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Kornaten und Umgebung

11 Juli, 2017
von Gerulf Trnka
Kroatien-Nord, Kroatien
Oceanis 41.1 | BJ 2017

Eine kurze Reise durch die Kornaten, ein Abstecher zu den schönen Wasserfällen.....eine Woche Segelurlaub mit Freunden....hier unser Törnbericht

Heuer sollte es mal ganz anders sein....

Tag 1 am 17 Juni, 2017

Keine mühsame Anreise mit dem Auto, kein ewiges Warten an den Grenzen, kein Herumschleppen der ganzen Dinge die wir für eine Woche segeln benötigen. Entspanntes Reisen war angesagt…..darum ab ins Flugzeug, und auf ging es Richtung Flughafen ZADAR.

Ein sehr kurzer, ruhiger Flug, und schon standen wir früh morgens in Kroatien, am Flughafen ZADAR:
Das von MASTER YACHTING organisierte Taxi stand bereit, und auch wenn das Auto (Skoda Oktavia) für 4 Personen mit Segelgepäck eher klein war, so war es doch viel gemütlicher als die Anreise mit dem eigenen Auto.

Kurzes Shuttle in die Marina SUKOSAN, direkt bis zum Steg/Office von NAVIGO YACHT CHARTER.






Nach einem kurzen Gespräch wurde uns leider klar gemacht dass wir (außer gegen einen Obolus von zusätzlichen 100.- Euro) nicht vor 1700 Uhr die Yacht übernehmen können (Yacht war dann um 1100 Uhr bereits fertig und hätte übergeben werden können)…..daher entschieden wir uns (fast) einheitlich zum Abwarten und Auslaufen erst am nächsten Morgen. Also dann Hafenprogramm, leider mit dem ganzen Gepäck immer im Schlepp, da es keine Möglichkeit gab die Sachen irgendwo sicher abzustellen. So erlebten wir den ersten Tag dann doch eher angespannt in der viel zu heißen, aber sauberen Marina. PS: Die eher sehr oberflächliche und doch hastige Übergabe passierte dann unerwartet spontan um etwa 1500 Uhr.







Da wir aber die Besorgungen ja auf „Später“ verlegt hatten schafften wir kein Auslaufen mehr. Wir genossen den Abend in einem netten Lokal am anderen Ende der Marina, mit tollem Sonnenuntergang, gratis und pünktlich noch dazu!

Sukosan - Dugi Otok

Tag 2 am 18 Juni, 2017

Endlich geht es los…“Leinen los“! Raus aus der Marina, Kurs Richtung SÜD, durch den ZADARSKI KANAL hinunter. Erstes Mal Segel setzen, das ganz neue Schiff liegt gut in der Hand…obwohl es noch viel zu tun gibt hier! Offenbar hatte es die Charterfirma sehr eilig das Schiff ins Wasser zu bringen…viele „Kleinigkeiten“ waren einfach nicht fertig installiert oder richtig angeschlagen. Die Segel waren nicht durchgesetzt, Umlenkung ins Cockpit fehlerhaft, und die Elektronik noch nicht eingestellt oder kalibriert. Aber wir hatten ja eine Woche Zeit, die Stimmung war so fein wie das Wetter auch. Leichter Wind schob uns anfänglich noch dahin, später mussten wir aber doch den neuen Motor testen und fuhren die restliche Strecke in die menschenleere Telašćica Bucht.




Herrlich zu erfahren wie es ist außerhalb der Hochsaison auch später am Nachmittag ein leeres Bojenfeld vorzufinden.
Daher Badehose eingepackt, feste Schuhe dazu und ab in den Salzsee mit anschließender Wanderung zu der Steilklippe auf der westl. Seite der Insel. Noch immer beeindruckend der See, vor allem wenn nur ganze 4! Personen den See bevölkern. Nie mehr Segeln in der Saison!




Am späten Nachmittag Entspannung pur in der Natur....warmes Wasser und Sonne, was will man mehr?

Dugi Otok - Zirje

Tag 3 am 19 Juni, 2017

Lange geschlafen, erstes Frühstück „im Freien“, das Urlaubsgefühl kommt immer heftiger. Wir legen wieder ab und lassen uns Richtung Süden durch die Kornaten treiben.



Gelegentlich mit Wind von achtern, vorbei an der Insel MANA mit ihrer Filmkulisse aus vergangenen Zeiten, am Ende dann wieder unter Motor in eine der schönen Buchten am Südzipfel von ZIRJE wieder an der Boje. Auch hier viel Platz im Bojenfeld, freundliche Menschen kassieren die Bojengebühr, nehmen den Müll brav mit und bieten uns ein gratis Bootsservice zur Konoba an.



Am Abend geht’s per Bootsshuttle in die nächste Konoba, mit ausgezeichnetem Fisch und kühlen Getränken. Gelungener Tag auf See!

20.06 Zirje Skradin

Tag 4 am 20 Juni, 2017

Heute wollen wir zu den KRKA-Wasserfällen. Da die Strecke nicht sehr lange ist und wir über MY-SEA einen Platz reserviert haben, können wir bummeln und das herrliche Wasser genießen.


Fischfütterung am Morgen und im Anschluss „Schlepperfahrt“….langsam tuckern wir durch die Gegend, lassen SIBENIK an Steuerbord liegen und motoren durch die spannende Gegend.





Vorbei an der alten Festung, unter der großen Brücke durch (passen wir heuer auch wieder durch??), entlang der Muschel- und Fischzuchten geht’s ins letzte Eck, nach Skradin. Und tatsächlich, als ich mich per VHF (wurde in der Bestätigungsmail gefordert) melde, bekommen wir einen ausreichend großen Liegeplatz zugewiesen.


Kein Stress und keine Hektik, wir klarieren das Schiff auf und erkunden die Umgebung.






Und klar, ein ausgiebiger Ausflug zu den Wasserfällen darf nicht fehlen, ein erfrischendes Bad am Fuße der Wassermassen ebenfalls nicht! Immer noch beeindruckend, auch beim dritten Besuch!
Eine aufregende, besinnliche und ruhige Gegend zwischen Wasser, Bäumen und menschenleeren Stegen. Fein, allerdings nur außerhalb der Saison! In ein paar Wochen möchte ich nicht mehr hier sein.





Am Abend wieder in eine gemütliche Konoba am Stadtkai, gut und günstig, alles fein!

Skradin – Kakan

Tag 5 am 21 Juni, 2017

Zeitig wollen wir los, aber vor 1000 Uhr wird es nichts.
Wir genießen die Ruhe in der Stadt und legen spät ab.
Langsam wieder zurück, wieder vorbei an Brücken und Felsen, durch das Nadelöhr im Kanal von Sibenik segeln wir weiter in die Passage zwischen Kakan und Kaprije.


Wir lassen uns durch die beiden Inseln treiben und suchen uns eine ruhige (NOCH) Ankerbucht aus.

Wir erhaschen eine Boje knapp unter Land und genießen die schöne Gegend. Absolute Stille und klasklares Wasser, einfach herrlich!




Die Konoba und ihre überaus freundliche Betreiberin haben es uns angetan….ein Teil der Crew „vergammelt“ bei kühlen Getränken unter den schattenspendenden Bäumen, die Hitze ist hier erträglich! Am Abend genießen wir wieder ein herrliches Mahl, erkunden zu Fuß noch ein Stück der Insel und begeben uns zur Ruhe.

Von wegen „zur Ruhe“…..leider konnte es eine benachbarte, tschechische Crew nicht lassen, um 0300 Uhr mit dem Tender voll besoffen und lauthals grölend durch die Bucht zu fahren. Naja, andere Länder, andere Sitten! Vielleicht sollten die Charterfirmen zusätzlich zur Übergabezeremonie auch eine Kurzeinweisung über „Verhalten auf See“ abhalten, so manchem Chartergast würde das gut tun!


Irgendwann beginnen die Herren sich gegenseitig zu beflegeln und zu streiten…ich überlege schon ob ich sie morgen früh mit dem „wo ist denn unser Beiboot geblieben“-Spiel überraschen soll, aber sie schlafen dann endlich ihren Vollrausch aus.

Kakan – Pasman

Tag 6 am 22 Juni, 2017

Langsam müssen wir wieder einen Nordkurs einschlagen, daher suchen wir im Handbuch eine Bucht am Südende von Pasman. Die Bucht von Landin lädt uns erneut zum Bojen liegen ein, vorher kreuzen wir noch unseren Track vom ersten Tag.



Auch hier wieder ein annähernd leeres Bojenfeld, wieder viel Ruhe und warmes, klares Wasser. Wir klarieren wieder das Boot auf und genießen den restlichen Tag. Baden und ausruhen steht am Programm, so soll es ja auch sein, im Urlaub!




Abends greift der Skipper selbst zum Kochlöffel und verwertet die Reste aus der Pantry zu „Spaghetti alla Kapitano“….das traditionale und köstliche Abschlussessen an Bord.





Zufrieden und mit vollen Bäuchen klingt auch der letzte Tag am Wasser aus. wir denken schon an den letzten Tag in der heißen Marina und geniessen die schöne Abendstimmung.

Pasman – Sukosan

Tag 7 am 23 Juni, 2017

Leine los, und ab Richtung Zadarski Kanal. Wir kreuzen erneut unsere alte Kurslinie und entschließen uns lieber die Tankstelle in Biograd aufzusuchen. Wir hoffen, dass angesichts der noch frühen Stunde (etwa 1200 Uhr) noch wenig Andrang an der Tankstelle herrscht.





Nun, eine halbe Stunde Position halten vor der Tankstelle und dem Fähranleger war wieder eine spannende Aufgabe, gelegentlich Böen aus Süd vermischten das Wartefeld immer wieder, in Summe aber ging es doch gesittet zu und wir konnten unsere 40l Diesel in den Tank gießen. Rasch bezahlt ging es dann weiter Richtung Sukosan, die letzten paar Meilen am Meer.





Anlegen und Übergabe gingen wieder flott über die Bühne, wir hatten keine Schäden und daher konnten wir auch entspannt den Tag in der überfüllten und stickig-heißen Marina ertragen. Gepäck sortieren, alles Einräumen, Duschen und dann ab zum „letzten Mahl“.



Heute zeitig in die Koje, der Shuttle zum Flughafen war für 0630 bestellt.

Heimreise

Tag 8 am 24 Juni, 2017

Pünktlich steht der Fahrer am Steg, dieses Mal ein großer (etwas modriger) VW-Bus mit Platz für 4 mit Gepäck.

Der Fahrer entschuldigt sich für das Taxi am ersten Tag und verrechnet uns nur 50% des ausgemachten Preises, das finden wir sehr fair. Ein angemessenes Trinkgeld (fast in der Höhe des Nachlasses) finden wir angemessen und bedanken uns nochmals für das nette Service.

Check-In schnell und unkompliziert (da könnte sich Schwechat eine Scheibe abschneiden!!)und auch Rückflug geht schneller als wir glauben. Der „Heimwehwind“ verkürzt die Flugzeit um fast 15 Minuten, daher sind wir überpünktlich wieder in Wien. Die letzten Kilometer erledigt das Flughafentaxi bequem und ohne Umwege, wir kommen sehr entspannt Zuhause an.




In Summe ein gelungener Törn durch die Kornaten, in der Vorsaison viel entspannter und ruhiger.

Die Charterfirma hat sich bemüht und fast alles richtig gemacht, der Support von Master-Yachting war, wie zu erwarten wieder zu 100% in Ordnung…und wird wohl auch für den nächsten Törn wieder in Anspruch genommen!




Bis dahin „Handbreit“ an alle die den Urlaub noch vor sich haben…..und allen anderen natürlich auch!


PS: Für die etwas skurile und verwirrende Formatierung von Bild und Text ist der Verfasser NICHT verantwortlich!
;)