28.09.13 - 08.10.13, Hanse 415

Kalamaki, Griechenland
10 Oct 2013

28.09.13 - 08.10.13, Hanse 415 Wir hatten enorm gutes Wetter. In 10 Tagen gab es täglich genug Wind zum Segeln mit Windstärken zwischen 4 und 7 Bft. Nachts wurde es zwar recht kühl und es war regelmäßig Ölzeug angesagt. Das Segeln war allerdings dafür richtig gut. Wir sind ca. 230 der etwa 300 Seemeilen unter Segel gewesen. Die Hanse 415 läuft bestens im Vollzeug. Im ersten und zweiten Reff lässt sich das Groß nur mäßig gut trimmen. Diese Yacht ist eine echte Empfehlung! Kleiner Wermutstropfen für Crews, die arbeiten möchten: Sie hat eine Selbstwendefog. Auf der Süd-Westseite von Salamina befindet sich die Bucht Kanakia, in der man bei N-/NO-/O-Wind wunderschön vor Anker liegen und schwimmen kann. Im Hafen Gavrios auf Andros sollte man auf jeden Fall bedenken, dass dort gleich zwei Fähren verkehren, die ggf. auch zeitgleich an- und ablegen. Hier muss man wirklich darauf achten, dass der Anker fest liegt oder, wenn man längsseits geht, gut abgefendert ist. Die Fähren drücken mächtig aufs Gas und die festgemachten Yachten dabei gern gegen Kaimauer. Wer er ruhig mag, sollte den Hafen von Lavrion eher meiden. Er liegt sehr zentral und ist nur sehr bedingt schön. Die direkt am Kai befindlichen Diskotheken haben am Wochenende bis morgens um 6:00 Uhr richtig Trubel und man liegt dort mitten im Lärm. Im Hafen von Mericha auf Kithnos muss bei entsprechendem Wind unbedingt darauf geachtet werden, dass der Anker sicher hält. Wir brauchten einige Ankeranläufe und hatten bei S-/S-W-Wind enormen Druck. Schließlich mussten wir nachts sogar noch verholen, da sich mehrere Yachten losgemacht hatten und vertrieben. Man liegt aufgrund der sich aufbauenden Welle ziemlich unruhig. Eine hübsche Stadt ist Emoupoli auf Syros. Wir haben dort bei NO-Wind relativ ruhig im Stadthafen gelegen. Und ein Landgang in der Stadt mit seinen schönen Gassen und einigen anderen Sehenswürdigkeiten lohnt sich auf jeden Fall. Griechenland ist nach wie vor kein Land, in dem Segler schöne und gut ausgestattete Marinas mit viel Komfort erwarten dürfen. Die Hoffnung, dass sich das mal ändert, habe ich inzwischen auch aufgegeben. Wer täglich duschen möchte, sollte darauf achten, immer genug Wasser an Bord zu haben und die Bord-Toilette funktionsfähig zu halten. Aber vielleicht macht gerade das alles auch den Reiz aus, dorthin zu gehen. Die meisten Häfen und Marinas bieten zudem keine Moorings an. Daher liegt man hier noch immer vor Anker und wird mit dem Bug oder Heck an die Mole gehen. Generell sollte dann auch immer noch eine Spring gelegt werden, da der Wind und/oder der Seegang mächtig Druck ausüben. Schöner Nebeneffekt: Man spart drastisch an Liegegebühren, die in der Regel nicht anfallen. Für Strom und Wasser sind ebenfalls nur wenige Euro notwendig. Sicher hätten wir es dieses Mal auch anders treffen können, aber wir hatten einen perfekten Törn mit viel Wind und Welle. Jemand, der segeln möchte, keine Angst vorm Nasswerden hat und nicht vornehmlich Wert auf Komfort legt, findet in diesem Teil von Griechenland ein tolles und abwechslungsreiches Revier. Die schönste Ankerbucht / Hafen war: Salamina - Kanakia


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