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Games of Sails - Von Split nach Dubrovnik und wieder zurück

15 Juni, 2018
von Harald Schwanzer
Kroatien-Nord, Kroatien
Dufour 34 | BJ 2006

Alles begann, als wir Dubrovnik sehen wollten, aber einfach nur hinfliegen war dann doch zu wenig! Wir wollte dorthin reisen! Welcher Ausgangshafen würde sich hier besser anbieten als Split. Mit "Bibi" fanden wir dann eine passende "Gefährtin"!

Von Split nach Dubrovnik - Die Nachtwache

Tag 1 am 19 Mai, 2018

Split ist eben ein toller Ausgangshafen! Für uns war klar, dass der Wind nach Dubrovnik wehen musste. Und eines vorweg! Wir hatten immer den "richtigen" Wind.
Gleich nach der Übernahme brachen wir auf, wollten keine Zeit verlieren, denn Dubrovnik liegt über 100 SM entfernt. Auf Halbwind zwischen Brac und Solta, um die Westspitze von Hvar ging es zügig dahin. Unsere Bibi, eine Dufour34, schon etwas in die Jahre gekommen, aber eine passable Seglerin machte hier miot 7,7 Knoten Ihren Wochen-High-Speed!

Dann vor Hvar ein kleiner Schreck! Wasser in der Bilge und einem Schapp backbord. Wir entschlossen uns nach Hvar Stadt umzukehren und dort anzulegen. Die Ursache musste zuerst gefunden werden, bevor der längste Schlag absolviert werden sollte. Nachdem es Süßwasser war und die Pumpe nicht stoppte, fanden wir bald das Leck bei einem der Boiler-Schläuche. Hier muss ich sagen, dass der Vercharter eine gute Beurteilung erhält. Die technische Hotinline organisierte rasche Hilfe vor Ort. Immerhin war es 22:00 Uhr am Samstag. So konnten wir bald wieder aufbrechen und nutzten die Pause für ein Eis in Hvar. Auch den Mitarbeiter vom Stadthafen, mein Dank! Sie waren alle sehr hilfsbereit, obwohl oder vielleicht weil wir direkt am Fähranlieger angelegt haben.

Danach bereitete sich die Crew auf die Nachfahrt vor und wir erlebten eine tolle Fahrt, teils unter Segel, leider großteils unter Motor.

Von Split nach Dubrovnik - Die zweite Etappe

Tag 2 am 20 Mai, 2018

Nach der Nachfahrt war es Zeit einer Belohnung, wir legten kurz in Korcula auf einen Espresso an, frühstückten und fuhren weiter, es war Zeit den Gennaker auszupacken, weil wir einen herrlichen raumen Wind hatten.

So fuhren wir den Tag dahin, der Avocado-Mango-Salat kam bei der Hitze genau richtig, bis wir um ca. 18:00 Uhr die Brücke von Dubrovnik sahen.

Das große Ziel des Törns war zum Greifen nahe, zum Einstimmen spielten wir die Titelmusik unserer Lieblingsserie und liefen dann in die ACI Marina ein.
Weniger Betrieb als erwartet. Wir waren auf das Schlimmste vorbereitet!

Ein gemütliches Abendessen, die Stadt sollte noch bis Morgen auf uns warten!

Hafentag in Dubrovnik - King´s Landing

Tag 3 am 21 Mai, 2018

Nach dem Frühstück ging es in die Stadt. Für 13 Uhr hatten wir eine private Führung gebucht! Zwar boten Sie Spezialführungen an, aber wir entschieden uns doch die klassische Stadtführung zu machen . Unsere Führerin Ivanna ging an Drehorten auf die Szenen ein, der Fokus war aber auf das echte, das authentische Dubrvonik. Die 90 Minuten wurden rasche zu über 2 Stunden. Hungrig suchten wir ein Lokal und gingen dann auf die Stadtmauer.

Der Rückweg - Auf nach Korcula

Tag 4 am 22 Mai, 2018

Schon um 6 Uhr brachen wir von der ACI Marina auf. Wir wollten den Umweg über Lokrum machen, die verwunschene Insel! Dabei auch einen Blick von Seeseite auf Dubrovnik werfen und in den Stadthafen fahren, dessen Anblick es mir (Harald) besonders angetan hatte. Anlegen darf man ja nicht aber so früh morgens ist noch nicht so viel Betrieb.

Der Umweg von sicher 90 Minuten lohnte allemal und laut Wetter wollte außerhalb von Mljet mehr Wind sein. Das war dann leider nicht so und unser Gennaker hing kraftlos herab.

Als wir um die Insel kamen frischte der Wind wieder auf und wir fuhren die letzten Meilen noch unter Segel nach Korcula.

In der ACI Marina angekommen, frisch geduscht ging es in die entzückende Stadt.

Ab jetzt wird es gemütlich! - Von Korcula nach Hvar

Tag 5 am 23 Mai, 2018

Ich muss zugeben, das Makarska als Tagesziel auf der Törnplanung stand, aber es fehlte uns die Lust auf Stadt und wir hatten keinen fixen Plan, wohin wir fahren würden. Abgesehen davon kündigten sich Gewitter an.

Wir brachen gegen Mittag auf, setzten umgehend Segel und kreuzten auf Raumwind gegen NW, um Pelješac.
Entlang des Festlandes türmten sich die Gewitterwolken auf. So suchten wir bald Zuflucht in einer geschützen Bucht. Dazu mussten wir aber die Nordseite von Hvar.

Direkt vor dem Campingplatz Mlaska warfen wir Anker und waren allein! Herrlich die Nacht und leichtes Schaukeln sorgten für einen guten Schlaf.

Badebuchten - "Des hamma uns verdient!"

Tag 6 am 24 Mai, 2018

Der Morgen war herrlich, nur wir in der Bucht und das Wasser so klar! Wir genossen unser Bad und wollten eigentlich nicht weg! :-)
Immer mehr kleine Kreuzfahrer bzw. Ausflugsboote gesellten sich zu uns, was uns dazu veranlasste tiefer in die Bucht zu fahren, um allein zu sein.

Dann brachen wir auf und fuhren nach Makarska. Wir wollten die Stadt für 2 Stunden erkunden, Vorräte auffüllen und etwas shoppen.

Auf der Fahrt nach Brac waren wieder Gewitterwolke auf den hohen Bergen am Festland. Deshalb wählten wir die Bucht Luka auf Brac.
Da es nach Wind und unangenehmer Welle aussah, verkrochen wir uns tief bis hinter das Restaurant Pipo und zahlten die 150 Kuna gerne.

Doch diesmal verzog das Wetter und es wurde eine tolle Nacht. Die Bucht füllte sich und wir entschlossen uns ohne lange zu warten um 6 Uhr schon von der Boje abzulegen um die eine andere Bucht zu fahren.

Unsere Annahme war richtig, Lovre?ina war leer als wir so früh kamen und wir hatten die Bucht für uns fast allein. Auch hier füllte sich die Bucht über den Vormittag, aber es war ein toller Abschluss unserer Reise. Denn Lovre?ina war ein guter Ausgangspunkt für den angesagten Wind aus Westen, der uns am letzten Tag noch eine schöne Segeletappe bescheren sollte. Gegen 1 Uhr setzten wir vor Anker Segel, lichteten den Anker und segelten nach Omis rüber, nur um dort noch ein Blick auf den imposanten Canyon zu werfen.
Dort wo die Cetina ins Meer fließt. Dann auf der Kreuz bis zum Ende von Brac und den letzten Rest mussten wir wieder Motoren, weil der Wind einschlief.

Rechtzeitig in Kastela angekommen tanken wir noch die paar Liter nach!

Hier noch ein Tipp! Wir hatten in Makarska eigentlich unsere Treibstoffvorräte gefüllt. In Kastela stand nur ein Tankwagen. Unser Fehler, wir überprüften nicht die Tankuhr und er wollte uns 24 Liter verrechnen, obwohl wir in Makarska ohne vollgetankt haben. Die Fahrt von dort nach Split war auch unter Segeln. Das passiert wenn man voll guter Laune so einen Halsabschneider in die Finger kommt!


Abschließende Betrachtung

Tag 7 am 25 Mai, 2018

Wir hatten das erste Mal bei yacht4you gechartert. Hier muss ich sagen, dass ich gespannt war, wie die Firma bei Problemen reagierten.
Ich kann abschließend sagen, dass die Firma bei mir fair agiert hat, vor allem der Chef Marko war voll okay. Ich kann die Firma deshalb einmal
weiterempfehlen.

Tag 8 am 26 Mai, 2018