14.01.2008 - 28.01.2008

Kuba, null
09 Feb 2008

14.01.2008 - 28.01.2008 Belize 43 Katamaran Segeltörn, Basis Cienfuegos, Richtung SW zur Isla della Juventud und zurück. Die ersten Tage unter Spi war einfach eine Wucht, Wind 15-18kn, GüG bis 12kn. Nach ¾ der Strecke haben wir den Törnplan überdacht und sind zu dem Entschluss gekommen, lieber zurück, klein klein gegen den Wind. Im nachhinein war diese Überlegung goldrichtig. Teilweise sind wir unter Motor nur 3kn, bei Marschdrehzahl von 2500U/min gegen die Welle, schnell gewesen. Üblich sind 8-9kn. Die Tage sind kurz, maximal kann man 10h navigieren, Ansteuerung beachten, kostet teilweise 1h. Nur im Hellen ankern. Man darf nicht in einer Festlandsbucht vor Anker übernachten, nur auf den vorgelagerten Inseln. Die Korallenriffe sind teilweise bei wenig Welle nicht zu erkennen. Ausgesprochen wichtig ist gutes elektronisches Kartenmaterial, ohne GPS den Bereich zwischen Festland und Riff nicht befahren, die Tiefen liegen zwischen 0 und 6m, im ganzen Bereich. Nachts ist Navigationsverbot im ganzen Schelfbereich. Dickschiffe eignen sich nicht so gut für dieses Revier wie Katamarane (Tiefgang). Der Saum der Korallenriffe liegt ca.40nm vor dem Festland. Das riesige Sperrgebiet um die Privatinsel von Fidel Castro ist streng zu respektieren. Der GPS Plotter vom Schiff lag ca. 1nm daneben, die Passagen (wenige) in den Riffen sind teilweise nur 1 Kabellänge breit. Ich habe nur mit meinem privaten Laptop navigiert. In jedem Hafen/Marina (es gibt nur eine Marina in Cayo Largo, bis zur Insel Juventud). immer Ein- und Ausklarieren, jeden Tag, auch wenn man nur zum Baden in die nächste Bucht fährt, man darf aber mit dem Tender nicht an Land. 1 Minute nach dem Festmachen stehen mindestens 5 Beamte vor dem Schiff, Zoll, Polizei und Grenzschutz. Kabinen werden immer kontrolliert. Keine Handfunke mitnehmen (strafbar) auch nicht zeigen das man mit dem Laptop navigiert, (GPS Systeme sind streng verboten, dürfen nicht Eingeführt werden, Laptop ist kein Problem, wird bei der Einreise nicht kontrolliert) vor dem Festmachen Naviprogramm abschalten. Es muss immer angegeben werden, wo man die nächste Nacht verbringt und welche Route man gedenkt zu fahren. Die Versorgung ist ausgesprochen schlecht, alles Nötige für die ganze Zeit an der Basis bunkern. Es gibt z.B. keine Milch, nur Milchpulver, wenn es da ist............. Bei unserer Ankunft waren die Regale zu 70% leer, ein passabler kleiner Supermarkt befindet sich ca. 300 m von der Basis, Richtung Cienfuegos, aber Milchprodukte existieren auch da nicht. Reis und Nudeln sind kein Problem. Konserven, Kekse und Eier sind fast immer zu bekommen, die Grundversorgung an Lebensmittel ist gegeben. Gemüse und Obst kann man zu Pesopreisen auf einem Bauernmarkt bekommen. Frische Ware bekommt man, vielleicht, erst wieder auf der Isla della Juventud. Mit viel Glück vielleicht noch etwas in Cayo Largo. Brot muss man meist selber backen. Das kubanische Bier ist sehr gut, der Rum natürlich erst recht….……............. Vor dem Ablegen beim Hafenmeister die Kurtaxe, 6 CUC/Tag/Kopf = 4,60.-€, bezahlen, wird beim Ausklarieren von der Polizei kontrolliert. Übernachtung im Hafen mit Strom und Wasser kostet 17,20.-CUC =13,20.-€ für einen 43“ Katamaran. Man sollte unbedingt einen Schleppangel ausbringen, außerhalb der Riffe, ca. 3-4nm, ein Riesenangebot an Hochseefischen, wie; Barrakuda, Thunfisch, Goldmakrelen usw. Zubereitung auf dem Bordgrill, Achtung; vorher Treibholz sammeln, ein bisschen Holzkohle hatte mir der Vercharterer gegeben, hatte zufällig eine Handvoll davon. Auf dem Rückweg nach Cienfuegos hat man den Wind und Welle/Dünung voll auf die Nase, mindestens einen Reservetag einlegen. Immer den Dieseltank vollmachen, auch wenn nur wenig verbraucht wurde. Cayo Largo eignet sich ideal für einen Ruhetag, nur hier gibt es Sandstrände wo man mit dem Schiff nahe genug ran kommt. Hier gibt es eine Marina mit Tauchbasis, 2-3 Restaurants und ein kleines Geschäft. In dem gibt es ein paar Konserven, Nudeln, etwas Goudakäse, Getränke, Zigaretten und !!! endlich Milchpulver, ja, das war’s auch schon. Eine Tankstelle, Diesel ist aber nicht sicher, kann leer sein für einige Tage oder auch Wochen, Immer in Lee der kleinen Inseln ankern, Hauptwindrichtung ist NO-O (im Januar), Ankergrund bei den kleinen steinigen Insel ist glatter Fels mit einigen kleinen Löchern und Spalten, in denen sich die Spitze der Flunke des Ankerns einhängen kann, immer abtauchen zur Kontrolle. Teilweise habe ich den Anker, tauchend, in Felsspalten festgeklemmt (Starke Tripleine mit Fender ausbringen). Viel Kette stecken. Wenn der Wind dreht, z.B. auf Nord bei Gewitter oder Kaltfront, 2 x vorgekommen, dann kann der Anker ausbrechen. Da hilft nur elektronischer Ankeralarm oder die klassische Ankerwache. Den Ankeralarm nicht auf Tiefe sondern auf Schwojkreis einstellen, zuzüglich habe ich den Ankeralarm auch noch vom GPS Kartenplotter genommen. Wenn man noch etwas Land und Leute kennenlernen möchte, empfiehlt es sich, in einem Casa Particular zu übernachten. Diese sind an der Tür mit einem Kennzeichen versehen und leicht zu erkennen. Auf keinen Fall sich auf einen Schlepper einlassen, sondern selbst suchen. Die Besitzer geben sich echt Mühe und bereiten immer ein schönes Frühstück mit frischen Früchten, Fruchtsäften, Eiern, Käse und allem Drumherum. Auf Bestellung werden auch Abendessen zubereitet (Preis 7-10 CUC). Das Essen ist meist köstlich, was man von staatlichen Restaurants nicht behaupten kann. Übrigens: wir haben nirgends so schmackhafte Hühnchen gegessen wie in Kuba!


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