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19 Dez., 2016
von Richard Ernst Thomet
Tonga / Neukaledonien, South Pacific
Tranfer zu Catana 47 Carbon Infusion

Mit unseren Freunden Roland und Maria Luisa Steiger sowie Bruno und Maggie Herrmann verbrachten wir einmal mehr ganz tolle Segelferien. Es ist nicht selbstverständlich, dass man 3 Wochen zusammen unterwegs ist ohne Spannungen oder Reibereien.

Für diese tolle Freundschaft und die schönen Ferien möchte ich mich bei allen, natürlich

auch bei meiner Frau Esther herzlich bedanken.

Richard Thomet

Anreise

Tag 1 am 8 Okt., 2016

Am Mittwoch, 5. Oktober 2016, um 12.00 Uhr fliegen wir mit dem A380 der Singapour Airline in Richtung Singapor, wo wir morgens um 06:00 Uhr Ortszeit ankommen. Wir haben das Hotel Pan Pacific Harbour gebucht, dieses liegt sehr zentral und war sehr gut.
Am 6. Oktober 2016 um 21:30 Uhr sind wir dann weitergeflogen. Über Brisbaine bis nach Numea, wo wir am 08. Oktober 2016 um ca. 13:30 Uhr Ortszeit angekommen sind. Wir haben über Master Yachting einen Transfer bestellt, welch nicht ganz billig war, sich aber als richtig herausstellte.
Angekommen in der Marina, welche etwas einen heruntergekommenen Eindruck macht, konnten wir unseren Katamaran noch nicht übernehmen da einer immer noch am Reinigen war. Ein Bier in der Nähe half uns über den ersten Ärger.
Um 16.30 Uhr konnten wir das Schiff übernehmen, die Technische Instruktion war so weit in Ordnung. Das Kartenmaterial sowie die Informationen über das Segelrevier waren gut.

Das Einkaufen eine weitere Herausforderung. Die Leute von Dream Yach waren hier keine grosse Hilfe. Der Basismanager hatte das Wochenende durch frei. Es ist schwer, ein Taxi zu bekommen und natürlich kennen Sie hier keinen Yachtservice. Alkohol kann nur am Morgen in speziellen Shop's
gekauft werden.
Das sehr kühle Wetter wie auch die Müdigkeit machten unserer doch etwas gedämpften Stimmung keinen Gefallen. So beschlossen wir, heute auf den Schiff zu bleiben. Marlies machte eine kalte Platte bereit anschliessend war nicht mehr viel zu hören von unserer Crew.

Sonntag in Numea

Tag 2 am 9 Okt., 2016

Die Stimmung an Bord war ganz schlecht. Das Schiff stank nun ganz gewaltig nach Fäkalien. Die letzte Crew hat die Tanks überfüllt und nicht geleert. Wohl hatten das die Leute von Dream Yacht bei der Übernahme gemacht, aber das gründliche Reinigen wurde dann vergessen. Bruno hat dies dann nachgeholt, wahrlich ein "verschissener" Job. Der Techniker ist aber auch dazugekommen und hat mitgeholfen. Der Ordung halber muss wirklich gesagt sein, dass Herr Pericles alles getan hat, damit wir doch noch einigermassen zufrieden waren.
Die etwas schlechten Wetterhervorsagen sowie die Tatsache, dass wir ja 3 Wochen zur Verfügung hatten, führten zum Entschluss, nochmals einen Tag in der Marina zu verbringen.
Immer Sonntags ist genau Vis a vis der Marina ein Fisch- und Gemüsemarkt. Dieser ist sehr empfehlenswert, die Auswahl und Presentation sehr gut.
Zwischenzeitlich konnten Roland und Bruno auch genügend Wein und Bier Einkaufen, zum absoluten Glücklichsein fehlt nun der männlichen Crew nur noch die Zigarren.
Im Laufe des Nachmittages haben wir nochmals die möglichen Routen durchgesprochen, anschliessend war der Mittagsschlaf angesagt.
Gegen 18:00 Uhr fuhren wir mit dem Taxi in Richtung Baie de lÀnse Vata wo wir im Restaurant "Stone Grill" gut gegessen haben. Das Essen war sehr gut, die Bedienung ebenfalls.
Nach einem Absacker in der Nähe sind wir wieder mit dem Taxi nach Hause gefahren. Abends ist es hier einfach kühl, ein kleiner Pullover ist empfehlenswert.

Start

Tag 3 am 10 Okt., 2016

In der Nacht ist der grosse Regen gekommen, mit Blitz und Donner.
Am Morgen hat es bis um 10:00 Uhr stark geregnet, nicht gerade gut für's Gemüht.
Später wechselten sich die Sonne und der Regen ab. Wir tätigten die letzten Einkäufe und haben
Schlussendlich auch noch Zigarren gefunden.
Die Frauen haben noch die allerletzten Einkäufe getätigt so dass wir nun endlich startklar waren.
Um 14:00 Uhr waren wir so weit, die Crew von Dream Yachting wollte das Schiffe selber aus dem
Platz steuern und verabschiedete sich dann etwas ausserhalb.
Unter Motor führen wir die 7 SM bis zu unserem 1 Ankerplatz Baie de Sainte Marie, Ile Uèré.
Das Meer war selbst in der Lagune ziemlich heftig. Hinter der Abdeckung konnten wir dann auf 7m sehr
gut ankern. Wir waren sehr froh, endlich unterwegs zu sein. Die Bucht ist sehr schön und ausgezeichnet geschützt.
Für einen Start bei so schlechtem Wetter sehr geeignet.
Wir genossen den Abend weg von der Marina und an einem geschützten Ort sehr.
Die Stimmung der Crew war schlagartig viel besser.

Aufgelaufen

Tag 4 am 11 Okt., 2016

Nach einer sehr ruhigen Nacht und einem guten Frühstück, setzten wir um 10:30 Uhr das Gross mit einem Reff und die Genua ebenfalls mit 1 Reff. Schönes Segeln am Wind bei bester Laune und tollem Wetter. Die Insel Ilot Mato war sehr schön beschrieben, leider war es vom Wind her nicht möglich diese in der zufügungstehender Zeit anzusegeln. Also bargen wir mindestens die Genua und steuerten unter Motor die Insel an.
Leider war es dann doch schon 17:00 Uhr als wir am Ziel waren. Der Wind blies mit 25 Kt, wir führen mit 2 Leuten am Bug zwischen die Riffs. Die Sonne stand im Rücken, kleine Wolken davor. Nachdem wir den Durchgang zum Ankerplatz nicht auf Anhieb finden konnten, beschloss ich im "Kanal" zwischen den beiden Riffs zu Ankern. ( Gemäss Segelhandbuch möglich) Der Anker hielt nicht sofort, der Wind trieb uns aufs Riff und somit konnte ich das Schiff nicht mehr wegmanövrieren. So waren wir also sehr gut parkiert, nach über 60 Törns als Skipper war ich natürlich ziemlich sauer auf mich und die Situation.
Wir versuchten noch mit Anker und Hilfsanker das Schiff wegzuziehen, ein vergeblicher Versuch, da die Ebbe bereits eingesetzt hatte. So stellten wir sicher, dass wir nicht weiter abrutschen konnten und versuchten zu berechnen, wann die Tide uns nützlich sein könnte. (Leider beim Briefing keine Angaben zur Tide bekommen, auch kein Hinweis)
Von einem schönen Abend konnte nicht mehr gesprochen werden auch wenn der Skipper der Einzige war, welcher sich ärgerte und Sorgen machte.
An dieser Stelle ein grosses Dankeschön an die Crew, welche mir nie und zu keiner Zeit einen Vorwurf zu diesem unglücklichen Manöver machte.

Bergung

Tag 5 am 12 Okt., 2016

Gemäss unseren Messungen war der Tidenhöchststand um ca. 04:00 Uhr erreicht. Wir merkten auch, dass wir fast freilegen. Nur Nachts wollten wir nichts riskieren. Um 05:00 Uhr beginnen wir mit den Massnahmen für das Freilegen des Schiffes. Der Wasserstand nahm schnell und viel ab, sodass unser Schiff um ca. 09:00 Uhr wie auf dem Trockendok aussah. Ich könnte nicht mehr hingucken, grausam.
Tom, ein Skipper vom Katamaran in der Bucht kam zu uns und meinte wir sollen das Schiff nicht selber bergen sondern den Vercharterer anrufen. Er übernahm das gleich für uns und diese versprachen Hilfe auf 16:00 Uhr.
Langsam steigt das Wasser wieder und wir sind guten Mutes, dass es keine grösseren Schäden abbekommen hat.
Um 16:00 Uhr kommt der Manager mit einem Helfer. Dieser taucht sofort um unser Schiff und stellt auch fest, dass es bei Tide Höchststand vom Riff gezogen werden kann. Also werden die Leinen zum Motorkatamaran gelegt und unser Katamaran wir vom "Trockendok" gezogen. Was für ein Gefühl wieder frei zu manövrieren.
Wir Ankern in der Nähe und die Inspektion durch den Taucher ergeben, natürlich kleine Kratzschäden aber wir können weitersehen.
Übrigens die Bergung war professionelle Arbeit, ohne auch nur ein Wort des Vorwurfs an mich. Der Manager wollte wissen, wie alles abgelaufen ist und hat anschliessend diesen Ankerplatz zwischen den Riffs aus seinen Karten gestrichen.
Wir haben dann noch ein Glas getrunken an diesem Abend.

Baie de Kuto

Tag 6 am 13 Okt., 2016

Frühstück um 07:00 Uhr. Gestern war um 21:00 Uhr Nachtruhe......
Herrlicher Morgen, um 08:00 Uhr Anker hoch und unter Motor durch den "Riffkanal".
Die ersten 8 SM unter Motor gegen an, dann aber flottes Segeln am Wind. Die letzten
5 SM dann wieder unter Motor bis in die Baie de Kuto. Ankern um 15:00Uhr ( Der Skipper lernt doch noch dazu)
Auf ca. 4 m Tiefe in gut haltendem Sand.
Selbstgemachtes Brot, Melone und Rohschinken plus ein nicht zu definierender Ankerdrink waren die Belohnung für diesen schönen Segeltag.
Sonnenuntergang auf der Veranda des Restaurant Les Nautiles genossen es war herrlich. Das anschliessende Nachtessen überzeugte uns so sehr, dass wir für den nächsten Abend nochmals reservierten.

Besuch in der Baie de Kuto

Tag 7 am 14 Okt., 2016

Um 08:00 Uhr frühstücken wir, bei wechselhaftem Wetter, und trauen unseren Augen nicht, als da ein grosses Kreuzfahrtschiff Kurs auf unsere Bucht nimmt. Bevor sich dieses "entleeren" kann, gehen wir an Land und kaufen uns eine WIFI Karten am Souvenir Shop beim Restaurant. Das Wetter hält sich bis am Mittag sehr gut, anschliessend wird es sehr bedeckt. Um 14:00 Uhr starten wir unseren Landausflug, welcher ca. 2 Stunden dauert und pro Person 2000 FRNC kostete. Der Fahrer war nicht sehr gesprächig, die Insel teilweise letzten September abgebrannt. Wir konnten aber dann mindestens noch sehr gut Einkaufen. Um 17:00 Uhr war es dann auf der Insel wieder ruhig, das Schiff wieder weg.
Da es am Abend regnete, mussten wir drinnen essen. Das Essen nach wie vor gut, der Service etwas überfordert.

Batterie kaputt

Tag 8 am 15 Okt., 2016

Der Tag empfängt uns recht freundlich. Die Frauen müssen nochmals Einkaufen.......
Nach der Rückkehr beschliessen wir zur Ilot Brosse zu Motoren um dort zu schnorcheln. Auch heute beglückt uns ein Kreuzfahtschiff und ich frage mich, ob es wirklich nötig ist, das auch die kleinsten Inseln von diesen Touristen überrennt werden müssen. (Sorry mein Ausbruch)
Unter Motor kurzen wir um die Ile Bayonnaise und haben plötzlich 30 Kt Wind gegen uns. Der Platz bei Ilot Brosse ist damit so ungemütlich, dass wir umkehren und wieder in der Baie De Kuto Ankern.
Den Motor konnten wir übrigens nicht mehr starten, die Steuerbord Batterie war defekt.
Am Nachmittag macht die Crew noch einen Landausflug nach Baie d Or. Anscheinend sehr schöne gepflegte Anlage.

Port Boisé

Tag 9 am 16 Okt., 2016

Nachdem wir die Batterien kurzgeschaltet haben können wir beide Motoren starten. Vor der Bucht setzen wir die Segel und zwar mit Reff 2. Ab hier 40 SM unter Segel mit Speed bis 11.2 Kt. Der Wind ist sehr kalt, das Wetter bedeckt, die Sicht aber sehr gut. Die Wellen sind nicht allzuhoch und lassen wirklich sportliches Segeln zu. (soweit dies auf einem Kat auch möglich ist)
Die Einfahrt in die Port Boise ist sehr gut gekennzeichnet. Ich bin etwas auf Nadeln, ist doch die Sicht schlecht. Wir Ankern auf ca. 12 m im hinteren Teil der Bucht.
Roland hat es erwischt, er liegt mit hohem Fieber im Bett. Das Nachtessen nehmen wir im Schiff ein, draussen ist es einfach zu kalt.
Morgen will uns der Vercharterer die neue Batterie bringen.

Neue Batterie

Tag 10 am 17 Okt., 2016

Das Wetter ist heute auch nicht der Brüller. Um 11:00 Uhr kommt ein Mechaniker mit der neuen Batterie. Somit sind wir wieder klar. Roland ist immer noch krank und wir müssen uns überlegen, wie wir das weitere Programm planen sollen.
Der Basis Manager ruft uns an und teilt uns mit, dass wir morgen um 14:30 Uhr auslaufen sollen um nach Lifou zu segeln.
Die Crew beschliesst, diesen Törn zu machen auch nach Rücksprache mit unserem Patienten.
Wir erkunden noch etwas die Umgebung, vor allem suchen wir das Hotel, welches im Seehandbuch angeben ist. Dieses finden wir auch nach einem 30 Minutigen Spaziergang dem Ufer entlang. Schöne, gepflegte Anlage aber für mit dem Dingi zu erreichen etwas zu weit weg.
Nach dem guten Nachtessen noch ein Kartenspiel und ab ins Bett.

Start nach Lifou

Tag 11 am 18 Okt., 2016

In der Nacht ist es absolut windstill, dass Wasser glatt wie ein Spiegel.
Am Morgen scheint etwas die Sonne aber so richtig schön und warm will es einfach nicht werden.
Der Ausflug mit dem Dingi in den Süsswasserfluss zuhinterst in der Bucht C ist fantastisch.
Um 14:00 Uhr starten wir zu unserem langen Schlag. Das Gross, mit Reff 1 setzen wir noch in der Baie und dann
Motoren wir durch den Canal de la Havanna. Nach der Durchfahrt mussten wir gegen an durch sehr hohe Wellen. Ich war von dieser See etwas überrascht und auch irritiert. Bald nach der Durchfahrt konnten wir aber Kurs aufnehmen und die Genua ausfahren. Nach 12 SM unter Motor konnten wir nun wieder segeln. Von nun an blieb der Wind ziemlich konstant, die See beruhigte sich zusehends. Wir legten so pro Stunde zwischen 7 und 8 SM zurück und hatten dank dem aufkommenden Mond absolut gute Bedingungen.
Bruno und ich teilten uns die Wachen auf, Roland war immer noch krank.

110 SMbis Lifou

Tag 12 am 19 Okt., 2016

Das Nachtsegeln wird immer besser, der Wind konstant, das Meer beruhigt und der Mond als Beleuchtung. Der Sonnenaufgang um 05:30 Uhr zeigte uns die Insel in der ganzen Grösse. Wir gingen vor der Ortschaft Chepenehe vor Anker. Der Skipper geht schlafen. Bruno geht mit Roland zum Arzt. Sehr gute Behandlung und viele Medikamente.
Wir versuchen nun ein Taxi oder Mietauto für einen Landausflug zu bekommen. Leider aber alles ohne Erfolg. Die Leute hier mindestens sind sehr nett und hilfsbereit.
Kein Restaurant weit und breit, keine Fortbewegungsmöglichkeit, ich war ziemlich frustriert.
Ich hatte ihr die Situation einfach etwas anders vorgestellt.
Kaltes Nachtessen an Bord und dann noch ein Kartenspiel zur Beruhigung.

Renault Clio für 6

Tag 13 am 20 Okt., 2016

Recht schöner Morgen, in der Nacht viel Schwell.
Ich versuche nun vergebens, ein Taxi zu bekommen. Kein Antwort unter den Nummern. (Es gibt auch keine Taxis hier)
Bruno und ich gehen zum Einkaufladen und fragen einen Mann, ob er in Richtung Flughafen fahren würde. Nein meinte er, aber wenn wir zum Flughafen möchten würde er natürlich uns dort hin fahren. Am Flughafen bekommen wir in der Autovermietung doch noch ein Auto. Renault Clio, diesen können wir bis am Samstag, 10:00 Uhr mieten.
So fahren wir zu 6 im Clio, Maria Luisa im Kofferraum, in Richtung der Hauptstadt WÉ. Im Hotel Drehu machen wir einen Stopp, drinnen ein Bier und bleiben zum Mittagessen. Wunderbare Anlage mit weissem Strand und WIFi.
Das Esssen.....ok. Wir führen weiter in Richtung Xodre. Bei Jozip wollten wir die Vanille Farm besuchen. Leider war hier weder eine Farm noch sonst jemand. Wir führen also wieder zurück und genossen ein weiteres Mal den tollen Sonnenuntergang. Wenn auch vieles nicht gemäss dem abgegebenen Prospekten stimmt, es war ein schöner Tag voller Sonnenschein.

Vanillehaus

Tag 14 am 21 Okt., 2016

Auch hier werden wir am Morgen von einem Kreuzfahrtschiff überrascht. (Die lassen wirklich nichts aus)
Den Besuch der Chapelle Notre Dame streichen wir vom Morgenprogramm nachdem schon hunderte auf dem Weg dorthin sind. Also machen wir uns auf den Weg zur nächsten eingezeichneten Vanille Farm in Richtung Jokin. Auch hier natürlich Fehlanzeige aber am Ende des Weges werden wir mit einer traumhaften Aussicht aufś Meer belohnt.
Nach meiner Rückfrage bei einem Franzosen, welcher sich auf der Insel auskennt, suchten wir in der Nähe des Flugplatzes nach dem Vanillehaus. Dieses fanden wir auch und die Führung durch das Haus war sehr interessant. Hier wird aber kein Vanille angebaut sondern viele verschiedene Farmer bringen Ihre Vanille dort hin zum Verarbeiten. Unsere Frauen waren natürlich begeistert, konnten Sie nun alle Geschenke für die Daheimgebliebenen Einkaufen. Hier waren wir den Cruisers voraus, die hatten das Vanillehaus erst am Nachmittag auf dem Programm.
Hungrig führen wir wieder in Richtung Xodre und konnten dort in der Oasis de Kiamu gut essen. (Auch WIFI)
Weiter dann noch zum Traumstrand Luengöni, welcher aus weissem Puderzucker besteht.
Auf dem nach Hauseweg besuchten wir die Notre Dame, von wo aus man einen herrlichen Rundblick über die grosse Bucht hat. Das Kreuzfahrtschiff war auch wieder am auslaufen und die Ruhe kehrte damit wieder ein.

Besuch der Kanaken

Tag 15 am 22 Okt., 2016

Schönes Wetter aber viel Schwell.
Bruno und ich bringen unser Auto zum Flugplatz. Nach 3, 4 mal fragen haben wir eine Rückfahrtgelegenheit. Wir tätigen die letzten Einkäufe und sind bereits um 10:15 Uhr auf dem Schiff zurück.
Um 11:30 Uhr setzten wir das Gross bereits vor Anker und segeln sofort los. Die 10 SM sind herrliches Bodenseesegeln und die Baie de Doueoulou wunderschön.wir Ankern auf 3.5 m bei zügigem Wind und doch auch hier rechneten Schwell.
Während Marlies und Bruno einen Landausflug machten bekamen wir Besuch von 3 Kanaken. Diese waren sehr lustig, teilweise natürlich auch bekifft. Sie konnten nicht verstehen, das wir nicht zu Ihnen kommen um etwas Gras zu rauchen.
Wir beschenkten Sie mit Zigaretten und einem Bier was diese sehr schätzten.
Der Wind wie auch der Schwell liessen gegen Abend merklich nach.

Zurück zur Hauptinsel

Tag 16 am 23 Okt., 2016

Pünktlich um 05:00 Uhr , bei schönstem Wetter und (Noch) kein Wind starteten wir zur Überfahrt. Bis 07:00 Uhr alles unter Motor, ab dann segeln unter besten Bedingungen. Mal mit der Genua mal mit dem Genaker, immer zwischen 6.5 und 7.5 .
Nach der Passage Pas de Kouekoue dann unter Motor bis in die Baie Kouakoue.
Hier Ankern auf 18 Meter sehr gut, das Wetter aber ist nun bedeckt.
Die Stimmung nach 75 SM sehr gut und alle sind froh, dass die grossen Strecken nun vorbei sind.

Entäuschung

Tag 17 am 24 Okt., 2016

Kein Wind, schönes Wetter und die totale Ruhe in dieser Bucht. Kein Natel Empfang, was will man mehr.
Das Segel setzten können wir uns sparen. Unser Kurs ist eh genau gegenan, einzig in der Passage Havanna können wir kurz segeln. Die Küche zaubert trotzdem und die Spagetti Carbonara münden vorzüglich. In Ile Casty hat es gemäss Guide ein Hotel mit Restaurant, die Bojen vor dem Steg und der Hund welcher dort ist lassen uns hoffen.
Bruno und ich gehen schon mal an Land und was uns erwartet macht uns richtig sauer. Hotel und Restaurant sind seit 12 Jahren nicht mehr im Betrieb, völlig zusammengefallen. Wiso ist es nicht möglich, im Guide eine Bemerkung zu platzieren?
Der Ort und die Insel sind aber sehr schön, ein Besuch lohnt sich allemal. Gegen Abend kommen noch weitere Boote, dazu auch ein Einhandsegler. Wie sich dann herausstellte ein Schweizer aus Colombier, welch nun bereits 40 Jahre am segeln ist. Er hat bereits x Mal die Welt umrundet und man könnte Gilles Stundenlag zuhören.
Unser Log zeigt nun, trotz den vielen Ruhetagen bereits an die 400 SM.

Restaurant

Tag 18 am 25 Okt., 2016

Da wir für heute kein grosses Programm haben, sind die Zeiten für das Frühstück etc. nicht definiert. Das Wetter ist eh bedeckt. Ich schlafe aus, Bruno und Marlies gehen Schnorcheln und sind begeistert.
Die Crew macht einen Landausflug um die Insel herum und kommt müde aber zufrieden zurück.
Da wir heute nicht an Bord essen wollen, rufen wir wiederum gemäss Dem abgegebenen führer das Resataurant in der Baie de la Tortue an. Natürlich nimmt niemand das Telefon ab, Gilles der Weltensegler mein, dort gäbe es auch kein Leben mehr.
Wir beschliessen deshalb in die Ansé Boisé zurückzumotoren, wissen wir doch, das wir hier auswärts essen können.
Wir Ankern in der Nähe der Anlage auf 13 m.
Um 18:00 Uhr gehen wir zum Nachtessen, wir sollten nicht enttäuscht sein. Gutes Essen aber sehr teuer.

Ohne Ziel

Tag 19 am 26 Okt., 2016

Nach einer ruhigen Nacht beschliessen wir, einfach loszusagen und das Ziel etwas nach dem Wind zu suchen. Das Wetter immer noch sehr bewölkt aber guter Wind.
Mit vollen Segel geht dann wirklich die Post ab. Bei fast keiner See kommen wir flott vorwärts. Wir passieren Ile Mato und nehmen Kurs auf Ile Rédika. Da der Wind nun achterlich kommt, beschliessen wir die Turtel Bay anzulaufen. Wieder können wir fast bis zum Ankerplatz segeln, und Ankern nach guten 35 SM in dieser schönen Bucht.
Nach dem Ankerdrink und dem Lunch machen wir uns noch bereit für einen Landausflug. Die Hotelanlage ist seit 2001 nicht mehr im Betrieb wird aber unterhalten. Eine Frau, welche in der Anlage wohnt ist uns nicht sehr freundlich gesinnt. Wir treffen diese einige 100 Meter weiter wieder und wie Sie merkt, dass wir französisch sprechen wird Sie sehr zugänglich. Sie führt uns zu einem Anwesen, welches einem Senator aus Nouméa gehört und von einem Ehepaar bewacht und unterhalten wird. Es ergeben sich tolle Gespräche und wir beschenken diese Leute mit Zigaretten, Bier Wasser etc.
Vor Sonnenuntergang begrüssen uns dann doch noch einige Delfine, Brot und Käse Nachtessen wie in der Schweiz.

Phase Amedée

Tag 20 am 27 Okt., 2016

Heute Morgen regnete es in Strömen. Trotz diesen Bedingungen machen wir klar Schiff und legen um 10:00 Uhr los.
Bereits ab 10:30 Uhr können wir mit vollen Segel fahren. Nach gut 1 Stunde ist der Regen vorbei und es wird schöner und schöner. Der Wind hingegen frischt auf und wir laufen wieder um die 10 Kt.
Querab Phare Amédée bergen wir die Segel und Motoren um die Insel, wo wir an einer ausgelegten Boje festmachen können. Diese kleine Insel ist touristisch voll erschlossen, jeden Tag werden ein grosses Schiff voll auf die Insel gebracht und um 16:00 Uhr verlassen Sie diese wieder.
Wir geniessen die Ruhe nach 16:00 Uhr und füttern noch die kleinen Haifische, welche um unser Schiff schwimmen.

Zurück in Nouméa

Tag 21 am 28 Okt., 2016

Der Wind hat nachgelassen, das Wetter zeigt sich von der schönsten Seite. Heute morgen will niemand ein Bad im Wasser nehmen. Die kleinen Haifische machen allen Angst.......
Mache dem Frühstück gegen wir ebenfalls auf die Insel. Ab 09:30 Uhr ist es möglich, den 54 Meter hohen Leuchtturm zu besteigen. Wir lösen die Tickets für 300 FRNC und nehmen die unzählichen Treppentritte unter die Füsse. Es lohnt sich sehr, der Rundblick ab der Plattform unbeschreiblich schön.
Ein Bier an einer Strandbar rundet den Kurztripp zur Insel ab.
Um 11:00 Uhr legen wir von der Boje ab und segeln zur Ilot Maitre. Auch hier können wir an einer Boje festmachen, die Crew geht auch noch kurz an Land.
Der letzte Schlag bis Nouméa machen wir natürlich auch noch unter Segel, der Wind hat merklich aufgefrischt. Nach der Einfahrt in den Hafen rufen wir den Vercharteter an, diese wollen ja das Schiff selber zum Tanken und an den Platz fahren. Das klappt dann auch wunderbar und somit ist der Teil unserer Ferien abgeschlossen.
Die Schiffsübernahme findet ganz schnell statt, wir beklagen uns nochmals über die WC Anlagen, welche teilweise nicht funktionierten.
Betreffend meinem kleinen Unfall muss ich gemäss Manager mit Kosten in der Höhe von 3'200.- Euro rechnen. (Bergung und Schiff aus dem Wasser nehmen und allenfalls reparieren)
Abends gehen wir gut essen, was nicht unproblematisch ist, da es sehr schwer ist ein Taxi zu bekommen.

Weiterreise nach Sydney

Tag 22 am 29 Okt., 2016

Der Markt auf der gegenüberliegenden Seite und die Nervosität über die Weiterreise machen natürlich ein Ausschlafen unmöglich. Also packen wir unsere Sachen zusammen und sind um 09:00 Uhr bereit. Der Taxi kommt pünktlich und wir verlassen die Marina.
Das Log zeigt 467.1 SM davon nur ca. 76 SM unter Motor.