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Rundkurs südliche Adria ab Dubrovnik

9 Sept., 2015
von Christoph Hartmann
Kroatien-Nord, Kroatien
Bavaria 46 Cruiser

Ankunft und Check-In

Tag 1 am 30 Mai, 2015

Nach einem entspannten Flug von Frankfurt über Wien nach Dubrovnik fanden wir zwei Taxis, die unsere Gruppe zur ACI Marina brachten. Zwei Taxis bedeuten allerdings auch doppelten Preis, so dass wir dieses Mal mit einem gebuchten Transfer durch Master-Yachting oder die Marina günstiger gekommen wären. Für die Rückfahrt versprach uns der Taxisfahren einen Kleinbus.
In der Marina angekommen konnten wir uns im Büro sofort registrieren, mussten aber noch warten bevor wir aufs Boot konnten. Die Zeit vertrieben wir uns in einem der beiden Restaurants in der Marina.
Um 17.00 Uhr konnten wir das Boot betreten und begannen mit dem Einräumen. Bei der technischen Überprüfung fand ich schnell heraus, dass die Positionsleuchten und das Dampferlicht nicht funktionierten. Bei einem der Beschläge der Führungsleine der Rollgenua fehlte ein Sicherungsbolzen, so dass wir diesen Beschlag unterwegs sicher verloren hätten. Unser Dinghi war platt und bei einigen der Schapps unter Deck waren die Scharniere ausgebrochen. Diese Punkte bemängelte ich bei der Übergabe, welche sich dann auch im Wesentlichen auf meine Mängelliste bezog. Für das Dinghi erhielten wir eine ordentliche Pumpe, die wir vor jedem Einsatz auch benötigten. Der fehlende Sicherungsbolzen wurde ersetzt und die Positionslaterne aufwändig repariert. Das Dampferlicht aber konnte nicht repariert werden, ebensowenig fanden die Stützpunktmitarbeiter Zeit, die Schapps zu reparieren...
Nachdem bis auf das Dampferlicht die wesentlichen Punkte repariert waren, war es bereits nach 20.00 Uhr. In der Zwischenzeit hatte ein Teil der Crew die nötigen Einkäufe erledigt und die Gegend erkundet. Dennoch war es nun zu spät, um unseren ursprünglichen Plan umzusetzen, nämlich die Altstadt von Dubrovnik zu besuchen...
Statt dessen beließen wir es bei einem gemütlichen Abend in dem zweiten Marina-Restaurant.

Dubrovnik - Ston - Kobas/Peljesac

Tag 2 am 31 Mai, 2015

Nach einem leckeren Frühstück verließen wir um 0720 UTC die Marina und fuhren den Kanal Richtung Dubrovnik. Nach der Brücke wandten wir uns nach Süden, um die Altstadt wenigstens von der Meerseite bewundern zu können.
Dann drehten wir um und fuhren unter Motor Richtung Norden. Die Wettervorhersage hatte für den ganzen Tag Windstille gemeldet. Das Adriahoch bescherte uns während der gesmaten Woche wolkenlosen Himmel - und wenig Wind. So waren wir vormittags meist unter Motor unterwegs und konnten erst gegen Mittag oder am frühen Nachmittag Segel setzen.
Gegen Mittag erreichten wir Ston, die kleine Stadt, die am Fuße der gewaltigen und inzwischen fast vollständig restaurierten Mauer liegt, die früher die Grenze zwischen der Republik Venezien und dem Osmanischen Reich darstellte.
Nach einem kleinen Spaziergang ging es wieder einige Seemeilen nach Süden bis zur Bucht "Kobas", die an der westlichen Seite des Stonski Kanal liegt. Wir legten am Steg des Restaurants "Gastro Mare" an, das gleich rechts in der Bucht liegt. Wir wurden mit einem Prosecco empfangen und der Koch erläuterte uns ausgiebig seine Pläne für das abendliche Menü. Wir entschieden uns für vier der fünf angebotenen Gänge (knapp 40,00€/Person inkl. Frühstück). Das Essen war später wirklich sehr fein und fand in einem ansprechenden Ambiente statt.
Die Toiletten und Duschen waren sauber.

Kobas/Peljesac - Lumbarda/Korcula

Tag 3 am 1 Juni, 2015

Nach einem schönen Frühstück verließen wir Kobas und den Stonski Kanal und fuhren zwischen Peljesac und Mljet Richtung Nordwesten, zuerst noch eine Weile unter Motor, doch dann kam etwas Wind auf und wir konnten endlich Segel setzen.
Ziel war die kleine Marina in Lumbarda, südlich von Korcula im südöstlichen Zipfel der Insel Korcula.
Die kleine aber ganz feine Marina nutzten wir für einen kleinen Einkauf, ein wunderbares Abendessen unseres Smutje an Bord der Amisia und für einen abendlichen Spaziergang durch den Ort.

Lumbarda - Vela Luka

Tag 4 am 2 Juni, 2015

Kurz nach 9.00 Uhr (MESZ) legten wir ab und fuhren unter Motor Richtung Westen entlang der Südküste von Korcula. Ziel war der Stadthafen von Vela Luka.
Unterwegs konnten wir eine ganz Zeit eine Delfinschule beobachten. Gegen Mittag ankerten wir in einer kleinen Bucht an einer der vorgelagerten Inselchen Nähe Prizba. Inzwischen war auch wieder Wind da (immerhin 4 Bft.) und wir legten unter Segel ab. Der weitere Weg Richtung Vela Luka war von ordentlich Wind und schöner Lage beim Kreuzen geprägt.
Nach vielen Schlägen erreichten wir gegen 18.30 (MESZ) den Stadthafen von Vela Luka und ergatterten die letzte freie Boje.
Nachdem eine kleine Gruppe mit dem Dinghi Nachschub eingekauft hatte, konnte unser Smut ein herrliches Abendessen auf den Tisch zaubern. Der Abend verging mit Singen und langen Gesprächen.

Vela Luka - Skrivena Luka/Lastovo

Tag 5 am 3 Juni, 2015

Für einige Crewmitglieder war die Nacht im Hafen von Vela Luka etwas unruhig. Die Hafengeräusche und das leichte Schaukeln an der Boje ist doch etwas anderes als das ruhige Liegen an der Muring in einer Marina!
Auch an diesem Tag war erst für den späten Vormittag Wind in Aussicht und so überquerten wir das Wasser zwischen Korcula und Lastovo unter Motor.
An der Südseite der kleinen Insel Mrcara westlich von Lastovo fanden wir eine traumhafte Ankerbucht für die Mittagspause. Später ging es nach einem kleinen Abstecher nach Ubli (Bucht Velji Lago) weiter an der Südküste entlang bis in die versteckte Bucht Skrivena Luka. vor dem Restaurant "Porto Rosso" gingen wir an die Muring. Hier wird wohl kein Restaurantbesuch erwartet, denn wir mussten eine Liegegebühr (250 HRK) entrichten, konnten dafür aber den Luxus der Sanitäranlagen des Restaurants nutzen und hatten Strom und Wasser. Das Restaurant besuchten wir dennoch und genossen die exzellente Küche.

Skrivena Luka/Lastovo - Okuklje/Mljet

Tag 6 am 4 Juni, 2015

Der fünfte Segeltag begann wie alle vorherigen mit strahlendem Sonnenschein und einer fast völligen Windstille. Also Motor an und los!
Erst auf der Höhe von Pomena (Nordwestspitze von Mljet) frischte der Wind soweit auf, dass wir segeln konnten. Endlich kam auch der Gennaker zum Einsatz, den wir uns zusätzlich ausgeliehen hatten.
Den restlichen Tag liefen wir (teilweise mit bis zu 8,4 kn) auf Raumschotkursen Richtung Okuklje/Mljet, wo wir gleich rechts in der Buchteinfahrt die Murings des Restaurant "Maestral" nutzen. Dort gibt es zwar keinen Strom, aber wir wollten die Gelgeneheit nutzen, uns beim Spaziergang rund um die Bucht die Beine etwas zu vertreten. Das Restaurant liegt an der Südseite der Bucht etwas erhöht, so dass man einen herrlichen Blick über die gesamte Bucht hat.

Okuklje/Mljet - ACI-Marina Dubrovnik

Tag 7 am 5 Juni, 2015

Unter Motor ging es rund um die Südspitze von Mljet, um einen Blick in die verschiedenen Buchten werfen zu können. Unter Gennaker ging es dann Richtung Lopud, wo wir den Mittag und frühen Nachmittag mit Schwimmen und Sonnenbaden verbrachten.
Dann starteten wir zur letzen Etappe bis Dubrovnik. Im Osten sahen wir zum ersten Mal in dieser Woche eine Wolke, die war allerdings ziemlich dunkel!
Nach dem Tanken in der Marina und dem Klar-Schiff-Machen, erfolgte die problemlose Rückgabe des Bootes, welche maximal 10 Minuten dauerte.
Dann wollten wir mit dem Bus in die Altstadt von Dubrovnik fahren. An der Bushaltestelle gabelte uns ein Minibus-Taxi auf, das die komplette Crew für wenig Geld in die Altstadt fuhr und uns später dort auch wieder abholte. Auf der Fahrt nach Dubrovnik erwischte uns ein wahrer Sturzbach vom Himmel, denn die Wolken hatten sich zu einem gewaltigen Gewitter zusammengezogen. Der Regen überschwemmte alle Straßen und so fuhr unser Taxi noch eine Runde, bevor wir unter einem Dach das Ende des Starkregens abwarteten. Den Spaziergang durch die Altstadt krönten wir mit einer wunderbaren Pizza!

Rückflug

Tag 8 am 6 Juni, 2015

Den letzten Tag verbrachten wir mit einem zweiten Frühstück im Hafenrestaurant und einem langen Heimweg nach Deutschland. Ein kleiner Trost war, dass es auch hier wunderschöne warm war.
Eine genussvolle und wunderbare Segelwoche war zuende!