23.09.2006 - 30.09.2006

Kalabrien, Italien
08 Oct 2006

23.09.2006 - 30.09.2006 Cyclades 50.5 Törn “Liparische Inseln” ab/an Reggio di Calabria mit Cyclades 50.5 vom 23.-30. September 2006 (Skipper Peter Köhler, Schweiz, mit 5 Mitseglern) Anreise und Schiffsübernahme Alles hat perfekt geklappt. Flug mit Alitalia ab Zürich (2 Mitsegler) bzw. Stuttgart (4 Mitsegler) via Mailand nach Lamezia bzw. Reggio. Der Transfer von Lamezia zum Hafen in Reggio und zurück kostete 130 EUR, der vom Flughafen Reggio zum Hafen war gratis. Die Schiffsübernahme beim Vercharterer Spartivento erfolgte bereits um 15.00 Uhr. Sie war reibungslos, kurz gehalten (20 min) aber für Erfahrene ausreichend. Der kleine Yachthafen von Reggio ist in den Handelshafen integriert. Die Umgebung ist hässlich und durch anliegende Strassen und Eisenbahnlinien laut. Das Abendessen nahmen wir in der Trattoria del villeggiante ein (1e. V. Tripepi Demetrio, Telefon: 0965-250021). Nach Anruf wird man gratis vom Hafen mit dem Auto abgeholt und dorthin wieder zurückgebracht. Das Restaurant liegt versteckt in Hanglage in einiger Distanz zum Hafen, das Essen ist hervorragend (ohne Speisekarte einfach Auftischen lassen) und dürfte von ortsunkundigen Touristen wohl kaum gefunden werden. Schiff Die Cyclades 50.5, auch der weisse Riese genannt, ist ein segeltechnisch abgespecktes Charterschiff mit viel Raum, 4 Nasszellen und zwei grossen Kühlboxen aber nur einem winzigen zweiflammigen Gasherd. Die Beleuchtung im Salon könnte besser positioniert sein. Die Heck- und Bugkojen (total 4) sind extrem geräumig, daneben noch eine separate Doppelkoje mit Etagenbett. Der „Skipperknast“ (über ein Klappluk zu besteigen) ist weniger komfortabel, konnte aber vom Kleinsten der Crew genutzt werden. Der Segelanspruch ist simpel (kleine Genua, Gross im Toppbereich sehr schmal, kein Kicker, kein Traveller), aber das Nötigste ist vorhanden. Ein Bugstrahlruder ist bei Hafenmanövern von Vorteil. Die Cyclades erwies sich als gutmütiges Schiff, war überraschend schnell (über 9 kn bei 6 Bft. GPS gemessen) und lag gut auf dem Ruder. Route (ca. 180 sm) Eindrucksvolle Fahrt bei schönstem Wetter und Schirokko mit 6 Bft. durch die Strasse von Messina zum Capo Peloro, dann der Nordküste Siziliens folgend zum Hafen von Milazzo (Marina del Nettuno, kleine aber saubere WC/Duscheinrichtung). In der Privatmarina ist für das 50 Fuss-Schiff kein Platz mehr, wir müssen daher an der ungeschützten Aussenseite des Hafensteges längsseits festmachen. Starkwind und Gewitter verhindern am nächsten Tag die Fahrt zu den Liparischen Inseln. Wir laufen daher zunächst den sehr gut geschützten aber sterilen und sehr teuren (120 EUR pro Nacht) Hafen Portorosa an (weiter Weg zur Sanitäranlage). Dann bei anhaltendem Starkwind und Schauern nach Lipari (wegen des schlechten Wetters geben wir die geplante Fahrt nach Salina und Filicudi auf). Der Hafen Sottomonastero liegt mitten in der Stadt Lipari, ist nach Osten grossräumig offen und ohne Wellenbrecher. Es sind aber neue Schwimmstege mit Moorings eingerichtet, an denen man relativ sicher liegt (keine Sanitäreinrichtung). Besuch des Archäologischen Museums (lohnenswert). Nach Wetterbesserung (bis zum Törnende nun schönes Wetter) Weiterfahrt nach Panarea, wo wir in der malerischen Cala Zimmari auf 5-10 m Sandgrund an der E-Seite des Capo Milazzese ankern. Besuch des Bronzezeitdorfes (1400-1270 v. Ch) mit herrlicher Rundumsicht. Anschliessend Nachtfahrt nach Stromboli und Beobachtung der Vulkanausbrüche und weiter via den Strombolicchio [Fl(3)15s57m11M] nach Tropea an der kalabrischen Küste. Der Hafen von Tropea ist sehr gut geschützt, Moorings sind vorhanden, eine grosszügige Sanitäranlage (Schlüssel in der Kapitanerie) und ein sehr schöner kleiner Sandstrand direkt anschliessend an den Hafen. Baden und Besuch der auf einem 40 m hohen Felsen gelegenen mittelalterlichen Altstadt mit exzellenter Sicht. Fahrt nach Süden zurück in die Strasse von Messina und zum Basishafen. Unkomplizierte Schiffsrückgabe. Fazit: mit einem äusserst komfortablen Schiff und viel Wind und Welle ist für uns wieder einmal ein wunderschöner, erlebnisreicher Törn Geschichte geworden.


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