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Kurztörn - Kastela - Brac - Hvar

14 Juni, 2016
von Claus-Jürgen Starker
Kroatien-Nord, Kroatien
Hanse 415 | BJ 2013 -Valun

Kastela - Brac (Uv. Lucice)

Tag 1 am 26 Mai, 2016

Wir sind bereits am 25.5. abends angereist und durften auch schon auf unserer Hanse 415 schlafen. Obwohl es schon 21.30 war, hat noch eine Mitarbeiterin von AYC auf uns gewartet. In einem kleinen, einfachen Restaurant unmittelbar vor dem Marineeingang bekamen wir Gott sei Dank noch was zu essen. Einfach, aber sehr gut und extrem preisgünstig.
Am nächsten Vormittag übernahmen wir dann offiziell das Boot. Check In war problemlos. Ein luftschwaches Dinghi wurde anstandslos gegen ein Neues ersetzt. Gewöhnungsbedürftig war für mich, dass sämtliche Geräte (Log, Autopilot, Windmesser, GPS,..) im Rahmen eines einzigen Gerätes (GPS) vereint waren.
Zu Mittag ging es dann los und wir starteten Richtung Brac. Bei 12 kn Wind (Spitzen bei 17 kn) konnten wir auch gleich die Segel gut testen. Alles einwandfrei. Am Nachmittag genossen wir dann unser erstes Bad im 20 Grad "warmen" Meer in der Bucht Lucice, in der wir auch an einer Boje über Nacht blieben.

Uv. Lucice - Zlatni Rat - Vrboska

Tag 2 am 27 Mai, 2016

Den Vormittag genossen wir noch in der Bucht. Um 12.30 starteten wir Richtung Zlatni Rat, probierten aber vorher noch ca. 30 Minuten alle möglichen Manöver, damit alle ein gutes Gefühl für das Schiff bekommen.
Von Zlatni Rat hatten wir uns wirklich überhaupt nichts erwartet! Da es aber auf dem Weg nach Vrboska lag, machten wir einen kurzen Stop auf Anker. (Man will es halt mal gesehen haben ....) Es war dann aber richtig nett, mit einem Aperol-Spritz und dezenter Hintergrundmusik - direkt am Spitz des "Goldenen Horn" zu liegen und die Seele baumeln zu lassen. Ein Aperol Sprizt reicht - und so geht es nach kurzer Zeit weiter nach Vrboska. Ein verträumter ruhiger Ort. Wir passierten die Marina und legten an der Stadtmole an. Ein einziges Segelboot war da (wie wir feststellen sollten - ein "Partyboot" mit 10 extrem (und immer) durstigen - aber grundsätzlich netten - Seglern). Nach ca. 30 Minuten kam noch ein weiteres Boot mit 8 jüngeren Partypeople, die unmittelbar nach Ankunft eine wirklich große Disco-Musikbox, ein Minimischpult und ein Tablet an Deck aufbauten.
Vrboska ist ein netter kleiner Ort, mit einem Kanal - über den einige kleine alten Brücken führen - vom Meer quer durch den Ort, (Angeblich nennt man es auch "Kleinvenedig" - was etwas übertrieben scheint....) Nach einem sehr guten Essen (Muscheln Buzara, Oktopussalat, Peka-Fisch) schlenderten wir zu unserem Boot zurück und durften erkennen, dass sich Partyboot 1 und Partyboot 2 bereits verbrüdert haben. Die Musik war schon von weitem zu hören und einige wankten schon sehr gefährlich. Juhuu... Wir beschlossen uns nicht unterkriegen zu lassen und sie mit unserer guten Laune "zu erschlagen", was dazu führte, dass sie für uns auch einige Musik nach unserem Geschmack spielten, es manchmal wirklich lustig war die Partyszene zu beobachten, und sie "für uns" um 2.00 Uhr etwas leiser drehten, da wir ins Bett gehen.
So wurde aus einem idyllischen Ort mit nur drei Booten eine richtig lustige "Partynacht"

Vrboska - Luka Tiha

Tag 3 am 28 Mai, 2016

Am nächsten Tag flanierten wir noch gemütlich durch die Stadt und legten wieder gegen Mittag ab. Für die kommende Nacht war Wind bis 30 kn. angesagt und so suchten wir eine entsprechend gut geschützte Bucht.
Es führte uns nach Luka Tiha (kurz vor Stari Grad). Die Bucht sollte gut vor Südostwind schützen. Wir waren das einzige Boot!! Somit konnten wir uns auf die letzte Boje tief in die Bucht legen. Herrlich! Wir genossen den Nachmittag, machten eine kurze Wanderung an Land und genossen am Abend mariniertes Huhn in Zitronensauce von unserem Smutje Fritz. Danach packten wir auf gut Glück die Angeln aus und fingen doch tatsächlich 7 essbare mittelgroße Fische. (Die waren ganz wild auf Mais) Der Abend ging nett und ruhig zu Ende. Die Nacht war ruhig.

Luka Tiha - Hvar Stadt - Palmizana

Tag 4 am 29 Mai, 2016

Am vierten Tag genossen wir - wie üblich - den Vormittag in der Bucht und legten wieder gegen Mittag ab in Richtung Hvar Stadt. Wir wollten sehen, ob wir noch einen "sicheren und ruhigen" Anlegeplatz direkt an der Stadtmole ergattern.
Während wir in unserer Bucht bei rd. 6-8 kn Wind lagen blies es außerhalb schon ordentlich. Und so segelten wir bei rd. 24 kn nur mit gerefften Vorsegel und raumen Wind mit 6,5 - 7 kn und Welle von hinten Richtung Hvar Stadt. Nach halber Strecke bargen wir die Segel und bekamen dann bis zu 32 kn direkt auf die Nase.
In Hvar Stadt angekommen, bemerkten wir, dass zwar wenig Boot da sind, allerdings der Schwell durch den starken SO Wind meiner Meinung zu heftig war. Ich entschied daher die Übernachtung in Marina Palmizana. Dort angekommen grillte unsere Smutje die Fische vom Vortag (lecker) und anschließend fuhren wir (nach einem verdienten Nachmittagsschlaf) mit dem Taxiboot (100 kn pro Person hin/retour) nach Hvar Stadt.

Palmizana - Uvala Pribinja

Tag 5 am 30 Mai, 2016

Bis zum frühen Nachmittag blieben wir in Palmizana, wobei wir einen Spaziergang zu der gegenüberliegenden Bucht "Vinogradisce" machten. Eine herrliche Bucht mit türkisem Wasser und wirklich entzückenden Longue-Bars und Restaurants. Eigentlich wollten wir gar nicht mehr weg. Ich reservierte per Telefon eine Boje und einen Tisch in der Konoba Ringo in der Uvala Pribinja für die kommende Nacht. Danach machten wir uns langsam auf den Weg - schipperten durch die Buchten der Sv. Klement und machten natürlich auch noch in der Vinogradisce einen Kurzstop für eine kleine Jause (Käse, Oliven, ....)
Am Abend kamen wir in Pribinja an, wo wir bei Jure von der Konoba Ringo einen wirklich tollen Abend mit herrlichem Fisch (der Beste, den ich je gegessen habe) verbracht haben.

Pribinja - Milna - Split

Tag 6 am 31 Mai, 2016

Nach dem Frühstück ging es ab Richtung Milna zum Tanken. Da es Dienstag war, kamen wir sofort dran (Tankstop 15 Minuten - ein Traum) und fuhren weiter in die Bucht Uvala Stipanska auf Brac, wo wir noch einen Badestop machten und unser Smutje die restlichen Küchenvorräte zu einem herrlichen Mittagessen verarbeitete. Um 15.00 Uhr ging es dann weiter bei 12 kn Wind konnten wir die letzten Seemeilen auch noch gemütlich unter Segel zurücklegen.
Der Check Out verlief professionell, schnell und reibungslos. Goran der Basemanager zeigte uns auch noch einige andere Boote, u.a. einen Katamaran, was die Lust auf ein Skippertraining mit so einem Gefährt schürte.
Im Marinarestaurant ließen wir unseren Segelurlaub offiziell ausklingen und starteten dann unsere Heimreise.
Es war wieder mal ein super Segeltörn, mit einer ganz tollen Crew!!