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Rund um Menorca

1 Juli, 2017
von Ursula Mizelli
Ibiza, Spanien
Hanse 415

Wir (Ursula, Herbert, Elfi und Manfred) reisten bereits am Mittwoch an um Mallorca mit dem Auto erkunden zu können. Am Flughafen angekommen wurden wir vom Taxi des Autovermieters Roig abgeholt. Wir wählten diese Firma, da es hier die Möglichkeit gibt, das Auto in der Nähe des Ausgangshafens Portocolom zurückzugeben.
Am Mittwoch Nachmittag erkundeten wir die Stadt Palma und am Abend gings zu einem Lokalaugenschein zum Ballermann. Hier reichten 2 Stunden völlig aus. Am Donnerstag fuhren wir mit einigen Zwischenstopps der Küstenstraße entlang. Von Port Soller gings retour nach Cala d Or zur Unterkunft.

Port de Porto Colom (Mallorca) - Ciutadella (Menorca) rd. 46 Meilen

Tag 1 am 9 Juni, 2017

Nach der Übernahme einer Hanse 415 BJ 2012 konnten wir gegen Mittag dann endlich Richtung Menorca los starten. Leider mussten wir die bis zu 1,5 hohen Wellen auf grund zu wenig Wind mit dem Motor bezwingen. Um ca. 21.00 Uhr erreichten wir nach gut 8 Stunden Überfahrt Ciutadella. Nach dem Abendessen war es am Boot noch sehr gemütlich und wir spielten für unsere argentinischen Bootsnachbarn den Donau Walzer. Selbstverstänchlich wurde auch am Pier getanzt.

Ciutadella - Fornells rd. 18 Meilen

Tag 2 am 10 Juni, 2017

Heute starteten wir Richtung Fornells. Nach 2 h Segeln flaute der Wind ab und wir fuhren mit dem Motor weiter. Wir entschieden uns in der Bucht Cala Pregonda zu ankern. Die Bucht ist traumhaft schön, jedoch ist die Fahrt dorthin nur auf Sicht zu empfehlen da immer wieder Untiefen vorkommen. Nach einer kulinarischen Stärkung und einem Bad bei ca. 23 Grad Wassertemp. fuhren wir weiter nach Fornells. Der Hafen ist sehr klein. Hier sollte man am Morgen anrufen um einen Platz zu erhalten. Ansonsten kann man auf das Bojenfeld ausweichen.
Das Restaurant "Es Cranc" bei der Kirche ist sehr empfehlenswert. Solltet ihr keinen Hummer essen, werdet ihr euch fragen, wieso die Gäste in den Hinterhof verschwinden und dann lächelnd wieder herauskommen. (Unbedingt fragen, ob ihr auch einen Blick hinter die Kulissen werfen dürft!)

Fornells - Bojenfeld Es Grao ca. 18 Meilen

Tag 3 am 11 Juni, 2017

Heute war gemütliches Segeln bei mäßigen Wind angesagt. Unser Ziel war das Bojenfeld Es Grao. Dort ist eine Reservierung unbedingt empfehlenswert, da es nur wenige Bojen gibt. Es gibt hier 2 Möglichkeiten, entweder das Bojenfeld Los Llanes etwas weiter vom Ort entfernt oder das Bojenfeld Es Grao. Wir hatten Glück und konnten die letzte freie Boje ergattern. Nach einem Bad im türkisfarbenen Meer gings mit dem Dinghy an Land. Nach einem kurzen Spaziergang durch den Ort und zum Strand kehrten wir im Restaurant Tamarindos ein und speisten dort vorzüglich.

Es Grao - Mahon rd. 15 Meilen

Tag 4 am 12 Juni, 2017

Nach einem guten und ausgiebigen Frühstück und einem Sprung ins Meer setzten wir die Segel in Richtung Mahon. Heute nahmen wir uns vor, in einer Bucht einen Badestopp einzulegen. Leider mussten wir feststellen, dass die Fernbedienung zum Anker ein. und ausbringen nicht mehr funktionierte und so mussten wir den Anker händisch einholen. Notdürftige Reparatur war angesagt. Das hatten scheinbar schon mehrere vor uns probiert. Nach erfolgreichen Reparatur fanden wir in einem Seitenarm kurz vor dem Port Mahon dann doch noch ein geeignetes Plätzchen zum Ankern.
In Mahon gibt es zahlreiche Marinas. Wir suchten uns die Marina Port Mahon aus. Am späten Nachmittag erkundeten wir die nette Altstadt. Selbstverständlich durfte die Verkostung des menorcanischen Gins nicht fehlen. Gemäß unserem Motto "heute Gin Tonic - morgen sonnig" wurde natürlich selbiger auch eingekauft.

Mahon

Tag 5 am 13 Juni, 2017

Heute feierten wir Herberts Geburtstag und wollten den Abend in einer netten Bucht verbringen. Leider wurde aber alles ganz anders..... Nach dem Auslaufen aus der Marina war das Boot plöztlich nicht mehr steuerbar. Wir setzten sofort den Anker. Wir waren gerade ein paar Meter von der Marina entfernt und die hilfsbereiten Marineros zogen uns an den Steg. Das Steuerseil der Rudersteuerung war gerissen! Und das bei einem 5 Jahre alten Boot!!!
Zum Glück war ein sehr fachkundiger Mechaniker vor Ort. Leider musste das Seil bestellt werden und wurde erst am nächsten Tag geliefert.
Jetzt wurde beraten, wie wir den Tag sinnvoll nutzen könnten. Und so fuhren wir mit dem Taxi zum Strand nach Son Bou und mit dem öffentlichen Bus dann wieder zurück. Am Abend wählten wir ein nettes italienisches Restaurant in der Nähe der Marina.

Mahon - Cala Macarella rd. 29 Meilen

Tag 6 am 14 Juni, 2017

Unser Mechaniker ist tatsächlich um 10 Uhr mit dem neuen Seil gekommen und konnte die Steuerung in einer guten Stunde reparieren. Er war echt gut drauf!
Jetzt konnten wir unseren Törn fortsetzen. Heute hatten wir guten Wind zum Segeln. Nach rd. 3 Stunden wollten wir einen Badestopp einlegen. Die Fernbedienung des Ankers funktionierte wieder nicht. Jetzt musste sie komplett auseinandergenommen werden. Manfred entschied das Kabel kurzzuschließen, da wir ja die Fernbedienung brauchten, schließlich bestand heute nur die Möglichkeit zum Ankern. Es funktionierte tatsächlich! Wir ankerten in der angeblich schönsten Bucht Menorcas - Cala Macarella. Zum Glück fanden wir noch ein freies Plätzchen. Heute wurde an Bord gekocht.
In der Nacht war es ziemlich stürmisch, daher war eine Ankerwacht erforderlich.

Cala Macarella - Cala Ratjada (Mallorca) rd. 31 Meilen

Tag 7 am 15 Juni, 2017

Nach einer sehr erlebnisreichen Woche mit sehr abwechslungsreicher Landschaft rund um Menorca geht es heute zurück nach Mallorca. Wir hatten guten Wind und konnten somit einen Großteil der 31 Meilen mit Segel zurücklegen. Kurz vor Cala Ratjada suchten wir uns eine Bucht zum Baden. Cala Ratjada hat uns nicht sehr gut gefallen. Hier war einfach zu viel los. Leider hatten wir auch mit unserem zugedröhnten Bootsnachbarn kein Glück. Er ließ bei seiner Motoryacht den Generator laufen, was uns dazu zwang um 1 Uhr morgens den Liegeplatz zu wechseln.

Cala Ratjada - Port de Porto Colom rd. 24 Meilen

Tag 8 am 16 Juni, 2017

Wir entschieden uns in Cala Ratjada noch zu tanken, da die Tankstelle in Port de Portocolom angeblich bereits am frühen Nachmittag zusperrt. Wir konnten mit Segel beinahe die ganze Strecke zurücklegen. Rd. 10 Meilen vor unserem Ziel frischte der Wind und die Welle leider so auf, dass ein Ankern nicht mehr möglich war. So ankerten wir im Vorhafen von Port de Portocolom. Um 17 Uhr liefen wir letztendlich in unserem Zielhafen ein.

Mit dem Auto zum Cap de Formentor

Tag 9 am 17 Juni, 2017

Da unser Flug erst für 21.20 geplant war, nutzten wir den Tag und erkundeten die Gegend von Port Soller bis Formentor mit dem Leihauto. Wir fuhren von Cala d´Or nach Port de Pollenca, weiter über die einzigartige Küstenstraße zum Cap de Formentor. Dann ging es weiter nach Port Soller und von dort aus zum Flughafen.

Zum Abschluss noch ein paar TIPS für einen Törn in Menorca im Frühjahr:
Liegeplätze sind bis Mitte Juni ein Drittel günstiger als im Sommer, Reservierungen sind per Telefon auch kurzfristig problemlos möglich, kurz vor der Einfahrt in den Hafen immer auf Kanal 8 (öffentl. Häfen) oder Kanal 9 (Marinas Club Nautico) funken um eingewiesen zu werden. Die Marineros sind sehr freundlich und hilfsbereit. Als Törnführer empfiehlt sich "Portbook and island guide Balearen" erhältlich u.a. mit Bonusmeilen bei master - yachting.