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Ab in den Klub
 
Sonntag, 15. Juli 2007

Ab in den Klub

von Rena M. Schmidt

Präsidenten Bähr (DSV), Röcker (DMYV) als Vertreter von Hunderttausenden Wassersportler mit Hafenchef Twelkmeyer (v.l.n.r.) beim Sommerfest 2006
Mit der Travemünder Woche startet dieser Tage eines der größten Segelsport-Ereignisse, auf das man schaut, wenn man vom Wassersport in Deutschland spricht. Doch Größe allein ist nicht das wichtigste Kriterium, das ein Event haben muss, um in dieser Kolumne die Gnade der Kritiker zu finden. Es gehört mehr dazu, wie man von Woche zu Woche nachlesen kann. Denn es gibt im Wassersport natürlich viele lobenswerte Initiativen, zu denen weniger Menschen kommen als zur Travemünder Woche, ohne die aber viele der Millionen-Ereignisse kaum möglich wären.
Nicht alle kann man erwähnen. An einigen jedoch darf man auf keinen Fall vorbeischauen, finde ich. Dazu gehört der Kapitäns-Klub im kleinsten Königs Wusterhausener Ortsteil Kablow Ziegelei am Stadtrand von Berlin.
Der Kapitäns-Klub liegt nahe dem südöstlichen Zipfel der Weltstadt und ist selbst aus der City der Metropole in weniger als 45 Autominuten über den Stadtring Süd zu erreichen. Der sehr intime Familienklub wird von Christine Gisder geführt, die aus den morbiden Gemäuern, in denen bis ins vorletzte Jahrhundert hinein tatsächlich und über Jahrhunderte hinweg die Ziegelei von Kablow untergebracht war, einen attraktiven und gesellschaftlich von Jahr zu Jahr mehr geschätzten Treff von Familien-, Gesellschafts- und Firmen-Patriarchen aus weiten Teilen Deutschlands gemacht hat.
Dass unter diesen Partylöwen kaum einer erlaubt, mit seinem Namen Werbung zu treiben, hat dem Klub überdies die geheimnisumwitterte Aura eines Geheimtipps eingetragen. Da schleichen Journalisten schon mal in der 260-Seelen-Gemeinde herum und befragen Anwohner, was man so über den Klub munkelt.
Dass jedoch die meisten Paparazzi durchaus erfolglos bleiben, was die honorige Klientel des Kapitäns-Klubs angeht, liegt vor allem an zweierlei: Und das ist ? neben der Diskretion im Klub ? die Geografie des Geländes mit kleinem Hafen in Holzoptik über dem Zernsdorfer Lankensee im Südosten der Weltstadt. Die erlaubt nämlich einen fast perfekten Sichtschutz rundherum ? und das, obwohl es sich bei dem Garten des Kapitäns-Klubs, wie es sich bei einer solchen Location gehört, natürlich um ein Wassergrundstück handelt. Und wer es kennt sagt: Es ist eines der schönsten im Berliner Umland überhaupt.
Nun werden Sie hoffentlich neugierig. Das ist ja auch das Ziel der kurzen Ausführungen. Und so wird dem, der Lust und Zeit hat und dem die Travemünder Woche sowieso viel zu viel von einer Bullettenmeile hat, das Sommerfest des Klubs empfohlen. Das findet am 21. Juli statt und darf durchaus in einem Atemzug mit so bedeutenden Events wie der Travemünder Woche genannt werden. In Kablow Ziegelei werden zwar nicht so viele Gäste sein, im Kapitäns-Klub vielleicht sogar nur einige hundert. Doch wenn in deren illustren Kreisen Entscheidungen gefällt werden, betreffen diese eben bald wieder Hunderttausende. Und das quer durch ganz Deutschland.
In diesem Sinne wünscht Ihnen eine Reife Termin-Auswahl
und von ganzem Herzen viel Spaß im Klub
Ihre
Rena M. Schmidt

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