Planen Sie Ihren Segelurlaub
Unsere Reiseberater stehen Ihnen gerne zur Verfügung, um Ihren individuellen Urlaub zu planen.

14 Nov., 2014
von Lothar Birk
Kanarische Inseln
Bavaria 50 Cruiser

Samstag 15.2.2014

Tag 1 am 15 Feb., 2014

Die Crew traf sich am Hafen von Puerto Calero, aber die meisten hatten kein Gepäck, das war in
Madrid nicht umgeladen worden.

Sonntag 16.2.2014

Tag 2 am 16 Feb., 2014

Bei einer Windstärke von 8 Beaufort, wurde es ein
Hafentag, der vom Skipper und CoSkipper
zum
Einsammeln des Gepäcks genutzt wurde.
Das kam dann in einzelnen Chargen, gegen 19:00
Uhr waren dann alle Gepäckstücke auf dem Boot.

Montag 17.2.2014

Tag 3 am 17 Feb., 2014

Nach den üblichen Hafenmanövern, (ablegen,Wende auf dem Teller, Rückwärtsfahrt, aufstoppen,
90 Grad Winkel fahren und ähnliches) geht es Richtung Süden an der Ostküste von Fuerteventura
entlang. Zwischen Lanzarote und Fuerteventura begleiten uns Delphine, fast eine halbe Stunde lang.
Da wir gegen 17 Uhr im Hafen von Castillo über Funk erfahren, daß für uns kein Platz vorhanden
ist, geht es weiter nach Morro Jable. Mit 6 Beaufort und Raumshotskurs machen wir eine
Durchschnittsgeschwindigkeit von über 8 Knoten und erreichen gegen 23 Uhr, nach über 80
Seemeilen, den Hafen. Einige nette Einheimische zeigten uns mit Licht die Zufahrt zur Tankstelle,
an der wir dann übernachten konnten.

Dienstag 18.2.2014

Tag 4 am 18 Feb., 2014

Morro Jabble ist ein Ort, der vom Hafen aus leider nur sehr schwer zu erreichen ist, so daß wir
beschlossen Richtung Gran Canaria zu segeln. Wir hatten wieder Windstärke 67
Beaufort aus
NNE und eine wunderschöne Atlantikwelle. Die Bavaria 50 Cruiser schoss regelrecht durch die
Wellen und laut GPS erreichten wir beim Runtersurfen der Wellen Höchstgeschwindigkeiten von
bis zu 13 Knoten. Obwohl manche der
Crewmitglieder noch nie solche
Wetterbedingungen erlebt hatten, war die
Stimmung super und wir hatten keinen
Ausfall durch Seekrankheit. In der Düse
zwischen Fuerteventura und Gran Canaria
frischte der Wind nochmals auf und die
Frage, was wenn dies ein Amwindkurs wäre,
war für einige Crewmitglieder unangenehm.
Der Skipper und CoSkipper
allerdings,
freuten sich auf die noch anstehende Fahrt
zum Endhafen Las Palmas, die dann
Amwindkurs in Aussicht stellte. Doch jetzt
genossen wir erstmal den Raumshotskurs
und die erneute Begleitung von Delphinen, die diesmal scheinbar noch mehr Spass hatten als am
Vortag und mit uns um die Wette schwammen. Selbst bei ca. 10 Knoten schossen sie mit scheinbar
doppelter oder dreifacher Geschwindigkeit an uns vorbei und machten Luftsprünge. Manchmal sah
es so aus, als wenn sie uns zu größerer Geschwindigkeit anfeuern wollten, aber wir hatten unser
'Pulver' verschossen, es ging einfach nicht schneller.
Nach ca. 9 Stunden hatten wir 85 Seemeilen zurückgelegt und erreichten den Hafen von Puerto
Mogan auf Gran Canaria. Die Begüßung durch irgendwelche SecurityMitarbeiter
war: 'Harbour is
full', doch wir fanden einen Platz an einer Kaimauer vor einer 64feet Rennyacht. Das Manöver war
schwierig, da der Platz eng war und wir die Rennyacht nicht beschädigen wollten, aber durch eine
hervorragende Mannschaftsleistung, lagen wir nach dem 3. Versuch fest und freuten uns auf einen
Hafentag in Puerto Mogan.

Mittwoch 19.2.2014

Tag 5 am 19 Feb., 2014

Puerto Mogan ist ein wunderschöner Hafen mit attraktivem Ort, der für einen Hafentag zum
Erholen wie geschaffen ist. In der Capitanerie erregten wir erstmal Aufsehen, da unsere Crew mehr
Frauen als Männer hatte. Leider bekamen wir aber keinen Liegeplatz für die kommende Nacht, da
sich eine 'RussenRegatta'
angesagt hatte, die mit knapp 20 großen Yachten den Hafen reserviert
hatten.
2 Stunden später bekamen wir Nachricht von der Capitanerie, die 'RussenRegatta'
sei abgesagt, da
die Windvorhersage mit 7 Beaufort über 2 Windverstärkungszonen zu heftig sei, wir könnten also
bleiben! So verbrachten wir einen wunderschönen Tag in Puerto Mogan, mit shoppen, Bier trinken, sonnen und bummeln.

Donnerstag 20.2.2014

Tag 6 am 20 Feb., 2014

Heute soll es nach Las Palmas, unserem Zielhafen gehen, der
Wind kommt wieder von NNE mit 67
Beaufort und wir werden
nach der Südspitze hinter Maspalomas den erwarteten
Amwindkurs haben. Da wir zuerst einen schönen Halbwindkurs
fahren können, wird die Warnung des Skippers, 'wir liegen bald
auf der Backe' zwar gehört, aber nicht wirklich realisiert. Die
Rettungswesten waren angelegt, das 3.Reff gesetzt, doch dann
kam es von einer Sekunde auf die andere, wir hatten die Huk
umrundet! Unsere Fock, die laut Vercharterer 'not,not new' sei,
hielt die Belastung eine knappe Stunde, bevor ein Riß quer durch
das Segel ging. Beim Versuch die Fock zu bergen löste sich die
Holeleine von der Trommel und die Fock rollte sich fast wieder
aus, bis sie sich irgendwie verhakte. Der Skipper und CoSkipper
befestigten die Trommel und den Rest der Fock, damit das Segel
nicht weiter ausrauschen konnte. Unter Motor ging es dann nach
Las Palmas. Der Amwindkurs unter Segel war damit beendet …
Wir erreichten Las Palmas Freitag gegen 00:30Uhr, also wie
immer nachts...

Freitag 21.2.2014

Tag 7 am 21 Feb., 2014

Nachdem uns von der Capitanerie am Morgen ein Platz zugewiesen wurde, fuhren wir zum ersten
mal in eine Box, was beim ersten Anlauf gelang, obwohl der Rudergänger noch nie ein solch großes
Boot eingeparkt hatte. Die Fock oder was noch von ihr übrig war, machte keinen guten Eindruck...
Nach ausgiebigem Frühstück, ging es auf nach Las Palmas. Die Stadt konnte allerdings nicht
überzeugen, vielleicht muss man länger bleiben, um die schönen Ecken von Las Palmas zu finden.
Der Abschiedsabend in einem Restaurant im Hafen verlief 'feucht fröhlich'. Unsere Stimmung war
eine Mischung aus Freude über die schöne gemeinsame Zeit und der Trauer, daß alles schon vorbei war.

Samstag 22.2.2014

Tag 8 am 22 Feb., 2014

Der Törn ist zu Ende, wir haben in 3 Segeltagen 220 Seemeilen zurückgelegt. Die Erkenntnis ist,
daß wir nochmals zu den Kanaren zurückkommen, aber dann für 10 bis 14 Tage, denn die Strecken
sind lang und ein paar Tage Reserve wegen Starkwind sollten mit eingeplant werden.