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Neuseeland

19 März, 2013
von Klaus Fischer
Australien
Moorings 41.3 Club

Check-In

Tag 1 am 27 Dez., 2012

Abendlich problemloses Einchecken in der Marina, nachdem wir im Mietwagen auf dem Weg von Auckland kommend (240km) aufgrund des starken Feiertagsverkehrs beträchtlich Verspätung haben.
In Paihia gibt es einen großen Supermarkt, in dem wir noch am Abend Proviant aufgenommen haben. Gut, dass wir dafür den Mietwagen haben, den wir in der Marina problem- und kostenlos für die Dauer des Törns abstellen können. Im Hafen selbst gibt es nur einen kleinen Markt.

Opua- Roberton Island – Halfmoonbay (ca.10NM)

Tag 2 am 28 Dez., 2012

Nach professioneller morgentlicher Boots- und Reviereinweisung legen wir gegen 10:30 ab. Erster Mittagsstop: Die Cook Bay auf Roberton Island, der Platz, an dem Cpt. James Cook 1756 als erster 'Weißer' in Neuseeland landete. Kein schlechtes Fleckchen Erde und wir erkunden bei einem kleinen Landgang den hier angelegten Schnorcheltrail bei herrschender Ebbe zu Fuß.
Danach geht es weiter zur Halfmoonbay, die ein guter Ausgangspunkt für die weitere Fahrt ist, die uns nach Norden führen wird.
Abendliches Ankern bei Vollmond.

Halfmoonbay - Cavalli Islands - Whangaroa Bay (ca. 25NM)

Tag 3 am 29 Dez., 2012

Lunch in der Horseshoebay. Wir genießen das 'Easy Living', als plötzlich leichte Unruhe in der Bucht aufkommt. Jemand meint, in der Ferne eine Walflosse gesichtet zu haben. Und in der Tat, eine Orcamutter mit ihren zwei Jungen dreht in der Cavalli Passage ihre Runden. Die Jungen machen sich irgendwann selbstständig, um in unserer Bucht zwischen den Yachten herumzukreisen. Fünf Minuten später sind die beiden direkt vor unserem Boot und zeigen sich dem Hobbyfotografen aufs Beste.
Am Nachmittag geht es weiter nach Whangaroa. Die Einfahrt in die weit verzweigte Bucht ist schmal und erst ca. 1,5NM vorher sichtbar. Whangaroa Harbour ist hauptsächlich Basis und Ausgangspunkt für Angeltörns in den fischreichen Gewässern vor der Küste. Neben der kleinen Marina befindet sich ein einfacher Supermarkt für den nötigsten Proviant.
Es gibt hier einen Pub und ein Restaurant. Diesel kann an der Wharf in der Nähe aufgenommen werden (Diesel ONLY!).
Wasser bekommt man an einer Boje im Nordosten der Bucht. Man bedankt sich dafür mit einer Gabe von 5 NZD, die man in die bereit gestellte Geldbox steckt.
Gleich hinter dem Bay-Zugang auf Backbordseite ist die Kingfish Lodge. Hier gibt es ein Restaurant.
Wir entscheiden uns am Abend für die ganz im Nordwesten der Bucht gelegenen Rere Bay als Ankerplatz. Sie ist schmal, läuft am einen Ende flach aus, uns wird in einem Seitenarm, dessen Ende sich in Sümpfen verliert, durch einen kleinen Flusses gespeist.

Landtag

Tag 4 am 30 Dez., 2012

Starker Regen zwingt uns zum Bleiben in der Bucht. Es ist ein Glücksfall, denn am Ende des Seitenarms hat sich durch das viele Wasser ein Rinnsal im Fels in einen mehr als 100m hohen Wasserfall verwandelt, zu dem man durch den dichten Regenwald hindurch wandern kann.
Zum Abend hin verlagern wir unsere Ankerposition nach Whangaroa Harbour. Das wurde von Moorings zwar nicht empfohlen, ist aber problemlos möglich. Ein herrlicher Sonnenuntergang belohnt uns für diese Entscheidung.

Whangaroa - Urupukapuka Island (ca. 30NM)

Tag 5 am 31 Dez., 2012

Herrliches Segeln bei 15-20kt Wind aus NW.
Ziel ist die Otehei Bay, wo zu Silvester in der dort gelegenen Lodge die jährliche 'Pirates Party' statt findet. Mehr als 500 Leute (per Ferry aus Russell und Paihia) werden erwartet.
Vor Anker gehen wir in der benachbarten Paradise Bay, die ihrem Namen voll und ganz gerecht wird. Der feine Sandstrand ist gesäumt von wild verwachsenen 'Christmas Trees' (Pohutukawa), die nur in diesen Wochen in prachtvoll roter Blüte stehen, und geht direkt über in subtropische Waldhänge.
Hier ist es so schön, dass wir entscheiden, den ersten Tag des neuen Jahres zu bleiben.
Mit dem sehr ausgelassenen einheimischen Jungvolk feiern wir den örtlichen Jahreswechsel bei Livemusik aus den 80ern und 90ern.

Urupukapuka Island

Tag 6 am 1 Jan., 2013

Am Neujahrstag führt uns eine kleine Wanderung in 90min auf gut beschildertem Weg sicher rund um die Insel und beschert uns mit atemberaubenden Blicken auf die Klippen der Insel im Osten und die idyllischen Bade- und Ankerbuchten im Westen. Von mehreren Aussichtspunkten überblickt man die sommerlich blühende Bay of Islands in ihrer ganzen Pracht.
Am späten Nachmittag verlassen wir die Bucht für einen kurzen Angeltrip, der leider erfolglos bleibt. Dafür entdecken wir in einiger Entfernung mehrere Delfine, die in der Passage zwischen zwei Inseln verspielt ihre Runden drehen, und es zur Freude aller Beobachter selbst an akrobatischen Luftnummern nicht fehlen lassen.

Urupukapuka Island - Oke Bay - Russell (ca.15 NM)

Tag 7 am 2 Jan., 2013

Bei 2-3 Windstärken umrunden wir Urupukapuka Island im Uhrzeigersinn.
Mittagsankern in der ebenfalls malerischen Oke Bucht (Festland).
Abends Ankern wir schließlich bei Russell, einem netten Städtchen, das in der Gründerzeit 1840 die erste Hauptstadt von Neuseeland war. Hier gibt es auch ein gepflegtes Restaurant und diverse Hotels.
Die Bucht ist durch private Bojen belegt. Es gelingt uns trotzdem, etwas außerhalb einen geeigneten Ankerplatz zu finden. Der Tidenhub (bis ca. 2m) ist hier aber unbedingt zu beachten.

Russell - Opua (4NM)

Tag 8 am 3 Jan., 2013

Unter Motor setzen wir am letzten Morgen nach Opua über. Nach einem Telefonanruf übernimmt der Basemanager die Yacht vor der Hafeneinfahrt.

Eine beeindruckende Woche geht zu Ende. Nachdem wir zuvor Neuseeland schon eine Woche von Land aus bereist haben, ist die Erkundung der Bay of Islands eine tolle Ergänzung und sicher für jeden Segler, der diese weite Reise unternimmt, eine Überlegung wert.