelte. Manfred schnorchelte zum Propeller und konnte sie wieder freibekommen.

Krabi River Marina - 008° 03.335'N / 98° 55.208'E

Tag 5 am 27 Jan., 2016

E3 - 1021 hPa - 33° C - WdW 3 nm
Am Morgen schafften wir es dennoch in den Hong zu fahren, was absolut sehenswert war. Auch bei Hochwasser steht man im hinteren Teil bis zu den Knien im Wasser. Auf dem Törn nach Krabi segelten wir auch am Oststrand von Ko Hong vorüber, wo auch die Park-Ranger ihr Quartier haben. Schon um 10.30 Uhr war der Strand voll von Longtailbooten und Touristen. Auch hier werden Landungs-Gebühren verlangt. Wir segelten weiter zur berühmten Rai Lei Beach, westlich von Krabi Town, ankerten auf 4m Wassertiefe und schnorchelten in der Hoffnung auf eine bessere Unterwasserwelt. Bisher war dies das interessanteste Schnorchelrevier. Um 15.30 Uhr ging der Anker auf und wir fuhren unter Maschinen nach Krabi Town zur Krabi River Marina. Die Strecke ist betonnt, u.a. auch mit Richtfeuern. Man muss jedoch genau navigieren, da das Fahrwasser beim östlichen Umfahren der kleinen Insel im Eingangs-Fahrwasser des Rivers, bei Niedrigwasser an einigen Stellen weniger wie 2m aufweist. Die Marina ist mit Schwimmstegen ausgelegt; das Personal hilft beim Anlegen; Wasser ist an den Stegen erhältlich. Der kleine Sanitärbereich ist sauber, jedoch schon etwas älter. Es gibt ein Restaurant und einen kleinen Yachtausrüster. Lebensmittel müssen allerdings im Supermarkt der Stadt eingekauft werden. Die Liegegebühren betrugen inklusiv Wasser und Strom 1.158 THB.

Ko Lanta, Hat Kan Tiang Beach - 007° 38.066'N / 98° 01.420'E

Tag 6 am 28 Jan., 2016

E2 - 1019 hPa - 30° C - WdW 32 nm
Krabi Town ist die Provinzhauptstadt mit ca. 25.000 Einwohnern. Eine quirlige typisch thailändische Stadt mit vielen Tempelanlagen, Lädchen, Restaurants, etc.. Es werden diverse Ausflugstouren ins Umland angeboten, bis zum allgegenwärtigen Elefantenreiten.
In Krabi Town wurden nochmals Lebensmittel nachgebunkert und Eis für die Bier-Kühltruhe (wurde auch als Sitz vor Kopf am Tisch verwendet) eingekauft. Natürlich gab es im Salon auch einen 2m hohen Kühlschrank sowie einen 2m hohen Gefrierschrank. Leinen los erfolgte nach dem Wasserbunkern gegen 12.45 Uhr. Die Riverpassage unter Motoren fuhren wir nun in umgekehrter Reihenfolge bis zur südlichen Ansteuerungstonne Hin Ruru. Danach wurde Südkurs angelegt, leider wegen Windmangel unter Maschinen. Auf dieser Route musste vielen Fischereimarkierungen ausgewichen werden, die nach welchem Muster auch immer, ausgelegt waren. Erschwert wurde die Erkennung durch ein 2-stündiges starkes Gewitter mit Sichtweiten bis nur 150m, das erst bei Einlaufen in die Hat Kan Tiang Beach (erste Bucht im NE von Ko Lanta), nachließ. Wir fuhren weit in die Bucht hinein und ankerten auf 3m, umgeben von unzähligen Fischereibojen. Aufgrund des diesigen Wetters sahen wir heute vom Schnorcheln ab. Der Landgang wurde auf den nächsten Tag verschoben.

Ko Muk, Hat Chao Mai National Park - 007° 22.600'N / 99° 17.000'E

Tag 7 am 29 Jan., 2016

E2/3 - 1021 hPa - 32° C - WdW 20 nm
Morgens wurde der obligatorische Landgang unter Einsatz des Dinghis (5 PS Motor) an der Hat Kan Tiang Beach nachgeholt. Hier reihen sich Hotelanlagen mit schönen Gärten aneinander, sowie Restaurants, Bars und diverse Lädchen, wie an jeder Badebucht bisher. Um 10.40 Uhr ging der Anker auf und auf südlichem Kurs segelten wir entlang der Westküste von Ko Lanta Yai bis zum Leuchtfeuer auf der Südspitze. Danach SE-Kurs angelegt in Richtung Ko Muk. Wir konnten heute sogar 6 nm segeln. Um 16.00 Uhr erreichten wir nach 18 nm die Emerald Cave auf der Westseite der Insel. Hier kann man durch einen ca. 80m langen Tunnel (einziger Zugang) in den Hong schwimmen und wird dann durch die smaragdfarbene Vegetation im Innenbereich belohnt. Wichtig bei diesem Abenteuer sind: keine Angst, gutes Schwimmvermögen eine wasserdichte Taschenlampe und nicht zwischen 10.00 Uhr und 16.00 Uhr ankommen. Denn dann wimmelt es nur so von Booten und Touristen, die vom Festland kommen. Die Mooring-Bojen sind in diesem Zeitrahmen alle belegt. Diese liegen vor dem Höhleneingang für Yachten aus.
Anschließend motorten wir nach Sicht zu unserem Ankerplatz südöstlich von Ko Muk durch relativ flaches Wasser. Der Anker fiel auf 2,4m mit Blick auf den Bilderbuch-Sandstrand mit der 5-Sterne Hotelanlage.

Ko Rock Group, Ko Rok Nai und Ko Rok Nok - 007° 12.825'N / 99°04.160'E

Tag 8 am 30 Jan., 2016

E1 - 1022 hPa - 33° C - WdW 17 nm
Morgens nahmen wir uns eine gute Stunde Zeit und fuhren mit dem Dinghi an Land, um den wunderschönen weißen Sandstrand und die Hotelanlagen zu besichtigen. Absolut sehenswert war neben der tropischen Vegetation mit vielen Palmen und Pflanzen, die vor Touristen verdeckte Technik der Versorgungsanlagen im Hintergrund sowie ein uralter Urnenfriedhof, der im Dickicht verborgen lag. Direkt vor dem Sandstrand, also im äußersten Osten, wies ein Badeverbotsschild auf die enormen Unterwasserströmungen hin. Um 10.15 Uhr hieß es: Anker auf; Abfahrt natürlich unter Maschinen; unter 240° Mgk zu den Ko Rok Islands; die Insel Ko Ngai, NW von Ko Muk, an Bb. lassend. Da wir dort gegen 14.00 Uhr ankamen stand unseren Schnorchelgängen nichts mehr im Wege. Auch hier lagen diverse Mooring-Bojen aus: orange für Yachten, weiß für kleinere Boote. Zwischen beiden Inseln fanden wir das beste Schnorchelrevier unseres Segeltörns. In 2 bis 5 m Tiefe standen, ein von vielen exotischen Fischen bewohnter Lebensraum, große Korallenköpfe und viele unterschiedliche Korallenarten, Seegurken, Seeigel, Muscheln, etc.. Wenn schon wenig Wind, dann zumindest ein geeignetes Schnorchelrevier gefunden. Die Insel Ko Rok Nai beherbergt eine Park-Ranger-Station, die dann auch abends 3.200 THB Parkgebühr abkassierten. Diese Inseln müssen unbedingt angelaufen werden.

Ko Phi Phi Le, Maya Beach - 007°40.781N / 98°45.675'E

Tag 9 am 31 Jan., 2016

E 2 - 1021 hPa - 34° C - WdW 34 nm
08.30 Uhr Boje los. Mit 320° MgK segelten wir (zumindest 14 nm) zu den Ko Phi Phi Islands. Ohne Besonderheiten machten wir gegen 17.00 Uhr im Westen von Ko Phi Phi Le im Nordteil der viel gepriesenen Mayabucht an einer der Bojen, auf 5m, fest. In dieser Bucht wurde der Film "The Beach" mit Leonardo DiCaprio gedreht Die ersten Ausflugsboote machten sich gerade zurück auf den Weg nach Phuket bzw Ko Phi Phi Don. Es liegen übrigens diverse Mooring-Bojen für größere Yachten aus. Nun wurde erst einmal geschnorchelt, da sich vor den steilen Klippen einige Höhlen befanden. Auch hier stellte sich die Unterwasserwelt recht mäßig dar. An Land wollten wir am nächsten Morgen. Mit dem Dinghi kamen wir auch zwischen den vielen Booten durch. Viel zu sehen gab es außer Unmengen von Touristen nichts Außergewöhnliches. Man konnte über einen Pfad nach Süden zur Mini-Insel Ko Samah wandern.Schöner Sandstrand mit vielen Palmen und natürlich wieder Ranger, die sofort abkassieren wollten, auch wenn ein Landgang nicht geplant war. Also wieder ins Dinghi und zurück zum Katamaran. Fazit: wenn man schon dort ist, macht es Sinn sich die Bucht und den Strand kurz anzuschauen und einige Fotos zu schießen. Aber nicht mehr.

Ko Phi Phi Don, Ton Sai Bay - 007°44.054'N / 98° 46°.087'E

Tag 10 am 1 Feb., 2016

E 2 - 1021 hPa - 36°C - WdW 6nm
Nach einem kurzen Ausflug in Richtung Strand lösten wir gegen 09.00 Uhr unsere Festmacherleinen von der Boje und umrundeten Ko Phi Phi Le an der Ostseite. Das NW-lich gelegene Bojenfeld in der Ton Sai Bay von Ko Phi Phi Don erreichten wir um 10.30 Uhr. Da unser Watermaker vom ersten Tag an nicht funktionierte, benötigten wir dringend Wasser. Entgegen der Beschreibung im Southeast Asia Pilot gibt es am großen Fähranleger keine Wasserstelle für Yachten. Bei einer Rundfahrt mit dem Dinghi fanden wir diese ca. 400m westlich des Anlegers an einem kleinen Schwimmsteg, direkt vor dem Krankenhaus. Die Wassertiefe beträgt hier immer noch 2,5m, sodass wir mit dem Katamaran problemlos festmachen konnten. Der Wasserschlauch wurde von Land zum Steg gebracht und die Tanks aufgefüllt (1.500 THB). Der Besuch der Insel ist ein Muss, da sich auf der Landzunge beidseitig, d.h. der Ton Sai Bay im Süden und auf der Nordseite der Lohdalum Bay, ein pulsierendes Treiben abspielt. Wir beschlossen daher auch den kommenden Tag dort zu verbringen, um möglichst viel zu sehen. Es gibt einige kleine Minimärkte, jedoch keinen Supermarkt. Zum Proviantbunkern sind jedoch alle Lebensmittel und Getränke erhältlich.

Ko Phi Phi Don, Ton Sai Bay

Tag 11 am 2 Feb., 2016

E 1/2 - 1022 hPa - 34° C
Morgens fuhren wir in 2 Gruppen zur 500m südlich gelegenen "Monkey Beach", um uns die dort freilebenden Makaken anzusehen. Diese sind zutraulich, versuchen aber alles Fressbare zu ergattern. Sogar unser Dinghi nahmen sie in Beschlag. Anschließend wurde die Insel erkundet. Es gibt hier Unmengen von Souveniershops, Restaurants, Hotels, 2 Thaiboxing-Arenen und natürlich Thai-Massagesalons. Die schönsten und urigsten Bars und Kneipen sind auf der Rückseite, also am Nordstrand zu finden. Das Mobilar steht teilweise auf dem Sand, sodass man bei einem Drink die gesamte Bucht überblicken kann. Da das Wasser hier sehr flach ist, sind die Gezeiten gut erkennbar und man kann weit hinaus wandern. Nach Sonnenuntergang beginnt hier das Nachtleben. Die Bars sind gefüllt und die Menschen erfreuen sich an Darbietungen mit brenneden Fackeln und Reifen. Es ist sinnvoll eine Nacht diesen Zauber zu genießen. Die Touristen und Gäste sind hier nicht störend, da die Tagesausflügler vor Sonnenuntergang die Insel wieder verlassen haben. Unser Dinghi konnten wir am Stand vor dem Krankenhaus festmachen. Diebstahl ist hier verschwindend gering, wie uns auch ein Polizist mitteilte.

Ko Racha Yai Bay (der große König) 007° 36.671'N / 98° 21.787'E

Tag 12 am 3 Feb., 2016

E 2 - 1020 hPa - 31° C - WdW 28 nm
Vor der Abfahrt wurde erneut Wasser nachgebunkert, da die Tankfüllung bis zur Yacht Haven Marina reichen musste. Unter Maschinen fuhren wir zur schönen Insel Ko Racha Yai (Racha-König / Yai-groß)und legten uns an eine orangefarbene Boje ca. 300m vom Hotelstrand entfernt. Das 5-Sterne Ressort hat einen langen Schwimmsteg ausgelegt, an dem wir unser Dinghi festmachen konnten. Bei einem kleinen Rundgang sahen wir u.a. Wasserbüffel und 2 freilebende Warane, ca. 2m lang. Auch hier war die Unterwasserwelt spärlich; zu sehen war beim Schnorcheln nicht viel. Ein Anlaufen der Insel ist empfehlenswert und man sollte Zeit für die Erkundung mitbringen.

The Khai Group, Ko Khai Nok - 007° 53574'N / 98° 30.916'E

Tag 13 am 4 Feb., 2016

SE 2/3 - 1019 hPa - 31° C - WdW 24 nm
Eine halbe Stunde nach dem Ablegen zeigte die rote Kühlwassertemperatur-Anzeige der Bb.-Maschine Alarm an. Nachdem die Maschine abgestellt wurde, fanden wir in der Bilge grünes Kühlwasser, ohne jedoch eine Leckage ausfindig machen zu können. Reservekühlwasser war nicht an Bord. Nachdem die Basis grünes Licht gab, füllten wir sauberes Mineralwasser nach und der Alarm war vorerst gecancelt. Anschließend ließ der Wind ca. 7 nm unter Segel zu. Den Liegeplatz NO von Ko Khai Nok erreichten wir unter Maschinen gegen 16.00 Uhr und machten an der am östlichsten gelegenen Mooring-Boje auf 17m Wassertiefe fest. Mit dem Dinghi ging es nun zur Suche nach geeigneten Schnorchelplätzen und zwar vor der Inselostseite und der südlich gelegenen Felsengruppe. Leider auch uninteressant, wie auch bei Versuchen auf den meisten anderen Inseln. So blieb nur noch ein Landgang auf der "Miniinsel" übrig. Trotzdem ist ein Besuch des kleinen Fleckchen Erde in der Andamanensee mit einem Drink an der urigen Strandbar empfehlenswert.
Jedoch begann das Unheil in der Nacht um 01.30 Uhr mit einem Schlag am Heck, der uns hellwach werden ließ. Der Tiefenmesser schwankte zwischen 1 und 1,5 m. Der Schlag ging offensichtlich auf das Bb.-Ruder und den Bb.-Kiel. Die Mooringboje lag mit unseren Festmachern an Stb. neben dem Vorschiff. Das war das Einzige, was in der dunklen Nacht erkennbar war. Es gelang uns in wenigen Minuten, den Katamaran aus dem Flachbereich (Korallenköpfe und Steine) zu manöverieren und südöstlich auf 16m Wassertiefe zu steuern. Wir verlegten ihn auf die Nordwestseite der Insel und ankerten auf 16m Wassertiefe. Den Schaden schauten wir uns am frühen Morgen unter Wasser an. Dem Bb.-Propeller fehlte ein Flügel, was auch auf das unruhige Laufen der Bb.-Maschine hinwies, die nun nicht mehr zugeschaltet wurde. Ruder und Kiel wiesen starke Kratzer auf. Fazit: Die Grundleine der Mooringboje war gebrochen! Leider können Mooringleinen, deren Anbindung in 17m Tiefe liegen, nicht "abgeschnorchelt" werden. Man muss sich im Prinzip bei ausgewiesenen Bojenfeldern auf die Grundleinen verlassen können; oder aber dem eingestellten Ankeralarm bzw. einer Ankerwache vertrauen!

Yacht Haven Marina, Phuket - 008° 10.201'N / 98° 20.496'E

Tag 14 am 5 Feb., 2016

E 2 - 1020 hPa - 31° C - WdW 21 nm
Aufgrund erneuten Windmangels fuhren wir mit der Stb.-Maschine zurück zur Marina. Navigatorisch ließen wir die kleine Insel KO Payu an Stb. und liefen mit MgK 270° bis hinter die an Bb. bleibende Insel Ko Ngam. Von dort mit 320° MgK nach Sicht zur Marina. Die Tankstelle befindet sich am äußeren Steg im Norden. Die Basis empfing uns vor dem Hafen, sodass ein Beiboot beim Anlegen an der Tankstelle behilflich war und auch den Katamaran an den Liegeplatz schob. Es wurden 380 Liter Diesel nachgebunkert. Leider fuhren wir 232 nm unter Maschine und nur 42 nm unter Segel. Nach dem Anlegen brachten wir den Müll von Bord, den das Marina Personal mit Buggys entsorgte. Anschließend wurde gepackt, geduscht und noch verwendbare Lebensmittel für das Personal bereitgestellt. Den gebührenden Abschluss besiegelte ein gemeinsames Abendessen im Hafenrestaurant.

Phuket Town

Tag 15 am 6 Feb., 2016

N 2 - 1021 hPa - 34° C
Morgens wurde die Yacht von einem Basismitarbeiter abgetaucht und fotografiert. Das Auschecken erfolgte problemlos, sodass wir um 10.00 Uhr alle von Bord gehen konnten. Da unser Rückflug über Bangkok erst um 20.00 Uhr ab Phuket geplant war, verbrachte ein Teil der Crew den Resttag am Marina Swimmingpool. Skipper und drei Crewmitglieder besuchten Phuket Town. In der Provinz Phuket leben ca. 600.000 Einwohner; davon ca. 76.000 in Phuket Town. Wir sahen eine Provinzhauptstadt mit pulsierendem Leben, eben typisch thailändisch, bunt, laut, mit liebenswürdigen Menschen. Allein die Taxifahrt mit einer Dauer von über einer Stunde, verschaffte uns einen kleinen Einblick in Land und Leute.
Abschließend sei noch aufgeführt, dass Dream Yachtcharter den Beleg über die Kaution in Höhe 5000 € einbehielt, aber nicht in Anspruch nahm. Ich erhielt, wie vereinbart, eine Rechnung über díe Reparatur und überwies den Betrag nach Thailand. Nach Geldeingang wurde der Kautionsbeleg vernichtet. Erwähnen möchte ich gern noch, dass die Pantaenius Versicherungs GmbH, die ich über den Schadensfall umgehend aus Thailand telefonisch informierte, nach Vorlage aller Dokumente, den verauslagten Rechnungsbetrag problemlos an mich erstattete. Abgeschlossen hatte ich das Premium-Versicherungspaket, wie auch schon bei vorhergehenden Segeltörns.
Um 22.40 Uhr flogen wir mit einem Airbus A 380 von Bangkok nach Frankfurt, wo wir am nächsten Morgen landeten.
Einen Segeltörn in Thailands Andamanensee empfehle ich allen interessierten Seglern, da das Revier unendlich viele Eindrücke und Erkenntnisse vermittelt, wie kaum ein anderes Revier. Die begrünten Felsvormationen in der Provinz Phang Nga sind einmalig in der Welt. Während unseres Segeltörns gab es keine Regentage sondern nur 4 kurze (max. 2-3 Stunden) aber heftige Gewitter und Tagestemperaturen um 30° C. Nur der Wind von 1 bis 3 Bft ließ leider kaum ein längeres Segeln zu!
Ich bedanke mich bei Axel, Andreas, Manfred und Rüdiger für die bereitgestellten Fotos.