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Kroatien 2018 Sommertörn 7.7.-14.7.18; Sun Odyssey 439

20 Sept., 2018
von Uwe Vahl
Kroatien-Nord, Kroatien
Sun Odyssey 439- BJ 12

Tag 1 am 7 Juli, 2018

Abflug Zadar fast pünktlich 7:00 Uhr. Flugzeit 1h 10 Minuten! Ruckzuck ist man da. Taxi zum Hafen Sukosan 250 Kuna. Die Rückfahrt kommenden Samstag wird auch gleich reserviert. Kurze Kontaktaufnahme bei dem Vercharterer Reful. Um 14 Uhr sollen wir wieder vorbeischauen. Dann weiter mit dem Taxi in die Altstadt von Zadar zum Frühstücken und akklimatisieren. Wir waren fast pünktlich zurück und unsere Sonata war für die Übernahme bereit. Diese ging auch zügig und unkompliziert über die Bühne und los ging´s. Gleich mal mit dem Kiel in der gegenüberliegenden Mooring hängen geblieben (das ist aber auch eng da). Ein bisschen hin und her und dank Bugstrahlruder waren wir schnell wieder frei. Vor Sukosan Maschine aus und erst mal ein Bad zum Abkühlen. Dann mal die Segel raus und schauen ob wirklich alles funktioniert. Tat es! Zurück in den Hafen, ein bisschen rumrangieren und dann fertig machen zum Fussball gucken. WM Viertelfinale Russland – Kroatien in Kroatien! Bei Grillteller, Bier und Sliwowitz ein schöner Abend. Kroatien gewinnt 3:2 im Elfmeterschießen, alle glücklich.

Tag 2 am 8 Juli, 2018

Bier und Sliwowitz haben ihre Spuren hinterlassen. Ein Crewmitglied schafft den Übergang vom Boot zum Steg nicht und schlägt sich das Knie auf. Dann läuft alles planmäßig. 8 Uhr aufstehen, 9 Uhr Frühstück, 10 Uhr Abfahrt. Raus aus dem Hafen, kein Wind. Motor bleibt an. Ein paar sm haben wir bis zum Ziel, Konoba Matteo auf Kaprije, Kurs 135°. Gegen Mittag passieren wir die Südspitze von Pasman und ankern. Wasser ist doch kälter als erwartet. Anschließend geht´s weiter unter Segel. Wind hat doch zweistellige Werte erreicht. Gegen 16 Uhr erreichen wir unser Ziel und bekommen die letzte Boje! Beim Boje angeln bricht und der Kopf vom Bootshaken ab, Plastikmüll (Preis 15€ bei der Rückgabe). Dann Bojenbier und klar machen für den Landgang. Die Dingis werden auch immer kleiner. Knapp über der Wasserkante powern wir mit unserem 2,5PS Suzuki Richtung Konoba. Von dort aus haben wir einen traumhaften Blick auf die Bucht mit unserer Sonata. Ich nehm dann mal wieder einen Grillteller. Preis/Leistung stimmt.

Tag 3 am 9 Juli, 2018

Nachdem wir gestern relativ viel unter Motor unterwegs waren wollten wir heute mal mehr segeln. Ziel sollte am Abend der Hafen von Zlarin sein. 10 Uhr ging´s los. Zuerst noch die Bojenbucht im Süden von Zirje als möglicher späterer Liegeplatz begutachtet, dann wurden die Segel gesetzt, Kurs West Richtung Italien. Eigentlich wollten wir die Insel Zirje im Norden runden, aber wir kamen nicht richtig voran. Zum Mittag haben wir es dann mit „beilegen“ versucht, hat aber nicht geklappt. Wahrscheinlich zu wenig Wind und zu viel Strömung? Einfach treiben lassen ging auch. Danach ging es dann quasi auf dem gleichen Weg zurück, vorbei an Kaprije an die Mole in Zlarin. Dort war noch überraschend viel Platz. Der mürrischen Marinero kam mir gleich bekannt vor, aber er hat´s ja auch nicht leicht. Hafenkino, Anlegebier, ein bisschen die Füße vertreten. 390 Kuna, Strom/Wasser ja, Sanitäranlagen nein. An der Mole gab es die Visitenkarte vom Restaurant „Ivana“. Dort haben wir dann auch den Abend verbracht. Fischplatte, alles okay.

Tag 4 am 10 Juli, 2018

Weiter geht´s. Der Rhythmus spielt sich ein: 8 Uhr aufstehen, 9 Uhr Frühstück (mit frischem Brot), 10 Uhr Abfahrt. Sieht wieder nicht nach viel Wind aus. Wir fahren zur benachbarten Insel Prvic und schauen uns dort den Hafen an. Sehr schön gelegen. Direkt am Eingang eine Mole mit Anlegemöglichkeit an Mooring und einige Bojen direkt im Hafenbecken. Die Fähren und Passagierschiffe fahren nur bis zur Mole und nicht in den Hafen. Hier planen wir die nächste Nacht zu verbringen. Wind ist immer noch keiner zu spüren, außer Fahrtwind. Wir motoren links um die Insel herum, schauen uns Vodice von weitem aus und setzen die Segel als wir die Landabdeckung verlassen haben. Es passiert aber nicht viel. Wir dümpeln eine ganze Weile herum um steuern dann eine Badebucht bei Kaprije an. Nach einem Bad und einem Häppchen zum Mittag ging es dann wieder unter Motor Richtung Hafen Prvic. Vor 16 Uhr erreichen wir den Hafen und bekommen den letzten Platz an der Mole. Auch die Bojen sind schon alle belegt. Keine Hilfe beim Anlegen. Der Marinero kommt erst als wir fest sind. Auch gut. 390 Kuna, Strom/Wasser ja, zwei Klos und eine Dusche auf der Mole. Den Schlüssel bekommen wir vom Marinero. Überraschend sauber. Dann ab ins Städtchen und einen Platz vorm Fernseher reservieren. WM Halbfinale Belgien – Frankreich. Wir entscheiden uns für die Pizzeria Nanini mit sensationellem Blick auf den Hafen. Die Pizza ist auch kein Schnäppchen, aber der Ausblick unbezahlbar. Ein paar Franzosen haben was zu feiern, sie sind im Finale (1:0).

Tag 5 am 11 Juli, 2018

6:00 es regnet, gibt´s doch gar nicht. Nochmal alle Luken kontrolliert, weiterschlafen.
7:00 ein Krach auf der Mole. Alle Mülltonnen von der Insel? Werden ausgetauscht. Leere gegen volle. Aber es regnet nicht mehr. Wind ist auch keiner. Heute zweites Halfinale, Kroatien – Russland, da wollten wir mal mittendrin sein. Wir entscheiden uns für Murter. 100% unter Motor kommen wir um 15:30 Uhr in der Marina Hramina an und bekommen mal nicht den letzten freien Platz. Der Hafen hat alles, schöne saubere Sanitäranlagen, einen kleinen Lebensmittelladen und wahrscheinlich hätten wir unser Boot dort auch komplett überholen lassen können. Schön ist anders. Wir sind dann raus ins Städtchen um uns einen Überblick zu verschaffen. Alles war natürlich in rot weiß kariert dekoriert und man spürte schon eine gewisse Anspannung. Okay, ich wollte ja hier einen Segelreisebericht schreiben, aber diesen Halbfinalabend werde ich nicht vergessen. Kroatien gewinnt im Elfmeterschießen 4:3 und ist damit auch im Finale.

Tag 6 am 12 Juli, 2018

Wieder kein Wind. Wir mussten jetzt langsam an den Heimweg denken und haben uns für den Abend die Bojenbucht Ladin auf Pasman ausgeguckt. Das waren ca. 14sm, also gut machbar. Wir haben die Segel zwischendurch auch mal rausgeholt, aber der Anblick von schlaff da hängenden Segeln macht nicht glücklich. Wir haben dann einen längeren Badestopp vor Otok Gangao eingelegt und sind dann später zum geplanten Ziel gemotort. Eine große Bucht mit ca. 30 Bojen. Es war so windstill das die Boote unkalkulierbar schwojten. Aber nix passiert. Zum Abend gab es dann Restessen.

Tag 7 am 13 Juli, 2018

Nach dem Aufwache direkt vom Boot ins Wasser, herrlich. Wieder kein Wind. Nach dem Frühstück tuckern wir dann los Richtung Heimathafen Sukosan. Gegenüber von Biograd gehen wir nochmal vor Anker. Ein letztes Bad. Als Vesper gab´s dann die Reste von den Resten. Die Reste bekamen dann die Fische. Dann heißt es Anker auf für die letzte Etappe. Und, oh Wunder, es kommt noch einmal Wind auf und wir können die Segel setzten. Wir kreuzen solange Richtung Sukosan, wie es die Zeit erlaubt, holen dann die Segel ein und tuckern zur Tankstelle. Und wieder ein Wunder, Freitagnachmittag und ein Platz an der Tanke frei. Am Steg werden wir bereits erwartet. Die Übergabe ist wieder schnell und unkompliziert. Das war´s.

Fazit:

Tag 8 am 14 Juli, 2018

Kroatien war wieder wunderbar. Wetter und Örtlichkeiten traumhaft. Von den Restaurants und dem Servierten wurden wir nie enttäuscht. Wassertemperatur hätte etwas höher sein können. Wer mehr segeln will sollte dies lieber zu einer anderen Zeit tun. Fische gab es kaum zu sehen, so wenig wie noch nie! Die Leute machten zum allergrößten Teil einen glücklichen und zufriedenen Eindruck (kann natürlich an der überraschenden Platzierung der Kroaten bei der Fussball WM gelegen haben). Es wird immer voller und es war noch nicht mal Hauptsaison (NRW, BW uns Bayern hatten noch keine Ferien). Preis/Leistung finde ich noch in Ordnung.