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Törnbericht – Sardinien (Costa Smeralda) vom 11.06. bis 18.06.2011

18 Okt., 2012
von Torsten Freitag
Sardinien, Italien
Oceanis 37

Tag 1-Samstag

Tag 1 am 11 Juni, 2011

Flug von Stuttgart nach Olbia (18.55-20.25 Uhr) und weiter mit
dem Taxi zur Marina Portisco.
Dort dann die erste Überraschung, denn der Taxifahrer konnte sich nicht
mehr an den ausgemachten Preis erinnern und drohte mit der Polizei.
Nachdem wir anschl. um 21.30 Uhr das Gepäck auf unser
Schiff „Mary“ (Oceanis 37) verstaut hatten, begrüßte uns sogar
noch Anna von Boomerang mit Knapperzeug und Wein.
Wir gingen dann noch in der Marina in ein Restaurant und da gabs
die zweite Überraschung. Denn für eine kleine Portion aufgewärmter Lasagne
und ein Bier zahlten wir stolze € 100.- für sechs Personen !!!

Tag 2-Sonntag

Tag 2 am 12 Juni, 2011

Während meine Crew zum Supermarkt ging, hatte ich um 9.00 Uhr das Breefing mit
tollen Tipps für Ankerbuchten und anschl. Schiffsübergabe (in deutsch).
Da Mistral mit 5-6 Bft anstand, war die Frage, ob wir auslaufen sollten.
Um 11.30 Uhr machten wir die Mooring und die erste Heckleine los.
Doch ein Boomerang-Mitarbeiter rief uns zu, dass er noch eine zweite Gasflasche
vergessen hatte. So musste ich mit einer Heckleine und heftigen Wind
unsere Mary davon abhalten, dass sie gegen den Steg schlägt. Ging aber alles gut
und dann hieß es „letzte Leine los“ ! Nur unter Vorsegel schafften wir 5,8kn
und steuerten die Bucht Cala di Volpe an. Zum Ankern gut geeignet,
verbrachten wir den Nachmittag dort. Da der Wind und die See sehr rau waren,
beschlossen wir, zurück nach Portisco zu segeln. Dabei verloren wir
leider einen Fender. Beim Anlegen in der Marina unterstützten uns
das Boomerang-Team und gab noch wertvolle Anleger-Tipps.

Tag 3-Montag

Tag 3 am 13 Juni, 2011

Immer noch Mistral, doch um 11.00 Uhr legten wir ab. Diesmal schaffte
Kristin unter Vorsegel stolze 6,1kn ! Auf dem Weg nach Cabrera lagen bereits
die ersten Mega-Yachten an der Küste vor Anker und in der Marina Porto Cervo
ging das Schauspiel weiter. Um 16.00 Uhr erreichten wir unsere Bucht Porto Palma
mit einem Bojenfeld. Beim Versuch die Boje mit dem Bootshaken zu halten,
gewann Matthias das ungleiche Duell und der Haken ging entzwei. Jetzt mussten
wir ohne Hilfsmittel und mit dem Heck voraus an die Boje, um diese von
der Badeplattform aus mit einem Tau befestigen zu können. Jetzt das Schiff drehen
und die Boje an einer Bugklampe befestigen. Für die zweite Sicherungsleine
sprang Marco spontan ins Meer und schon war alles perfekt ! Durch den zwar starken,
aber gleichmäßigen Wind, lag unser Boot relativ ruhig und die Nacht war in Ordnung.

Tag 4-Dienstag

Tag 4 am 14 Juni, 2011

Um 10.00 Uhr Anker auf und wir segelten zur Bucht Cala Portese (Caprera).
Da der Wind deutlich nachgelassen hatte und der halbe Bootshaken auf dem Grund
von Porto Palma lag, sprang Marco gleich ins Wasser und machte unser Boot an
der Boje fest. Eine sehr schöne Badebucht in der nur ca. 5 andere Schiffe noch
da waren. Als um 14.00 Uhr Parkwächter mit dem Boot zu uns kamen
und Liegegebühren wollten, haben wir abgelegt und sind so den Kosten entgangen.
Nach zwei Stunden Fahrt sind wir in die Marina La Maddalena eingelaufen.
Sehr schöner Stadthafen, nur der Sanitärbereich ist in einem Gebäude
ca. 150m entfernt. Und die Öffnungszeiten sind von 8.00 – 21.00 Uhr !
Dafür mussten wir nur €30.- (geht nach qm) bezahlen.
Das Restaurant „Garden“ ist zu empfehlen und liegt in einer Gasse
oberhalb der Uferpromenade auf Höhe der Post
und die Pizzen sind groß und lecker (ab €4.-).

Tag 5-Mittwoch

Tag 5 am 15 Juni, 2011

Nachdem wir um 10.00 Uhr abgelegt haben, fuhren wir mit Yvonne und Ottcho
im Dinghi-Schlepptau zur Isola Santa Maria in die gleichnamigen Bucht.
Eine traumhafte Badebucht zum Ankern. Dort musste unser Rookie „Kielholen“,
was er mit Bravur meisterte ! Der Wind und die See sind mittlerweile sehr ruhig
und die Sonne sticht (30°C). Am Spätnachmittag machten wir wieder
in La Maddalena fest. Abends wieder ins „Garden“.

Tag 6-Donnerstag

Tag 6 am 16 Juni, 2011

10.15 Uhr wurde abgelegt und auf dem Weg zurück nach Portisco machten wir
einen Badestop südlich von Porto Cervo in der Bucht Porto Liccia.
Eine kleine und feine Ankerbucht und es waren nur zwei andere Boote da.
Das Wasser hatte stolze 24°C ! Auf unserer Weiterfahrt sah ich
einen Fender im Meer treiben, welcher genau das Model unseres verlorenen war,
so ein Glücksfall !!! Kurz vor der Marina-Einfahrt kreuzte dann noch
ein Delfin unseren Weg ! Das war das i-Tüpfelchen auf einen grandiosen Tag.
Den Bootshaken haben wir ohne Probleme ersetzt bekommen.

Tag 7-Freitag

Tag 7 am 17 Juni, 2011

Lockeres Auslaufen um 10.15 Uhr in östlich Richtung von Golfo Aranci.
Um 12.00 in der Bucht Pala d`India geankert und entspannt.
Am Nachmittag um 15.00 Uhr haben wir in unserer Marina getankt
und ein letztes mal unsere Mary am Steg 7 festgemacht.
Das Check-Out war in 10 min. erledigt und so konnten wir die teilweise
waaghalsigen Anlegemanöver anderer Crews beobachten
und den letzten Abend an Deck genießen !

Tag 8-Samstag

Tag 8 am 18 Juni, 2011

Nach dem Frühstück war um 9.00 Uhr ein letzter Rundgang von Boomerang
und um 12.00 Uhr brachte uns der hauseigene Shuttle-Service zum Flughafen Olbia.
Da nicht genügend Schließfächer dort sind, mussten wir den Tag bis
zum Abflug (20.50 Uhr) im Flughafen verbringen.
Doch das tat unser guten Stimmung keinen Abbruch.

Fazit:

Wieder einmal zeigte sich, wenn die Crew in sich stimmig ist
und alle zusammenlangen, kann ein Segeltörn nur erfolgreich sein !
Wenn dann auch noch die Beteiligten von Master-Yachting und Boomerang
alles zum Wohle ihrer Segler geben, das Revier und Wetter passen,
steht einem Traumurlaub nichts im Wege !

Danke an alle und bis zum nächsten mal, euer Skippi !