11.06.2005 - 09.07.2005

Fethiye, Türkei
22 Jul 2005

11.06.2005 - 09.07.2005 Oceanis 423 Das Revier zwischen Göcek und Gülluk ist für mich nach wie vor das Beste im Mittelmeer. Der Fethiye Golf ist ideal für den Törnstart. Die Grundversorgung gibt es in Göcek und die frischen Leckereien in Fehtiye auf dem Markt. Leider liegt die Clubmarina Göcek etwas abseits vom Ort aber die meisten Händler liefern fast bis ans Boot. Deshalb sind wir nach der Bootübernahme am Samstag durch einige der Buchten im Fethiye-Golf gebummelt und dann am Montag nach Fethiye in die Marina. Fethiye bietet prima Einkaufsmöglichkeiten und ist nicht so hektisch und laut wie z.B. Marmaris. Ein Besuch im Türkischen Bad und ein Bummel durch den Markt sollte man sich nicht entgehen lassen. Auf dem Markt kann man selbst die Leckereinen aussuchen und sich diese dann in einem der Restaurants zubereiten lassen. In den Buchten im Fethiye-Golf zeigt sich dann aber auch schon die Tendenz zum Massen-Yachttourismus. Die Zahl der Güllets nich immer noch zu und auf einigen dieser Boote wird anscheinend nur gesoffen. Zusätlich zum normalen Beiboot gibt es immer häufiger Boote mit leitungsstarken Motoren um zusätzlichen "Wassersport" (Banane oder Ringe) anzubieten. Auch Jetski werden immer häufiger mitgeschleppt und so sind einstmals ruhige Buchten nun lärmiger Tummelplatz für gelangweilte Pauschaltouristen, die bis in die späte Nacht mit Motorenlärm oder lauter Musik schon sehr stören können. Es gibt aber auch noch ruhige Plätze, die vielleicht nicht ganz so malerische und gut geschüzte Ankerplätze bieten. Aber ohne blinkendes Discoboot als Nachbarlieger zeigt sich der Sternenhimmel in voller Pracht und einzelne bekannte Sterbilder verschwinden im Lichtermeer der Sterne. An diesen ruhigen Orten lohnt es sich dann auch Nachts schimmen zu gehen, denn nur so kann man das Funkeln und Glitzern im Wasser gut sehen. In vielen Buchten auf dem Weg nach Bodrum gibt es Restaurants mit Holzstegen. Etliche davon bieten neuerdings auch Mooringleinen. Es wird zwar erwartet, dass man auch dort auch isst aber wir wurden immer sehr gastfreundlich behandelt wenn wir nur zum Anlegebier oder Abends zum Schlummertrunk erschienen sind. Besonders nett war es z.B.: bei AliBaba in BozukBukü bei Tulpe "Lale" in Bozburun (unzählige, leckere Vorspeisen zu günstigem Preis) bei Ali in Dirsek bei RoseMary in Cökertme und bei OSMAN in Selimye Das hochgelobte Aurora (rote Hand) in Selimye hat uns nicht gefallen. Schon beim Anlegen raubte uns der übereifrige Wirt den letzen Nerf. Er gab nur Ruhre als wird drohten wieder abzulegen wenn er nicht endlich Ruhe gibt. Er glaubt er kann einfach alles besser und muß daß auch noch jedem sagen. Damit erzeugt er Probleme wo vorher gar keine waren. Die nette Anlage und die Qualität von Essen besserten unsere Stimmung zwar noch aber nächstes Mal werden wir wieder bei Osman (neben dem Stadtkai) anlegen. Osman bietet auch Mooringleinen am Steg, einen Willkommensdrink aufs Haus und eine sehr gute Küche. Die schönsten Anker-Plätze fanden wir im Yesilova-Golf, hier ist nicht so viel los wie weiter südlich. Noch ruhiger wurde es dann im Gökova-Golf und fast einsam im Güllück-Golf. In Güllück und weiter nördlich gab es nur wenige Güllets und noch weniger Charterboote, so daß wir oft alleine in einer Bucht lagen. Von den Städten fanden wir Fethiye am schönsten, Bozburun viel netter als sein Ruf, Datca verschlafen, Bodrum am angenehmsten und Marmaris unerträglich laut. Um Marmaris werden wir in Zukunft ein Bogen machen. Je weiter wir nach Norden kamen desto anspruchsvoller wurde das Revier. Im Güllück-Golf war es schon sehr windig und einer der Güllet-Kapitäne meinte, es wäre nicht sehr schön dort weil es immer zu viel Wind gäbe. Insgesamt verlief der Törn sehr positiv. Es gab immer genug Wind zum Segeln. Das Wasser ist sehr sauber und beim schnorcheln gab es einiges zu sehen. Die Gastfreundschaft übertraf die Erwartungen und einige der Mitsegler änderten ihre Meinung über die Türkei. In den Restaurants hatten wir nie das Gefühl das die Rechnung überteuert war, obwohl man schon Überaschungen erleben kann wenn man sich nicht traut vorher nach dem Preis zu fragen (besonders beim Wein und Fisch). Wir haben uns das jedenfalls zur Regel gemacht und dann auch nie Probleme. Nach vier Wochen hatten wir noch immer nicht genug vom Segeln und der Türkei und so waren wir uns letztlich einig daß dies nicht der letzte Törn in der Türkei war !


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