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Segeltörn Kroatien 19. Mai – 9. Juni 2018

6 Juli, 2018
von René Schiess
Kroatien-Nord, Kroatien
Hanse 415 | 3 Wochen andere Flotte

Wir hatten eine Hanse 415 mit Selbstwendefock und durchgelattetem Gross. Die ersten zwei Wochen waren Ursel, Klaus, Esther, Duncan (Co-Skipper) und René (Skipper). In der zweiten Woche kam noch Sandra dazu. Die letzte Woche waren noch Duncan, Esther und René.

Samstag, 19.Mai 2018

Tag 1 am 19 Mai, 2018

Anreisetag: unsere Crew, Skipper Rene und Esther kamen aus dem Bündner Rheintal mit dem Auto und Nachtzug von Feldkirch bis Graz, Ursel und Klaus mit Flug von Bern nach Zadar, Duncan unser Kiwi und Co- Skipper Flug von München bis Zadar.
Einkauf im grossen Supermarkt in Zadar, gegen 17 h war dann die ganze Crew versammelt.

Pfingsten, 20.05.2018

Tag 2 am 20 Mai, 2018

Nach guter erster Nacht auf dem Boot (trotz bierseliger Nachbarschaft) und kurzem Frühstück on board, Start Richtung Süden. Relativ eng zum Ausparken. Schöner Cruising-Wind aus Osten (Stärke 2-3) lässt uns schnell in Segelstimmung kommen – Sonnenschein und blauer Himmel inklusive mit Temperaturen über 25°. Gegen Mittag flaut der Wind ab und wir entscheiden uns nach kurzem Motoreinsatz für ein Lunch- und Badestop vor Kozina auf Vrgada. Festmachen auf einem Bojenfeld bei recht viel Betrieb (Pfingstsonntag!). Das Wasser ist schon erstaunlich warm (ca. 19°) und schön klar. Schwimmen ist gut möglich.
Mit aufkommendem Wind und vollen Segeln (Windstärke 2-3 später 5-6) kommen wir weiter gut voran Richtung Kaprije – der Betrieb auf See lässt nach.
Bereits um 16.30 Uhr machen wir an einer Boje in Kaprije fest (280 Kuna; Liegeplätze wären auch vorhanden) und geniessen den Spätnachmittag, sowohl auf dem Boot, als auch bei einem Ausflug ins Dorf. Die Bucht und das Dorf von Kaprije sind sehr beschaulich. Eine Flotille und ab und zu ein Fährschiff, verhindert, dass die Idylle zu perfekt ist. Wir erkunden die Lokalitäten (schöne Bar mit netter einheimischer Klientel) und 2 Restaurants direkt am Hafen (Post und Geldautomat). Auf dem Weg zur Kirche auf einem Hügel, gibt es noch ein kleines Lokal mit nur einem Tisch draussen, das ganz vielversprechend aussieht (gegrillter Fisch vom Holzfeuer). Ansonsten ist das Dorf nicht sehr abwechslungsreich. Wir entscheiden uns für das etwas weiter hinten an der „Strandpromenade“ gelegene Restaurant „Adriana“, wo wir ausgezeichnet essen und trinken (Hauswein ist empfehlenswert) und zur Krönung einen selbstgemachten Schnaps aus Oliven offeriert bekommen. Nachtruhe ca. 23.30 Uhr bei klarem ruhigem Wetter.

Pfingstmontag, 21.5.2018

Tag 3 am 21 Mai, 2018

Da wir uns einen ruhigen Ankerplatz, weit genug weg von der feiernden Flottilen gesucht hatten, konnten wir ausgeruht in den Tag starten
Ohne Frühstück nach einem kurzen Schwimm im Meer machten wir uns startklar für eine lange Fahrt. Die angekündigten Gewitter brachten uns zu der Überlegung einen grösseren Hafen aufzusuchen.
Mit leichter Briese und sonnig warmem Wetter veliessen wir Kaprije gegen Süden zur Insel Solta. Eine lange Fahrt lag vor uns. Der Wind liess uns im Stich und wir schaukelten eine Zeitlang in den Wellen bis wir den Motor anliessen.
Die Crew wirkte müde und angeschlagen, der Käpten fühlte sich erst nach einem Schläfchen wieder besser.
Zur Stärkung gab es ein feines Mittagessen, gekocht auf hoher See:
Zwiebel und Schinken leicht anbraten, frischen Rosmarin von Kaprije dazu und etwas Schärfe aus Italien. Tomaten und viele Eier mitbraten. Dazu frisch geröstetes Brot. Mhhhh…..
Unter Motor kamen wir schnell vorwärts und planten zuerst die südliche Spitze von Solta anzufahren. Fast wären wir der Beschreibung eines falschen Ortes gefolgt, aber es gibt doch sehr kluge Crewmitglieder, die uns vor dem Schlimmsten bewahren. ????
Als ein schöner Wind aufkam änderte der Käpten den Plan um eine geschütztere Bucht aufzusuchen, aber auch um den schönen Segelwind auszunutzen.
Gegen 19.45 Uhr erreichten wir die Bucht von Necujam. Im ersten Moment war die Enttäuschung gross, es konnte nicht an der Mole angelegt werden, weil das Wasser nicht tief genug war. In der Bucht sah es ruhig und unwirtschaftlich aus. Als wir ankamen, machte zum Glück das einzige Resteraunt in der Bucht die Lichter an und hiess uns willkommen.
Aber erst gab es noch einiges zu tun …. Wo ist der richtige Platz?
Wir entschieden uns für Anker mit Landleine. Ein nackter Kiwi transportierte zu Freude aller Nachbarschiffe die Landleine an Land und stand anschaulich im Wald.
Nach kurzem Anleger machten wir uns mit dem Dingi auf den Weg zum Resteraunt Conoba Mareta.
Welch eine Überraschung, hoch oben in der Bucht hatten wir einen traumhaften Blick auf das Meer. In der Ferne leuchteten die Lichter von Split.
Als einzige Gäste wurden wir sehr freundlich in drei Sprachen empfangen. Es gab ein vorzügliches Essen.
Scampi in Tomatensosse, Scampi Risotto und Beefsteak mit Pfeffersosse – Lecker!!!
Nach viel Wein, einigen hausgemachten Schnäpsen machten wir uns auf den Rückweg um noch ein bisschen an Bord den schönen Tag ausklingen zu lassen.
Die Vögel zwitscherten in der Nacht in den Bäumen und das Wasser war warm genug für einen Nachtschwimm.
Danach war auch dieser schöne Tag zu Ende.

Dienstag, 22. Mai 2018

Tag 4 am 22 Mai, 2018

Um 10 h holte unser Kiwi die Landleine wieder ins Boot (dieses Mal angezogen im Dinghi) und kurz darauf konnten wir bei einem 3 er Richtung Hvar segeln. Der Wind frischte auf und mit aufkreuzen machten wir 7 – 8 Knoten. Da wir dieses Mal eine selbstwende Fock haben (wie langweilig) machten uns die vielen Wenden keine grosse Mühe. Unser eigentliches Tagesziel, der Hafen von Hvar war schon um 15 h vollbesetzt und wir wurden weiter verwiesen in die Marina Palmizana auf der Insel Pakleni Otoci südlich von Hvar. Eine schöne kleine ACI Marina in einer mit Bäumen umrundeten Bucht. Abendessen im Restaurant in der Marina, gut und teuer.

Mittwoch, 23. Mai 2018

Tag 5 am 23 Mai, 2018

Regen und Gewitter in der Nacht – am Morgen dann aber doch wieder Aufklarung, angenehme Temperaturen, der Tag entwickelt sich sonnig und sommerlich warm. Da für den Nachmittag wieder Schauer und Gewitter angesagt sind, entscheiden wir, in der Marina zu bleiben und erst am nächsten Tag weiter zu segeln. Die Variante, früh nach Hvar rüber zu segeln und dort einen Platz zu ergattern verwerfen wir schliesslich. Wir erkunden die Insel Pakleni Otoci auf unterschiedliche Weise: Wanderung über den Inselrücken nach Vaga mit schönem Restaurant und Blick aufs Meer zum Einen. Spaziergang auf dem Weg Richtung Vaga und bald schon links abzweigen zur Stone Beach. Ein schöner kleiner Badeplatz mit Kiesstrand und herrlich türkisem Wasser.
Für 100 Kuna (hin und zurück) bringt uns ein Speed-Taxi am Nachmittag nach Hvar, dass wir uns doch nicht entgehen lassen wollen. Wir laufen auf die Zitadelle über der Stadt, von wo aus man einen herrlichen Rundblick hat und geniessen den frisch gepressten Zitronensaft im Café zwischen den alten Mauern. Wir schaffen es knapp zurück in die Stadt als doch noch ein Schauer losbricht. Wir laufen ein bisschen durch die z.T. engen Gassen, an der Promenade entlang und landen wieder auf dem Hauptplatz vor dem Theater zum Apéro. Hvar ist schön – wenn man nicht einen Museumsbesuch plant oder sich intensiver mit der Geschichte beschäftigen will, sind 2-3 Stunden Aufenthalt ausreichend. Wir bleiben noch und Essen gut und günstig im Restaurant „Vartal“ etwas abseits in der Nähe des Klosters. Danach hält uns die Bar „Carpe Diem“ mit schönen Plätzen unter den eigenen Arkaden weiterhin fest. Wir kommen mit jungen britischen Seglern ins Gespräch und irgendwann bringt uns das Taxi (letzte Fahrt 0:00 Uhr) sicher in die Marina zurück.

Donnerstag, 24. Mai 2018

Tag 6 am 24 Mai, 2018

Am etwas früheren Morgen machen wir uns von Pakleni Otoci aus Richtung Vis bereit. Duncan und René montierten die in Hvar gekauften Schoten am Fock damit die Crew wieder etwas zu tun haben bei den Wenden. Die Selbstwende Fock ist am Wind ok. Sobald man aber Halbwind und räumliche Kurse segelt ist der Holepunkt zu weit innen. Darum hatten wir uns entschlossen die Fock bei diesen Kursen über herkömmliche Schoten zu segeln.
Mit leichter Briese von Südost machten wir gleichbleibend 4 Knoten. Bei dem beschaulichen Tempo demonstrierte unser Käpten die Bananenschalenmethode um die Geschwindigkeit des Schiffes festzustellen. Und tatsächlich es funktioniert…. Mittagessen auf See: Wie immer Eier mit allem.
Bevor wir Vis anlaufen besuchen wir auf der Insel Bisevo die Blaue Grotte.
Der Plan mit unserm Dingi die Grotte zu Besuchen hätte nicht funktioniert, der Eingang ist kaum zu sehen und so klein, dass man nicht vermutet, dass überhaupt ein Boot durchpasst.
Von einem Motorboot wurden wir empfangen, er geleitetet uns zu Bojen vor dem Dorf wo wir das Schiff festmachten. Für 70 Kuna pro Personen fuhren wir zum Eingang der Höhle.
Die Einfahrt war ein abenteuerliches Erlebnis, genau die Welle abpassend manövrierte er das Boot durch die Öffnung die Insassen mussten sich auf dem Boden kauern um nicht Kopf und Hände zu verlieren.
Im Inneren der Höhle ein beeindruckender Anblick, sie war grösser als gedacht und das Tageslicht, dass von aussen eindrang brachte das Wasser in der Höhle zum Leuchten. Am Morgen steht die Sonne so dass der Eindruck am stärksten ist, aber auch am frühen Nachmittag, war ein herrliches Hellblau zu sehen.
Mit schönem Wind segelten wir zurück nach Vis und entschieden uns die Nacht im Hafen von Vis zu verbringen. Dort ist eine lange Kaimauer direkt in der kleinen Stadt, die genug Platz für viele Boote hat.
Vis ist eine wunderschöne betriebsame Kleinstadt deren Bauten von den Veneziern geprägt sind.
Leider war das Essen nur mässig, wir wären besser dem Tipp aus dem Reiseführer gefolgt, der traditionelle hausgemachte Kost versprach.

Freitag, 25. Mai 2018

Tag 7 am 25 Mai, 2018

Wir sind früh aufgestanden, gefrühstückt und Einkäufe gemacht. Um 9 h sind wir los damit wir die Morgenbrise ausnützen konnten. Am Mittag mussten wir den Motor anstellen und haben in einer Bucht auf der Insel Solta einen Bade- und Essstop eingelegt. Am Nachmittag mit einem eher schwachen Nordwest bis nach Split. In unserem Törnführer steht, dass es am Wochenende schwierig ist einen Platz in der Marine zu bekommen. Tatsächlich hat uns die Marina am Funk gesagt, dass sie keine Gastplätze haben. Da wir aber einen Gast (Sandra) an Bord erwarteten sind wir dennoch in den Hafen gefahren und haben am Stadtquai einen Platz gefunden. Sandra ist dann hier auch für eine Woche angemustert. In Split war viel los, auf dem Wasser und in der Stadt. Nachtessen in der Altstadt.

Samstag, 26. Mai 2018

Tag 8 am 26 Mai, 2018

Der Tag beginnt früh – der Fährverkehr schaukelt uns aus dem Schlaf. Wie geplant, machen wir uns auf zu einem Stadtrundgang von Split. Es ist sonnig und bereits um 8.30 Uhr 25° warm. Die Stadt ist noch recht ruhig und wir können nach Lust und Laune durch das Labyrinth der engen Gassen schlendern – von einem Stadttor zum nächsten. Wieder finden wir einen idyllischen Hinterhof etwas abseits der Touristenströme und frühstücken sehr gut in der „Galerija Food“, Dominisova 9 (leckeres Granola und Omelettevarianten). Aufbruch gegen 10.15 Uhr und mehrheitlich mit Segeln zu einer Badebucht auf Drvenik V zum Lunch Schwimmen und entspannen. Die Crew hat das Tagesziel Rogoznica gesetzt und wir kreuzen der Küste entlang mit auffrischendem Wind und teilweise rechtem Wellengang. In der Bucht angekommen lassen wir die grosse Marina links liegen und können einen schönen Moringplatz an der Promenade des kleinen und beschaulichen Ortes belegen. Netter Empfang in der Abendsonne (Sundown inklusive). Supermarkt, Restaurants usw. sind in unmittelbarer Nähe des Liegeplatzes vorhanden, ebenso Duschen und Toiletten (etwas schäbig, aber brauchbar). Essen mit gut deutschsprechender Bedienung in einem der Restaurants an der Promenade. Eine Bar beschallt das ganze Dorf (es ist Samstagabend) und wir entschliessen uns noch für einen Absacker, dann aber ziemlich schnell müde zurück aufs Boot.

Sonntag, 27.5.2018

Tag 9 am 27 Mai, 2018

Trotz lauter Musik, die das ganze Dorf beschallt schläft die Crewe gut.
Früh am Morgen ist es bereits so warm, dass ein Schwimm im dem nahegelegenen Strandbad eine wohltat ist. Kurzer Spaziergang Richtung Dorfausgang. Bademöglichkeit mit Leiter und Duschen. Dem anschliessend folgten wir beschaulichen Wegen durch waldige Gegenden.
Nachdem das Boot mit den nötigen Lebensmitteln vollgepackt ist geht es Richtung Kornaten. Am Anfang ruhige See, fahren lange unter Motor. Aufkommender Wind aus NW 2-3.
Wunderbare Ankerbucht zwischen Kiefernwälder auf der Insel Zmajan. Das Wasser ist wunderbar türkis, vielleicht etwas kalt – aber auch das letzte Crewe Mitglied kommt mit Adriawasser in Berührung. Zum Mittagessen gab es selbstgebackenes Fladenbrot mit Salsasosse aus Zwiebeln und Tomaten. Mmmhhh!
Wir entscheiden Richtung Insel Dugi otok zu gehen mit Zwischenstopp auf der Insel Zirje. Finden eine beschauliche Ankerbucht, die auch schon von anderen Booten gefunden wurde.
Heute ist Kapteins Dinner: Die berühmte Spagettisosse wird vom Captain persönlich zubereitet, während die andern eine kleine Anhöhe am Festland besteigen und den Sonnenuntergang bewundern.
Von dort hat man einen wunderbaren Ausblick über die vielen kleinen Inseln der Kornaten.
Bei Kerzenlicht und fast Vollmond gibt es ein wunderbares Essen an Bord.

Montag 28.Mai 2018

Tag 10 am 28 Mai, 2018

Kurz nach 10 h haben wir den Anker gehoben und konnten eine halbe Stunde später die Segel setzen.
Den ganzen Tag konnten wir segeln mit unterschiedlichen Windstärken und mit einem am Wind Kurs. Ursel war nicht mehr vom Ruder weg zu kriegen. Gegen 19 H erreichten wir die weite wunderschöne Bucht mit der Marina Zut. Unter Segel drehten wir eine Runde durch die Bucht und schauten uns die verschiedenen Plätze an. Beim Restaurant Festa haben wir denn an Mooring festgemacht, ausschlaggebend war das versprochene Vorhandensein einer Designerdusche (Massagen wären ebenfalls zu haben gewesen). Der Patz hat uns eigentlich nichts gekostet, Wasser, Strom und Duschen waren kostenpflichtig. (sofern man im Restaurant isst). Unser Nachbarboot ist gleich wieder ausgelaufen nachdem sie die Preise im Restaurant gesehen haben. Das Nachtessen im Restaurant Festa war wunderbar, ein „Mehr Sterne Michelin“ Menü mit wunderbaren Fisch- und Fleischgerichten. Die Bordkasse hat an diesem Abend nicht ausgereicht… es hat sich aber gelohnt, nicht zuletzt auch wegen dem Kellner Ivan.

Dienstag, 29. Mai 2018

Tag 11 am 29 Mai, 2018

Wir schwimmen im superklaren Wasser und beginnen den Tag mit „Klarschiffmachen“ – traditionelles Deckschrubben durch den Skipper (diesmal sind alle Kojen trocken geblieben ????). Gegen 10 Uhr verlassen wir Zut Richtung Dugi Otok. Anders als erwartet kommt schon bald Wind auf und wir können gemütlich segeln. Die Landschaft ändert sich in eine wunderschöne karge, grünliche Hügelszenerie zwischen blauem Wasser und blauem Himmel. Wieder ganz anders, sehr stimmungsvoll. Durch den gut bezeichneten Kanal bei Proversa kommen wir in die grosse Bucht Telascica mitten im Naturschutzgebiet der Kornaten. Unser Ziel ist der Mir-See, der von gleichnamiger Anlegestelle zu Fuss zu erreichen ist. Wir schaffen ein perfektes Segelmanöver zur Boje. Man bezahlt einen Bojenplatz mit 300 Kuna (für 24 Stunden) quasi als Eintritt für den Nationalpark und kann dann sowohl die eindrucksvollen, bis 160m hohen Klippen erwandern, als auch zum „Silbersee“ laufen, einen vom Meer gespeisten Salzsee mit sehr warmem Wasser. Beides ist ein Touristenmagnet. Der Betrieb hält sich zum Glück aber noch in Grenzen. Wir entscheiden uns für beides und erreichen entlang der Klippen von oben den See. Natürlich probieren wir das warme Wasser zum Schwimmen, bevorzugen aber das klare kühlere Meerwasser. Erstaunlich gut essen wir im Touri-Restaurant am Anleger zu Mittag, bevor wir zur Natali zurücktuckern und durch den Kanal Kurs auf Sali nehmen. Der Wind ist schwach, so dass wir mit Motor durch den Kanal müssen, aber dann auf „offener“ See doch wieder Segel setzen können und mit dem gewohnten Kreuzen in schöner Abendstimmung den Ort Sali erreichen. Eine sehr lang ausgelegte Mooring Leine, die wir überfahren und an der wir hängen zu bleiben drohen, versetzt uns kurz in Aufregung – es passiert aber nichts. Wir machen an einem Mooring Platz an der Dorfpromenade fest (die Anlegemanöver funktionieren immer reibungsloser) und beginnen die Abendrituale. Es gibt Duschen und WC (nicht sehr schön und nicht immer warmes Wasser – was soll‘s). Sali ist ein sehr lokal geprägter Ort mit einheimischem Charme und schönem Promenadenweg entlang der Küste – wir fühlen uns sehr wohl, essen in einer der Kanobas im Dorf und lassen den schönen Vollmondabend auf dem Boot ausklingen.

Mittwoch, 30. Mai 2018

Tag 12 am 30 Mai, 2018

Sali ist schön – es gibt einen hergerichteten Weg um die Bucht, wir schwimmen (kurz taucht ein Delphin auf) und erreichen das Dorf von der Rückseite. Frühstück mit frischen Backwaren (es gibt zwei Bäckereien) in einem der Hafenrestaurants. Einkaufen im gut sortierten Supermarkt und dann gemütlich starten, wieder gegen 10.15 Uhr. Wir motoren bei Windstille und machen schon um 11.30 Uhr in einer schönen Bucht nördlich zum Lunch und Badestopp fest. Schnorcheln ist bei dem klaren Wasser gut möglich, besondere Entdeckungen machen wir jedoch nicht.
Für den Abend wollen wir in eine Ankerbucht und die Kochkünste von Duncan geniessen. Chicken mit Potatoes steht auf dem Menuplan. Wir segeln weiter bei Windstärke 4-5, dann abnehmend auf 3, bis der letzte Rest der Strecke nach 17 Uhr mit Motorunterstützung geschafft werden muss.
Ankern und Landleine in einer Bucht von Zverinac, spitz zulaufend und grün bewachsen – nicht ganz einsam, eine Yacht macht gerade vor uns fest und eine zweite kommt kurz nach uns, später noch ein Motorboot. Aber es hat Platz für alle. Wir vertreiben uns die Zeit mit Lesen und Schachspielen an Deck, bis das Nachtessen im Kerzenlicht und vom hellen Mond beschienen „serviert“ wird – toll was man alles in einer kleinen Kombüse zustande bringt. Ruhiges Wasser und kein Wind den ganzen Abend.

Donnerstag, 30.Mai 2018

Tag 13 am 31 Mai, 2018

Am Morgen ist die Enttäuschung gross …. In die Bucht wurde viel Schlamm und Unrat gespült, was ein bisschen wie Sch …. aussieht. Die See ist spiegelglatt und kein Wind. Wir entscheiden in die Mitte des Meeres zu fahren und dort unser Morgenbad und die Kombüse klar Schiff zu machen.
Das saubere Wasser ist ein Genuss, stellen aber fest, dass den ganzen Tag immer wieder leichte Verschmutzung festzustellen ist.
Lange kein Wind bis wir mit leichtem Wind uns der Insel Ist nähern. In einer kleinen Bucht vor dem Dorf machen wir eine kurze Mittagspause mit leckerer Bruschetta. Weil noch viel Zeit ist entscheiden wir die kleine Insel zu umsegeln. Mit schönem Wind segeln wir mit 4-5 Knoten um die Insel und erreichen gegen 18 Uhr das Dorf mit dem Hafen. Der Wasserstand am Kai ist sehr niedrig. Es liegen nur wenige Yachten dort und die weiteren Plätze sind nicht zu gebrauchen. Auch am Anker ist das Wasser sehr niedrig. Wir halten den Pegel im Auge und berechnen mit dem auslaufenden Wasser, dass wir nur noch gerade einen halben Meter unter dem Kiel haben. Das Wetter ist gut, kein Wind und auch für die Nacht sind keine Änderungen angesagt. Die Position ist sicher.
Für den Anleger muss eine Delegation ins Dorf Nachschub einkaufen. Danach geniessen wir die Abendsonne an Bord.
Ist ist eine kleine Insel, wo keine Autos fahren. Die Bewohner fahren mit Traktoren, Velos oder Mopeds durchs Dorf. Es gibt zwei Restaurants und drei Geschäfte. Im Sommer scheint die Bucht sehr gefragt zu sein und recht voll.
Wir tuckern mit dem Dingi gemütlich zum Nachtessen und stellen fest, dass das einzige Restaurant, das heute offen hat schon mit den verschiedenen Crews belagert ist.
Bei einem verlängerten Apéro warten wir bis ein Tisch frei wird. Zwei Brüder schmeissen den Laden. Das Fleisch und der Fisch wird auf einem Grill mit inseleigener Eiche gegrillt. Grosse Portionen, alles selbst gemacht, Cevapcici sehr zu empfehlen.
Vor dem Ort verkauft eine Frau in ihrem Haus, geschmackvolle, selbstgemachte Souvenirs. Kleine Lavendelfische, gehäkelte Täschen und Früchte…. sehr schön.
Noch immer scheint der Mond sehr hell über dem klaren Wasser und lädt zu einem Nachtschwimm ein.
Morgen ist für einen Teil der Crew der letzte Segeltag!

Freitag, 1. Juni 2018

Tag 14 am 1 Juni, 2018

Auch dieser Tag begrüsst uns mit Sonnenschein und wir ihn mit einem kurzen Bad. Dann bereits um 8 Uhr (30 Minuten vor ETD !!) Aufbruch. Wir segeln, anfangs noch mit wenig Wind räumlich, dann, sobald wir den Kanal von Tureta zwischen Ist und Molat passiert haben, frischt der Wind auf und wir segeln mit räumlichen Winden der Stärke 4 Richtung Zadar. Wir kommen gut voran – es liegt sogar noch ein Mittags- und Badestopp drin. Wir segeln mittlerweile bei Windstärke 5. Bei der Suche nach einem geeigneten Platz segeln wir mit einigen Wenden in eine Bucht gegenüber Zadar und mit gleichem Manöver wieder heraus. Die Arbeit gelingt sehr gut – knapp schiessen wir an einem Segelboot am Motor vorbei, dass nicht ausweicht und unsere Geschwindigkeit von 8 Knoten wohl unterschätzt hat. Wir finden dann in der Bucht von Perko auf der Insel Ugljan vor einem Strandbad einen Ankerplatz mit schönem warmen Wasser. Es ist Freitag, also Charterwechsel und wir wollen nicht zu spät in Zadar festmachen. Also nehmen wir die Überquerung kurz vor 15 Uhr in Angriff und haben noch ein wunderschönes Segelerlebnis in etwas anspruchsvolleren Verhältnissen (zum 1. Mal Fock und Gross gerefft) – ein schöner Abschluss für den Crewteil, für den der Törn in Zadar endet. Festmachen am Mooring Platz ist mittlerweile Routine. So sind wir bald beim Anleger, Wasser auffüllen, Duschen usw. Fürs Nachtessen haben wir reserviert im Restaurant Malo Misto in der Altstadt. Wie wir z.T. schon vor Törnbeginn erkunden konnten, ist Zadar eine schöne Stadt (zumindest der alte Teil um den Hafen). Wir wollen auf jeden Fall noch einen Rundgang machen und z.B. den herrlichen Blick vom Turm der Kathedrale aus geniessen. Nicht verpassen sollte man auch die Seeorgel, ein Tonspiel am Eingang des Hafenbeckens, das über Röhren in der Kaimauer den Wellengang in Töne verwandelt und so ein nimmer gleiches „Musikstück“ entstehen lässt.
Abendessen in dem vom Reiseführer empfohlenen Restaurant Malo Misto, es war jedoch nicht bei allen wirklich gut. Nach einem kleinen Absacker in einer Bar mit Lifemusik waren dann um 2 h auch die letzten im Bett.

Samstag, 2. Juni 2018

Tag 15 am 2 Juni, 2018

Ursel und Klaus verlassen uns am Morgen früh und fliegen nach Bern zurück. Nach einem Stadtrundgang, Turmbesteigung und Besichtigung der alten Kirche St. Donatus macht sich auch Sandra auf den Weg nach Graz wo sie den Nachtzug nach Feldkirch nimmt. Jetzt sind wir nur noch zu dritt.
Kurz nach 13 h hissten wir die Segel und segelten bei schwachen NW Wind nach Norden. Es blieb den ganzen Tag schwachwindig, zwischendurch mussten wir den Motor anstellen oder dümpelten mit 2-3 Knoten dahin. Nach 19 h setzen wir in der Bucht zwischen Bruglje auf der Insel Molat und der kleinen Insel Brguljski den Anker. In unserem Törnführer stand es habe ein Bojenfeld aber da war nichts mehr. Wir genossen beim Anleger einen wunderschönen Sonnenuntergang in dieser grossen weiten Bucht. Nachtessen in einem der 2 Restaurants, einfach und gut.

Sonntag, 3. Juni 2018

Tag 16 am 3 Juni, 2018

Auch heute sind wir wieder bei wunderschönem Wetter aufgestanden, nach einem Spaziergang und Capuchino im Dorf hissten wir nach 11 h die Segel Richtung Silba.
Nach einigen Stunden mit Schwachwind kam gegen 15 h eine schöne Nachmittagsbrise auf und wir konnten mit 4 -6 Kt Geschwindigkeit an den Griben Inseln und danach mit einem Amwind Kurs nach Silba segeln. Der Hafen ist mit vielen kleinen Fischerboten belegt und die wenigen Liegeplätze für Yachten sind bei 2- 4 Meter ziemlich untief. Wir konnten längsseits festmachen. Ausserhalb des Hafens liegen einige Bojen. Nach dem Anleger Spaziergang ins Dorf und auf die andere Seite mit dem Westhafen, dieser eignet sich jedoch kaum für Yachten. Die Insel ist autofrei und es herrscht eine friedliche ruhige Atmosphäre, viele schöne alte Häuser und Gärten. Feines Nachtessen mit einem sehr netten Kellner in der Kanoba Vila Velebita.

Montag, 4.Juni 2018

Tag 17 am 4 Juni, 2018

Nach dem vielen Wein gestern sind wir heute etwas später aufgestanden, Spaziergang zum Kapitänsturm und einkaufen im Supermarkt. Für heute Abend ist ein Nachtessen an Bord geplant. Am Mittag legten wir ab und dümpelten bei wenig Wind aus NW Richtung Losini, zwischendurch auch am Motor. Bei Ilovik machten wir für einen Essenstop kurz an einer Boje fest. Der Hafen scheint wenig tief zu sein aber im Kanal hat es laut Törnführer bis zu 90 Bojen. Das Dorf macht einen schönen Eindruck aber weil wir gesehen haben, dass Wind aufkommt legten wir nach einer Stunde wieder ab und konnten mit einer schönen Nachittagsbrise in eine Bucht auf der Insel Losini segeln. Dort haben wir an einer Boje festgemacht. Duncan wollte die Mooring checken und ist dabei von der einzigen Qualle die wir bis jetzt gesehen haben gestreift worden. Das Wasser wird jeden Tag wärmer, fast schon karibische Temperaturen. Die Bucht ist wunderschön, eine kleine Grotte, die wir mit dem Dinghi erkundet haben und eine Kanoba an Land etwas abseits der Bucht. Paradiesische Ruhe, ausser uns war noch ein Segleboot am Anker und ein Motorboot an einer Boje. Duncan hat uns ein wunderbares Nachtessen gekocht, Pittabrot mit Poulet, Salat und Tsaziki.

Dienstag, 5. Juni 2018

Tag 18 am 5 Juni, 2018

Nach einer ruhigen Nacht war der Himmel am Morgen bewölkt und bald darauf hat es kurz geregnet. Ein Motorboot kam in die Bucht und hatte frisches Brot, Croissants und Käse feil. Da mussten wir natürlich zuschlagen. In der Ferne war Donnergrollen zu hören, deshalb beschlossen wir in die Marina von Losini zu segeln. Da es kurz darauf wieder schöner wurde und der Wind auffrischte, änderten wir unseren Plan und segelten mit wunderbarem Raumschots Richtung Pag, zwischendurch mit 8 Kt Speed. Bald darauf sahen wir heftige Gewitter und dunkle Regenwolken über Pag. Neue Planänderung: Nochmals Silba weil es da so schön war und dort sah das Wetter weniger bedrohlich aus. Wir legten wieder am gleichen Ort wie letztes Mal an, wurden jedoch darauf hingewiesen, dass dies ein öffentlicher Anlegeplatz ist, der für Notfälle freigehalten werden muss, Busse bei Zuwiderhandlung bis 4000 Euro. Zum Glück wurde bald darauf einer der wenigen anderen Liegeplätze frei und wir konnten verholen, dabei fiel der Bootshaken ins Wasser der uns ein beherzter Segler mit einem Sprung ins Wasser gerettet hat. Beim Apéro genossen wir nochmals den Sonnenuntergang auf der Westseite der Insel. Gutes Abendessen in einer Pizzeria im Ort.

Mittwoch, 6. Juni 2018

Tag 19 am 6 Juni, 2018

Kurz vor 10 h legten wir ab und fuhren unter Motor in eine Bucht auf der Insel Olib und machten an einer Boje fest. Baden, Wäsche waschen und die dringend benötigten Duschen. Das Wasser wird jeden Tag wärmer.
Danach mit relativ wenig Wind und manchmal unter Motor nach Bribinje auf der Insel Dugi Otok. In einer grossen Bucht hat es viele Bojen zum Teil mit Landfesten und einige wenige Liegeplätze. Wir machten an einer Boje fest und es gab wieder einmal Spaghetti, die wir bei Nachtigall Gesang genossen. Eine wunderschöne klare Nacht in einer schönen Bucht, was geht es uns doch gut.

Donnerstag, 7. Juni 2018

Tag 20 am 7 Juni, 2018

Nach einem Spaziergang in die nächstgelegene Bucht sind wir bei einmal mehr schönem Wetter los und konnten kurz darauf die Segel setzen, es braucht oft etwas Geduld, der Wind wurde zwischendurch immer wieder schwächer. Am Nachmittag frischte der Wind auf, zur Abwechslung eher von Süden kommend und wir konnten mit einem schönen Halbwind in die Bucht Lanadin auf der Insel Pasman segeln. Wir haben an einer Boje festgemacht und konnten nach dem Baden feststellen wie viele verschiedene Arten es gibt an einer Boje festzumachen. Nachtessen im Restaurant am Strand.

Freitag, 8. Juni 2018

Tag 21 am 8 Juni, 2018

Für heute war stärkerer Wind angesagt. Unser Plan war nach Molat zu segeln und dort den Tank auffüllen da in Biograd die Tankstelle an einem Freitagabend berüchtigt ist. Viele Charter die die Yachten zurückgeben und ziemlich Windexponiert. Schon bald wurde der Wind stärker, zur Abwechslung aus südlicher Richtung kommend, ein heisser Wind, wir kamen sogar beim Amwindkurs ins Schwitzen. Windstärke 5-6. Ob das der Jugo war? In Molat konnten wir tanken und ankerten dann für einen Mittagsstop ausserhalb des Hafens. Beim Rückweg nach Biograd bewölkte sich der Himmel immer mehr und plötzlich war Schluss mit Wind so dass wir für das letzte Stück doch noch den Motor anstellen mussten. Kaum hatten wir in der Marina Biograd angelegt fielen die ersten Regentropfen. Packen, duschen, Boot abgeben und danach haben wir ein wunderschönes Restaurant hinter der Hafenpromenade gefunden und liessen den letzten Abend bei einem guten Essen ausklingen. In der Nacht gab es heftige Gewitter und wir verliessen unsere Natali bei strömendem Regen Samstagmorgen früh.
Es war ein wunderschöner Törn, mit wunderbarer Crew und fantastischem Segelgebiet.

Tag 22 am 9 Juni, 2018