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Longdrink auf Hagel

28 Sept., 2017
von Detlev Keijzer
Kroatien-Nord, Kroatien
Bavaria 42 Cruiser

Wir hatten schon lange die Nase voll vom Berufsalltag und sehnten den Beginn unseres Segeltörns herbei. Endlich war es soweit!

Ankunft im Hafen

Tag 1 am 16 Sept., 2017

Mit fast 2stündiger Verspätung erreichten wir nach einem Besuch des Supermarkts gegen 20:00 Uhr die ACI- Marina Split. Die Büro-Crew war gerade auf dem Weg in den Feierabend, erbarmte sich aber, uns das gecharterte Boot zu zeigen. Wir gingen an Bord, richteten uns ein. Eine steife Brise blies durch die Masten und Wanten, die Queen Mary drehte außen vor dem Kai. Der Abend in einem nahe gelegenen Restaurant war lauschig, das Essen ok- die Nacht konnte kommen.

Bora- Longdrink, Dinghi

Tag 2 am 17 Sept., 2017

Unsere Einweisung wurde von einem Hagelschauer und reichlich Wind unterbrochen. Die Hagel- Beulen auf den Dächern ihrer Autos waren den Marineros für kurze Zeit wichtiger als die eigentliche Arbeit. Wir sammelten in dieser Zeit die Hagelkörner vom Deck ein und bastelten uns einige Longdrinks- on the balls. Unser Auslaufen verzögerte sich dadurch auf 12:00 Uhr. Bei gutem Wellengang und böigem Wind fuhren wir unter Motor bis zur Enge von Solta/ Brac. Hier entschieden wir Hvar/ Hvar anzulaufen, da es für Komiza/ Vis mittlerweile zu spät war. Glücklicherweise erwischten wir um 17:00 Uhr die letzte freie Mooring im Hafen. Das Dinghi würde gewassert, der Außenborder fixiert- die location scouts machten sich auf die Reise ans Festland. Sie kamen alledings nicht weit, der Motor des Dinghis war defekt und liess sich nicht mehr starten. Dummerweise waren die Paddel noch auf der Yacht- der Motor funktionierte ja bei der Einweisung noch! Also war hand-down-paddeling im Hafenbecken angesagt! Nach dieser anstrengenden Tour fanden wir Platz im "Kod Kapetana" direkt am Kai- und verbrachten den Abend bei ausgezeichnetem Fisch, Fleisch und Wein. Die Vorspeisen waren ein nachgerade Gedicht- aber die sehr gute Küche hatte auch ihren Preis.

Außenborder Reparatur

Tag 3 am 18 Sept., 2017

Nach dem Frühstück vereinbarten wir mit dem Vercharterer, die Reparatur des Außenborders sollte in Vis/ Vis gemacht werden. Wir strichen Komiza und fuhren Richtung Vis. Auf den kleinen, vorgelagerten Inseln vor Hvar machten wir einen Bade/ Schnorchelstopp in der Bucht Sv. Klement, sehr schön gelegen aber voll, auf der anderen Seite der ACI Marina. Bei Sonnenschein gings dann unter Segeln nach Vis/ Vis, wo wir wieder einen der letzten Kaiplätze um 16:00 Uhr erwischten. Die Reparatur des Außenborders war problemlos. Als wir abends vom Landgang an Bord kamen, hing er wieder an seinem vertrauten Platz und funktionierte wieder.

raus aus Vis

Tag 4 am 19 Sept., 2017

Wir waren schon früh dran, segelten bei 3 Bft. Richtung Hvar. Doch der Jugo erwischte uns auf Höhe der Klement- Inseln, Segel rein, Ölzeug an,Regen, Starkwind in Böen, Wellengang. Gegen 15:00 Uhr auf Höhe Hvar wurde es dann ruhiger. Unter Motor fuhren wir weiter nach Stari Grad, wo wir dann gegen 16:30 den letzten, freien Platz suchten und auch fanden. Allerdings am gegenüberliegenden Ufer der Stadt. Wir wanderten zum Hafemeisterbüro und hingen auf der Promenade ab. Ein Wassertaxi brachte uns später zum Liegeplatz und wir beendeten den Tag in einer kleinen, feinen Konoba 100m vom Boot entfernt auf einer kleinen, weinbedeckten Terrasse mit Blick auf den Hafen.

ab nach Bol

Tag 5 am 20 Sept., 2017

Am Morgen war in der Bucht vor Stari Grad stärkerer Wellengang und es wehte eine gute Brise. Eine größere Zahl von Yachten bereitete sich auf eine Regatta vor, wir setzten Segel und fuhren Kurs Bol/ Brac. Auf halber Strecke holten wir die Segel ein, da Wind und Wellen zunahmen. In Bol lagen wir dann am Kai. Duschen gab es nicht, nur eine Toilette am Ende des Hafenbeckens. Wir tranken vor der "Nachtruhe" noch ein Alibi Getränk in der Pizzeria vis a vis um die dortige Keramikabteilung zu nutzen. Die Nacht war der wahre Horror. Der Schwell liess unser Boot die ganze Nacht tanzen, Skipper und Co. in den beiden Achterkajüten fanden keinen Schlaf. Dazu Kontrolle der Mooring und der Achterleinen alle 1,5 Std. Gegen 06:00 Uhr flaute es dann ab und wir lagen platt in den Kojen.

Müdigkeit

Tag 6 am 21 Sept., 2017

Gerädert tranken wir am späteren Morgen mehrere Tassen Kaffee, die Küchencrew zauberte hervorragende Eier mit Speck und so kamen die Lebensgeister langsam zurück. Gegen den Wind sind wir dann zu einer kleinen Bucht auf dem Weg nach Milna motort, haben dort geankert, getaucht, gedöst bevor wir dann nach Milna weiterfuhren. Hier war mehr Platz, als in den anderen Marinas und die Duschmöglichkeiten waren sauber und ausreichend. Auch die Tankstelle war recht nahe- wir beschlossen, früh am Morgen dort zu tanken, um nicht in der langen Schlange von Yachten am späten Vormittag zu warten. Mit diesem Vorsatz gings in die Kojen.

Mooring Salat

Tag 7 am 22 Sept., 2017

Strahlender Sonnenschein, kaum Wind, doch beim Ablegen verfing sich die Mooring in der Schraube. Ratlose Blicke, wir zogen uns wieder ans Kai zurück. Der Held des Tages war Herbert der es schaffte, den Propeller von der Mooring zu befreien. Er bastelte ca 30min und löste das Problem. Unsere Abfahrt war durch dieses ungeplante Manöver ca. 1Std später, dadurch sahen wir den großen Yacht Pulk vor der Tanke. 12 Yachten warteten vor der Tankstelle. Da im Hafen Split auch eine Tankstelle war, beschlossen wir dorthin zu segeln. Der Wind war zwar mässig, aber für 4 Knoten reichte es. 3sm vor Split schlief der Wind dann ein und wir erreichten die Tanke unter Motor. Es waren nur 3 Boote und ein Kat vor uns. Wir fuhren auf den finalen Liegeplatz, machten klar Schiff und stiegen dann in ein Wassertaxi um, das uns nach Split- in den Toiuristenrummel brachte. Als uns das Taxi nach dem Essen wieder zurückbrachte, waren alle froh, wieder in Ruhe Hopfen smoothie zu geniessen.
gespeist und wieder zurück an Bord.

Finale

Tag 8 am 23 Sept., 2017

Abnahme war um 09:30Uhr, wir sind dann mit einem Taxi nach Trogir gefahren, haben dort den Tag genossen, und sind gegen 15:00 Uhr zum Airport. Die Maschine hatte wieder Verspätung- flog dafür aber in 1,5Std nach Kölle. Auf dem Weg nach Düsseldorf dann sehr gut geschlafen und unseren Ereignisreichen Törn noch einmal vorbei fliegen lassen..