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Guadeloupe Weihnachten/Neujahr 2015/16

23 Feb., 2016
von Peter Veit
Leeward Islands
Lagoon 380

Ein wunderschöner Törn

Einchecken

Tag 1 am 26 Dez., 2015

Nach einem ausgiebigen Erholungstag in unserem schönen Ferienhaus haben wir unser Boot übernommen. Eine Lagoon 380 mit viel Platz für alle. Nachdem sich jeder auf dem Boot eingerichtet hatte, der Skipper die unumgängliche Sicherheitseinweisung durchgeführt hat, ist die gesamte Crew in ein nettes Restaurant an der Marina zum Essen gegangen. Es war doch ein langer Tag und die gesamte Crew hat eine frühe Nachtruhe vorgezogen um für den Start des Segeltörns am nächsten Tag fit zu sein.

Eingewöhnen

Tag 2 am 27 Dez., 2015

Auslaufen am frühen Nachmittag. Auch Pointe-a-Pitre ist eine spannende Ausfahrt mit einigen Untiefen. Für heute ist nur ein kleiner Schlag vorgesehen, zur Ilet du Gosier. Natürlich kam der Wind mit 4-7 bft genau von vorne. Aufgrund der fortgeschrittenen Zeit fuhren wir die 3 sm unter Maschine und ankerten auf 3m Wassertiefe mit gut haltendem Grund. Ein schöner Ankerplatz, auf der Meerseite das rauschende Riff und auf der Landseite der belebte Ort Le Gosier.

Iles de Saintes

Tag 3 am 28 Dez., 2015

Letzte Nacht hat der Anker super gehalten und es war eine ruhige Nacht obwohl einige Schauerböen durchgezogen sind. Um 9:15 ging der Anker auf und wir sind mit dem ersten Reff im Groß und 75% Genua auf den Kurs 212 Grad gesegelt. Auf dem Weg zur Iles de Saintes hatten wir bis zu 6 bft aus EES. Reff 2, Genua raus, Reff 1 und dann das Groß wieder voll, ein super Einstieg wieder in schönstes Segeln. Am frühen Nachmittag haben wir in der Bucht vor Terre-de-Haut noch eine Boje ergattert.

Der kleiner Ort auf Iles de Saintes hat es uns allen sehr angetan. Nachdem wir uns ausklariert hatten, haben wir uns in diesen sehr schönen beschaulichen Ort umgeschaut und sind in einem kleinen uns süßem Restaurant direkt Meer zum Essen gegangen.

Dominica

Tag 4 am 29 Dez., 2015

Nach der ruhigen Nacht an der Boje gingen gegen 9:30 Uhr die Segel hoch und der Kurs wurde mit 153 Grad in Richtung Dominica abgesteckt. Der Schlag nach Dominica war sehr sportlich, mit bis zu 30 Knoten Wind aus Ost und einer bis zu 3 m hohen Welle verlangte von unserem Katamaran einiges ab. In der Prince Rubert Bay vor Portsmouth wurden wir von "Lawrence of Arabia" empfangen und zu einer guten Boje geführt. Er fuhr uns auch zum Einklarieren. Mit Lawrence haben wir dann gleich den Ausflug zum Indian River für den nächsten Tag geklärt.

Indian River

Tag 5 am 30 Dez., 2015

6 Uhr Aufstehen, jeder eine Tasse Kaffee und schon war kurz nach 7 Uhr Lawrence mit seinem Wassertaxi an unserem Kat um uns zum Ausflug in den Indian River abzuholen. Lawrence selbst hat uns den Indian River hinaufgerudert. Vorbei an dem Seitenarm in dem noch die Requisite des Film "Fluch der Karibik Teil 2" stand. Sehr interessant waren die Mangroven mit ihren imposanten Wasserwurzeln. Am Ende der Tour war eine kleine Dschungelbar, die zum Glück noch geschlossen war. Denn morgens um 1/2 9 Uhr einen Rum zu trinken würden den Tag doch etwas schnell verkürzen :-)
Gesehen haben wir Landkrappen, rote Krappen, Sunpiper, Pink Ginger, Zuckerrohr, Bananenbäume, und viele weitere Vögel und Pflanzen deren Namen wir uns nicht merken konnten. Dieser Ausflug wird uns sehr lange in Erinnerung bleiben. Die Fauna und Flora des Indian River hat uns alle begeistert.

Nachtrag -- Chez Felix:
Am Abend sind wir in das Strandrestaurant PTutles zum Essen gegangen. Dort bekamen wir ein ganz hervorragendes karibisches Menü. Anschließend haben wir uns bei Felix's Bar seinen berühmten Punsch gegönnt. Was gibt es schöneres als mit einem genialem Punsch in der Hand in einem Stuhl einen Meter vom Wasser entfernt auf die mit Segelbooten gefüllte Bucht zu schauen. Und das bei sternenklarem Himmel. Kann das Leben schön sein!!!

Zurück nach Iles de Saintes

Tag 6 am 31 Dez., 2015

Am letzten Tag des Jahres hatten wir wieder einen wunderschönen Segeltag. Wir haben um 9:20 Uhr von der Boje in der Prince Rubert Bay (Dominica) abgelegt und der Anker fiel in der kleinen Bucht Anse Galet (Lles de Saintes) um ca. 13 Uhr. Dazwischen lagen 23 Seemeilen sportliches Segeln mit Wind von querab bis leicht vorlich von 4-5 Bft in Böen bis 6 bft. Unser Katamaran im 2. Reff und voller Genua lief bis zu 10 Knoten Geschwindigkeit. Nur gelegentlich warfen uns die seitliche Wellen mit ca. 2 m ordentlich Gischt auf das Boot und die Crew. Und das alles bei Sonne und um die 28 Grad Lufttemperatur.
Für den Silvesterabend haben wir in einem netten Restaurant direkt am Wasser reserviert. Auch gibt es ein kleines Programm auf dem Dorfplatz mit Artisten, Live-Musik und später ein Feuerwerk.

Silvester/Neujahr

Tag 7 am 1 Jan., 2016

Zum Jahreswechsel haben wir eine Flasche Champus gekauft und sind mit dem Dingy zurück zum Boot. Auch hier in Iles de Saintes gab es ein schönes Feuerwerk. Mit der Musik vom Land ging es in die Nachtruhe. Morgens haben wir am Ferrydock Wasser gebunkert und dann ging es mit halben Wind, tlw. mit Böen bis 6 bft, in herrlichster Rauschefahrt, Sonnenschein und wenig Welle in Richtung Norden an der Westküste Guadeloupes vorbei bis zur Insel Pigeon. In der gegenüberliegenden Bucht haben wir bei 8 m Wassertefe geankert. Unser Ankerplatz lag genau in östlicher Richtung von Pigeon, so dass wir einen super Sonnenuntergang über/hinter dieser Insel beobachten konnten. Mit Selbergekochtem haben wir diesen herrlichen Tag beendet.

Cousteau Underwater Park

Tag 8 am 2 Jan., 2016

Nach dem Frühstück ist ein Teil der Crew mit dem Dingy zur 1/2 Seemeile entfernten Insel Pigeon gefahren. Pigeon ist ein Teil des Cousteau Underwater Park. Dort zu Schnorcheln ist ein besonderes Erlebnis. Zum Glück waren wir zeitig dort. Denn als die Touristen in Scharen kamen, waren wir schon wieder auf dem Rückweg zum Boot. Nach einer kleinen Pause haben wir gegen 12 Uhr den Anker gelichtet und sind nach Deshaies gesegelt. Unterwegs sind wir einem sehr schönen alten Segelschoner begegnet, den wir schon auf Dominica in der Prince Rubert Bay beim Auslaufen unter Segel beobachten durften. Auch das ist das Segeln in der Karibik, immer wieder trifft man auf sehr schöne Segelboote.
In der Bucht vor Deshaies haben wir uns eine der letzten Bojen ergattert. Nach einem edlen Essen an Bord, Süsskartoffel-Bananen Gratin mit in Speck gewickeltem Rinderfilet, war Nachtruhe angesagt, weil der Skipper am nächsten Morgen früh los wollte. Morgen geht es in den Norden von Guadeloupe, in die Riffe und Mangroven. Zum Glück hat sich unser Echolot dazu entschlossen wieder zu funktionieren, gerade noch rechtzeitig.

In die Mangroven

Tag 9 am 3 Jan., 2016

Pünktlich um 9 Uhr legten wir von der Boje ab und nahmen Kurs auf die Riffe und Mangroven im Norden Guadeloupes, "Grande Cul-de-Sac Marin". Das erste Drittel war schönster Segelwind, bis ein kräftiger Squal uns zum Segelbergen zwang. Nach Durchzug des Squals hatten wir den Wind direkt auf die Nase und wir suchten die Einfahrt "Passe a Colas" unter Maschine. Die Passage durch die Riffe war trotz der guten Betonnung anspruchsvoll, auch deshalb weil das Echolot meinte es müsse unklare Werte anzeigen. Aber mit Hilfe von 6 Paar Augen, zwei Plotter und einer guten Seekarte haben wir den Weg durch die Riffe sehr gut gefunden. Dementsprechend fiel der Anleger nach dem Ankermanöver in der Bucht "Baie Mahault" aus.

Durch die Riffe

Tag 10 am 4 Jan., 2016

Heute war die Ausfahrt aus den Riffen über die "Passe a Fajou" angesagt. Kurz nach dem Anker-auf-Manöver wurden wir von einen einheimischen Katamaran überholt, was mir sehr willkommen war. Denn er zeigte uns zunächst den Weg aus den Riffen heraus. Nur das letzte Stück durch die eigentliche Passage Fajou mussten wir selbst fahren. Nach einer Stunde und 15 Minuten waren wir durch. Danach ging es wieder im ersten Reff und voller Genua mit bis zu 6 bft in Richtung Süden. Wieder ein Tag mit schönstem Segeln. Nach 45 Seemeilen erreichten wir die Marina Riviere Sens. Die erste auf diesem Törn. Hier konnten wir unsere Batterien laden und den Wassertank füllen. Nachdem die Crew ausgiebig geduscht hatte, haben wir im Le Baraccuda den Tag kulinarisch ausklingen lassen.

Marie Galante

Tag 11 am 5 Jan., 2016

Letzte Einkäufe wurden getätigt, die Adapter bei der überaus hübschen Hafenmeisterin zurückgegeben, die letzten Pelikane fotografiert und wir legten vom Steg ab. Draußen erwarteten uns wieder die Fallböen von Bass Terre, so dass wir wieder im 2. Reff und 50% Genua fuhren. Einige Kreuzschläge später konnten wir ausreffen und passierten Pointe du Vieux Fort. Leider schlief der Wind nach weiteren einigen Seemeilen ein und wir fuhren unter Motor zur Insel Marie Galante. Dort ankerten wir auf ca. 6m Wassertiefe in einer schönen Bucht. Leise Musik schallt vom Ort St. Louis herüber und wieder ist ein schöner Tag zu schnell zu Ende gegangen.

Nachtfahrt nach Petit Terre

Tag 12 am 6 Jan., 2016

Heute war eine Nachtfahrt angesagt. Um 3 Uhr war Wecken für die männliche Crew und nach einem Kaffee ging unter Segel der Anker auf. Im Lee von Marie Galante sind wir mit einer mäßigen Brise in nördlicher Richtung gesegelt. Sobald wir den Windschatten der Insel verlassen hatten mussten wir das 2. Reff einbinden. Mit Wellen von Gegenan und hoch am Wind, was hoch am Wind mit einem Kat möglich ist, hatten wir eine recht ruppige Fahrt bis nach Petit Terre. Als dann 3,5 Seemeilen vor der Insel ein Squal durchzog hatte der Skipper ein Erbarmen mit der Crew und barg die Segel und die letzten Meilen wurden unter Motor mit direktem Kurs auf Petit Terre vollzogen, Schluss mit der Gegenanbolzerei. Petit Terre ist das Gegenstück zu den Tobago Cays in den Windward Islands und steht an Schönheit in nichts nach. Auch die Einfahrt an den Riffen vorbei forderte den Skipper. Aber auch hier hatten wir das Glück einen einheimischen Katamaran hinterher fahren zu dürfen. Zwischen den beiden Eilanden erwartete uns eine Boje. Dadurch, dass sich in Richtung Atlantik ein Riff befindet, das dauernd überspült wird, herrscht an der Boje eine recht starke Strömung. Das Rauschen dieser Brandung ist gewaltig und beeindruckend. Ein Besuch auf der größeren Insel war Pflicht, die aber als solche keineswegs empfunden wurde. Petit Terre wird uns in bester Erinnerung bleiben.

Wieder durch die Riffe

Tag 13 am 7 Jan., 2016

Nach der Ausfahrt durch die Riffe der Insel Petit Terre sind wir nur unter Genua zuerst in Richtung La Desirade gesegelt und dann auf einen westlichen Kurs nach Guadeloupe abgebogen. Obwohl wir nur unter Genua gesegelt sind, haben wir ordentlich Speed gemacht, bis zu 7 Knoten. Auch die achterlich einlaufenden Wellen mit bis zu 2-3 Meter Höhe haben die Crew sehr beeindruckt. Beeindruckt war auch der Skipper von der Einfahrt in die Marina St. Francois die auch durch Riffe führte. Hier waren die schräg von Backbord achtern mitlaufende Wellen mit bis zu 1,5 Meter Höhe die Herausforderung das Boot in der schmalen Riffpassage zu halten. Erschwerend kam hinzu, dass genau am Rand de Riffpassage ein Fischernetz ausgelegt war. Eigentlich wollten wir vor der Marina ankern, aber der Ankerplatz war überfüllt, so dass wir uns kurzerhand entschieden in der Marina selbst einen Liegeplatz zu suchen.

Nach Ilet du Gosier

Tag 14 am 8 Jan., 2016

Nach einer ruhigen Nacht in der Marina sind wir gegen 9 Uhr ausgelaufen, wieder durch die Riffpassage. Die heute aber einfacher zu durchfahren war, da es einerseits nicht mehr das erste Mal war und zum anderen weniger Schwell über die Riffe brach. Gleich nach das Passage wurden die Segel gesetzt und eine ruhige Fahrt mit halben bis achterlichen Wind brachte uns zu unserem letzten Ankerplatz vor Ilet du Gosier. In Gosier haben wir den freitäglichen Markt besucht. Ein Markt von Einheimischen für Einheimische. Die exotischen Gewürze waren für uns sehr interessant. Es war ein sehr schöner Markt mit ganz vielen schönen Eindrücken.

Auschecken

Tag 15 am 9 Jan., 2016

Etwas früher als an den anderen Tagen haben wir den Anker gelichtet und sind die letzten 3,5 Seemeilen unter Motor zum Ausgangshafen Pointe-a-Pitre gefahren. Noch den Dieseltank wieder aufgefüllt und schon waren wir wieder an der Ausgangscharterbasis. Der Checkout verlief problemlos. Danach war Packen angesagt und der Transfer zum Flughafen. Schon wieder ist ein Törn zu Ende gegangen.