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2 Nov., 2014
von Kurt Schweizer
Skandinavien / Nordeuropa
Bavaria 31 Cruiser

Anfahrt

Tag 1 am 13 Sept., 2014

Ankunft in Abenra erst gegen 16.30 Uhr. Leider viel zu spät aufgrund ausgedehnter Staus auf der Anfahrt.. Außerdem Einkaufsprobleme beim Skandinavien-Center vor der Grenze. Für Bunkern nicht geeignet (Alles nur in Paletten, also nicht eine Packung Müsli, sondern 20 oder keine) Trotzdem ließen wir uns vor der Bootsübernahme Annie`s Kiosk in Abenra-Kruso nicht entgehen. Es ist nun mal Kult dort den besten und überall bekannten dänischen Hot-Dog zu genießen. Der Andrang bestätigte dies erneut. Auch die Familie Petterson, die das Boot übergaben, hatten trotz der langen Wartezeit hierfür Verständnis. Nochmals vielen Dank. Die Übergabe der Bavaria 31 Cruiser war super und ausführlich.Bei 6 Feuerlöschern wären wir für jeden Großbrand einsatzbereit.
Abends Essen im Viva in Abenra (griechisch, indisch, mexikanisch) Normale dänische Preise (zw.25 - 30 € inkl.Getränke), wobei Bier in Dänemark mit 6 - 7 € kräftig zu Buche schlägt.

Sanderborg

Tag 2 am 14 Sept., 2014

Bei Wind von 23 - 26 Kn fahren wir gegen 10.30 Uhr aus dem Hafen von Aabenraa. Um aus dem Fjord raus zu kommen ist bei NNO zunächst widerliches Kreuzen mit erheblichem Wellendruck in die Bucht angesagt. Zunächst mit gerefften Segeln, bis man sich etwas an das Verhalten des Bootes gewöhnt hat. Viel Zeit verloren. Später dann nach abfallen nach Steuerbord in den Als Fjord und weiter über den Als-Sund bis nach Sanderborg unter Vollzeug mit halbem Wind, 4-5 Kn Speed bei nachlassendem Wind am Nachmittag. Klappbrücke in Sanderborg öffnet alle Stunde. Sehr guter Liegeplatz längseits am Hafen Holzbollwerk. Ca. 20 € Liegegebühr. Sanitäranlagen nicht besonders.
Abends / Nachts heftiger Regen+Gewitter.
Essen sonntags nach 20 Uhr schwierig. Mongolisches Büffet 20 € All you can eat. Supi.

Soby auf Aero Stand Seem= 1543

Tag 3 am 15 Sept., 2014

Auf der Fahrt von Sonderborg nach Sorby (35 sm). 10 Uhr gestartet. Wind 20 - 25 kn, Böen bis 27/28 kn. Segel in kleinem Reff. Wie immer kreuzen. Um Zeit zu gewinnen bis zur Landspitze Kegnes am Schluß motort. Riesige Wellen. Aufgrund Wellengang und Gegenwind kurzfristig erstes Ziel Marstal auf Aero gecancelt. Richtung Nord nach Sorby. Trotzdem ständiges gekurbel. Geschwindigkeit nicht sehr groß. Immer noch gigantische Wellen. Bug hämmert Pfähle in den Grund. Endlich ziemlich geschafft 18.30 Uhr Ankunft Sorby. Hafen nahezu leer. Von drei Steganlagen nur eine Reihe längseits in Windrichtung . Legen ebenfalls längseits auf der Luvseite des Steges an, obwohl natürlich Boxen vorhanden sind. Bequemlichkeit hat gesiegt.

Faaborg auf Fyn Stand Seem= 1558

Tag 4 am 16 Sept., 2014

Morgens Anschiß vom Hafenmeister kassiert. Berechtigt wenn man quer zu den Liegeplätzen Längseits anlegt. Ein echtes Unikum. Erhielt danach noch Lehrstunde in Anlegemanövern.Es war zu toll und wir waren danach wie alte Freunde auf Du und Du.
Den ganzen Tag herrlichster Sonnenschein.Zum ersten Mal hat Fahrziel und Windrichtung gestimmt.Bei Wind von 16 - 20 kn lief die kleine Bavaria mit 6,8 Kn vor dem Wind. Wir flogen nach Faaborg, obwohl wir am Schluß,eben wegen der Wellenreiterei Reff einzogen.Danach immer noch 5 - 5,5 kn aber wesentlich angenehmeres Fahren.
Bereits nach 1 3/4 Stunden Ankunft Faaborg. Nach den zwei vorangegangenen Kampftagen Erholung. Faaborg war hier genau richtig. Wunderschöne Stadt, alte Häuschen und Bummeln. Nur Essen wie immer ein finanzieller Kraftakt. Pizza 18 €.

Assens Stand Seem.=1588

Tag 5 am 17 Sept., 2014

Um 10 Uhr Start in Faaborg. Bei bestem Ostwind (5 BfT) zunächst unter Butterfly Richtung Westen. Bei der Passage der Insel Lyö zum ersten Mal den Autopiloten in Betrieb gesetzt. Nur wenige Minuten reichen und er ließ sich nicht mehr abschalten.Bei Umschaltung auf manuelle Steuerung trennte sich der Motor von der Steuranlage nicht mehr. Er mußte als ständig mitgedreht werden, was doch Kraftaufwendig war. Ein einziger kurzer Anruf brache den Tipp. Mit einem kurzen Schlag mit dem Bolzenschneider gegen den Motor lösten sich die Magnetkontakte etwas. Die Steurung ging zwar immer noch schwerer als zuvor, aber der Motor mußte wenigstens nicht mehr mitgedreht werden. Nach der Umrundung von Helnaes ging es dann immer noch bei herrlichem Sonnenschein und gutem Halbwind nach Assens, wo wir bereits um 17.10 Uhr nach 33 Sm eintrafen.

Der Hafen bittet gute Versorgungsmöglichkeiten / Bäcker in unmittelbarer Hafennähe. Die Stadt selbst ist nett, aber nicht so schön wie Faaborg.

In der Fußgängerzone fanden wir jedoch das Restaurant HENDRIK IX, wo wir sogar noch kurz nach 20 Uhr Essen bekamen. Das Restaurant kann nur wärmstens weiterempfohlen werden. Nicht nur weil das Essen sehr gut war, sondern auch das Preis-/Leistungsverhältnis verdient Lob.

Dyvig Stand Seem. = 1613

Tag 6 am 18 Sept., 2014

Erneut bei schönstem Sonnenschein Start in Assens. Nachdem Winde aus NNO mit Geschwindigkeiten bis 14 km/h vorhergesagt wurden und am Freitag noch weniger, entschieden wir uns bereits Richtung Heimathafen aufzubrechen. Nachdem dann allerdings zw. 5 kn und zeitweise Wind mit 15 kn blies, waren wir bereits um 16.00 Uhr in Dyvig. Wie angekündigt, ist es wirklich eine der schönsten Buchten Dänemarks. Die Zufahrt ist wirklich toll, wenn man zwischen Kühen und Häusern durch eine schmale Rinne in die Bucht einfährt. Die Bucht ist wirklich lohnenswert. Vor allem der Blick auf das Hotel beim Sonnenuntergang war es wert bei Spaghetti und einem Glas Rotwein den Tag ausklingen zu lassen.

Apenrade / Heimathafen Stand Seem. = 1625

Tag 7 am 19 Sept., 2014

Von Dyvig nach Apenrade- ein Katzensprung- bei genug Wind. Der Wind war mit 5 kn doch etwas schwach am heutigen Tag. Zudem brauchte die Sonne doch einige Zeit bis sie gegen 12 Uhr es endlich geschafft hatte durchzukommen. Der Rest des Tages war schönster Sonnenschein. Am Nachmittag frischte der Wind dann auch auf zw. 10 - 14 kn zeitweise. Da wir ausreichend Zeit hatten ließen wir uns in aller Ruhe mit der Genua in den Aabenraa-Fjord ziehen,wo wir um 15 Uhr in den Hafen einliefen.
Das Auffüllen des Diesels gestaltete sich etwas kompliziert. In Dänemark herrscht schon etwas der Automatenwahn. Man muß abschätzen, wieviel Liter Diesel man benötigt. Dann holt man sich am Automat ein Karte, die entsprechend der gewünschten Menge kostet. Dann mit der Karte zum Betanken. Schitt- zuviel. Wieder zum Automat. Karte zurück in den Automat.Nur bis 100 Kronen Rückzahlung. Rest was mehr auf der Karte ist, muss beim Hafenmeister angefordert werden.

Anschließend nochmals eine Stadtbesichtigung inklusive Schloß. Apenrade ist auch sehenswert. Viele versteckte Gässchen und wunderschön hergerichtete, putzige Häuser. Unser Abschlußessen im Cafe Storm auf dem Marktplatz war ebenfalls ein voller Erfolg. Wir waren sehr zufrieden. Das Cafe ist sehr zu empfehlen und bekommt von uns eindeutig einen Master-Yachting Punkt als stick&click location erhalten. Neben Anny`s Kiosk und der Gaststätte Hendrik IX den dritten Punkt auf unserer Tour.

Rückfahrtag

Tag 8 am 20 Sept., 2014

Bootsabnahme ohne Probleme und zügig. Kurz nochmals die Schwiergikeiten mit der Steuerautomatik besprochen und eine Kleinigkeit.

Wir waren mit dem Service, dem Schiff und mit Frau und Herrn Petterson sehr zufrieden.

Insgesamt war auch der Törn, natürlich auch wegen dem größtenteils sonnigen Wetter, wirklich klasse. Das Segelrevier kann ich nur weiterempfehlen und wir haben noch lange nicht alles gesehen.