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Ägäis 3 Wochen Kos-Kos

15 Okt., 2015
von Klaus Junkermann
Ägäis, Griechenland
Oceanis 48 Premier BJ 2012

Anreise nach Kos

Tag 1 am 23 Aug., 2014

Anreise: Wenn man nicht mit einem der knallengen Ferienfliegern anreisen will, hat man mit der Destination Kos einige Schwierigkeiten. Ab Athen kann man nur frühmorgens oder spätnachmittags fliegen, weshalb wir uns für eine Übernachtung im Airporthotel entschieden haben und morgens um 06.00h (!) nach Kos geflogen sind. Zusammen mit dem späten Flug nach Athen war das – im nachhinein – eine Lösung, die wir nicht wiederholen möchten.

1. Tag Übernahme: Der Sonnenaufgang im Taxi war beeindruckend und verhieß einen heißen Tag, die Marina in Kos war bei Ankunft noch im Tiefschlaf. An der angegebenen Pier keine Spur von unserer Oceanis 48 „Tinos“. Also haben wir es uns auf den Sesseln eines Cafe-Restaurants gemütlich gemacht und sind mit den Stühlen dem Schatten des Sonnenschirms gefolgt.
Die Leute von Dream-Yachts erschienen gegen 11.00h und meinten, wir könnten das Schiff um 13.00h übernehmen, das Boot mit Namen „Parnassos“ (kein Wunder, dass wir es nicht gefunden hatten) lag an einer anderen Pier. Alles äußerst freundlich. Die Übergabe begann dann auch zu diesem Zeitpunkt. Zusammen mit dem 2. Drittel der Crew, die am späten Vormittag eingetroffen war, ging alles reibungs- und problemlos. Die Reinigungscrew hatte pieksauber und sorgfältig alle eventuellen Hinterlassenschaften der vorherigen Besatzung entfernt – ein dickes Lob!!! Auch technisch war alles OK. Eingekauft haben wir im gut sortierten Markt in der Marina (nicht ganz so billig wie im Supermarkt außerhalb, aber schön bequem mit Lieferung per Handwagen und Tragen bis in die Pantry. Ein angenehmer Service bei gefühlten 45 Grad). Abends trifft der Rest der Crew ein (ich belege nie alle Kojen einer Yacht, das wird immer zu eng. So sind wir auf einem 4 1/2-Kabinenschiff nur zu sechst). Später gehen wir in eines der ordentlichen Restaurants in der Marina. Zum Laufen in die Altstadt von Kos mit eventuell besseren Restaurants ist es viel zu heiß.

Nach Nisyros

Tag 2 am 24 Aug., 2014

2. Tag Nisyros: Sicherheitseinweisung und Zuteilung + Anprobe der Rettungswesten. Wir verabschieden uns von den freundlichen Mitarbeitern von Dream Yachts und legen gegen Mittag ab. Rasmus verwöhnt uns mit wunderbarem Segelwind für unseren Kurs auf das Ostkap von Kos. Die Backstagsbrise schläft allerdings im Süden der großen Insel Kos ein, so dass wir ausprobieren können, wie gut das Schiff unter Maschine läuft. Wir sind zufrieden. In Paloi auf Nisyros finden wir direkt vor meiner Lieblingskneipe „Afrodite“ einen Liegeplatz. Wirt und Tochter erkennen uns wieder und helfen eifrig bei der Annahme der Leinen. Natürlich nehmen wir ein kühles Ankerbier und reservieren gleich den Tisch für den Abend. Verwöhnt wie wir uns haben, liegen unsere Anschlüsse für Strom und Wasser, damit wir auch an Bord kühle Getränke genießen können und uneingeschränkt die Duschen benutzen können.

Symi

Tag 3 am 25 Aug., 2014

3. Tag Symi: Wie am Vortag geht es mit gutem Segelwind los und später müssen wir motoren. Für die Crewmitglieder, die zum ersten Mal hier sind, ist die enge Passage zwischen Symi und der nördlich vorgelagerten Insel Nimos spannend und aufregend, zumal, wenn Gegenverkehr herrscht. Im Hafen Symi bekommen wir einen der letzten Liegeplätze, die Wassertiefe ist relativ groß und so passiert mir mein alter Fehler gleich zwei Mal hintereinander: Der Anker hält nicht, weil ich zu wenig Kette gesteckt habe bzw. den Anker zu spät habe fallen lassen. Beim dritten Versuch hält er und das Ankerbier aus der Kühlbox zischt.

Chalki

Tag 4 am 26 Aug., 2014

4. Tag Chalki: Um 10.00h lichten wir Anker mit einer dicken Überraschung. Unser Anker kommt an die Wasseroberfläche und hält einen fremden Haken in den Flunken. Das kommt ja schon mal vor, aber an dem fremden Anker ist keine Kette! Wir schauen ratlos in die Runde, da kommt schon eine Barkasse mit dem Hafenmeister und nimmt uns den Fremdling ab. Der Besitzer habe den Verlust schon gemeldet und läge noch im Hafen. Bei uns hätte er sowieso nicht gepasst. Wir motoren die Ostküste von Symi entlang, bis wir am Südkap in den NW-Wind kommen. Bei guten 4 Windstärken können wir unser Ziel Chalki anliegen. Unterwegs frischt es kräftig auf, so dass wir eigentlich ein Reff einbinden müssten, aber bis wir uns dazu entschließen können, flaut es auch schon wieder ab. In Chalki liegen wir am Schwimmsteg etwas wacklig, aber sicher. Leider ist unser Stromkabel 10m zu kurz, deshalb kaufen wir für die gekühlten Getränke einen Sack Eiswürfel extra. Abendessen an Bord. Meine bessere Hälfte Ilse zeigt in gewohnter Manier ihre Kochkünste auch auf kleinem Herd.

Tilos

Tag 5 am 27 Aug., 2014

5. Tag Tilos: Um 10.30 legen wir ab und motoren bis zu NO-Spitze von Chalki, wir können unser Ziel knapp anliegen und so geht es mit Groß und Genua nach Tilos. Wir schauen uns die „Anlegestelle“ Agios Stefanos an und beschließen, dass das kein Ort für ein Festmachen ist. In Livadi ergattern wir den letzten freien Liegeplatz und fangen prompt die kurze Muringleine mit der Schraube. Glücklicherweise nur beim Abstellen der Maschine, ein freundlicher Nachbar aus Schweden hilft (von seiner reizenden Frau angestiftet („my husband is a good diver, can we help You?)) mit zwei kurzen Tauchgängen, die Leine zu klarieren. Das gemeinsame Ankerbier schmeckt dann umso besser. Ilse bekocht uns wieder vorzüglich. Wir nutzen natürlich die Landstromleitung.

Nisyros

Tag 6 am 28 Aug., 2014

6. Tag Nisyros: Um 09.00 machen wir uns auf den Weg, Sonne und kein Wind, so sieht es heute aus, also verlassen wir uns auf unseren Dieseltank. Um 11.30 hat Rasmus ein Einsehen und schickt einen wunderbaren vierer Nordwestwind. Wir nutzen die guten Segeleigenschaften unseres Lattenriggs aus und kreuzen auf bis vor die Hafeneinfahrt von Paloi. Bei „Afrodite“ gibt es frischen Sepia vom Grill mit Miesmuscheln als Vorspeise. Wir bunkern Wasser und Diesel.

Crewwechsel in Kos

Tag 7 am 29 Aug., 2014

7. Tag Crewwechsel in Kos: Es sind ja nur ein paar Meilen bis Kos und so lösen wir erst um 11.30 die Leinen und setzen vor der Mole von Paloi die Segel. NW 2-3, eine gemütliche Segelei. Später sehe ich ca. 2 sm vor uns eine weiße Bö, nichts wie runter mit den Segeln, und schon pfeift es an Deck, der Windmesser geht auf 50kn hoch und verharrt minutenlang da. Der Aufenthalt an Deck ist wegen des fliegenden Wassers und der Gischt sehr unangenehm. Unter Motor schmuggeln wir uns um Kap Agios Fokas und Louras im Osten von Kos. Da haben sich Fallwinde und Kapeffekt summiert – teilweise beängstigend. Als wir in der Marina Kos einlaufen, ist der Spuk schon lange vorbei. Die Crew der 1. Woche packt ihre Seesäcke und bereitet sich auf die Flüge am nächsten Morgen vor. Beim Abendessen lassen wir die vergangene Segelwoche noch einmal Revue passieren. Der erste Teil der 2. Crew trifft ein, sie haben Zimmer im Hotel am Ausgang der Marina bezogen.

Sightseeing in Kos

Tag 8 am 30 Aug., 2014

8. Tag Sightseeing in Kos: Crew 1 nimmt ein Taxi zum Flieger, wir machen erste Einkäufe und machen die Sicherheitseinweisung für die Crew, die inzwischen vollständig geworden ist. Wir geben die gebrauchte Bettwäsche beim Vercharterer Dream Yachts ab und ergänzen das, was uns für die kommenden zwei Wochen fehlt. Gegen Abend, als es ein wenig kühler geworden ist, machen wir uns auf den Weg zu einem Stadtbummel und treffen uns zum Abendessen auf der Kneipenmeile entlang der Ausgrabungsstätten in der Altstadt.

Kalymnos, Ormos Vathy

Tag 9 am 31 Aug., 2014

9. Tag Kalymnos: Wir verabschieden uns vom Personal von Dream Yachts, die sich immer wieder mal haben sehen lassen und sich erkundigt haben, ob alles in Ordnung sei. Die Betreuung ist wirklich Klasse! Und der Aufenthalt in der Marina wurde nicht berechnet! Es ist mal wieder 10.00h geworden, bis wir die Leinen losgeworfen haben, RELAX, YOU´RE IN GREECE. Kurz vor Kap Ammoglossa, der Nordspitze von Kos, setzen wir Segel, 18kn Wind aus NW versprechen eine schöne Kreuz, die neue Crew kann sich an die Schiffsbewegungen gewöhnen, was der Eine oder die Andere dazu nützt, mit einem Opfer Poseidon gnädig zu stimmen. Die Welle ist ja auch schon einige Tage alt. Zur Schonung der von grünen Gesichtern Geplagten laufen wir um 13.00h in die Bucht Vathy auf Kalymnos ein und liegen wunderbar ruhig direkt vor der Taverne. Wir bekommen sogar ein frisch gezapftes Mythos an Bord gebracht (als wir später beim Abendessen das Bier bezahlen wollen, sagt uns die Wirtstochter, dass ihr Vater meint, er habe uns dazu eingeladen!). Die Bucht lädt zum Schwimmen ein, sogar die Seekranken bekommen wieder eine gesunde Gesichtsfarbe. Übrigens war das Thema Übelkeit für den Rest des Törns abgehakt. Zur Feier des 1. Abends leisten wir uns Hummer auf Spaghetti, köstlich, aber für die weiteren Tage als zu teuer indiziert.

Leros - Lakki

Tag 10 am 1 Sept., 2014

10. Tag Leros: Wegen fehlenden Windes laufen wir an der Küste entlang Richtung Norden. Unser Tagesziel ist Leros, wo wir in der Nähe der alten Marina eine Taverne kennen, die einem „Auslandsgriechen“ gehört, der einige Jahre in Marokko verbracht hat und nicht nur ausgezeichnet kocht, sondern ebenso gut französisch spricht. Obwohl wir schon mehrfach hier waren, ist der Name der Taverne in den Tiefen meiner Erinnerung verschollen. Die Liegeplätze in der Marina sind wegen der nächtlichen Mopedrennen etwas laut, aber "man ist mitten im Leben"

Astipalaia - Ormos Vathy

Tag 11 am 2 Sept., 2014

11. Tag Astypalaia: Der Schlag nach Norden hat sich gelohnt, mit halbem Wind und 3-4 bft nehmen wir Kurs auf die Nordspitze von Astypalaia. Ein schöner Anlieger, nur lässt gegen Mittag der Wind nach und verabschiedet sich dann völlig. So bleibt uns nur übrig, den Pferdestärken des Motors zu vertrauen, der uns in die Ormos Vathi (ich glaube, eine Bucht dieses Namens gibt es auf jeder Insel) bringt. Unser Vertrauen in die Dieselpferdchen hat etwas nachgelassen, der Motor verliert immer wieder einmal die Drehzahl, um sie sofort wieder aufzuholen. Diesel ist noch genügend im Tank. Ormos Vathy liegt wunderbar ruhig und geschützt, sogar so geschützt, dass keinerlei Handyempfang möglich ist. Außer uns liegen nur noch 2 andere Yachten in der großen Bucht.

Astipalaia - Skala

Tag 12 am 3 Sept., 2014

12. Tag Astypalaia/Skala: Wir fahren wegen fehlenden Windes unter Motor in den Hauptort Skala, nehmen Kontakt mit Dream Yachts auf (im Hauptort ist wieder Mobilfunknetz vorhanden) und erzählen von unseren Problemen mit dem Motor. Ich vermutete, dass die Dieselfilter zugesetzt sind. Schon nach 1 Stunde erscheint ein Mechaniker, der sich um den Motor kümmert, tatsächlich sind beide Dieselfilter total zu. Das Problem ist schnell behoben und der Motor läuft wieder rund. Wir freuen uns über den guten, schnellen Service. Die Crew ist unterwegs und macht Antiquitätenläden und Kleidershops unsicher

Santorin ruft

Tag 13 am 4 Sept., 2014

13. Tag Santorin: Nach einer ruhigen Nacht legen wir um 08.30h ab und nehmen Kurs auf Santorin. Als gegen Mittag Wind aufkommt, wollen wir Segel setzen, doch, verflixt nochmal, das Großfall hat sich um den Leuchtenkorb am Mast gewickelt, unerreichbar bei der Welle. Also haben wir nur die Genua zur Verfügung, es muss dann eben so gehen. Was eine kleine Unachtsamkeit beim Auslaufen für Folgen haben kann!
Um 14.00h passieren wir die N-Spitze von Anafi, um 16.30h sind wir vor der Mole von Vlychada, die wir wegen der beschriebenen Untiefen der versunkenen antiken Mole korrekt mit KpK 045 anlaufen. Der Hafenmeister kommt auf seinem Moped angeknattert und dirigiert uns an den Liegeplatz, wo wir längsseits (!) festmachen. Die normalen Liegeplätze für das römisch-katholische Anlegen sind völlig versandet und nicht brauchbar. Es erwarten uns also Nächte mit Fußgetrappel an Deck, weil neben uns noch 5 andere Yachten im Päckchen liegen werden, mit uns als Innenlieger! Nichtsdestotrotz nehmen wir nach dem Klarieren des Großfalls ein gepflegtes Bier in Dimitris Taverne auf der Klippe über dem Hafen. Und bestellen einen Leihwagen, mit dem wir die Insel der Crew vorführen wollen, sie waren alle noch nicht hier. Dimitri scheint uns wiederzuerkennen, na ja, wir haben vor einigen Jahren unsere Schiffspapiere in seinem Restaurant liegen lassen und deshalb damals Vlychada sehr schnell wieder gesehen. Er bereitet uns ein solides Abendessen mit Sonnenuntergang und Blick auf die Marina.

Sonnenuntergang auf Santorin

Tag 14 am 5 Sept., 2014

14. Tag noch Santorin: Von dem atemberaubenden Blick von Thira in die Caldera des Vulkans hin bis zum romantischen Dorf Oia ist die Crew beeindruckt, hin bis zu Tränen in den Augen ob der Aussicht. Sightseeing und shopping ist angesagt, wir treffen uns zum Sonnenuntergang in Francos Bar, wo wir bei einem Drink die Sonne ins Wasser fallen sehen. Das Ganze untermalt mit Opernarien, gesungen von der Callas, und im entscheidenden Augenblick dem Thema aus „Also sprach Zarathustra“. Tief beeindruckt hiervon und von der Rechnung (es hat sich – wie immer – auch für uns gelohnt, nicht nur für den Wirt) verlassen wir die gastliche Stätte.

immer noch Santorin

Tag 15 am 6 Sept., 2014

Am nächsten Morgen muss uns ein Crewmitglied verlassen, er hatte nur 1 Woche Zeit, seine Familie bleibt noch bis zum Ende der Reise bei uns. Wir erkunden weiter die Insel, die Ausgrabungen bei Akrotiri sind wieder zum Besuch freigegeben, die Ostküste lockt mit schwarzem Strand etc.etc. Wir freuen uns, dass wir genügend Zeit zur Verfügung haben.

Schninousa

Tag 16 am 7 Sept., 2014

16. Tag Schinousa: Zeitig laufen wir aus und an der Südküste der Insel entlang, um doch noch die spektakuläre Caldera zu durchsegeln, was uns bei einem angenehmen NW auch gelingt. Wir versuchen, an der hohen Kraterwand und an dessen Rand die Orte wieder zu finden, die wir besucht haben, was auch weitgehend gelingt, wenn die nicht im Inselinneren liegen. Östlich von Naxos schläft der Wind langsam, aber sicher ein und wir nehmen die letzten Meilen mit der Maschine. Der kleine Hafen ist gut belegt, wir finden als äußerste Yacht einen Platz am Kai, die Dünung stört etwas. Nach einem mittelmäßigen Abendessen in der Taverne nehmen wir noch einen Drink im Cockpit. Als Freiluftschläfer bringe ich – wie jeden Tag, an dem es warm genug ist – Decken und Laken an Deck und schlummere schnell ein. Mitten in der Nacht werde ich von einem Mordslärm geweckt und habe den Eindruck, dass eine riesige Laderampe über meinem Kopf schwebt. Eine der großen Blue Star Ferries legt an. So nah waren wir noch nie dran, ich kann dank der gleißenden Scheinwerfer erkennen, welche Schrauben an der Rampe locker sind. Ein Crewmitglied nach dem anderen kommt in die Plicht, es geht aber alles ruhig und ohne echte Bedrohung zu Ende, nach erstaunlich kurzer Zeit ist die Fähre ent- und beladen und verschwindet leise wummernd und hell leuchtend in der Nacht.

Donousa

Tag 17 am 8 Sept., 2014

17. Tag Donousa: Um 10.00 haben wir gefrühstückt, die Wespen gefüttert und die Leinen gelöst. Erfreulicherweise passt der Wind und wir setzen an der W-Huk der Insel Schinousa die Segel. Ein Anlieger bis Donousa. Mittags sind wir bei dem Leuchtfeuer, das in der Karte keinen Namen hat und einsam auf einem Felsklotz im blauen Wasser steht. Wir laufen knapp 7 Knoten und genießen trotz des Dunstes den Blick auf die Inselwelt. Donousa wird langsam sichtbar, vor der Hafeneinfaht bergen wir die Segel und finden uns als einzige Yacht am Kai vor den Tavernen wieder! Es ist gerade mal 14.30 Uhr, wir gehen an den nahen Strand baden und schwimmen. Das Abendessen versöhnt uns mit der griechischen Hausmannskost.

Levitha

Tag 18 am 9 Sept., 2014

18. Tag Levitha: Donnerwetter, heute sind wir für unsere Verhältnisse echt früh dran: um 08:30 sind wir unterwegs, um 09:00 sind wir aus der Abdeckung der Insel heraus und können segeln. Das Motorengeräusch vermissen wir überhaupt nicht. Um 13.30 passieren wir die Enge zwischen Levitha und den westlich vorgelagerten Inselchen, die sich wie Drachenzähne aus dem Wasser erheben. Der Wind spielt etwas verrückt und wir beschließen, das letzte Stückchen bis zum Ziel mit der Maschine hinter uns zu bringen. Am frühen Nachmittag haben wir unsere Vorleinen an der ausgelegten Muringtonne (eine ausgediente Propangasflasche) fest. Bis zum Abend kommen immer mehr Yachten und beleben die Bucht. Schließlich sind alle Tonnen belegt und ein oder zwei Boote, die keinen Platz mehr gefunden haben, verziehen sich zum Ankern in die Nachbarbucht. Der Besitzer der Tonnen kommt mit seinem Boot vorbeigetuckert und kassiert freundliche sechs Euro für die Bojenbenutzung. Wir essen an Bord. Und schon wieder haben wir einen Sternenhimmel, der uns erstaunen lässt, in solchen Nächten erkennt man, wie hoch in unseren Städten die Verschmutzung mit Staub und Licht ist.

Kalymnos - Haupthafen

Tag 19 am 10 Sept., 2014

19. Tag Kalymnos: Schon wieder Segeln! Die Crews der anderen Yachten erholen sich noch von den Strapazen des Heimwegs von der nahen Bauernhoftaverne im Dunkeln, wir schleichen uns unauffällig aus der Bucht und nehmen Kurs auf Kalymnos. Nachdem wir aus der Abdeckung der Insel heraus sind, natürlich unter Vollzeug. Um 15.00h bergen wir die Segel und laufen in den Hafen Kalymnos ein. Kaum festgemacht, erscheint ein freundlicher Herr vom Yachtservice und erklärt uns, dass wir besser an den neuen Gastliegern liegen würden. Deshalb verholen wir uns in die NO-Ecke des brandneuen Gästepiers, komfortabel, ruhig und mit Wasser- und Stromanschluss. Der einzige Nachteil dieses Liegeplatzes besteht darin, dass er in Verlängerung der Hafeneinfahrt liegt, also nach O völlig offen. Das kann bei schwerem Wetter aus Ost ziemlich ungemütlich werden. Dann muss man sich tiefer in den alten Hafen verlegen.

Wieder in Nisyros

Tag 20 am 11 Sept., 2014

20. Tag Nisyros: Nach ein paar Einkäufen legen wir um 10.30 ab. Um 11.00 sind wir wieder unter Segeln und nehmen Kurs auf die W-Spitze von Kos. Der Wind wird immer schwächer, es reicht aber noch gut zum Segeln. Am SW-Kap von Kos brist es allerdings kräftig auf und wir rauschen raumschots bis zum kleinen Hafen von Paloi, wo wir einen sicheren Liegeplatz vor der Lieblingstaverne „Aphrodite“ finden. Wir fühlen uns richtig wie in Griechenland, jede dritte Anschlusssäule für Strom und Wasser ist außer Betrieb. Alles kein Problem: Es gibt genügend Doppel- und Dreifachstecker – Strom für alle! Mit fatalen Folgen, etwas später stellen wir nicht nur fest, dass unser Landstromladegerät nicht mehr lädt, sogar die Straßenbeleuchtung hat den Dienst quittiert, die Yachties laufen verstört herum und rütteln an allen Stromsteckertrauben. Vergeblich. Doch dann kommt einer der Tavernenwirte und sagt, er kenne einen, der jemand kennt und der habe den Schlüssel zur Hauptstromverteilung der Gemeinde. Zwei Biere später braust ein verwegen auf seinem Moped sitzender Typ vorbei und tatsächlich, einige Minuten später flackern die Straßenlaternen wieder zum Leben und unser Kühlschrank geht auch wieder. Die Wirte von „Aphrodite“ freuen sich aufrichtig, dass wir wieder da sind. Und bereiten wie immer ein leckeres Abendessen vor. Der Laden ist brechend voll, in den Nachbartavernen ist kaum etwas los. Wir wissen warum: es schmeckt einfach!

.......zurück nach Kos

Tag 21 am 12 Sept., 2014

21. Tag Kos: Wir legen um 10.00h ab und laufen wegen des fehlenden Windes unter Maschine Richtung Kos. Der letzte Tag eines Törns macht jeden Teilnehmer ein wenig melancholisch und so sind wir froh, dass wir die Tankstelle neben der Marina direkt ansteuern können, ohne uns in eine Warteschlange einreihen zu müssen. Marina Kos auf Kanal 77 angefunkt, und schon holt uns der Wachhund an der Hafeneinfahrt ab und geleitet uns zum Liegeplatz, wo uns die Crew von Dream Yachts begrüßt. Der Checkout geht schnell und problemlos, allerdings haben wir uns in den letzten Tagen unbemerkt einen kleinen Riss ins Groß gesegelt. Wir bekommen 50 € berechnet, der Taucher sagt, dass alles OK sei, wir erhalten unsere Kaution zurück. Der Abend kling in der Altstadt aus.

Rückreise

Tag 22 am 13 Sept., 2014

Für den Rückflug haben wir uns für den frühen Flug ab Kos entschieden, nachmittags ab Athen mit Stop in Thessaloniki. BITTE NICHT NACHMACHEN. Die Zeit in den Airports scheint gummiartig gedehnt, bei der Ankunft in heimischen Gefilden sind wir fix und fertig.
Ein großes Dankeschön an die Organisatoren von Master-Yachting und Dream Yachts, die sich im Hintergrund richtig gut um uns gekümmert haben. Nächstes Jahr wieder.