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as-salāmu ʿalaikum

2 Juni, 2014
von Anton Mangelberger
Spanish Mediterranean Coast, Spanien
Oceanis 343

Unsere Idee: Ostern auf einer Segelyacht zwischen zwei Kulturen.

Anreisetag

Tag 1 am 13 April, 2014

Flug München - Malaga, Transfer mit Mietwagen ca. 1 Stunde, Eincheck problemlos in 20 Minuten erledigt. Einchekzeitpunkt wurde während der Transferfahrt telefonisch vereinbart. Der Basismanager war auf die Minute pünktlich. Parkplatz in der bewachten Marina kostenlos.
Abendessen im Dorf gut und günstig, in der Marina sehr teuer.
Die Marina ist ziemlich neu und sehr schön (ähnlich Port Grimaud bei Saint Tropez).
Im Dorf gibt es ausreichend Supermärkte welche auch am Sonntag geöffent haben.
Die Yacht war für ihr Baujahr 2007 in einem sehr guten Zustand und sehr sauber und gut ausgestattet. Lediglich die Seekarten und Revierhandbücher waren grenzwertig. Ein Dinghi war nicht verfügbar, was sich später - trotz gegenteiliger Zusicherungen des Stützpunktes - als nicht unerheblicher Nachteil herausstellte.

Überfahrt nach Afrika

Tag 2 am 14 April, 2014

Frühstück in der Marina, direkt am Steg im Cafe Spinaker (gut und günstig).
Funktionsprüfung aller Einreichtungen vom Anker bis zum Windmesser (alles funktionierte). Gegen 09:30 Uhr erkundigte sich der Basismanager ob alles ok ist. Er gab uns noch einige Tipps zum Revier und zum Einklarieren in Marokko.
10:00 Uhr Leinen los.
Überfahrt nach Ceuta (spanische Enklave in Marokko) ca. 6 Stunden (26 sm). Guter Wind 3-4 Bft. Ost. Seegang seitlich sehr unangenehm, viele Strömungswirbel.
16.00Uhr festmachen in Ceuta Marina Hercules r.k. mit Mooring und Heckleinen. Schwimmstege (Tidenhub 2m), Wasser und Strom. Alles voll funktionsfähif. Die Marina liegt direkt im Zentrum. Zu Fuss alles wichtige erreichbar. Gute Einkaufsmöglichkeiten.
Stadtbesichtigung, Abendessen in der Stadt.

Fahrt nach Marokko

Tag 3 am 15 April, 2014

Frühstück auf der Yacht. Auscheck beim Hafenkapitän(Liegegebühr € 25,- incl. Wasser und Strom) danach ablegen nach SMIR.
Aufgrund der Reviertipps vom Basismanager steuerten wir den Royal Yachting Club M´Diq an.
Spiegelglattes Wasser, totale Flaute, nervige Fahrt mit Motor ca. 20 sm. Rechtzeitiges hissen der Gastlandflagge und der Flagge Q.
16:00Uhr festmachen am Steg mit Bugleine zu Boje und Heckleinen zum Schwimmsteg im Royal Yachtclub (Wasser, Strom, Duschen alles funktionsfähig und sauber). Einklarieren mittels eines Agenten welcher am Steg wartete. Dauer ca. 2 Stunden. Behörden sind sehr freundlich (arabische Umgangsformen, ohne Französischkenntnisse ist man nicht handlungsfähig). Danach Stadbesichtigung und Abendessen. Marokko ist für uns Europäer extrem billig. Man bezahlt ca. 1/10 von unserem Preisniveau. Sehr schöne Sandstrände, kristallklares Wasser. Wasser sehr fischreich. In M´Diq Fischerhafen mit täglich großen Fischmarkt. Fisch wird am Hafen auf Holzkohlengrill täglich frisch zubereitet. Schmeckt ausgezeichnet und ist extrem billig. Alle dankbaren Zubereitungsarten mit sehr viel Gemüse. Jede Menge Beilagen, Gemüsesuppen, Fischsuppen, Fladenbrot,.......

Hafentag in M´Diq und Tetouan

Tag 4 am 16 April, 2014

Frühstück im Ort in einem Strandcafe wegen der unschlagbaren Preise. Jedes Lokal hat kostenlos WLAN welche auch gut und schnell funktionieren.
Danch fahrt mit dem Linienbus, welcher direkt vor der Marina eine Haltestelle hat, nach Tetouan (Weltkultuererbe und Sommerresidenz des Königs) ca. 15km 1/2 Stunde Fahrt 40ct. Tetouan ist einen Besuch wert (sehr alte Stadtviertel gut erhalten, sehr sauber, arabische Märkte, Judenviertel, Königspalast, Festung). Vorsicht vor Schleppern ist geboten (nicht mitgehen man wird nur abgezockt). Haschisch wird überall angeboten (bei sehr hohen Strafen verboten). Es gibt nirgends Alkohol nur heißer Pfefferminztee und frisch gepresste Fruchtsäfte. Man gewöhnt sich rasch daran. Man hat ja seine Vorräte auf der Yacht. Es ist beim Ein- und Ausklarieren nie jemand an Bord zur Kontrolle gekommen. Marokko macht einen sehr sicheren Eindruck. Häfen sind gut bewacht und beleuchtet. An jeder Ecke steht Polizei.

Überfahrt nach Tanger

Tag 5 am 17 April, 2014

Ausklarieren am Vorabend nach dem Abendessen um ca. 21:00Uhr. Die Beamten waren wieder sehr freundlich. Kein Agent erforderlich. Liegegebühr in M´Diq pro Nacht € 15,- alles inclusive.
Zeitiges Auslaufen wegen der notwendigen Tidenströmung in der Straße von Gebraltar. Guter Segelwind aus Ost mit ca. 3 Bft. Fahrt entlang sehr nahe der Küste wegen des Verkehrstrennungsgebietes.
Festmachen in Tanger ca. 16:00Uhr nach 35 sm und 8 Stunden Fahrt.
Marktbesichtigung und Abendessen.

Tanger und Überfahrt nach Gibraltar

Tag 6 am 18 April, 2014

Vormittag Stadtbesichtigung, Mittagessen im legendären Cafe Paris in Tanger,
13:00Uhr Auslaufen Richtung Gibraltar. Wieder super günstiger Wind aus WSW 4-5 Bft. Viel Großschiffahrt in der Straße von Gibraltar, viele Strömungswirbel und sehr böiger Wind.
Einige sm vor Gibraltar hat uns eine große Delphinschule mit Delphinbabys begeleitet.
Anmeldung in Gibraltar per Funk. Zuweisung zur Marina Bay neben der Landebahn des Flughafens. Alles very britisch. Festmachen ca. 17:00Uhr nach 15sm an Schwimmstegen mit Mooring r.k. und Heckleinen. Abendessen, nette irische Pubs mit life Musik, gute Biere nach der Abstinenz von Marokko ein Genuss. Viele Touristen. Für Segler nicht besonders insteressant.

Stadtbesichtigung Gibraltar und Überfahrt nach Sotogrande

Tag 7 am 19 April, 2014

Besichtigung Zentrum und Affenfelsen. Sehr imposant der exponierte Flughafen. Britische Kleinstadt mit vielen Geschäften. Alles andere als billig. Stadtrundfahrt mit Affenfelsen und Grotten € 80,-, das Geld kann man sich sparen, wenn man etwas Zeit hat kann man alles locker zu Fuss gehen.
Liegebühr € 20,- incl Wasser und Strom. Mittagessen im Zentrum, danach Auslaufen mit Zwischenstop an der Tankstelle.
Wieder guter Segelwind SW 4-5 Bft.
Ankunft Sontogrande ca. 18:00Uhr, Fahrt um Affenfelsen extrem böig, besser einige sm Abstand halten, uns hat eine Böe vollständig auf die Seite gelegt, wir waren alle mit Lifebelts gesichert sonst hätte es Probleme gegeben.
Der Basismanager hat nach telefonischer Ankündigung schon in der Marina gewartet. Der Auscheck war in 10 Minuten erledigt und beschränkte sich auf die Frage ob alles in Ordnung ist.

Abreise

Tag 8 am 20 April, 2014

Ausräumen und Packen haben wir am Vortag erledigt. Unser PKW stand wohlbehalten am Parkplatz.
Abfahrt zum Flughafen um 04:00Uhr früh. Ein Teil der Crew flog um 07:00Uhr zurück nach München, wir haben noch eine Woche Rundreise mit dem Mietwagen durch Andalusien angehängt.
Insgesamt ein toller Törn. Ich werden ihn in etwas abgewandelter Form nochmals machen.
Sotogrande ist ein toller Ausgangshafen, der örtliche Vercharterer Nauticontrol SL-Alavela kann vorbehaltlos weiterempfohlen werden. Das gleiche gilt für den Service von Masteryachting