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Kos im Oktober 2011

5 Dez., 2012
von Knut Scherer
Ägäis, Griechenland
Sun Odyssey 32

Ankunft

Tag 1 am 8 Okt., 2011

Anflug mit Ryanair von Hahn nach Kos. Ziemlich lange Anfahrt vom Flughafen zur Marina, aber sehr günstig mit dem Bus. Boot bei Athenian übernommen. War wohl eine Eigneryacht, die wie sich später herausstellt nicht besonders in Schuss war. Wir liessen das Boot einmal nachreinigen. Trotzdem war die Sauberkeit immer noch grenzwertig.
Aber das ganze Hafenpersonal war sehr freundlich, die sanitären Anlagen sehr gepflegt.
Die Einweisung in das Boot musste ich dann beim Erklären des Einleinenreffs (das sich später beim Segeln als Zweileinenreff herausstellte) abbrechen, da unser gegenseitig gesprochenes (gebrochenes) Englisch nicht als verständlich herausstellte.
Danach noch in den nahen Märkten Proviant eingekauft. Wir mussten uns darauf einstellen, dass es keine Preisschilder und auch keine Quittungen gibt. Übrigens auch nicht bei den sich anschließenden Restaurantbesuchen. Bezahlen mit Karte kann man ganz vergessen. Wird einfach nicht angenommen.

Hafentag

Tag 2 am 9 Okt., 2011

Wind bis 50 Knoten, Auslaufen nicht möglich. Also ab in die Altstadt und das lohnt sich. Schöne Restaurants, gute Einkaufsmöglichkeiten, Bars mit Live-Musik.

Hafentag

Tag 3 am 10 Okt., 2011

Immer noch heftiger Wind mit Regenschauer durchsetzt. Für eine Stunde flaut der Wind kurz ab, wenige Boote nutzen die Gelegenheit um auszulaufen. (Später erfahren wir von einer anderen Crew,dass es ausserhalb des Hafens moderater war). Wieder Sturmstärke, wieder in die Altstadt.

Endlich Segeln

Tag 4 am 11 Okt., 2011

Wind hat nachgelassen. Also den Hafenmeister über Funk informiert, dass wir rauswollen. Kurz später ist er mit dem Schlauchboot da und begleitet uns aus dem Hafen. Wunderschöner Blick auf die griechischen Inseln und das nahe türkische Ufer.
Beim Setzen des Gross stellt sich heraus, dass die Reffleinen alle "verknoddelt" sind. Was eine längere "Entflechtung" erfordert. Dass das Log und die Tankanzeige nicht funktionieren, wird dann hingenommen. Aber dann geht es los Richtung Lakki. Im Windschatten von Kalymnos. Erst bei der Passage zwischen den beiden Inseln kommt stärkerer Wind auf mit einem kurzen Regenschauer. Auf der Westseite der Inseln empfängt uns ein Seegang mit Wellen über 2 m Höhe. Dazu müssen wir nach Lakki kreuzen. Mit dem relativ kleinen Boot nicht unbedingt ein Spaß. Da die Zeit knapp wird, motoren wir die letzten 10 sm bis nach Lakki. Festmachen tun wir in der Marina. Sehr nettes Personal, aber die Anlage ist noch sehr provisorisch eingerichtet. Ca. 15 Minuten Fussweg nach Lakki-Stadt entlang der Strasse. (Vorsicht: Die Autofahrer nehmen überhaupt keine Rücksicht). Die Stadt ist eine Enttäuschung. Es lohnt sich nicht.

So stellt man sich Griechenland vor

Tag 5 am 12 Okt., 2011

In aller Herrgottsfrüh legen wir ab. Auf nach Lipsi! Wind und Seegang moderat. Herrliches Wetter, wunderschöne Aussicht. Und eine herrliche Bucht, in die wir einlaufen. Wir machen am ersten Steg längsseits fest, knapp vor dem eigentlichen Hafen. An der Hafenmole kann man nur römisch-katholisch festmachen, was bei dem dort einfallenden Wind zu teilweise kuriosen Anlegemanöver führt. (welche aber sehr effektiv waren!). Am Steg werden wir sofort von einem Restaurantbesitzer empfangen, der uns sofort seine Speisekarte überreicht. Es gibt aber keine sanitäre Anlagen. Auf jeden Fall war Lipsi allein schon die Reise wert. Übrigens haben wir keine Liegegebühren bezahlt.

Auf nach Kalymnos

Tag 6 am 13 Okt., 2011

Morgens los von Lipsi. Segel gesetzt, wir verdrücken uns wieder auf die Ostseite der Inseln mit Kurs auf Kalymnos-Hafen. Am Ende schläft der Wind ein, und die letzten Seemeilen motoren wir. Aber immer die schnellen Fähren im Auge. Eine Rundfahrt im Hafen zeigt, dass nur noch Platz direkt am Haupthafenpier frei ist. Anker raus und rückwärts anlegen. Hilfsbereite Menschen zum Übernehmen der Leinen sind da. Zwar gibt es Entnahmestellen für Wasser und Strom, aber dazu muss man eine Handynummer anrufen. Es nimmt keiner ab. Was soll´s, dafür werden auch keine Liegegebühren erhoben. War Lipsi schon einzigartig, so ist Kalymnos es auch. Nur anders, städtischer und unbedingt empfehlenswert.

Und zurück

Tag 7 am 14 Okt., 2011

Auf geht´s nach Kos. So gut wie kein Wind. Wir müssen einige Strecken motoren. Die Inseln sind einfach sehenswert. Wir steuern direkt die Tankstelle südlich der Marina an. Und siehe da: Der Verbrach lag bei knapp einem Liter pro Stunde.
Danach melden wir uns per Funk beim Hafenmeister an. Dieser empfängt uns kurz danach am Hafeneingang und weist uns unseren Liegeplatz zu. Dort stehen schon die Jungs bereit, um die Leinen anzunehmen. Der Taucher kommt, das Boot wird abgenommen, Kaution zurückgegeben, ab in die Altstadt.

nach Hause

Tag 8 am 15 Okt., 2011

Athenian hat uns tagszuvor ein Taxi bestellt, welches auch pünktlich da ist. Kostet zwar 30 €, war es aber wert.
Durch den Streik der griechischen Fluglotsen kam es leider zu extremen Verzögerungen am Flughafen, und das war grenzwertig. Wir hatten in dem Sinne Glück, dass unser Flug überhaupt stattfand, manche Flüge wurden einfach gecancelt.
Fazit: Trotz des Sturms zu Beginn, war der Törn gelungen. Kos-Marina überzeugt. Nur beim nächsten Mal werden wir entschiedener auf die Mängel der Yacht achten und fordern, dass diese zeitnah beseitigt werden. (Wobei ich sicher bin, dass dies mehr darin begründet war, dass es eine angemietete private Yacht war - trotzdem darf es nicht vorkommen)