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MIAMI ICE – ohne Limit (coole Motoryachten aus Florida)
 
Donnerstag, 12. März 2015

MIAMI ICE – ohne Limit (coole Motoryachten aus Florida)

von Matt - Muencheberg

Sonny Crocket auf einer Wellcraft Scarab 38 KV – würde er heute eine Magnum 51` wählen? Foto (c) NBC Studios
Kennen Sie noch Miami Vice? In der bis 1989 produzierten US-amerikanischen TV-Serie gehen Don Johnson als James „Sonny“ Crocket und Philip Michael Thomas als Ricardo „Rico“ Tubbs als verdeckt arbeitende Polizisten auf Verbrecherjagd. Sonny Crocket benutzte damals für die Offshore-Verfolgungsfahrten wahlweise eine Chris Craft Stinger 390 oder ein Wellcraft 38 Scarab KV. Würden neue Folgen der Kultserie gedreht, wer weiss, auf welches Powerboot seine Wahl heute fallen würde. Vielleicht wählte er ja die neue 51` von Magnum Marine, von der Ex-Schweizer Werftchefin Katrin Theodoli vorgestellt auf der diesjährigen Boat Show in Fort Lauderdale. Die Yacht würde, was Design und Performance angeht, jedenfalls prima zum Ermittler des „Miami Vice Police Squad“ passen. Sogar unter Deck gibt es jede Menge Platz. Dann müsste Polizist Sonny sein Haustier, den Alligator Elvis, auch nicht mehr auf seiner engen Segelyacht unterbringen. Die Erfolgsgeschichte der attraktiven Geschäftsfrau und Magnum Marine-Chefin Katrin Theodoli ist eng mit einigen Personen verbunden, die Rennboot-Geschichte geschrieben haben. Da wäre zunächst der Yachtdesigner Ray Hunt zu nennen. Hunt war es, der vor 57 Jahren die Ära der „American High Performance“-Yachten einläutet. Ihr Kennzeichen: ein tief ausgeschnittener, V-förmiger Rumpf und in Längsrichtung eingearbeitete Kanten am Rumpfboden. Die sollten zusätzlichen Auftrieb geben und das Boot trocken halten. Naval Architect Jim Wynne sah das Boot und war tief beeindruckt von dessen Fahreigenschaften. Wynne entwickelte daraufhin ein ganz ähnliches Boot, das – wie der Hunt-Riss – ebenfalls sehr erfolgreich war. Dann kam Don Aronow ins Spiel. Aronow, eigentlich zu dieser Zeit schon ein Immobilien-Entwickler im Ruhestand, beauftragte Wynne, ihm ein High Performance-Rennboot zu bauen, das ebenfalls einen tief ausgeschnittenen V-Rumpf haben sollte. Das war im Jahr 1962. Und hier begann die Story so richtig in Fahrt zu kommen. Denn dieser Rumpf sollte in die Renn-Bootgeschichte als der erste der berühmten „Aronow-Rümpfe“ eingehen. Aronow war ein tüchtiger Geschäftsmann, er entwickelte die Rumpfform weiter und machte sie erst unter den Namen FORMULA und DONZI bekannt. 1966 baute Aronow dann zwei spezielle Offshore-Powerboote. Zu diesem Zweck gründete er in Miami die Firma MAGNUM MARINE. Von nun an hiessen seine Boote MAGNUM. Die so entstandenen 27` und die 35` gewannen prompt die World-Offshore-Championships. Aronow ergänzte seine Range noch um zwei kleinere Modelle, und 1968 wechselte MAGNUM MARINE schließlich den Eigentümer. Der hieß fortan APECO und führte 25-, 28- und 38 Fuß lange Modelle ein, heute bekannt unter dem Namen MAGNUM CLASSICS. Acht Jahre später, im Jahr 1976, wurde die Firma schließlich an den italienischen Bootsbauer Filippo Theodoli und seine Frau Katrin verkauft. Filippo Theodoli kombinierte fortan die High-Performance-Technologie der Rennboote mit dem Luxus größerer Motoryachten. Dieses Konzept ging auf. Die Marke gewann viele Fans, darunter einige Stars wie Sänger Lenny Kravitz. Nach dem Tod ihres Ehemannes führt die in der Schweiz geborene und aufgewachsene Katrin Theodoli das Unternehmen erfolgreich fort. YACHTING SWISSBOAT traf sie Ende Oktober anlässlich des Launches der neuen MAGNUM 51` in Florida auf der 55. Fort Lauderdale International Boat Show. Spitzname des neuen Wurfes aus Miami, Florida: „Das Biest“ – des hohen Speed-Potentials und der brutalen Kraft wegen, welche die Yacht mühelos auf über 110 km/h beschleunigen. Ice, Ice, Baby; so cool können Motoryachten sein – wenn sie aus Florida kommen, und es keine Limits gibt. Übrigens: ganz neu zur Boat Show in Fort Lauderdale erschienen ist der opulente Bildband zur Geschichte von Magnum Marine. Im letzten Drittel des Buches werden die Eigner der Yachten vorgestellt und kommen selbst zu Wort. Denn schliesslich seien sie es, die den Erfolg der Marke erst ermöglicht hätten – und einen wichtigen Teil zur Weiterentwicklung beigetragen hätten, sagte Katrin Theodoli bei der Vorstellung des Buches Ende Oktober.



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