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Maitörn 2014

6 Juni, 2014
von Gerd Bayer
Istrien, Kroatien
Bavaria 35 cruiser

Nachdem uns der freundliche Mitarbeiter von Croatiasailing erklärte das ein Übernahmeprotokoll nicht benötigt wird, checkten wir mit ihm zumindest Motor und Segel, den Rest protokollierten wir für uns.

"Cindy" erwies sich dann auch vom optischen Eindruck o.k., nur der Stauraum für Fender und Dingi war mehr als knapp bemessen und wir waren froh, eine überzählige Kabine zu haben, um alles unterzubringen.

Cindy

Tag 1 am 24 Mai, 2014

Cindy war sauber und gepflegt, nur das Platzproblem bestand weiterhin, das Dingi lag zusammengefaltet in der einzigen Backskiste. Sonst ein optimales Schiff mit drei Kabinen für vier Personen.

Abends Sicherheitseinweisung für die Crew und bald in die Kojen.

Richtung Süden - 23 sm

Tag 2 am 25 Mai, 2014

Strahlender Sonnenschein, wenig Wind und Welle. Wir hatten kein festes Ziel, der Plan war erstmal nur gegen Süden.

Motor an und raus, endlich geht es los.

Zwei Stunden später, eine leichte Brise, die sich zu 2-3 Bft entwickelte. Segel nach oben und sanftes dahingleiten.

Einige Wenden später und artistischen Einlagen am Baum, hatten wir es auch geschafft, das faltige Rollgroß komplett auszurollen (Charteryachtproblem) und kreuzten südlich, mit Abstecher in den Limskikanal - Delfine.

Pula war in Sichtweite und wir beschlossen dort anzulegen. Nach einen perfekten römisch-katholischen Manöver, lagen wir mit guten Blick auf das Amphitheater.

Abend Besichtigung desselben und Essen gehen - Calamaris gegrillt für den Skipper, 57 Kuna!

Mali Losinij - 48 sm

Tag 3 am 26 Mai, 2014

Ziel war heute klar - Mali Losinij. Mich interessierte der neue Stadthafen, da vor drei Jahren noch alles im Bau war, und wir uns längseits reinquetschen mußten. Außerdem macht das Städtchen Laune, man kann zwischen den Eiskaffes hin und her bummeln.

Überfahrt mit leichter Brise. wechselnd zwischen Motor und Segel, mit einigen Delfinsichtungen und Anker-Badestopp.

Dann wieder rk. anlegen im Stadthafen, wobei die gut gekleideten, motivierten Helfer an Land, gleich zu viert versuchten uns zu unterstützen. Dies sorgte dann auch für Irritation bei der Crew, als Abbruch und beim zweiten Versuch klappte es dann.

Die neuen Sanitäranlagen sind gut, über der Boutique und kosten p.P. 35 Kuna extra - Öffnungszeiten 8 - 21 Uhr!

Abends kochen, bummeln und 3 x Eis essen.

Cres - 34 sm

Tag 4 am 27 Mai, 2014

Morgens nach dem Frühstückseis, Fahrt aus der Buch von Losinij, der Wind frischt auf.

Draußen der perferkte Segelwind, Vollzeug raus und bei guten 4 Bft. ca. 7 Stunden segeln Richtung Cres - und wieder Delfine!

Als Martinscica in Reichweite war, machten wir uns bereit zum anlegen. In dem kleinen, seichten Hafen herrschte starker Winddruck und wir stellten fest, daß man nur seitlich an die Kaimauer konnte. Schnell alle Fender nach Steuerbord, bereitliegende Vorleine befestigt und rückwärts gegen den Wind an den Kai gefahren.

Nettes, kleines Dorf. Abend dirket am Hafen essen gehen - Calamaris gegrillt für den Skipper, 56 Kuna

Wasser - 35 sm

Tag 5 am 28 Mai, 2014

Heftige Gewitter in der Nacht, stellenweise mit Hagel und einer Überraschung am Morgen.
Bei der Kontolle des Motors, stellte ich fest das ca. 20 cm Wasser im Motorraum stand.
Nach kurzen Geschmackstest, handelte es sich eindeutig um Süßwasser, was uns vermuten lies, daß der Gewitterregen seinen Weg in den Motorraum gefunden hat.

Abpumpen war nicht möglich, so blieb uns nur ausschöpfen mit Salatschüssel und Eimer - wir
schütteten ca. 10 volle Eimer über Bord.

Anschließend ging es mehr unter Motor als Segel, die Küste von Cres entlang gegen Norden.
Ankerstopp an der "Blauen Grotte", die aber größtenteils unter Wasser stand. Dafür wurde
eine 2er Dingibesatzung beim anlanden von einer Welle überrollt und gebadet :-), der Rest
ging freiwillig schnorcheln.

Weiter ging es Richtung Medulin, wo wir uns dann bis Marina Pomer vortasteten, stellenweise
nur noch 40 cm Wasser unter dem Kiel.

Essen an Bord und Ramazotti trinken.

Richtung Norden - 46 sm

Tag 6 am 29 Mai, 2014

Nachts wieder Gewitter, aber der Wasserstand im Motorraum stieg nicht mehr, also Motor an und raus aus der Flachwasserzone Pommer/Medulin.

Nachdem wir das Kap Kamenjak umrundet hatten, kam wieder gut Wind auf (4 Bft) und wir kreuzten mit viel Speed Richtung Brijuni-Inseln. Diesmal ging es westlich vorbei, immer mit dem Fernglas auf der Suche nach Elefanten, Zebras, Giraffen. Die hatten sich wohl gut
versteckt, dafür tauchten wieder Delfine auf - wir waren ja auch auf dem Meer.

Ziel war heute Rovninj, und nach einem perfekten rk. Anleger mit inzwischen eingespielter
Crew, lagen wir in Blickrichtung des alles überragenden Kirchturmes.

Abend bummeln durch Rovinj mit Essen gehen - Calamris gegrillt für den Skipper 59 Kuna.

Marina Funtana - 23 sm

Tag 7 am 30 Mai, 2014

Der letzte Seetag war angebrochen.

Da unsere Heimatmarina fast um die Ecke war, nutzen wir gleich die freie Tankstelle in Rovinj.

Der Wind war eingeschlafen und mit Motor ging es Richtung Funtana, der Himmel wurde
aber zunehmend schwarz und gewaltige Wolkenbänke bauten sich auf. Es dauerte auch nicht
lange und die erste von meheren "Galewarning" kam auf Kanal 16 durch.

Wolken im Blick und Kanal 16 hörend, war bald irgenswann klar, das der Sturm weiter südlich
um Krk sein Zentrum hatte.

Als dann noch der Wind kam mit 4-5 Bft, genossen wir noch zwei Stunden Speedsegeln, immer kreuzend vor Funtana.

Die Co-Skipperin fuhr dann in der Marina ihr erstes römisch-katholisches Anlegemanöver,
daß nach drei Anläufen dann auch ganz gut klappte.

Abends Essen gehen - Calamaris gefüllt vom Grill für den Skipper 65 Kuna.

Back at Home.

Tag 8 am 31 Mai, 2014

Bootsübergabe - Das Wasser im Motorraum war wieder beträchtlich gestiegen, so konnte das gleich dem Vercharterer gezeigt werden. Nachdem zusammen alle möglichen Theorien gewälzt wurden, Leitungen gecheckt usw., stellte sich heraus das eine Anschluß am Heißwasserboiler defekt war (unter der Matraze der Steuerbordheckkabine), und als Miniquelle zum Motorraum lief.

Übergabe problemlos, ohne Protokoll Kaution zurückerhalten - nette Leute, sehr schöner Törn, Calamrisbedarf des Skipper ist gedeckt :-)!