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Segeln an der türkischen Küste

Willkommen im Segelparadies! Die türkische Küste zählt wohl zu den schönsten Revieren für Segler im Mittelmeerraum. Schließlich hat das Land allerhand in petto, was selbst erfahrene Segler hin und wieder zum Tagträumen animiert: traumhafte Sandstrände, kristallklares Wasser, ruhige Buchten, eine beeindruckende Vegetation und eine fjordähnliche Küstenlandschaft. Und das Beste dabei: Im Vergleich zu anderen Segel-Destinationen im Mittelmeer ist die türkische Küste noch ein echter Geheimtipp. Klar, auch hier wächst das Segelaufkommen während der Hochsaison in den Sommermonaten immer mehr an. Doch im Vergleich dazu, was sich während der gleichen Zeit im westlichen Mittelmeerraum abspielt, herrscht segeltechnisch an der türkischen Küste Idylle und Ruhe pur.

Ankern: von Häfen und Marinas an der türkischen Küste

Das Zentrum des Yachtsegelns an der türkischen Küste befindet sich zwischen Bodrum und Fethiye und spielt sich vor allem an den Yachthäfen von Bodrum, Marmaris und Göcek ab. Grundsätzlich ist zu sagen, dass die türkischen Marinas allesamt sehr sauber, modern und immer einen Stopp wert sind. Wer mit seinem Segelboot aber lieber abseits von Städten ankert, findet in vielen Buchten reizvolle und sichere Ankerplätze. Auch in vielen kleinen Dörfern, Fischerorten oder Restaurants gibt es immer wieder die Möglichkeit einen Tag zu ankern, um dort die Bordvorräte aufzufrischen oder einen geselligen Abend in einer Taverne zu verbringen. Oft offerieren Restaurants ihren Gästen gratis Strom, Wasser, eine einfache Duschgelegenheit sowie Mooringleinen, für einen sicheren Übernachtungsplatz.

Der Hafen von Bodrum

Einer der beliebtesten Yachtcharter-Häfen in der Türkei ist die Milta Bodrum Marina in Bodrum. Die Marina hat insgesamt 450 Liegeplätze und jeden erdenklichen sonstigen Service anzubieten. Neben den zahlreichen Cafés, Bistros und Restaurants wartet auf Segler eine Einkaufsmeile mit Supermarkt und Boutiquen, ein Waschsalon, eine Erste-Hilfe-Station sowie kostenloses WLAN im gesamten Bereich der Hafen-Anlage. Gut zu wissen: Im Hochsommer sind die Liegeplätze der Marina gern komplett ausgebucht; vor allem an Wochenenden findet sich dann oft keinen freien Platz.

Der Hafen von Marmaris

Der Hafen in Marmaris im Süden der Halbinsel Bozburun zählt 720 Liegeplätze – und auch das Drumherum kann sich sehen lassen: von Restaurants über Supermärkte bis hin zur Erste-Hilfe-Station und einem Waschsalon ist für alles gesorgt. Wegen seiner perfekten Lage zwischen Bodrum und Fethiye bildet Marmaris nicht nur eine beliebte Anlaufstelle für einen Zwischenstopp, sondern auch gleich die perfekte Ausgangsbasis für einen Segelurlaub entlang der türkischen Küste. Heißt: Im Norden der Stadt liegt der Golf von Gökova, im Süden das Mittelmeer, im Westen die Datça-Halbinsel, im Osten der Bezirk Köycegiz mit seiner gleichnamigen See.

Der Hafen von Göcek

Die Marinas in Göcek haben sich in den letzten Jahren zu hervorragend ausgerüsteten Häfen gemausert, was sicherlich der Nähe zum internationalen Flughafen Dalaman zu verdanken ist. Obwohl der Ort Göcek selbst gerade einmal 3.100 Einwohner zählt, finden sich in den insgesamt fünf Marinas derzeit zusammen über 900 Liegeplätze. Da das Örtchen Göcek nicht mit schönen Sandstränden auftrumpfen kann, ist es bisher vom Massentourismus verschont geblieben. Jedoch lassen sich von dort aus viele bezaubernden Buchten in nächster Nähe ansteuern.

Die Segel-Reviere der türkischen Küste – kurz & knapp

Das Segelgebiet entlang der türkischen Küste hat für Segler jede Menge in petto – und eignet sich für Anfänger wie „alte Seebären“ gleichermaßen. Zudem lässt sich das Gebiet in mehrere Bereiche unterteilen, darunter die Türkische Ägäis, Lykische Küste, Türkische Südwestküste, Südwesttürkei und türkisches Mittelmeer. Die Reviere im Überblick:

Das Revier zwischen Kusadasi und Bodrum

Das Revier und die Buchten zwischen Kusadasi und Bodrum sind perfekt für all jene, die es eher ruhiger machen. Hier finden sich entspannte Buchen, die kaum besegelt werden. Jedoch geht es hier segeltechnisch etwas sportlicher zu als im Süden. Echte Highlights sind der Golf von Güllük mit seinen wunderschönen Buchten, das Kap Tekagaç mit der Schutzbucht Çukurcuk, die Hafenstadt Milet sowie die Samosstraße, an der sich Griechenland und die Türkei beinahe berühren.

Das Revier zwischen Bodrum und Marmaris

Die Küste zwischen Bodrum und Marmaris ist eine der beliebtesten Segelküsten der Türkei – was auch nicht wundert, schließlich wartet das Revier mit eindrücklichen Buchten, Sandstränden, kleinen Küstenorten und magischen Ankerplätzen auf, die zum Verweilen einladen.

Das Revier zwischen Marmaris und Kas

In diesem Revier warten auf Segler die größten und professionellsten Marinas der Küste auf: die Häfen Netsel und Yachtmarina in Marmaris. Obwohl in diesem Küstenabschnitt demzufolge gern in der Hochsaison etwas mehr auf dem Wasser los ist, ist dieser Bereich der türkischen Küste eines der schönsten und am besten ausgestattesten Reviere für Segler im Mittelmeerraum. Ein besonderer Abschnitt ist hier vor allem die facettenreiche Route zwischen Marmaris und Fethiye.

Das Segel-Wetter an der türkischen Küste – von Wind und Wetter

An der türkischen Mittelmeerküste haben Segler es mit typischem Mittelmeerklima zu tun – sprich, der Sommer ist lang, warm und Niederschlag gibt es eher selten. Die 300 Sonnentage pro Jahr sprechen für sich. Die Temperaturen liegen in den Sommermonaten Juni bis August in der Regel zwischen 28 bis 35° C. Auch das Wasser ist mit 25 bis 28° c angenehm warm – und kann noch bis in den November hinein bis 20° C haben. Wegen des milden Klimas beginnt die Segelsaison meist schon im April und endet erst Ende Oktober. Trotzdem sollten Segler im Frühling und Spätherbst unbedingt auch warme Kleidung einpacken.

Und in Sachen Wind? Hier sind für Segler an der türkischen Küste vor allem zwei Winde zu nennen: der Meltemi und der Lodos. Bei dem Meltemi, der aus Richtung Norden kommt, handelt es sich um den Sommerwind in der Ägäis. Er bläst vor allem in den Sommermonaten sehr gleichmäßig zwischen 3 bis 7 Bft – womit er Seglern durchaus einiges abverlangen kann, aber meist ein unkompliziertes Segeln entlang der Küste gestattet. Meist frischt der Meltemi gegen 9 Uhr am Vormittag auf, erreicht im frühen Nachmittag seinen Höhepunkt und entlädt sich dann im weiteren Tagesverlauf immer weiter, bevor er in der Nacht oft komplett einschläft.

Ebenfalls nennenswert ist ein warmer, südlich bis südwestlicher Wind in der westlichen Türkei, der Lodos genannt wird. Er steht im Zusammenhang mit einem Tiefdruckgebiet und kann je nach dessen Intensität eine beachtliche Stärke erreichen – Sturmböen oder auch schwere Sturm- bis orkanartige Böen kommen immer wieder vor. In der Nähe der Küste entstehen zudem durch die hohen Berge und Klippen lokale Windverhältnisse.

Start des Segeltrips: die Anreise an die türkische Küste

Einfacher geht es kaum: Die Anreise von Deutschland an die türkische Küste ist vor allem in den Sommermonaten sehr simpel – denn ab den großen deutschen Airports fliegen täglich mehrmals Charterflüge in die Türkei. Um an den Hafen Bodrum oder die umliegenden Häfen wie Ören oder Ayvalik zu gelangen, nutzen Segler am besten den Flughafen Bodrum-Milas, den man von Deutschland aus in 3,5 Stunden erreicht. Direktflüge gibt es von Condor. Auch Flüge via Stop-over in Istanbul sind möglich. Der Transfers vom Flughafen Bodrum an den Hafen Bodrum dauert etwa 35 bis 45 Minuten. Für die Anreise an die Häfen Marmaris, Göcek oder auch Orhaniye nutzen Segler besser den Flughafen Dalaman, der ebenfalls in 3,5 Stunden von Deutschland aus erreichbar ist. Die Transferzeiten vom Flughafen Dalaman nach Göcek beträgt 30 Minuten, nach Marmaris 1,5 Stunden und nach Orhaniye 2,5 Stunden.