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Segeln an der französischen Mittelmeerküste und rund um Korsika

Hier werden Segler-Träume wahr: Die französische Mittelmeerküste und die Insel Korsika haben wirklich alles zu bieten, was man sich als „Kapitän“ einer Yacht so wünscht – kleine Buchten, wunderschöne Sand- und Kiesbuchten, eindrückliche Felsformationen und Steilküsten, dichten Wald, zerklüftete Gipfel, versteckte Meeresarme, die nur über den Wasserweg angefahren werden können und natürlich auch elegante Küstenstädte, in denen das südländische Leben pulsiert. Vom leckeren Essen und dem köstlichen Wein ganz zu schweigen.

Fakten, Fakten, Fakten: Mehr Frankreich Mittelmeerküste

Wagen wir einen genaueren Blick auf die französische Mittelmeerküste entlang der Côte d'Azur von Marseille bis Monaco. Denn das Revier hat Segel-technisch so einiges im Angebot. Sprich, hier findet sich alles, was das Segler-Herz sich so wünscht: von geschützten Buchten über traditionelle Fischerhäfen bis zu modernen Marinas. Letztere – beispielweise in Port Grimaud, Marseille, Hyeres oder auch St. Raphael – bieten Seglern eine perfekte Infrastruktur. Sehr zu empfehlen ist dabei der Start von Port Grimau. Wer dort die Segel setzt, sollte vorab unbedingt mit dem Beiboot einen kleinen Abstecher in das von dem François Spoerry errichtete „neue Venedig“ in Port Grimaud wagen. Im Hafen von St. Raphael liegt eine Besichtigung der antiken Hafenanlage im nahgelegenen Frejus nahe.

Segeln entlang Frankreichs Mittelmeerküste

Sind dann einmal die Segel gesetzt warten unterwegs entlang der französischen Côte d'Azur unzählige Orte, die Begeisterung pur entfachen. Darunter Ankerpunkte wie die vielen Calanques bei Cassis, Orte mit maritimen Flair wie St. Tropez oder noble, mondäne Städten wie Cannes und Monaco. Einfach wundervoll!

Dabei kommen nicht nur Wasserraten in azurblauen Mittelmeer voll auf ihre Kosten – unvergessliche Stunden an wunderschönen Ankerplätzen sind mehr als vorprogrammiert. Auch auf Segler, die hin und wieder gerne an Land gehen, wartet ein vielfältiges Angebotsprogramm – von Sightseeing in Städten, Shopping-Touren, kulturellen Highlights, Entspannung pur an karibischen Stränden und Sport auf, in und neben dem Wasser. Langeweile kommt an der Côte d'Azur sicherlich keine auf!

Geeignet ist das Revier an der Mittelmeerküste Frankreichs für alle Arten von Seglern – ob Anfänger, Fortgeschrittene oder Abenteurer, jeder findet hier das richtige Fleckchen für seinen Segel-Urlaub! Leider ist die französische Mittelmeerküste kein Geheimtipp mehr. Weshalb vor allem während der Hauptsaison die Côte d'Azur stark von Seglern besegelt wird. Wir empfehlen daher die Nebensaisonmonate Mai, Juni, September und Oktober.

Fakten, Fakten, Fakten: Mehr über Korsika

Vom Festland auf die Insel: Korsika wird von den Franzosen liebevoll die „Ile de Beauté“, also „Insel der Schönheit“, genannt wird – schließlich hat die Insel etwas Magisches und zieht mit ihrem vielseitigen und faszinierenden Gesicht auch jeden Segler schnell in ihren Bann. Egal, ob an Land und auf See. Ein Grund dafür ist sicherlich, der ganz besondere Duft mit dem Korsika aufwartet. Sogar Napoleon, der auf der Mittelmeerinsel geboren wurde, behauptete, er könne Korsika mit verbundenen Augen am Duft erkennen. Und in der Tat, beim ersten Schritt auf die Insel steigt einem ein frischer, intensiver, feiner Duft in die Nase – eine Mischung aus den intensiven Düften von Lavendel, Thymian, Mandeln, Feigen, Kiefer, Rosmarin, Ginster, Zistrose, Myrte und Baumheide. Herrlich!

Jetzt aber zu den Fakten: Korsika ist eine Mittelmeerinsel und befindet sich nördlich von Sardinen und südöstlich entfernt von ihrem Mutterland Frankreich. Mit einer Fläche von 8.700 Quadratkilometern ist die Insel die viertgrößte des Mittelmeers – nach Sizilien, Sardinien und Zypern. Perfekt für Segler verfügt Korsika über eine etwa 1.000 Kilometer lange Küstenlinie, die zu zwei Dritteln aus schroffer Felsküste und zu einem Drittel aus Strand besteht.

Landschaftlich gesehen hat Korsika also viel zu bieten. Dabei ist die Insel alles andere als flach, sondern sehr bergig. So liegt ihre Durchschnittshöhe bei 568 Metern. Den höchsten Punkt markiert dabei der Monte Cinto, der mit seinen 2.706 Metern Höhe auf der Insel thront. So sehr Segler bekanntlich das Wasser lieben: Ein Aufstieg auf den höchsten Punkt Korsikas lohnt sich, wobei ein Start in den frühen Morgenstunden ratsam ist, um die größte Hitze zu umgehen.

Auf Korsika leben etwa 330.000 Einwohner, die zum Großteil die Städte der Insel bewohnen. Da wäre allen voran Ajaccio, die Hauptstadt Korsikas an der südlichen Westküste. Als weitere bedeutende Städte gelten die Hafenstadt Bastia, die südlichste Stadt Bonifacio, die nordwestliche Hafenstadt Calvi sowie die alte Hauptstadt Corte.

Die beiden Häfen Korsikas, von denen ein Start ins Segel-Abenteuer möglich ist, liegen in den Städten Ajaccio und Propriano. Wer sich eine größere Auswahl an Yachten wünscht, findet in den Charter-Basen auf den Inseln Elba, Sardinien oder auf dem französischen bzw. italienischen Festland eine echte Alternative.

Segeln rund um Korsika

Entlang der Küste finden sich diverse Häfen und Marinas. Dabei wartet vor allem die Südostküste Korsikas mit bezaubernden Buchten zum Ankern auf. An der Westseite hingegen, finden sich deutlich weniger Häfen und die Ankerbuchten, die ausreichend Schutz bieten. Ein echtes Highlight, das sich kein Segler entgehen lassen sollte, ist die Straße von Bonifacio. Hierbei handelte es sich um die Meerenge, die zwischen Korsika und Sardinien liegt und mit meterhohen, weißen Kalksteinklippen, die schroff ins türkisblaue Meer hineinfallen, aufwartet. Dank des Düseneffekts herrscht in der Straße von Bonifacio immer Wind, der oft auch sportliches Segeln mit 5 bis 6 Bf möglich macht. Ebenfalls einen Törn-Abstecher wert, ist das Maddalenen Archipel. Die 62 Inseln liegen vor der Nordküste Sardiniens und belohnen Segler mit traumhaften Buchten, funkelnd weißen Stränden und schroffen Felsküsten.

Segeln an der Küste Frankreich und rund um Korsika: der Wind und das Wetter

Vorne weg: Navigatorisch zählen die Mittelmeerküste Frankreichs und Korsika zu den eher leichten Segelrevieren – und eignen sich daher sowohl für Anfänger als auch Profis. Dort finden sich kaum Untiefen, die Strömungen sind eher ungefährlich und auch die Gezeiten fallen mit einem Tidenhub von 10 bis 30 Zentimetern eher kleiner aus. Allerdings sollten die Winde nicht unterschätzt werden. In den Sommermonaten können rund um Korsika beispielsweise bis zu sieben Winde auftreten: Tramontana, Mistral, Grecale, Levante, Scirocco, Libeccio und Ponente. Herausfordernd sind dabei oft vor allem der Mistral aus Nordwest und der Libeccio aus Südwest. Daher sind vor jedem Segel-Törn vor Korsika unbedingt die unterschiedlichen Windrichtungen und variierenden Windstärken zu beachten. Vor allem an der Westküste und in der Straße von Bonifacio können die Segel-Bedingung sehr anspruchsvoll werden, daher sind die Gebiete für weniger erfahrenen Yachtcharter-Crews nicht empfehlenswert. Für Anfänger eignet sich eher der südöstliche Teil des Reviers.

Wettertechnisch fahren die Mittelmeerküste Frankreichs und Korsika vor allem in den Sommermonaten das perfekte Wetter-Programm auf. Durchschnittlich liegen die Temperaturen zwischen 23 und 30° C, das Wasser ist im Schnitt 20 bis 24° C warm und verspricht bei einem Sprung von Bord immer eine Erfrischung.

Segel-Trip starten: die Anreise an die Côte d'Azur und nach Korsika

Die Anreise an die französische Mittelmeerküste ist merklich einfach: Der internationale Flughafen Nizza an der Côte d'Azur ist der drittgrößte in Frankreich und daher stark frequentiert. Weitere Airports, über die die Yacht-Häfen der Cote d'Azur zu erreichen sind, sind Cannes, Hyeres und Marseille. Ab Deutschland fliegen Airlines wie Germanwings, Lufthansa, Easyjet und Air France dorthin. Zudem reisen viele Segler mit dem eigenen Pkw in die Reviere an der Cote d'Azur. Wer das Flugzeug und den eigenen Pkw scheut, kann auch den Bus nehmen. Es gibt ab Deutschland hervorragende Busverbindungen in den Süden Frankreichs.

Auch nach Korsika führen viele Wege. Der einfachste und schnellste Weg auf die Mittelmeer-Insel zu gelangen, ist natürlich mit dem Flugzeug. Vor allem in den Sommermonaten finden sich zahlreiche Charterflüge zu den insgesamt vier Flughäfen auf Korsika: Calvi und Bastia im Norden, Ajaccio und Figari im Süden; wobei Calvi und Bastia die meistfrequentierten Airports sind. Natürlich ist zudem die Anreise mit dem eigenen Fahrzeug inklusive Übersetzen mittels Fähre von Festland Italiens oder Frankreichs. Zudem kann die Anreise auch per Bahn erfolgen. Da das öffentliche Verkehrsnetz auf Korsika nicht sehr gut ausgebaut ist, empfiehlt es sich, sowohl bei der Anreise mit dem Flugzeug als auch mit dem Zug einen Mietwagen zu buchen.