31.12.2005 - 07.01.2006

St. Lucia, St. Lucia
09 Feb 2006

31.12.2005 - 07.01.2006 Dufour 40 Der Törn: 1. Tag - Le Marin (Martinique) nach Rodney Bay (St. Lucia), ca. 28 sm: Nach kurzem Vertrautmachen mit den Eigenschaften und Eigenheiten der Yacht begann endlich unser Törn gen Süden. Sobald wir den Landschutz verlassen hatten, begrüßte uns der Atlantik mit bis zu 3 m hohen Wellen und guten 4-6 Bft. Da die Wellen in der Karibik auf offener See immer von nord-osten anlaufen, mussten wir schon ganz schön mit dem Ruder kämpfen, um auf Kurs zu bleiben. Kleine Böen, welche kurzen Regenschauern voraus ziehen, werden durch Anluven "entschärft" und in Höhe verwandelt. Die Einfahrt in die Rodney Bay gestaltete sich sehr einfach und der Anker hält bestens auf dem sandigen Grund. Da wir im SW der Bay ankerten war das Einklarieren recht zeitaufwendig. Das Büro liegt auf der andern Seite der Bay. 2. Tag - Rodney Bay (St. Lucia) nach Soufrière (St. Lucia); ca. 17 sm: Vorbei an wunderschönen Stränden und den Gebirgszügen von St- Lucia war unser erstes Ziel die Anse Cochon. Dort machten wir einen kurzen Bade- und Schnorchelstopp. Weiter ging es nach Soufrière, wo wir dann an einer Mooringboje und Achterleine (an einer Palme) vor dem Petit Piton die Nacht verbrachten. Da die Strömung direkt von der Seite kam, wurden wir ordentlich in den Schlaf gewiegt. 3. Tag - Soufrière (St. Lucia) nach Port Elisabeth (Bequia); ca. 55 sm: Um unser Ziel Mustique zu erreichen, segelten wir heute eine sehr weite Strecke. An St. Vincent vorbei ging es direkt auf Bequia zu. Die Überfahrten zwischen den Inseln waren, wie schon am ersten Tag, recht anstrengend. Diesmal erwarteten uns bis zu 4 m hohe Wellen, Regenschauer, aber guter Segelwind. Belohnt wurde die Überfahrt mit unzähligen fliegenden Fischen, welche aus den Wellen springen, um anschließend bis zu 60 m weit über dem Wasser zu gleiten. Die Admirality Bay bei Port Elizabeth war sehr voll. Trotzdem hatten wir einen guten Ankerplatz gefunden. Auch hier hielt der Anker bestens. In Port Elizabeth gibt es ein Krankenhaus, welches ich aufgrund von Ohrenschmerzen besuchen mußte. Meine Befürchtung, eine horende Summe für die Behandlung zu bezahlen, wurde zum Glück nicht erfüllt. Behandlung sowie Medikament waren kostenlos. 4. Tag - Port Elizabeth (Bequia) über Mustique in die Friendship Bay (Bequia); ca. 20 sm: Bestes Segelwetter begrüßte uns an diesem Morgen. Zwischen den kleinen Inseln machte das Segeln am meisten Spaß. Wir erreichten Mustique gegen Mittag. Weißer Sand, türkis-hellblaues Wasser, unzählige Schneckengehäuse am Strand umsäumt von Kokospalmen - die Insel erfüllt das Klischee der Karibik perfekt. Leider waren die Cocktails in "Basil`s Bar" nicht empfehlenswert. Trotzdem war Mustique eines der Highlights des Törns. Zurück ging es östlich der Isle a Quatre in die Friendship Bay. Da der Einfahrt zu beiden Seiten ein Riff vorgelagert und diese selbst nicht sonderlich Breit ist, mussten wir hier sehr gründlich navigieren. Unsere Yacht war in dieser Nacht das einzigste Boot vor Anker, was uns zuerst ein wenig stutzig machte. Unsere Bedenken blieben aber unbegründet und der Anker hielt perfekt. Durch das vorgelagerte Riff war dies die ruhigste Nacht unseres Törns. Lediglich ein leichter Schwell und ein paar Böen setzten die Yacht in sanfte Bewegung. Ansonsten hätte uns fast nichts daran erinnert, auf einem Boot zu schlafen. 5. Tag - Friendship Bay (Bequia) nach Wallilabu Bay (St. Vincent), 29 sm: Der 5 Tag begann mit einer sehr schönen Durchfahrt zwischen dem Middle Cay und Petit Nevis. Um im Landschutz zu bleiben, seglten wir westilch um Bequia herum. Die Überfahrt zwischen Bequia und St. Vincent ging -wie erwartet- langsam vonstatten, da wir hart am Wind gegen die Wellen des Atlantik segelten. Gegen der Empfehlung einiger Hafenhandbücher war unser Ziel die Wallilabu Bay auf St. Vincent. Dort eingelaufen erwarteten uns schon 7 Boat-People, die uns beim Festmachen helfen wolten. Diesen Service sollte man auch nutzen. Zum einen muß man sein Dingi nicht klarmachen um die Achterleine an Land zu befestigen, zum anderen hat man Ruhe vor den andern Boat-People. Freundliches aber bestimmendes Auftreten sind hier Pflicht. Unfreundlichkeit oder gar Zorn über die doch sehr aufdringliche Art der Boat-People sind absolut fehl am Platz und bringen nur unnötigen Stress. Wir entschieden uns also für einen der Boat-People (Randolph). Endlich an Land erwartete uns eine Überraschung. Da hier der Film "Fluch der Karibik" gedreht wurde, stehen noch die Filmkulissen und untersteichen den karibischen Flair der sehr schönen Bucht. Die Führung zu den "Wasserfällen" ist bedingt zu empfehlen. Die Wasserfälle entpuppten sich eher als Müllhalde und sehr beeindruckend sind diese auch nicht. Trotzdem haben wir von unserem Führer Randoplh viel über die Insel, die Vegetation und die Dreharbeiten zu "Fluch der Karibik" erfahren. Insgesamt also doch eine lohnende Investition. Wenn man im dortigen Restaurant zu Abend ist, darf man die Moorinbojen kostenlos benutzen. Das Essen ist nicht überteuert und lecker. 6. Tag: Wallilabu Bay (St. Vincent) nach Marigot Bay (St.Lucia); ca 50 sm: Morgens um 6 liefen wir aus, um den weiten Schlag nach St. Lucia zur Marigot Bay segeln zu können. Wir verließen den Landschutz von St. Vincent mit vollgerefften Segeln, da die Überfahrt gegen Wind und Wellen normalerweise sehr rau ist. An diesem Tag aber war der Wind uns wohlgesonnen uns wir konnten die Überfahrt unter Vollzeug segeln. Nach einem kurzen Badestopp auf See sind wir 2 Stunden vor Sonnenuntergang in der Marigot Bay eingelaufen. Nach drei gescheiterten Ankerversuchen lagen wir die Nacht an einer Mooringboje. Der Untergrung ist in der Mangrovenbucht zum Ankern einfach zu schlammig. Zu empfehlen ist die Bar "The Rainforest Hideaway". Hier gibt es sehr gute Cocktails zu "westlichen" Preisen. Es gibt ein paar kleine Supermärkte im Hinterland der Bay. Zu Fuß läuft man ca. 30 min. 7. Tag: Marigot Bay (St.Lucia) nach Sainte Anne (Martinique); ca. 29 sm: Die letzte große Überfahrt unseres Törns zurück nach Martinique verlief wie zu erwarten. Hart am Wind kämpften wir um jeden Meter Höhe, da wir vor der Anse des Salines zum Baden vor Anker gehen wollten. Dies verhinderten leider vorgelagerte Sandbänke. Mit 2,8 m Tiefgang ist das Risiko Aufzulaufen einfach zu groß. Mit einem Katamaran oder weiger Tiefgang ist dies bei genauer Navigation aber ohne Probleme machbar. Auch die Zufahrt nach Sainte Anne ist nicht sonderlich tief. Zwischen Sandbänken hindurch muß man seinen Kurs gründlich fahren. 8. Tag: Sainte Anne (Martinique) nach Le Marin (Martinique), ca. 2,5 sm: Das letzte Stückchen sind wir nur unter Motor gefahren. Da man sich zwischen unzähligen Fischernetzen und Hummerbojen hindurch schlängeln muss, sollte man die Segel nicht setzen. Die Einfahrt nach Le Marin gilt als eine der schwersten in der Karibik. Wenn man sich an die gute Betonnung halt stellt sie aber keinerlei Problem da. Zum Stützpunkt "Sparkling Charter", Le Marin: Die Leitung des Stützpunktes ist sehr freundlich und hilfsbereit. Die Übernahme und Abgabe der Yacht ging sehr ruhig und ohne Probleme von statten. Sparkling Charter ist uneingeschränkt weiter zu empfehlen.


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