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Kykladen Juni 2017

20 Juni, 2017
von Michael Wahlers
Ägäis, Griechenland
Bavaria 55 Cruiser

Zwei-Wochentörn auf einer Bavaria 55 Cruiser mit dem Ziel Santorin

Route: Lavrion - Kythnos - Syros - Mykonos - Paros - Ios - Santorin - Felegandros - Sifnos - Paros - Syros - Kythnos - Lavrion

Zurückgelegte Seemeilen insgesamt: 412

Ankunft in Lavrion

Tag 1 am 3 Juni, 2017

Maria und Michael sind bereits am Vortag angereist mit einem Stop-Over im Hotel Aegeon am Kap Sunion. Wir sind gegen Mittag am Boot und nach einer ausführlichen Einweisung von Marco geht es zum obligatorischen Einkauf. Das Boot, eine Bavaria 55 Cruiser, macht einen sehr guten Eindruck, neue Segel, viele Staumöglichkeiten und viel, viel Platz – davon haben wir jetzt leider im Übermaß, da Margret und Günter kurzfristig wegen Krankheit Margret absagen mussten. Sehr schade – die verbleibende „Rest-Crew“ mit Hermann, Annette, Martin und uns beiden wird hoffentlich das Beste daraus machen.

Lavrion – Kythnos/Loutron 41 sm

Tag 2 am 4 Juni, 2017

Das war eine kurze Nacht: bis morgens um 05:30h werden wir aus der nahen Disco mit lauter Musik versorgt …
Nach den ersten 5 sm Richtung Kap Sunion fällt der Kartenplotter aus und die Batteriewarnanzeige schlägt Alarm – also wieder zurück zur Basis, wo der Schaden schnell behoben wird. Auf dem Weg nach Kythnos haben wir schönen Wind mit 3-4 aus Nordost. Abends fällt der Anker in der Bucht bei Louthra auf der nordöstlichen Seite von Kythnos.

Kythnos/Loutron – Syros/Finikas 25 sm

Tag 3 am 5 Juni, 2017

Früh geht der Anker auf; heute wollen wir nach Syros / Finikas. Die ersten Stunden weht ein herrlicher Wind mit 4 bf aus NordOst. „Auf einer Backe“ rauschen wir mit bis zu 10 kn Speed – die „Apollon“ läuft wie auf Schienen. Gegen 13:00h liegen wir fest an der Pier. Es ist sonnig und warm, wir verbringen dem Tag mit schwimmen, bummeln und „power beaching“.
Hafengbühr EUR 17,22 incl. Wasser und Strom, Duschen EUR 2,00 extra.

Syros/Finikas – Mykonos 30 sm

Tag 4 am 6 Juni, 2017

An der Hafenpier ist es zum Frühstück nicht besonders einladend – wir fahren 5sm in nächste, wunderbare Bucht Oromos Varis an der Südostküste von Syros. Nach 1 Stunde Essen, Schwimmen und Schnorcheln geht es weiter Richtung Mykonos. Erst unter Segel dann bei wenig Wind unter Maschine machen wir die ersten 20 sm – dann frischt es kurz vor Mykonos so richtig auf: es bläst mit 4-5 aus NordOst. Mit einem kleinen Reff rauschen wir Richtung Hafen Tourlos. Der Hafen hat sich seit unserem letzten Besuch kaum verändert, staubig, halb fertige Steganlagen, keine Mooringleinen – man wirft den Anker; kostet dafür es aber auch nur EUR 6,88 … Etwas Hafenkino gibt es auch noch gratis dazu: Eine Yacht verfängt sich in einer Ankerkette und sorgt eine halbe Stunde für Aufregung im engen Hafen – am Ende verlässt die Yacht den Hafen unverrichteter Dinge.
Wir fahren mit dem Wassertaxi in die Stadt und lassen uns im touristischen Trubel treiben.

Mykonos – Paros / Naousa 26 sm

Tag 5 am 7 Juni, 2017

Der Hafen Tourlos / Mykonos ist nicht sehr einladend – zum Frühstück geht es um kurz vor 9:00h Richtung Süden in die Südbucht der Insel Rinia. Im Laufe der nächsten Stunden zieht es sich etwas zu und der Himmel bleibt bedeckt. Gegen Mittag fahren wir bei wenig Wind unter Maschine Richtung Paros. Am späten Nachmittag fällt der Anker in der Nähe des Städtchens Naousa. Gekocht wird heute an Bord – abends geht es mit dem Dinghi in den sehr netten Ort.

Paros / Naousa – Ios / Manganari 40 sm

Tag 6 am 8 Juni, 2017

Leider ist das Wetter heute so wie angekündigt: Wolken, leichte Regenschauer und wenig Wind. Um kurz vor 10:00h lichten wir den Anker und motoren Richtung Süden. Zwischenzeitlich frischt es kurzfristig immer mal auf, längere Segelphasen schaffen wir aber nicht; gelegentlich hören wir Gewittergrollen aus der Ferne. Gegen 16:00h erreichen wir am Südende der Insel Ios die Ankerbucht Manganari. Es liegen nur wenige Boote hier, es ist sehr ruhig und beschaulich – eine wunderbare Stimmung! Zum Abend wird das Wetter besser und man kann schon das nahe Santorin sehen. Abends geht es mit dem Dinghi in eine der einfachen Tavernen am Strand.

Ios / Manganari – Santorin 15 sm

Tag 7 am 9 Juni, 2017

Da Santorin so gut wie keine Anlegerplätze oder Ankermöglichkeiten bietet, wollen wir früh los, um zu schauen, was möglich ist. Nach 15 sm laufen wir unter Segel in den Krater ein – eine beeindruckende Kulisse mit den steil aufragenden Felswänden und den oben gelegenen Häusern – sie wirken fast wie „angeklebt“. Von der „Marina Vlychada“ hat uns der Vercharterer von vornherein wegen zu geringer Tiefe abgeraten – wir versuchen unser Glück bei dem etwas nördlich gelegenen Ort Ia. Wir haben Glück und finden eine Boje in der Bucht Armenis, die zu einem Katamaranvercharter gehört; nach Rückfrage dürfen wir an der Boje auch über Nacht bleiben – wir liegen sicher und absolut ruhig. Mit Dinghi, zu Fuß und mit einem Taxi geht es in den Hauptort Thira – ein einfach traumhafter Ort. Mit dem Bus fahren wir zurück – abends gibt es nach einem erfrischenden Bad an Bord „Gambas al Ajillo“.

Santorin – Folegandros / Oromos Vathi 42 sm

Tag 8 am 10 Juni, 2017

Am Morgen drehen wir zunächst eine Runde durch den Krater und bestaunen die Landschaft mit den oben gelegenen Häusern. Dann geht es die ersten Stunden unter Segel gen Westen – als der Wind nachlässt, bleibt uns nichts anderes über, als die restlichen 20 Seemeilen unter Maschine zurückzulegen. Gegen 19:00h fällt der Anker in der malerischen Bucht Oromos Vathi auf Folegandros. Nur ein weiteres Segelboot verliert sich in der weitläufigen Bucht – abends geniessen wir den Sundowner auf Vordeck.

Folegandros / Oromos Vathi – Sifnos Oromos Vathy 50 sm

Tag 9 am 11 Juni, 2017

Eigentlich war kaum Wind vorhergesagt, aber wir spüren ihn schon kurz nach dem Auslaufen aus der Bucht. Mit einem langen Kreuzschlag steuern wir auf die Insel Sifnos zu. Zwischenzeitlich weht es mit 6-7 bf aus N-NW; wir segeln hoch am Wind und müssen reffen. Die „Apollon“ läuft mit ihrer Länge einfach super mit einem Speed von 8-9 Knoten – in der Spitze bis zu 10 – Segelspass pur. Zum späten Nachmittag laufen wir in die Bucht Oromos Vathy auf Sifnos ein – gegen 17:00h fällt der Anker in der weitläufigen Bucht.

Sifnos / Oromos Vathy – Paros / Paroikia 37 sm

Tag 10 am 12 Juni, 2017

Auch heute soll der Meltimi mit 5-6 bf blasen – wir suchen uns Paroikia auf Paros als Ziel aus. Mit dem nordöstlichen Kurs fahren wir die ganze Zeit zwar hoch am Wind, können aber fast die gesamte Zeit „auf einer Backe“ fahren; zwischenzeitlich kommen Böen mit 7 – die Welle ist entsprechend, aber deutlich gerefft läst sich der Kurs gut fahren. Mit 2 Wenden kurz vor dem Ziel erreichen wir Paroikia gegen 15:00h. Viele Boote liegen hier in der Bucht vor Anker; da wir Wasser bunkern wollen und noch einkaufen müssen, geht es mit Buganker und Heckleinen an die Aussenpier. Bei dem Wind gibt es zwar viel Schwell, aber wir bleiben über die Nacht. Hafengebühr EUR 3,44 (!), Strom und Wasser EUR 5,00.

Paros / Paroikia – Paros / A. Ioannou 17 sm

Tag 11 am 13 Juni, 2017

Nach dem anstrengenden Tag von gestern wollen wir heute nur einen kurzen Schlag in eine nahegelegene Bucht vor Naousa machen. Wir fahren die Strecke überwiegend unter Segeln und lassen den Anker um 13:00h in der Bucht A. Ioannou nördlich vom Naousa fallen. Obwohl der Anker gut hält und wir sehr gut liegen, verlegen wir uns noch nach einer kurzen Diskussion mit einem unfreundlichen Nachbarn, der offenbar die halbe Bucht für sich beansprucht. Den Rest des Tages verbringen wir mit schwimmen und sonnen.

Paros / A. Ioannou – Syros O. Varis 25 sm

Tag 12 am 14 Juni, 2017

Der Meltimi hat nachgelassen; es ist heiss und es geht kaum ein Lüftchen. Wir fahren Richtung Norden unter Maschine – wo uns gestern noch meterhohe Wellen kräftig durchgeschaukelt haben, ist das Meer heute spiegelglatt. Wir laufen die Bucht Oromos Varis im Süden der Insel Syros an – hier waren wir auf dem Hinweg für einen kurzen Badestopp. Die kleine malerische Bucht mit einem schönen Sandstrand und dem türkisfarbenen, warmen Wasse gefällt uns gut – wir bleiben über Nacht.

Syros / O. Vati – Kythnos / O. Apokreiosis 37 sm

Tag 13 am 15 Juni, 2017

Der Törn neigt sich seinem Ende und wir müssen langsam zurück. Leider kein Wind, das Meer spiegelglatt und es ist sehr heiss. Wir motoren Richtung Insel Kythnos – bei der Umrundung der Südspitze sichten wir sie: eine große Delphinfamilie zieht gemächlich ihre Bahnen in geraumer Entfernung auf der Backbordseite an uns vorbei; immer wieder ein beeindruckendes Erlebnis! Zunächst steuern wir auf die sehr bekannte Doppelbucht an der Westküste von Kythnos (O. Kolona/Angali Phykiada) zu, entscheiden uns aber schnell anders. Dicht an dicht liegen die Boote bereits um kurz nach Mittag – das ist uns einfach zu voll und wenig einladend. Im östlichen Teil von O. Apokreiosis finden in der weitläufigen Bucht schnell einen schönen Ankerplatz direkt vor dem Sandstrand. Mit 3 weiteren Booten verteilt es sich hier sehr gut und ist weit stimmungsvoller als im Westteil gegenüber.

Kythnos / O. Apokreiosis – Lavrion 27 sm

Tag 14 am 16 Juni, 2017

Leider geht es heute zurück – um 10:30h geht der Anker auf. Der Wind weht aus Nord/NordOst, unser Kurs nach Lavrion liegt mit NordWest ideal – gut 20 sm fahren wir mit voller Besegelung. Die letzten 5 sm motoren wir und um 15:30h liegen wir fest bei Olympic Yachting. Die Bootsübergabe verläuft problemlos, es werden noch die Transfers für den nächsten Tag bestellt – ein wunderbarer, abwechslungsreicher Törn geht zu Ende.

Abschied

Tag 15 am 17 Juni, 2017

Wie am ersten Tag ist die Nacht leider sehr kurz - bis in den frühen Morgen laute Musik aus einer nahen Disko ...
Die Transfers zum Flughafen sind gebucht und geht es mit dem Flieger zurück. Es bleiben unvergessliche Eindrücke in einem tollen Segelrevier - wir kommen bestimmt wieder!

Skipper Michael