Montag, 05. Oktober 2009
von Hans-Ulrich Sorge

Apple iPhone 3GS

….schreibt Apple in der Werbung für das jetzt fast 2 Jahre alte Mobiltelefon.
Warum ich als Segler das iphone so sehr mag – hier sind die Gründe. Vorab – es gibt genug.

Schon viele selbsternannte smartPhones habe ich ausprobiert und wieder weggelegt. Obwohl ich wirklich vorhatte, all meine Termine, emails, Kontakte und Kochrezepte mit dem kleinen Fummelstiftchen auf das Mäuseklavier einzuhacken. Nach spätestens 4 Wochen war wieder Schluss damit – zu nervig. Irgendwann hatte ich dann gar kein Handy mehr, was aber auch nicht durchzuhalten war. Heutzutage ist man ja „ohne“ schon verdächtig.

Als „Nicht-Apple-User“ hielt ich erst relativ spät das iPhone in den Händen. Meine anfängliche Skepsis verflog schnell. Das schicke Design und die wirklich revolutionäre TouchScreen-Bedienung müssen nicht näher erläutert werden. Der Email und Internet Browser, die eingebaute 3 Megapixel Foto- und Videokamera wohl auch nicht. Die sind schon Standard.

Was also macht das iPhone so besonders: Neben der intuitiv einfachen Bedienung sind es 2 Dinge:
Der integrierte GPS-Chip und der eingebaute Fluxgate-Kompass sprechen bereits eine deutliche Sprache in Richtung Wassersport. Die eigentliche Revolution ist aber der appStore. Mittlerweile werden auf dieser Plattform über 200000 kleine und grosse Anwendungen für alle Lebenslagen – so auch für Segler – angeboten. Es ist hier eine einzigartige Programmierer-Community entstanden, die immer wieder neue Ideen verwirklicht. Diese applications sind teilweise ganz kostenlos, andere kosten zwischen 1 und 100 EUR.

Aber was gibt’s dafür. Fangen wir klein an.
Da wäre zum Beispiel die Taschenlampe – ein Miniprogramm welches das Display des iphones weiss leuchten lässt – aber auch rot, nachts für den Kartentisch. Einen Krängungsmesser habe ich gefunden, der sich den Lagesensor des iphones zunutze macht. Unglaublich aber wahr: Auch einen Windmesser kann man installieren. Er funktioniert ganz ohne bewegliche Teile. Sein Geheimnis ist das Mikrofon. Die Lautstärke der Windgeräusche wird als Sensor verwendet. Das funktioniert überraschend genau.

Sind das alles noch Spielereien, wird es jetzt schon ernster. Verschiedenste GPS-Anwendungen lassen sich downloaden, um Position, Kurs oder Geschwindigkeit anzuzeigen. Eine Spitzenanwendung hier ist die Navionics Kartenbibliothek. Für EUR 69.- kann das gesamte Mittelmeer-Kartographie vom Übersegler bis zum Hafenplan runtergeladen werden. Das iPhone wird so zum vollwertigen Chartplotter.

Kommen wir zum Wetter: Eine interessante iphone application ist z.B. WeatherPro. Für nahezu alle Orte (auch Küstenorte) kommt die 5-Tage Wetter und Windvorhersage kostenlos auf das iphone. Mit iSailing kann man GRIB-Wetterdaten runterladen – was will man mehr.

Nicht zu vergessen: So ganz nebenbei ist das Iphone noch ein vollwertiger IPod. Die passende Musik ist also immer dabei.
Warum Du also das iPhone lieben wirst ? Ich glaube, es ist mehr als Liebe – man muss aufpassen, dass man nicht abhängig wird.

Warum Du das iPhone lieben wirst ……

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