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Six-in-One – oder: Ein Porsche, der nicht fährt (sondern schwimmt)
 
Freitag, 01. Januar 2010

Six-in-One – oder: Ein Porsche, der nicht fährt (sondern schwimmt)

von Matt - Muencheberg

Wandelbar: der neue Mono-Kat-Tri Kormoran soll auch foilen können, Foto (c) Kormoran
Auch wenn der 1973 in Stuttgart geborene Daniell Porsche, Urenkel von Autokonstrukteur Ferdinand I. Porsche und Sohn von Hans-Peter Porsche, bei diesem Projekt nur als (Haupt-) Investor in Erscheinung tritt, so ist das doch für Viele Grund genug, im Zusammenhang mit dem neuen “Transformer-Kat” von einem “Porsche-Boot” zu sprechen. “Erfinder” und Designer des ungewöhnlichen Motor-Katamarans, der sich auf Knopfdruck in sechs verschiedene “Konfigurationen” verwandeln lassen soll, ist jedoch der Unternehmensgründer und CEO der Firma Kormoran Transforming Boat, Dr. Oliver Kormann. Der Prototyp sei noch im Entstehen, hiess es, doch das Boot werde jedenfalls realisiert werden. Um dann sogleich an verschiedenen Standorten weltweit präsentiert werden. Einer der geplanten Show-Standorte soll der schicke Hafen Porto Montenegro sein. Das “Six-in-One-Boat” ist Mono Hull, Katamaran und Trimaran zugleich; zudem soll es einen “Nachtmodus”, einen “Fly-Modus” und einen “Bade-Modus” geben. Als Eigner soll man so die Möglichkeit haben, das Boot stets der aktuellen Situation und den Bedürfnissen anpassen zu können. Der Clou des Transforming-Wunders ist jedoch – abgesehen von seiner Wandelbarkeit – etwas ganz anderes. Er soll – so verspricht es das Management, foilen können (also, sich, auf sogenannten Hydrofoils surfend, aus dem Wasser heben und so den Reibunswiderstand verringern). Das kennen Segler vom America`s Cup. Nun sollen also auch die Motoryachten (egal, ob mit einem, zwei oder drei Rümpfen) das “Fliegen” lernen. Das ist spannend. Und könnte wegweisend sein für künftige motorisierte Spaß-Boote. Warum auch nicht? Ich gebe zu, ich werde versuchen, einer der ersten zu sein, die das scheinbar aus einer anderen Welt kommende “Ding” zu testen. Foilen bringt Speed – und hilft ganz nebenbei, den Spritverbrauch zu verringern. Als Baumaterial ist eine Kombination aus von Kohlefaser, Titan, Edelstahl, Teakholz und “Boxmark Leather Xtreme” (was immer das auch sein mag) geplant. Der Kormaran Prototyp soll im Sommer im Porto Montenegro präsentiert werden. Auch bei den grossen Sommerveranstaltungen der Marina an der Bucht von Kotor, den Superyacht-Meetings Anfang Juni und Anfang Juli soll das Boot zu sehen sein – und für Testfahrten bereitstehen. Ob dann auch Geldgeber Daniell Porsche dabei sein wird, ist nicht bekannt. Der Nachfahre der Auto-Dynastie ist übrigens ausgebildeter Musiktherapeut, arbeitet seit 2003 an der Paracelsus-Schule in Salzburg – und schreibt Gedichte. Sein letztes Werk heisst: Der Zitronenfalter.

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