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Karibik Törn 2013/14

2 Juni, 2014
von Peter Veit
Windward Islands, Karibik
Jeanneau 53

Die Törn- Charterunterlagen sind zusammengestellt, die Post und Zeitung abbestellt, die Taschen nahezu fertiggepackt und die Spannung steigt so langsam zu ihrem Höhepunkt.

Die gesamte Crew fiebert diesem Törn entgegen.

Samstag, 21. Dezember 2013

Tag 1 am 21 Dez., 2013

Nach ausgiebigem Frühstück sind wir in die Marina LeMarin gefahren, haben die Einkäufe erledigt, das Boot übernommen und sind abends lecker zum Essen gegangen. An "unserer" Helia IV, eine Jeanneau 53, wurde noch kräftig repariert, ein neuer Genua-Furler eingebaut und an der Motorsteuer etwas repariert.

Sonntag, 22. Dezember 2013

Tag 2 am 22 Dez., 2013

Nachdem wir in das Boot eingewiesen wurden, sind wir um 11:30 Uhr aus LeMarin ausgelaufen. Mit NE, 4-5 in Böen 6 bft haben wir die Richtung zur Rodnay Bay auf St. Lucia eingeschlagen. Zusammen mit der Atlantikdünung zwischen Martinique und St. Lucia war das eine Rauschefahrt vom Feinsten. Leider haben wir in der Rodnay Bay nur kurz zum Einklarieren an einem Steg anlegen können. Denn alle Plätze waren für die ARC-Teilnehmer reserviert. Somit haben wir in die Lagune an eine Boje festgemacht. Dafür war es in der Lagune sehr ruhig.

Montag, 23. Deztember 2013

Tag 3 am 23 Dez., 2013

Nachdem wir noch die letzen Reste eingekauft hatten und uns mit EC$ eingedeckt hatten, haben wir die noch überfällige Sicherheitseinweisung durchgeführt. Vor der Rodnay Bay haben wir noch einen ersten Badestopp eingelegt, bevor es in Richtung Soufriere weiterging. Zuerst hatten wir noch einen kräftigen NE mit bis zu 5 bft. Gegen später drehte der Wind in Richtung E und SE der immer weiter abnahm und letztendlich ganz einschlief, so das wir die letzten 6 Seemeilen unter Maschine zurücklegen mussten. Bereits ca. 6 sm. vor Soufriere wurden wir von "Francis" abgefangen. Er begleitete uns zu einer Boje, genau dort wo wir hinwollten. Nachdem die Boje für unser Boot gut geeignet ist und wir mit Francis den Ausflug an den Vulkan und das Dinner am Heiligen Abend am Strand besprochen hatten war die Welt für uns alle in Ordnung. Es folgte ein sehr schöner Abend an Bord mit einem herrlichen Ausblick auf den Sternenhimmel. Auch der Blick auf das beleuchtete Soufriere begeistert immer wieder.

Dienstag, 24. Dezember 2013

Tag 4 am 24 Dez., 2013

Heute haben wir eine Pause vom Segeln und wollen den Tag in Soufriere verbringen. Nach einer regenreichen Nacht wurde die Crew zum Ausflug an den Vulkan pünktlich um 10 Uhr von Francis abgeholt. Es wurde auch der heiße Wasserfall und der botanische Gqrten besucht. Und jetzt freuen sich alle auf das BBQ am Strand.

Gegen 15Uhr waren alle wieder an Bord. Um16 Uhr zog ein Unwetter auf, das uns noch die ganze Nacht begleitete. Auch unser BBG am Strand fiel buchstäblich ins Wasser. Aber Francis hatte alles im Griff. Er brachte das gesamte Buffet in seinem Wassertaxi zu uns aufs Boot. Das waren leckere Salate, karibisches Gemüse und einen sehr gut zubereiteten Thunfisch mit einer scharfen kreolischen Soße. Ich glaube dieses Weihnachtsessen wird keiner von uns vergessen. Mit Francis war es sehr lustig, auch wenn er unserem weißen Rum sehr angetan war. Der dann am Ende leer war.

Mittwoch, 25. Dezember 2013

Tag 5 am 25 Dez., 2013

Heute haben wir eine Strecke von ca. 40 sm vor uns um zu Rosi auf St. Vincent zu kommen. Zuerst hatten wir im Lee der Pitons umlaufende Winde, die sich zunehmend zu einem kräftigen Ost entwickelten. Bald mussten wir die Segelfläche reduzieren. Als wir das freie Wasser zwischen den Inseln erreichten nahm der Wind bis auf 9 bft zu. Die Welle von 3m bis tlw. 4m machte das Segeln sehr anspruchsvoll. Aber wir hatten gut gerefft und die Jeanneau 53 machte sich sehr gut, sie lagt bei diesem starken Wind sehr gut auf dem Ruder. Als wir im Lee von St. Vincent ankamen, konnten wir die Genua ganz ausreffen und das Groß auf 50%. Somit konnten wir mit der achterlichen Welle unser Boot mit einer max. Speed von 14 Knoten über Grund durch die Wellen jagen. In St. Vincent angekommen, erzählte uns Orlando (Rosi's Ehemann) von dem Unwetter auf der Insel, bei dem 11 Menschen ums Leben kamen. Abends haben wir es uns in Rosi's Rock Side Café wieder einmal in gewohnter Weise gutgehen lassen. Erst gegen 23 Uhr kamen wir wieder auf unser Boot zurück.

Donnerstag, 26. Dezember 2013

Tag 6 am 26 Dez., 2013

Irgendwie hat der letzte Tag seinen Tribut von der Crew verlangt. Alle waren von der langen Überfahrt, dem starken Wind und dem langen Abend bei Rosi geschafft. Somit beschloss der Skipper die Überfahrt nach Bequia erstmal langsam angehen zu lassen und unter Motor zu machen. Auch heute hatten wir zwischen den Inseln Ostwind mit bis zu 7 bft und einer unangenehmen Welle von der Seite. Kurz vor 13 Uhr lagen wir in der Admiralty Bay an der Boje. Jetzt war erst einmal ausruhen und ausschlafen angesagt.

Freitag, 27. Dezember 2013

Tag 7 am 27 Dez., 2013

Heute war Landtag auf Bequia angesagt, Wasser bunkern und die leere Gasflasche füllen lassen. Bei dem Einkaufsbummel haben wir unseren Skipper Klaus von unserem Karibiktörn 2012/2013 getroffen.

Samstag, 28. Dezember 2013

Tag 8 am 28 Dez., 2013

Endlich können wir die Tobago Cays ansteuern. Der Ostwind mit 5-6 bft schob uns in weniger als 4 Std. In die Cays. Da wir früh am Tag hier waren, haben wir eine Boje direkt Schildkrötenstrand bekommen. Auch das Wetter spielte mit. Jeder an Bord war von der Farbenpracht überwältigt. Beim Schnorcheln haben wir Schildkröten, Rochen und jede Menge Fische beobachten könne. Gesättigt von den Eindücken war frühe Bettruhe angesagt.

Sonntag, 29. Dezember 2013

Tag 9 am 29 Dez., 2013

Schon vor dem Frühstück schnorchelten faste alle der Crew, oder besuchten mit dem Dingy den benachbarten Sandstrand. Nach dem Frühstück mussten wir die Cays leider wieder verlassen. Von jetzt an müssen wir leider wieder den Rückweg antreten. Der Wind ist immer noch der Gleiche, Ost/Nordostwind mit bis zu 7 bft. Aber jetzt müssen wir gegenan. D.h. ordentlich reffen und mit Welle bis zu 3m. Das ist knackiges Segeln. Kurz vor der Dämmerung gingen wir in der Bucht Buccament auf St. Vincent vor Anker.

Montag, 30. Dezember 2013

Tag 10 am 30 Dez., 2013

Unter Motor sind wir nach Chateaubelair zum Ausklarieren und haben unsere Fahrt nach dem Frühstück fortgesetzt. Heute wollen wir in die Marigot Bay, d.h. in der Summe müssen wir 54 Seemeilen zurücklegen. Auch heute haben wir Nordostwind mit 5-6 bft, in Böjen 7 bft, und wieder Welle bis zu 3m. So langsam gewöhnt sich die Crew an den starken Wind. Und immer wieder Regenschauer. Auch in der Marigot Bay haben wir wieder eine gute Boje ergattert.

Dienstag, 31. Dezember 2013

Tag 11 am 31 Dez., 2013

Den letzten Tag im Jahr haben wir mit Landgängen verbracht. Am Abend sind wir in das Doolittle gegangen und haben dort das Silvestermenue genossen. Verkürzt wurde der Abend durch eine Einlage von Limbotänzern die auch eine beeindruckende Feuerschluckerschau dargeboten haben. Um Mitternacht gab es ein Feuerwerk vom Doolittle und ein Feuerwerk von der Hurrikan Bar. Ein Feuerwerk mit Palmen als Kontrast hat etwas. Anschließend wurde mit karibischer Musik getanzt. Gegen 2 Uhr sind wir alle müde ins Bett gefallen. Nur gut, dass für den morgigen Tag nur 10 Seemeilen geplant sind.

Mittwoch, 1. Januar 2013

Tag 12 am 1 Jan., 2014

Eigentlich war für heute eine gemütliche Fahrt im Lee von St. Lucia zur Rodney Bay geplant. Es wurde daraus eine stramme Kreuz mit 6 bft, in den Böjen wieder 7 bft, gut gerefft von 17 sm. In der Rodney Bay haben wir an einem Steg angelegt, und jedes Crewmitglied war froh wieder einmal ein paar Schritte zu gehen und vor allem wieder eine richtige Dusche zu genießen. Die Atmosphäre in der Rodney Bay ist eine besondere; es sind die ARC Teilnehmer die schönen und interessanten Boote und auch das Flair, das diese Marina ausströmt. Schön ist auch der Anblick der weihnachtlich geschmückten Boote, manche haben sogar einen beleuchteten Weihnachtsbaum auf dem Cockpittisch stehen. Oder andere haben das Rigg so mit Lichterketten ausgestattet, das das gesamte Boot wie ein beleuchteter Weihnachtsbaum aussieht.

Donnerstag, 2. Januar 2014

Tag 13 am 2 Jan., 2014

Letzte Etappe zurück nach Martinique, ca. 28 Seemeilen, wir wollen nach Grande-Anse. Beim Bezahlen der Liegeplatzgebühr habe ich mir den Wetterbericht geben lasen, der etwas weniger Wind versprach. Aber es blieb beim Versprechen. Auch heute haben wir wieder einen NE-E mit bis zu 7 bft und Welle bis zu 3m. Die Strecke bis Grande-Anse haben wir in nicht ganz 4 Std. gesegelt. Im Lee von Martinique haben wir uns zum Ausreffen der Großsegels verleiten lassen, wofür wir prompt bestraft wurden. Kaum hatten wir das Groß wieder auf 60% gerefft hat uns eine Fallböe voll erwischt. Das Ergebnis war ein klassischer Sonnenschuss. In der Bucht Grande-Anse haben wir eine freie Boje bekommen, danach war Schnorcheln und Schwimmen angesagt. Den Abend haben wir dann mit einem leckeren Essen an Bord ausklingen zu lassen.

Freitag, 3. Januar 2014

Tag 14 am 3 Jan., 2014

Heute müssen wir zurück in die Ausgangsmarina LeMarin, das sind ca. 17 Seemeilen. Der Wetterbericht versprach etwas weniger Wind, was dem auch so war, aber durch die Fallböen wieder aufgehoben wurde. Den Wind bekamen wir genau auf die Nase, was dazu führte, dass aus den 17 Seemeilen 27 Seemeilen wurden. Das war eine schöne Abschlußkreuz. Nach dem Auftanken haben wir unserer Liegeplatz bei Star Voyage aufgesucht. Beim Einklarien haben wir unseren Skipper aus dem letztjährigen Törn wieder getroffen. Abends sind wir wieder in die legendäre Mango Bay eingelaufen.

Samstag, 4. Januar 2014

Tag 15 am 4 Jan., 2014

Heute geben wir das Boot zurück und anschließend fahren wir mit dem Kleinbus nach Sainte-Marie in ein ganz tolles Restaurant an der Atlantikküste von Martinique. Dieses Restaurant haben wir letztes Jahr entdeckt und waren sofort begeistert, sowohl von dem herrlichen Essen wie auch von dem fantastischen Blick auf den Atlantik.