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Die Kykladen - leider ohne WInd

5 Juli, 2017
von Wolfgang Wagner
Ägäis, Griechenland
Oceanis 40 mit Dinghi BJ 2011

Kalamaki-Kea-Mykonos-Syros-Kythnos-Sounion-Kalamaki

Anreise und Übernahme

Tag 1 am 24 Juni, 2017

Problemlose Anreise mit dem Flugzeug und nach der Ankunft auf dem "neuen" Flughafen Eleftherios-Venizelos in Athen wartet bereits ein Minibus (für uns vier Personen). Bei der herrschenden Hitze ist es angenehm nur zu viert den Komfort im Bus genießen zu können. Gekostet hat’s € 45,--. Gebucht haben wir den Transfer im Vorhinein über MY und dem Vercharterer Egiali Yachting. Wir kommen um 14:30 an Pier 8 an, das Boot ist fertig zur Übernahme. Nach dem üblichen “Wo ist was” und der Feststellung dass “unsere” Nany gut in Schuss ist erst einmal ab ins Café auf einen Snack. Die Herren der Charterbasis übernehmen den Papierkram beim Hafenmeister und liefern die Unterlagen direkt ins Café – Perfekt. Danach zurück aufs Boot, dort wartet bereits eine junge Dame um unsere Bestellung im Supermarkt aufzunehmen. Das dauert zwar etwas aber wir wollen heute sowieso nicht mehr weg. 2 Stunden später ist die Ware dann an Bord und verstaut und wir genehmigen uns ein Abendessen im Marina Restaurant der “Kitchen Bar”. Das Essen ist in Ordnung und die Portionen sind um einiges größer als angenommen.

Überfahrt nach Kea 44NM

Tag 2 am 25 Juni, 2017

Am Sonntag Vormittag Abfahrt nach Kea, leider wegen zu wenig Wind Großteils unter Motor. Nach diversen Badestopps anlegen im Hafen von Vourkari, direkt gegenüber von einigen Restaurants und Bars. Unsere Nachfrage ob wir den die Gebühr heute schon erlegen können gibt es nur die freundliche Antwort: relax, relax. Wir besuchen den lokalen Minimarkt um Brot zu kaufen und beschließen diesen ersten Tag im Restaurant Aristos. Gute Küche und freundlicher Service obwohl das Lokal bis auf den letzten Platz gefüllt ist.

Von Kea/Vourkari nach Mykonos 56NM

Tag 3 am 26 Juni, 2017

Da wir hoffen dass wir heute segeln können. Abfahrt bereits um 6:00, leider wieder ohne Wind in Sicht. Die Hafengebühr konnten wir leider mangels Abnehmer nicht mehr entrichten. Daher mit dem Motor, wieder mit diversen Badestopps in die Marina Mykonos. Die ist etwas außerhalb des Ortes aber mit dem Seabus leicht zu erreichen. Die Marina hat wenig Charme und muss mit Fähren und Kreuzschiffen geteilt werden. Dafür ist’s günstig, für die 40Fuss “Nany” haben wir €4,72 bezahlt und hatten dabei noch Strom und Wasser inkludiert. Die Taverne matthew in Marinanähe ist durchaus zu empfehlen. In Mykonos Stadt ist dann allerdings einiges los, jede Menge Touristen und dementsprechend gesalzene Preise.

Von Mykonos nach Siros 25NM

Tag 4 am 27 Juni, 2017

Nach den vielen Seemeilen gestern lassen wir’s heute ruhiger angehen. Nach halber Mykonos Umrundung und Badestopp Überfahrt auf die Insel Siros. Im Süden ankern wir am Nachmittag in Ormos Varis, eine bezaubernden Bucht mit einer kleinen Ortschaft, 2 Tavernen und einer Bar. So haben wir uns Griechenland vorgestellt. Eine Erkundung der Umgebung mit dem Dinghi, ein kleiner Spaziergang durchs Dorf, Abendessen an Bord und danach ein Ausflug in die Bar. Sehr schön.

Von Siros nach Kythnos 35NM

Tag 5 am 28 Juni, 2017

Auch heute wieder kein geeigneter Segelwind daher unter Motor zur Insel Kythnos und am Nachmittag ankern in Ormos Approkiosis. Wieder eine schöne Bucht mit Tavernen und Strandbar. Schnorcheln und baden, Strandspaziergang und Abends in eine der Tavernen zum Fischessen. Langsam gewöhnen wir uns an diesen Rhythmus.

Von Kythnos nach Limin Sounio 28NM

Tag 6 am 29 Juni, 2017

Nur ein kurzer Schlag zurück aufs Festland und wir ankern schon wieder in einer wundervollen Bucht, diesmal mit Blick auf den Tempel des Poseidon. Die Temperatur steigt und heute wird die 40 Grad Marke geknackt. Daher wie immer, baden, schnorcheln und ein kleiner Ausflug.

Von Limin Sounio nach Athen-Kalamaki 26NM

Tag 7 am 30 Juni, 2017

Morgens um 9 hat‘s bereits 33 Grad – und wir müssen zurück nach Athen. Daher mit einigen Badestopps wieder zurück in die Marina Kalamaki. Dort suchen wir die Tankstelle, erfahren aber das hier der Tankwagen direkt zum eigenen Pier kommt. Das ist mal ein guter Service, vor allem da es um 16:00 am Nachmittag bereits über 40 Grad hat – und das bei Windstille. Wir verlassen daher die Marina wieder, ankern vor deinem der Strände und lassen es uns gut gehen. Um 10:00 sind wir dann wieder zurück, der Tankwagen kommt und wir ziehen uns wieder in die “Kitchen Bar” zurück.

Fazit

Tag 8 am 1 Juli, 2017

Ein sehr entspannter Törn. Leider hat der Wind gefehlt aber dafür hat sonst alles geklappt. Das Boot (immerhin bereits 6 Jahre im Charter) war sehr gut in Schuss, die Menschen sind generell sehr freundlich und die Dienstleistung hatten wir in dieser Form noch nirgends (keine Behördenbesuche mit unnötigem herumstehen, lange Fahrten zu Supermärkten, unnötiges herumgekreisel mit 50 anderen Charteryachten vor der Tankstelle etc). Alles in allem ein sehr gelungener Urlaub.