04.07.15 - 25.07.15, Oceanis 41

Pointe-à-Pitre, Guadeloupe
10 Aug 2015

04.07.15 - 25.07.15, Oceanis 41 Allgemeine neutrale Infos, Tips und Erfahrungen welche wir auf unserem 3 Wochen one-way Törn von Guadeloupe zu den BVI’s gemacht haben. An bzw Abreise nach Guadeloupe Die Anreise via Paris ist bzw sollte eigentlich simple und einfach sein. Sollte, ist aber leider meist nicht so. Der Schlüsselpunkt ist und bleibt Paris, denn hier muss das Gepäck nochmals in Empfang genommen und der Flughafen gewechselt werden. Je nach Strassenverkehr in Paris, dauert der reine Bustransfer 45-60min, schnell aber auch mal 90min. Hierbei kann die Sanduhr einer kalkulierten Umsteigezeit von 2-3Stunden recht schnell ausrieseln. Es ist machbar, vorrausgesetzt man hat keine Verspätung, sucht nicht zu lange den passenden Bus und ignoriert gelassen alle evtl. Warteschlangen. Wir haben es geschafft 20min vor take-off im Flugzeug zu sein. Ein weiteres Crew Mitglied schaffte es noch mit 5min vor take-off, gut hier wurde dann das Gepäck erst nach 36Stunden später zum Schiff geliefert. Die Rückreise war zum Glück nicht weniger spannend. Wir hatten uns entschieden mit LIAT (luggage in another terminal) von Beef Island-Tortola zurück nach Guadeloupe zu fliegen um dann nochmals den Flughafenwechsel in Paris zu machen. Das Spannenste hierbei waren allerdings schon die einzelnen Zubringer nach Guadeloupe. Diese gingen mit Stop 1 auf St.Maarten und Stop 2 auf St. Kitts nach Antigua. Anschliessend Weiterflug nach Guadeloupe. Gut, das bei diesen Stops nicht unbedingt die Zeiten eingehalten werden könnnen ist klar und sollte man ja auch verstehen. Abflugzeiten sind ja auch mehr Richtwerte. Das dann aber auch noch beim Weiterflug von Antigua beim Startversuch der eine von beiden Motoren nicht so richtig will ist halt Pech. Die initiale eingeplante Umsteige- bzw Eincheckzeit hat sich dann doch nochmal von 2,5 Stunden auf ganze 15 Minuten reduziert. Aber Air France ist ja erfahren und flexible und hat uns somit das lästige Warten am Flughafen in Guadeloupe erspart. Dank an AirFrance, auch das Gepäck kam durch. Lesson Learned: Die Air France Telefonnummer vom Check-in in Guadeloupe besorgen. LIAT und Co geben keine Infos weiter und checken auch kein Gepäck durch. Guadeloupe und die Dream-Yacht Basis Wer sich entscheidet im July nach Guadeloupe zu reisen weiss dass dies nicht gerade die Hochsaison ist. Gut das wussten wir und wollten es auch so. Die Buchten und Häfen sind zu dieser Zeit einfach sehr ruhig. Tipp: es war eine gute Entscheidung, vorab den gesamten Proviant vorzubestellen. Die Preise von Appro Marine Service sind gut und die Ware wurde zur vollsten Zufriedenheit geliefert. Kein Einkaufsstress. Für diverse Kleinigkeiten gibt es im Hafen noch einen guten Supermarche. Mit dem Taxi am Sonntag zu einem der grossen Supermärkte zu fahren bringt halt eh nichts, denn diese sind alle geschlossen, wie fast alle Geschäfte. Wer Lust hat und sich die Zeit nimmt, sollte dann besser einen Taxibus nehmen und einen Tag das Landesinnere von Guadeloupe erkunden. Am besten direct eine kurze Notiz an die Basis senden bzw am Anreisetag festmachen. Die Basis von Dream Yacht Charter in Point a Pitre ist sauber und überschaubar. Für den Abend gibt es einige nette Restaurants. Ansonsten ist es dort sehr sehr ruhig. Wir waren zu der Zeit das einzige Schiff das gechartert wurde. Als erster Anlaufpunkt hatten wir uns "Iles des Saintes" ausgesucht. Kurzer netter erster Schlag von ca 20sm. Nette sichere Bucht. Guter Bäcker an Land mit frischen Baguette und Croissants. Wer wie wir vor hat via der Westküste Richtung Antigua bzw Montserra zusegeln, sollte sich evtl. bereits in Les Saintes überlegen auszuklarieren. Die Franzosen haben kein Problem wenn die eigentliche Ausreise dann doch 48 bis 72 Stunden dauert. Das Custom office in Desaies ist meist im Sommer geschlossen bzw hat individuelle Bürozeiten. Alternative ist dann nur Basse Terre. Basse Terre, hat einen guten sauberen Hafen. Wenn sich keiner via VHF meldet kurz an die Tanke gehen, der Meister meldet sich dann schon. In Basse Terre kann man ebenfalls ausklarieren im Baracuda Restaurant, simple und unkompliziert. Tipp: Es hilft fast bei allen Custom-office eine ausgedruckte Crewliste. Fast alle erlauben dann, dass man diese beifügt und erspart zumindest die Crew details zu schreiben. Als Restaurant has sich das erste kleine mit creolischer Küche gut gemacht, gute frische Tageskarte. Ansonsten gibt es im bzw am Hafen "NICHTS". Geschäfte sind meist alle inlc. Supermarche im Sommer geschlossen. Nächste Einkaufmöglichkeit ca 4km in der Stadt. Basse Terre bietet sich an als Basis um in den Regenwald bzw zum Vulkan zu fahren wenn es klar ist. Wenn solch ein Ausflug nicht gelpant ist besser ausfallen lassen. Pigeon Island: "Jacques Cousteau" ist ein netter spot zum Schnorcheln und Tauchen. Starke Fallwinde machen es aber sehr tricky. Die wenigen Moorings für Yachten sind sehr sehr eng ans Ufer gesetzt. Risiko kann man eingehen, sollte man aber vielleicht besser nicht. Deshaies, immer noch sehr schöne ruhige Bucht mit Moorings. Fallwinde lassen es manchmal stärker erscheinen als es wirklich ist. Tipp: Der Botanische Garten soll sehr gut sein, letzter Einlass ist um 16:30, geschlossen wird um 17:30. Es gibt einen kostenlosen Transfer der einfach im Caffee am Dinghi Anleger mit einem Bier geordert werden kann, bzw könnte, wenn man nicht die 20min entlang der stark befahrenden Verbindungsstrasse bergauflaufen möchte. (Wir haben nicht bei einem Bier gewartet, dafür aber den letzten Einlass verpasst.) Antigua, es bietet sich meist an erst den längeren Schlag nach Antigua zumachen. Denn English Harbour kann man fast immer direkt ohne weitere Schläge erreichen. Wer mehr Zeit auf Antigua verbringt geht meist gegen den Uhrzeigersinn. Die Nordostseite hat sehr schöne Buchten aber leider sind dort auch fast alle Korallen abgestorben. Auch hier Antigua ist im Sommer sehr sehr ruhig, dennoch sehr gut zusegeln. Montserra, ist eigentlich ein “Muss” und sehr eindrucksvoll, nicht zuletzt wegen der sichtbaren Auswirkungen der Vulkanaktivitäten. Man kann meist gut in Little Bay ankern wie im Hafenführer beschrieben, nicht zu dicht an den Anleger da gegebenenfalls Abends noch eine Fähre kommt. Customs, Immigration sowie Port Office sind sehr simple. Auch hier hilft eine ausgedruckte Crewliste mit allen details. Tipp. Ein Muss auf der Insel ist eine Rundfahrt mit Joe bzw Charles. Es bietet sich an auch im Sommer vorher anzurufen und seine Fahrt zu reservieren. Es gibt nicht viele Fahrer auf der Insel. Wer noch Fleisch für den Grill braucht kann dieses am Ende einer Inseltour noch organisieren. Es gibt einige gute kleine Läden mit TK-Ware. Nevis, ankern bzw Mooring wie im Hafenhandbuck am Strand vor dem Hotel. Stadt bzw Dorf ist nicht wirklich eine Kulturstädte die man gesehen haben muss. Dann schon eher ins Landesinnere mit einem Fahrer. Customs ist Samstagmittag und Sonntags geschlossen! Man kann auch ohne Probleme am nächsten Tag in St. Kitts die Papiere machen wenn man denn dort hin möchte. St. Kitts, in der Hauptstadt Basse Terre befindet sich der übliche Kreuzfahrtanleger mit der tüpischen Shoppingmeile. Diese macht auch pünktlich mit Ablegen des letzten Kreuzfahrers alle Schotten dicht. Ein paar gute Restaurants gibt es aber dennoch in der Stadt. Wer in den Hafen muss bzw möchte aus welchen Gründen auch immer, sollte vorher den Hafenmeister anrufen. Der Hafen ist sehr klein und hat kaum Platz. Als freundliche Draufgabe gibt es im Hafen nach Holländischem Vorbild keine Moorings sondern Boxen mit je zwei Poller. Eigentlich sehr nett gedacht, wenn nur nicht der Abstand der Poller auch fast für einen Cat reichen würde und besagter Poller gut 3m jede normale Deckhöhe überragt. Kurzum sie sind wiet auseinander und recht hoch also gleich sehr sehr grosses Auge vorsehen das man auf- und auch wieder runterwerfen kann. Tipp, eigentlich braucht man den Hafen wirklich nur, wenn man einen Defekt hat bzw Strom braucht, sonst lieber in den Buchten bleiben wie die White House Bay. Beim Strom vorher (z.B. in Guadeloupe) daran denken, dass es einen passenden US Adapter auf dem Schiff gibt, sonst geht nichts. St. Eustatius, schlicht und einfach sehr schön. Alles wie im Hafenguide beschrieben. Statia ist auch ein sehr grosses Oel- und Rohstofflager. Es liegen daher meist ein paar Tanker auf Rede, die Oel löschen bzw aufnehmen, es kann schonmal recht hell werden in der Nacht. Customs einfach und unkompliziert, machen meist gegen 16:30 - 17:00 das Büro zu. Bei mehr als 20kn Wind fängt es an zurollen an der Mooring. St.Maarten, Philipsburg: guter Ankerplatz, auch wenn es einer der wenigen Plätze ist, wo Jetskis noch nicht verboten sind. Bobby Marina bietet einen sehr guten Yacht Service. Ein sehr guter Supermarkt befindet sich in der dritten Strassenreihe, 5min Fussweg. Das "Green House" ist ein passendes Restaurant direkt im Hafen das es nicht auf die Tagestouris abgesehen hat. Schöne Strandpromenade und 2 lange Shoppingstrassen mit interessanten Angeboten wie z.B. 1 Heineken just for looking! Transit von St.Maarten in die BVI's. Je nach Wind und Wetter lassen sich die 85sm bei Tageslicht absolvieren. Man darf dann halt nicht trödeln, wenn man mit noch etwas Tageslicht ankommen möchte. Entspannter ist es aber mit einer Nachtfahrt. Aufgrund von Wetter hatten wir uns entschieden im Morgengrauen loszusegeln. Mit einem Schnitt von 6,5kn passte es genau, das wir 30min vor Sonnenuntergang in Cooper Island vor Anker lagen. Wir haben dann unseren letzten und auch grössten Customs-Checkin so gestaltet, dass wir früh in the Bath festgemacht haben. Die Crew konnte dann baden und der Skipper durfte mit dem Dinghi nach Spanish Town fahren den Papierkram erledigen und etwas einkaufen. Customs und Co hat damit kein Problem. Man sollte Zeit und Geld einplanen für den Checkin, denn es müssen bei Immigration für alle Crewmitglieder einzeln die Einreisedokumente erstellt werden. Für unsere Besatzung von 5Personen durften wir incl Cruising Permit 180 USD bezahlen. Bei der Ausreise am Flughafen sind dann nochmal 20USD pro Person fällig. Nach 2 Wochen Inselhüpfen mit täglich 6-8BFT waren die BVI's der passende Abschluss noch eine Woche entschleunigen. Die BVI's waren im Gegensatz zu allen anderen Inseln recht gut besucht und die Bonga-Bonga PowerCats bauen sich einen gewissen negativen Ruf auf. Cane Garden hat nun alle Dinghis an einen Anleger auf der Nordseite verbannt, der Strand ist durch Schwimmbereiche komplett geschützt. Vielleicht sollte man hier auch mal die Aussenlautsprecher verbannen. Wer Ruhe sucht oder vielleicht mit nur einer Schallquelle auskommen möchte ist hier nicht richtig. Dann doch lieber gleich nach Just van Dyke. Ankertipp, Guana Island hat jetzt auch zwei Reihen Moorings und wird seltsamerweise kaum angelaufen. Es gibt hier genau in der Mitte von Whitebay und Monkey point einen kleinen Strand, vor dem man bei gutem Grund perfekt liegt incl offenem Sonnenuntergang. Bester persönlicher Ankerplatz ist und bleibt aber immer noch Little Harbour auf Peter Island. Mit Achterleine und Anker liegt man entspannt vor einer tollen Kulisse. Umgeben von Pelikanen und immer etlichen Schildkröten. Wer dann noch tauchen möchte, kann sich von Blue Water Divers zu einem Tauchgang abholen lassen. Blue Water Divers haben ein Büro in Sopers Hole und Nany Cay. Termin entsprechend vorher vereinbaren. Wer dann noch ein kaltes Bier braucht kann das gleich via mit bestellen. Dream Yacht Charter Basis in Maya Cove, die Marina liegt nett und sicher hinter dem Riff. (Es fehlen immer ein paar Bojen, bei der Ansteuerung) Hafen liegt passend um in nur 15min zum Flughafen zukommen. Es gibt ein Restaurant mit einen gutem Frühstück. Aber ansonsten nichts. Wer nochmal essen gehen möchte braucht ein Taxi, hierbei den Preis vorher klären. Wir sind auf Empfehlung zum Strand -Restaurant LooseMangouse gefahren, gute einfache frische Küche. Es liegt am Flughafen an der Trellis Bay. 15min Fahrt kosteten schlappe 80USD für 5Personen. Zur Oceanis 41, sie lässt sich sehr gut auch bei mehr Wind mit wenigen Händen sicher bedienen. Sie benimmt sich auch bei mehr Wind sicher und ruhig. Segeln Top. Leben, geht so. Selbst mit nur 180cm und 80kg sind die Kojen recht eng zu zweit. Die Luftzirkulation in den Achterkabinen ist sehr gering. In unserer Version gab es einen zusätzlichen Motorraumlüfter der selbst fast die doppelte Lautstärke hatte als der Yanmardiesel selbst. Auch bei guten Wind ist man gezwungen die Maschine 2-4 Stunden laufenzulassen um noch entsprechend Power zuhaben. Das geht besser! Gross hatte nur zwei Reffs eingebaut was bis 35kn ok war, aber nicht sicher ist für solch ein Revier. Fazit, die Leewards und BVI's sind ein perfektes Revier im Sommer. Guter Wind, kein Stress, ruhige Buchten, gute Preise.


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