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Ein ganz anderes Segeltoern

18 April, 2012
von Ertan Özdemir
Campania, Italien
Sun Odyssey 49

Als Tuerken haben wir viele Toern-Moeglichkeiten in der Tuerkei. Aber wir wollten auch mal im Ausland segeln und Erfahrung sammeln. Die Route Portorosa - Siracusa ist uns sehr Abwechslungsreichend gefallen.

Vorbereitungstag

Tag 1 am 27 Aug., 2011

Da wir nach Palermo geflogen haben und Portorosa ein kleines Feriendorf ist, muessten wir ein Mietauto haben. Ausser Europcar kann man bei keinem Vermieter 'oneway nach Portorosa' mieten und es hat doppelt so viel gekostet. Meine Empfehlung: Zug bis Falcone, dann mit Taxi. (ich habe Taxi geschrieben, aber es gibt kein Taxi. Du gehts in einem Bar oder Polizei, er ruft an einen Freund und Du verhandelst mit ihm)
In Portorosa Marina gibt es ein Geschaeft, wo man den einwoechigen Bedarf kaufen kann. Aber wir hatten in Falcone eingekauft. Preise in Portorosa waren ziemlich teuer.
Normalerweise gibt es in jeder Marina Dusche und Toilette, aber in Portorosa nicht! Du musst es im Schiff erledigen. Daher war das Wasser in der Marina mit weissen Schaum beschichtet. Noch dazu, in den Booten gibt es kein Fakaliertanks!
Fuer Abendessen koennen wir 'La Plaza' empfehlen. Wir haben da richtig italienisch gegessen.

Zielhafen Lipari

Tag 2 am 28 Aug., 2011

Fruehmorgen ist unser Toern mit 10 kn Wind begonnen. Wir haben gleich alle Segeln geoffnet und waren in in 5 Stunden am Ufer der Insel Vulcano, wo der Vulkan immer noch aktiv ist. Es war herrlich.
Fuer die Uebernachtung sind wir nach Lipari gefahren. Da sind sehr viele schwimmende Anlagestellen gleich am Dorfszentrum. Wir haben zu einem rein gefahren. Aber sie haben 140 Euro verlangt. Gleich haben wir verabschiedet und zu den naechten weitergefahren, wo wir fuer 70 Euro verhandelt haben. Was wir verstanden haben, je noerdlich man faehrt, kriegt bessere Preise. Lipari ist ein touristisches schoenes Dorf. Ist empfehlungswert, zu besuchen. Fuer Abendessen hatte man uns das Restaurant direkt am Hafen 'Conchiglia' empfohlen. Aber Service war ungewoehnlich langsam und keiner spricht englisch oder deutsch.

Lipari - Messina

Tag 3 am 29 Aug., 2011

Es gibt wenig Wind aber hoche Wellen sind immer da! In meinem Land gibt auch hoche Wellen aber Frequenz ist so kurz fast wie Wellen Hoehe. Also man fuehlt sich nicht gut. Aber hier in Sizilien sind die Frequenzen sehr lang. Darum gibt es kein Schaukeln. In Messina Uebergang kriegt man Wellen vom Norden.
Ganz interessant war die Schiffe fuer Schwertfisch fangen. Diese Fische sollen tagsueber auf der Meresoberflaeche schlafen haben und man auf dem Mast schaut um diese Schwertfische zu finden. Der andere wartet mit einer Harpune ganz vorne..
Wir haben in dem Hafen bei 'Marina Nettuno' geblieben. Strom, Wasser, Dusche, WC und Internet war fuer insgesamt 110 Euro vorhanden. Ich hatte gehoert, dass in der Tuerkei die Marinas sehr teuer sind. Aber es stimmt wirklich nicht.

Messina - Giardini Naxos (Taormina)

Tag 4 am 30 Aug., 2011

Wieder ein schoener Tag mit normalen Wind aber viel Strom vom Norden. Strom fuehlt man am besten beim Schwimmen. Ploetzlich findet man sich 10 m entfernt vom Boot.
Marina Giardini ist etwas kompliziert, rein zu fahren. Man muss von der Suedseite durch den 10 m breiten, 3m tiefen Kanal reinfahren. Wir waren nur 2 Segelboote zwischen 200 kleinen Motorboote. VB Preis war 80 Euro mit Wasser und Strom. Wieder teuer! Es gibt auch Gewoelbe in der noerdliche Seite der Bucht, wo wir fuer 50 Euro draussen im wasser bleiben koennten aber es war nicht komfoprtable fuer Frauen.
Giardini ist ein Ferienstadt mit einem langen Bucht mit viel Restaurant und Cafes am Promenade. Hinter der Stadt sieht man Etna der atmet.

Besuch Taormina - Segeln nach Riposto

Tag 5 am 31 Aug., 2011

Taormina ist ein touristischer Dorf auf den Bergen. Es ist ein Muss, Taormina zu besichtigen. Herrliche Aussicht, kleine Strassen, Griechische Theater, schoene Cafes, Restaurants, usw.

Nachmittag gegen 15.00 Uhr waren wir wieder auf dem Weg nach Riposto. Der Besitzer von Marina hat von uns zusaetzlich 30 Euro verlangt, die wir nicht akzeptiert haben. Grund sei, wir muessten bis 12.00 Uhr wegfahren, wie ein Hotel!

Wir haben wieder vorsichtig raus gefahren. Heute haben wir nicht gesegelt, da die Windrichtung uns nicht so hilft und wir puenktlich in Riposto sein wollen.
Erstmal waren wir in einer richtigen Marina mit allen Facilitaeten in Riposto. Es hat 110 Euro gekostet.
Abends waren wir in einem Fischlokal,namens L'aragosta, gleich hinter dem Fischermarkt. So viel und so verschiedene Fische zu einem so guten Preis hatten wir nie gegessen.

Riposto - Catania

Tag 6 am 1 Sept., 2011

nach einer kraeftigen Fruehstueck waren wir wieder auf dem Weg. Wind wechselnd NE-N, zwischen 8 und 18 knots. Gegen 14.00 Uhr sind wir schon in Catania. Bevor wir rein in den Hafen fahren, haben wir draussen gehalten und Schwimm- und Mittagessenpause gemacht.

Catania Siracus

Tag 7 am 2 Sept., 2011

Auf dem Weg nach Siracus haben wir ausserhalb der kleinen Marina von Brucoli kurz gehalten. Wasser war nicht so tief und wir wollten nicht rein fahren. Dann sind wir nach Augusta gefahren, die wir sehr spaet gelernt haben, das Augusta ein militaerisches Hafen ist. In unserem Buecher (war im Boot) war geschrieben, dass hier 4 verschiedene Marinas geben. Wir waren schon im Hafen, eine Stunde lang drin spaziert, erst dann, nach dem wir bei einem ganz leeren Marina angefahren haben, ist Polizei gekommen und gesagt "out". Die koennten kein einziges Wort englisch! Dann muessten weiter nach Siracus fahren. Gegen 22.00 Uhr waren wir im Grand Marina. Diese Nachtfahrt, die uns erst viel Stress gemacht hat, war unser beste Fahrerei unter sternenvollen Himmel.

Ende der Segeltoern

Tag 8 am 3 Sept., 2011

heute gab es ein Offshore rennen gleich vor uns. Anschauen ist schoen aber sie machen sehr viel Laerm. Sizilien war fuer uns eine besondere Segeltoern. Viel anders als die tuerkische Kuesten mit kleinen, einsamen Buchten. Marinas sind sehr teuer und alternativen geben nicht.
Unser Flug war vom Palermo. Ich hatte eine Nacht in der Mitte auf dem Bergen von Sizilien gewaehlt. Es war wirklich eine positive Ueberraschung in einem italienischen Bauernhof zu uebernachten. Es ist fuer allem empfehlenswert: Hotel Masseria Susafa. Hat nur 14 Zimmer und in allen Zimmern waren Gaeste aus einem anderen Land.