Scultetus, Johannes.: Armamentarium Chirurgicum. : Faksimile der Ausgabe Ulm, Kühnen 1655 aus der Leopold Sophien Bibliothek, Überlingen. Stuttgart Edition Medicina Rara, ca.1975. Orig.DreiviertelLeder. Im Schuber. Bestellnr: 2796 Vor allem durch seine Bilder spricht uns das posthum erstmals 1655 lateinisch, später auch in mehreren Sprachen erschienen Werk von Scultetus an. Scultetus, Nachfolger von Fabricius ab Aquapendente auf dem Lehrstuhl zu Padua, zitiert ihn oft. So finden wir den silbernen Trichter, mit dem die Ernährung bei Kieferklemme durch die Nase, bie Scultetus jedoch "inter gingivas, zwischen das hinterste Zahnfleisch beeder Kinbacken", also hinter den Weisheitszähnen, empfiehlt. Fig. III stellt einen doppelten Pelikan dar, wie ihn auch Paré abbildete, Fig. IV eine "gar gemeine Zähn-Zang. Fig. V zeigt einen Rappenschnabel, Fig. VI und VII stellen Überwürfe nach Ryff dar, nach Scultetus sind es Zahnzangen, besser zweifüßige Geißfüßlein. Auf Tafel XXXVI werden einige Eingriffe demonstriert, darunter das Ausbrennen eines kariösen Zahnes, eine Gaumenperforation, eine Kiefernsperre mit Schraubgewinde, die Lösung eines kurzen Zungenbändchens. (Hoffmann-Axthelm, Gesch.d. Zahnheilkunde, S. 204-206). Eins von 300 Expl. der Vorzugsausgabe, hier Nr. CLXV. Mit 18seitigem Beiheft.
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