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Pfingsten 2014 von Kos nach Athen

4 Juli, 2014
von Joachim Fromme
Ägäis, Griechenland
Bavaria 45 Cruiser prestige

Viel Sonne , lange Tage, den richtigen Wind häufig aus der richtigen Richtung.
Eine tolle Crew und ein gutes Boot waren die besten Voraussetzungen für einen gelungenen
Törn quer durch die Aegäis.

Ankunft in der Marina Kos

Tag 1 am 7 Juni, 2014

Ankunft am 07.06.14 gegen 20:30 Uhr in der Marina Kos.
Kostas, der kleine aber gut sortierte Supermarkt in der Marina, hätte eigentlich nur bis 21:00 Uhr geöffnet, aber als wir ihm sagten, dass wir, eine vierer Crew noch für mind. 5 Tage einkaufen wollten, ging er mit uns unsere, beim Crewtreffen bereits abgestimmte Einkaufsliste durch, verpackte alles lud es auf einen Handkarren und fuhr es zu unserem Boot, ca.€ 300,- später kamen wir nach und der gesamte Einkauf, inkl. einer Flasche Weißwein, stand bereits auf dem Boot.

Endlich Ablegen

Tag 2 am 8 Juni, 2014

Nach der etwas mühsamen Übergabe des Bootes am Sonntag den 08.06.14 starteten wir gegen 12:00 Uhr mit Ziel Levitha. Unser Boot, eine Bavaria 45 Cruiser BJ 2011, bewies gute Segeleigenschaften und für eine vier köpfige Crew,bot sie nachezu luxeriöse Platzverhältnisse.
Es ging östlich der Insel Kalymnos Richtung NNO, zwischen Kalymnos und Leros hindurch mit Kurs WNW Richtung Levitha. Bereits in der Durchfahrt hatten wir Wind bis ca. 25 KN, der Wind ließ ca. eine halbe Stunde nach Durchfahrt der Düse nach und bei angenehmen 18 KN Wind konnten wir uns mit dem Abendessen beschäftigen. Wir aktualisierten den Wetterbericht über Poseidon, dieser versprach, dass nach der Hälfte der Strecke der Wind noch mal auf 5 - 6 bft auffrischen würde und es stimmte,erst als wir die Ostspitze Levithas querab hatten, liess der Wind nach und wir konnten im Mondschein in die wunderbare nahezu unbeleuchtete Südbucht in Levitha einlaufen. Im Nordosten der Bucht suchten wir einen passenden Ankerplatz und ließen den Anker bei ca. 8 Meter Wassertiefe fallen, zur Sicherheit brachten wir zusätzlich einen Heckanker aus und teilten eine Ankerwache ein.

Levitha, aufwachen in einer traumhaften Bucht

Tag 3 am 9 Juni, 2014

Eine ruhige Nacht ging zu Ende, die Ankerwache wurde aufgelöst und ein erstes Bad im türkiesblauen Wasser wurde genossen, frischer Kaffee und ein leckeres Frühstück wurde eingenommen. Vor dem Auslaufen aus der Bucht haben wir uns die in der südöstlichen Bucht vorhandenen Bojenplätze angesehen die jedoch in der Nacht bereits alle belegt waren.
Einige Skipper hatten zur Boje noch Landleinen ausgebracht.
Weiterfahrt zur Insel Donoussa Distanz ca. 35 NM

Donoussa, ankern vor sehr guter Taverne

Tag 4 am 10 Juni, 2014

Nur wenige Boote liegen hier vor Anker, der sandige Boden hält gut und die Taverne hat nach Angabe des Küstenhandbuches gelegentlich geöffnet. Wir hatten Glück sie hatte heute geöffnet wir reservierten einen Tisch für 19:30 Uhr und waren anfänglich die einzigen Gäste.
Gegen 21:00 Uhr gesellten sich noch einige Einheimische zum Abendessen. Wir aßen griechischen Salat, Oktopus und Ziege in Tomaten Sauce kosten inkl. Wasser, Wein und Ouzo ca. € 75,- für vier Personen. Eine weitere Crew gesellte sich einen Tisch weiter und wollte nur etwas trinken und nicht essen, dass führte dazu, dass sie vom Wirt komplett ignoriet wurden und auch nichts zu trinken bekamen.

Paros, Hafen Naoussa

Tag 5 am 11 Juni, 2014

Paros, der Hafen von Naoussa sollte möglichst früh angelaufen werden, da sich die wenigen guten Plätze an der Außenmohle schnell füllen, die Innenseite ist für Standartyachten, mit fast zwei Meter Tiefgang nicht geeignet, für Katamarane jedoch kein Problem.
Jannis, der Hafenmeister aus Frankfurt, begrüßt jedes Boot bereits bei der Einfahrt mit seiner Trillerpfeife und weist den geeigneten Stellplatz zu, er reicht Mooringleinen an und hilft beim anlegen. Kosten € 1,45 pro Bootsmeter, € 2,- fürs Duschen, € 1 für 100 Ltr Wasser,
Strom gibt es auch. Duschen sind ok.
Der alte Fischerhafen ist sehr schön und die Stadt nicht zu überlaufen, in den kleinen Gassen finden sich tolle chillige Tavernen und Cafes. Für eine Empfehlung zum Abendessen am besten den Hafenmeister fragen.

Kythnos Loutra

Tag 6 am 12 Juni, 2014

Im Hafen von Kythnos waren leider schon allen Plätze belegt, sodass wir in die benachbarte Bucht ausweichen mußten. An der Nordseite der Bucht gibt weiss makierte Landfeste.
Der Anker hält auf dem mit Seegras bewachsenen Boden sehr schlecht. Das ausbringen der Landleinen ist anzuraten. Wir waren in der Bucht das einzige Boot und in dem Restaurant der Bucht auch die einzigen Gäste. Die Preise in dem Restaurant sind hoch und die Qualität er mittelmäßig. Am frühen morgen gegen 06:00 Uhr stand eine starke Dünung aus NNW in der Bucht,
sodass wir zügig unseren Ankerplatz aufgeben mußten. Wir suchten uns innerhalb der Bucht einen neuen Ankerplatz zum Frühstücken. Anschließend brachen wir auf, mit Ziel Kap Ak Sounion.
Poseidons Tempel wartete auf uns.

Ziel Kap Ak Sounion Poseidons Tempel

Tag 7 am 13 Juni, 2014

45 NM komplett unter Segel, Wind 5 - 6 bft herrliches Segeln von Kythnos bis unter den Tempel des Poseidon. Nordwestlich des Tempels ist eine relativ ruhige Ankerbucht mit gut haltendem Sandboden. Im Laufe des Abends füllte sich die Bucht, auch Tagesausflüge kamen zum Sonnenuntergang. Wunderschöne drei Master und Superyachten ankerten bis zum Sonnenuntergang und verließen anschließen die Bucht. Mit dem Dingy sind es nur ein paar Minuten bis kurz unterhalb des Tempels, danach noch 5 - 10 Minuten Fußweg, der Eintritt kostet € 6,- pro Erwachsenen. Die Aussicht und der Sonnenuntergang am Tempel sind wunderschön.

Ankunft in der Marina Kalamaki Athen

Tag 8 am 14 Juni, 2014

Vom Kap Ak Sounion sind es noch 27 NM, die wir bei 4 - 5 bft nochmals richtig genießen konnten, abseits des VTG und entlang der Küste genossen wir die Aussicht und die vielen verschiedenen Schiffe die unseren Weg querten. Die Einfahrt der Marina Kalamaki ist schwer auszumachen und aufgrund der vielen Häfen und Marinas entlang der Küste kaum von den benachbarten Marinas zu unterscheiden.
Die riesige Marina mit bis zu 950 Stellplätzen ist übersichtlich strukturiert, anlegen sollte man in der Nähe seines Vercharterers an einer Betonmohle, da der Tankwagen zum Boot kommen muss. Abschließend ist zu erwähnen, dass es um die Marina herum extrem laut ist. Zum einen kommt die Milionenstadt Athen nicht zur Ruhe, zum Anderen gibt es unmittelbar in der Nähe der Marina, eine Art Disco, die bis zum Morgengrauen, sehr laute Musik spielt.
Taxifahrer bieten sich bereits am Vorabend für einen Transfer zum Flughafen an, die Kosten für das Taxi belaufen sich auf € 35,-; Transferzeit ca. 40 Minuten