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Elba Törn 2016

16 Aug., 2016
von Roger Huber
Toskana, Italien
Oceanis 48

Ein Sommertörn in der Toskana

Samstag, 16. Juli

Tag 1 am 16 Juli, 2016

Ankunft in der Marina um 16.00 Uhr nach sehr viel Verkehr und Stau (Abfahrt Morgens um 3.30 Uhr). Problemloses und schnelles Einchecken bei Aladar. Fabian spricht Deutsch und geht gründlich auf die Yacht "Anthea" ein. Es handelt sich hierbei um eine 48 Fuss Beneteau Oceanis mit Baujahr 2015. Die Yacht befindet sich in einem sehr guten Zustand. Die Crew ist aufgrund der langen Reise schon etwas müde - wir entscheiden uns das nahe gelegene Restaurant aufzusuchen und verzichten auf den Abendtörn. Restaurantempfehlung: Il vecchio Frantoio in Castagneto Carducchi. Nebst der riesen Auswahl an sehr guten und preiswerten (nahezu Ladenpreise) Weine aus dem Bolgherigebiet (ab 18Euro die Flasche), erhält man hier fänomenales Essen. Besonders zu empfehlen sind die Pappardelle al Cingiale. Auch Carabinieris essen hier zu Mittag. Preiswert und lecker.

Sonntag, 17. Juli

Tag 2 am 17 Juli, 2016

Morgens um 10.00 Uhr laufen wir aus der Marina. 10 Knoten Wind sind angesagt. Hart am Wind erreichen wir etwas nach Mittag die Insel Cerboli. Im Windschatten ankern wir auf 15 Metern Tiefe. Wärend die Kids baden, bereiten die Eltern das Mittagessen vor. Gegen 15.00 Uhr geht es (ohne Reservation) Richtung Porto Azzurro. Gegen 18.00 Uhr erreichen wird den Hafen. Nach einem kurzen Anfunken wird uns erklährt, dass die Marina momentan ausgebucht ist und wir gegen 20.00 Uhr nochmals reinfunken sollen. Wir ankern in der Bucht nebenan (immer noch genügen Platz, auch im Juli!) auf 5 Meter Tiefe. Der Hafen teilt uns um 20.00 Uhr mit, dass alle reservierten Plätze nun besetzt sind und wir keinen Platz bekommen. Die Bucht ist sehr schön und lädt auch zum Baden ein. Sie ist gut geschützt und nur bei Wind ab 15 - 20 Knoten aus Ost ist Schwell spürbar. GOOD NEWS: Porto Azzurro plant den Hafen per 2017 um rund 80 Plätze auszubauen!

Montag, 18. Juli

Tag 3 am 18 Juli, 2016

Nach einem ausgiebigen Morgenbad und einem leckeren Morgenessen an Bord funken wir um 10.00 Uhr wieder die Marina an. Wir bekommen einen Platz und bleiben bis ca. 12.00 Uhr. Wir dürfen Landstrom beziehen und sogar Wasser bunkern (zum Nulltarif). Da wir mit höchstens 3-5 Knoten Wind rechnen für den heutigen Tag, entscheiden wir zur Bucht Ortano (3-4 sm entfernt) zu segeln um dort zu baden und schnorcheln. Etwas aufpassen muss man auf die Unterwasserfelsen am Südende der Bucht. Man sollte sie ca. 0.5 sm ostwärts umfahren. Auch hier finden wir ohne Probleme einen guten Ankerplatz und bleiben ca. 5 Stunden. Am Strand hat es eine Ferienanlage mit Kiosk, Restaurant und kleinem Supermarkt. Abends wieder in der Bucht von Porto Azzurro geankert. Mit dem Beiboot sind wir schnell im Dorf wo unzählige, gute Restaurants auf uns warten. Il "Sotto Scalo" ist hier speziell zu erwähnen. Während dem sich die üblichen Restaurants mit der Aussicht auf den Hafen und das Meer die Plätze in der Hochsaison von selbst füllen, muss das Sotto Scalo die Kunden mit einer Preis/Leistung sehr guten Küche anlocken. Das Sotto Scalo befindet sich wie der Name sagt, unter der Treppe. Also - leider keine Aussicht, aber dafür sehr leckere Küche und günstig. Auf jeden Fall im Juni/Juli/August reservieren! Telefon: 39 0565 958006. Adresse: Via Bettino Ricasoli, 11, 57036 Porto Azzurro

Dienstag, 19. Juli

Tag 4 am 19 Juli, 2016

Das Morgenessen wollen wir auf der schönen Piazza in Porto Azzurro einnehmen. Gegen 10.00 Uhr erhalten wir einen Platz zum Festmachen. Nach diversen Einkäufen und einem feinen Brioche mit Chappucino auf der Piazza brechen wir auf um die Südseite Elbas zu besegeln. Der Wind bläst um die 10 bis 15 Knoten und wir kommen schnell vorwärts.
In der Bucht "Innamorata", kurz nach umsegeln des Südostkaps Elba, essen wir was Kleines zu Mittag. Eine wunderschöne Bucht mit Sandstrand. Nun suchen wir uns eine Bucht für die Übernachtung. Sandgrund geben wir dem Vorzug - Windfinder erwartet 15 bis 20 Konten aus Nord für diese Nacht. Wir werden in der Bucht Lacona fündig. Eine pittoreske Bucht. Der Sandstrand steigt von 15 Meter langsam auf 10 und dann auf 5 Meter Tiefe an. Wir werfen Anker auf 5 Metern Tiefe. Beim nahe gelegenen Restaurant am Strand (Westseite der Bucht) finden wir eine nette, kleine Pizzeria. Während dem Warten auf die Pizzas spielen wir Volleyball mit ein paar Italienern aus dem nahegelegenen Campingplatz. Der Sandboden erweist sich als sehr griffig - die 22 Knoten in der Nacht lassen zwar das Schiff schwojen, der Anker und vor allem die Kette halten problemlos (60Meter Kette an Bord, 30Meter gelegt).

Mittwoch, 20. Juli

Tag 5 am 20 Juli, 2016

Heute stehen wir früh auf um nach einem kurzen Bad und einem leckeren Morgenessen in Richtung Bucht Fetovaia aufzubrechen. Die Schönste aller Buchten. So zumindest steht es in diversen Reiseführer geschrieben. Eine tolle Bade- und Schnorchelbucht. Heller Sand, klares Wasser und viele Fische. Um 10.00 Uhr treffen wir in der Bucht ein und finden noch einen geeigneten Ankerplatz. Baden, tauchen, zwischendurch ein leichtes Mittagessen - so lässt es sich leben. Das Wasser ist 27Grad warm und glasklar. Bei einem kurzen Abstecher an Land trinken wir Limonade, Kaffee und gönnen uns zur Abkühlung ein feines Eis. Um 16.00 Uhr brechen wir auf. Wir wollen die Westseite Elbas umrunden. 8Knoten aus Nord lassen uns anfänglich hart am Wind segeln. Unser Motor bringt uns dann nordwärts zum Capo San Andrea. Nach Marciana segeln wir und sind noch gut ne Stunde unterwegs. Glücklicherweise haben wir am Morgen einen Platz in der Marina reserviert. Wir haben einen der letzten zugesichert bekommen. Alles klappt dann wunderbar und wir sind froh bei Nordwind und leichtem Schwell still und ruhig in der Marina zu liegen.

Donnerstag, 21. Juli

Tag 6 am 21 Juli, 2016

Heute ist wenig Wind angesagt. Wir laufen aus und suchen uns eine schöne Bucht aus. Wir reservieren einen Platz in Portoferraio für heute Abend. Im Golfo nebenan finden wir die Bucht Biodola. Werfen Anker und bleiben bis Nachmittags 17.00 Uhr. Um 19.30 Uhr erreichen wir Portoferraio. Der alte Hafen ist wunderschön. Wir machen direkt an der Einkaufspromenade fest. Holen uns Pizzas und eine feine Flasche Rotwein aus der Weinhandlung ein paar Meter weit entfernt. Die Gläser leiht uns eine Bar gleich nebenan. Bis um Mitternacht sitzen wir im Cockpit und sprechen über Gott und die Welt.

Freitag, 22. Juli

Tag 7 am 22 Juli, 2016

Nach dem Morgenessen in der der Cafeteria Guardia in Portoferraio legen wir ab. Es ist 10.00 Uhr. Wir haben guten Wind aus Süd. Halb im Wind segeln wir der Küste entlang (im sicherer Abstand zu den Fähren aus Piombino kommend) Richtung Isola dei Topi (Mäuseinsel). Dort ankern wir auf 6 Meter Sandgrund. Während wir das Mittagessen zubereiten, baden und tauchen die Kids ein letztes Mal. Der nahe Sandstrand ist wunderschön und nur ca. 320 Meter entfernt. Das nahe Cavo würde ebenfalls zum verweilen / Mittagessen einladen. Nur, der Hafen ist dort ca. 2.20 / 2.30 Meter tief. Nur Yachten mit einer Länge von maximal 13 Metern dürfen dort einlaufen. Ich war schon mit kleineren Yachten dort (Sun Odyssey 42 DS). Der Wind frischt um 14.00 Uhr auf 15 Konten auf. Ideal um wieder Richtung Heimathafen, Marina di Scarlino zurück zu segeln. Wir passieren Insel Palmaiola und Cerboli. Um 16.00 Uhr erreichen wir den Hafen. Ohne anzustehen können wir gleich an der Tankstelle festmachen. Die Tankwärter haben gewechselt. War letztes Jahr noch eine aufgestellte Crew anzutreffen, waren heuer eher unfreundliche Herren am Werk. Die Marina ist aber noch relativ neu, die Toilettenanlagen noch sauber und gut gewartet. Auch die vielen Restaurants und Shops laden zum verweilen ein. Die Abnahme durch Aladar verläuft am folgenden Morgen reibungslos und schnell ab. Wir können diesen Vercharterer auf jeden Fall weiterempfehlen. Eine tolle Segelwoche neigt sich dem Ende zu.

Samstag, 16. Juli

Tag 8 am 23 Juli, 2016

Tag der Abreise. Wir verabschieden uns von Aladar und von der Toscana.