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Blog & Kolumne über Yachtcharter, Yacht und Bootsmiete
 

Master Yachting - Erfahren Sie mehr in unserer Segel Kolumne

Sie möchten eine Yacht mieten oder interessieren sich für Segelreisen? In unserem Blog finden Sie Gedanken und Anregungen zu Themen, die bekannte Wassersportjournalisten bewegen. Von der modernen Technik an Bord bis hin zur Flucht in die Karibik, unsere Redakteure berichten für Sie. Nicht alle Themen sind immer ernsthaft, aber dennoch wert veröffentlicht zu werden.

Boss an Bord; Teil 1

24.05.2017

von Yachtrevue

Top Secret. Was tun, wenn sich ein Superstar auf dein Schiff verirrt? Keine Angst: Es findet sich immer einer, der die Situation im Griff hat Ein Freund meines Freundes Gregor ist ein begnadeter Gitarrist. Er heißt Mike, ist Profi, lebt in Philadelphia und gilt in der Rock-Szene als „super sub“ – als begehrter Ersatzspieler. Soll heißen, er kann in jede auch noch so berühmte Band einspringen, sollte ein Musiker plötzlich unpässlich sein. Auf dem Schiff heißt er nicht Mike, sondern Michi...

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Doku in Dialogen

28.03.2017

von Yachtrevue

Palagruža Cannonball. Zehnte Auflage einer beinharten Regatta, zehn Zwiegespräche. Die abenteuerliche Geschichte einer Foto-Safari Die beiden Pioniere Ronnie Zeiller und Miša Strobl haben sich vor zehn Jahren in den Kopf gesetzt, ihrer Regatta den Namen Round Palagruža Cannonball zu geben. Cannonball ist ein Synonym für illegale Autorennen von New York nach Los Angeles. Und die Premiere dieses knapp 400 Seemeilen langen Mittelstreckenrennens von Biograd rund um den Vogel-Felsen Palagruža...

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T-Bone-Steak kontra Webeleinstek

23.02.2017

von Yachtrevue

Spaßmacher. Ein Segelbuch erscheinen zu lassen bringt Segelabenteuer der ganz anderen Art mit sich Eine der ersten Bestellungen kam von einer Oma, die das Buch „Spaßmacher“ ihren Enkeln unter den Christbaum legen wollte: Da zwar die Telefonnummer von Oma Agathe, aber leider keine Postadresse angeführt war, rief ich sie an. Ich erklärte ihr, dass ich nie ein Buch mit dem Titel „Spaßmacher“ geschrieben hätte, sie beharrte darauf. Ich gab schließlich nach. Alle übrigen Unklarheiten wurden im...

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Make Hotzenplotz Great Again

29.12.2016

von Yachtrevue

Zukunftsprognose. 2017 steht ganz im Zeichen des America’s Cup. Ist das womöglich das Ende des Segelns, wie wir es lieben? Nur keine Angst: Bevor Bavaria, Beneteau oder sonstwer die erste Tragflügel-Yacht auf den Markt bringt, wird Donald Trump amerikanischer Präsident. Sorry, der Vergleich hinkt ein bisserl, aber ein besserer fällt mir gerade nicht ein… Die Magie des Foilings – also jener Technologie, die Segelboote über das Wasser fliegen lässt – beschäftigt inzwischen aber auch...

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Im Randbereich des Vorstellbaren

20.12.2016

von Yachtrevue

Kapitalfehler. Wenn Mast- und Schotbruch noch das geringere Übel sind. Eine Hitparade maritimer Fehlleistungen Diesel im Wassertank – Wasser im Dieseltank. Die Story kurisert bei jeder Charterboot-Übernahme. Ich behaupte, dass es sich dabei um eine Schutzmaßnahme der Stützpunktleiter handelt. Würde das tatsächlich so oft passieren, wäre die Zukunft des Planeten noch ungewisser. Anders gesagt: So viele Vollidioten darf es einfach nicht geben. Vor unserem letzten Törn wurde die Liste der...

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Seetest im rumreichen Norden

14.11.2016

von Yachtrevue

Zielgruppe. Schildbürger, Falschfahrer, Truckfehler, Slip-Betriebe und Turteltäubchen Mit dem Auto nach Glücksburg an die Ostsee. Was tut man nicht alles für ein feines Segelerlebnis in einem ganz besonderen Revier. Rum-Regatta mit der Traditionsyacht eines dänischen Freundes in der Flensburger Förde. Auf der Kreuz gut zwanzig Mal von Deutschland nach Dänemark und zurück. Wer während dieser Grenzschläge die Übersicht verliert, der lässt sich in einer der beiden traditionsreichen...

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Falscher Hafen, falscher Film

08.11.2016

von Yachtrevue

Reality-Show. Die unglaubliche Geschichte der Stempelhexe von Porto Montenegro und ihrer Handlanger Das Unheil nimmt seinen Lauf, nachdem wir einen guten Rat in den Wind geschlagen haben: Wir steuern mit zwei Charter-Yachten nicht das idyllische Dorf Zelenika an, sondern die glamouröse Marina Porto Montenegro, das Xanadu der Adria, um dort einzuklarieren. Ein überaus freundlicher Marinero fragt verdächtig oft, ob mit unseren Schiffspapieren eh alles in Ordnung sei. Er kündigt an, in...

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Von Affen und Waffen

28.10.2016

von Yachtrevue

Zoologie. Warum es sich manchmal doch auszahlt, ein Schwein zu sein. Zumindest ein kleines Sardinien-Törn, letzter Tag. Unsere „Cavia“ (übersetzt: Meerschwein) lag längsseits im Hafen von La Maddalena. Wir wunderten uns gerade darüber, dass bei vielen Schiffen halbe Plastikflaschen mit scharf ausgeschnittenen Zacken als Manschetten über die Festmacherleinen gezogen waren. Des Rätsels Lösung kam aus dem Schiffsbauch. Und zwar in Form eines Schreis, der auch von einem besonders ängstlichen...

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Familientörn 2.0

16.08.2016

von Yachtrevue

Sommerferien VI. Zur Generation Y zählen jene Menschen, die nach 1980 geboren sind. Also unsere Kinder. Auch die sind älter geworden „Großschot dichtholen.“ Keine Reaktion. „Großschot dichtholen!“ Nichts. „GROSS-SCHOT-DICHT-HO-LEN!“ Nach dem dritten Versuch rührt sich endlich einer, fädelt im Zeitlupentempo die Haxen vom Salontisch, nimmt einen der beiden Stöpsel seines Kopfhörers aus dem Ohrwaschel und brüllt schwer übersteuert: „Waaaas?“ Ich antworte vom Ruder aus: „Das heißt ‚wie...

1 Kommentar (19.08.2016) weiterlesen

Zwischen Hölle und Himmel

29.06.2016

von Yachtrevue

Sommerferien V. Über eine gar wundersame Zeitreise von San Marco nach San Giorgio Venedig, Markusplatz, ein Hochsommertag, Touristen aus aller Welt. Eine Familie aus Wien macht auf sich aufmerksam: „Ich will mit einer Gondel fahren und wir fahren süücha nüücht mit der Wappler-Rettung“, protestiert der dreizehnjährige Florian auf dem Bootssteg Nr. 15 nahe der Piazza San Marco lautstark. „Dasch heischt Vaporetto“, zischt die entnervte Mutter durch zusammengepresste Zahnreihen....

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3:1 für die Geschirrtücher

13.06.2016

von Yachtrevue

3:1 für die Geschirrtücher Fußballfieber. Ein Pärchentörn während einer Europameisterschaft kann eine schlimme Doppelbelastung darstellen. Das Jahr 2012 bescherte uns weder die legendärste Fußball-EM noch den legendärsten Törn aller Zeiten. Ja, die Idee, während der EM einen Segeltörn mit vier Paaren durchzuziehen, besaß nur unterdurchschnittliches Legendenpotenzial. * Wir hatten alle Lebensmittel gebunkert, die Betten waren überzogen,die Taschen verstaut, die Ordnung im Salon trug...

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Betty Overboard

23.05.2016

von Yachtrevue

Kollateralschaden. Ein Pärchen-Törn kann bisweilen zu unbeabsichtigten Wenden führen Ich befinde mich, Pardon, wir befinden uns in einem Stadium des Ehelebens, in dem lästige Gewohnheiten des jeweils anderen schöngeredet, toleriert oder ignoriert werden. Das hat große Vorteile, auch wenn meine Frau diese gelegentlich als Nachteile bezeichnet. Proportional zur internen Toleranz wächst jedoch die Intoleranz gegenüber den Eigenheiten anderer Paare. Ausgerechnet in diesem Lebensabschnitt...

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Kielholen ist keine Lösung

28.04.2016

von Yachtrevue

Trottel-an-Bord-Problem. Bei der Auswahl der Mitsegler ist ein glückliches Händchen durchaus gefragt Nachsaison in Zadar. Mangels deutschsprachiger Tageszeitungen am Kiosk entscheide ich mich für Slobodna Dalmacija (Freies Dalmatien) und setz mich vor ein kleines Café mitten in der Stadt. Meine Bestellung „Espresso, molimo!“ klingt offenbar authentisch, weshalb mich die beiden Männer am Nachbartisch nicht als Landsmann erkennen. Sie heißen Gerfried und Gerold, wie sich kurz darauf...

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Flucht in die Karibik

05.04.2016

von Yachtrevue

Traumhaft. Ich war der, der noch nie dort war. Aber das ist jetzt anders Februar im kalten, grauen, nebeligen Wien. Ich sitz’ fröstelnd daheim am Schreibtisch, aktualisiere meine Törn-Statistik und stecke kleine, bunte Nadeln in eine Weltkarte. Nicht zum ersten Mal fällt mir ein großer blauer Fleck auf, in dem keine einzige Nadel steckt: Die Karibik. Unangenehm. Es ist nämlich so, dass jeder, und zwar tatsächlich absolut jeder, schon einmal in der Karibik war. Nur ich nicht. Also segle...

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Von Lümmeln und kalten Eiern

03.03.2016

von Yachtrevue

Fachchinesisch. Die Sprache der Segler ist ganz eindeutig zweideutig. Neulich im guten Segel-Fachhandel: Kunde vom Typ „Wenn-mein-Schiff-sinkt-baue-ich-mir-aus-Bordmitteln-ein-Floß-mit-Notrigg“: „Haben Sie einen Splint, der in meinen Lümmel passt?“ Verkäufer (lacht): „Welchen Lümmel meinen Sie?“ Kunde (verärgert): „Schicken Sie mir Ihren Chef.“ Verkäufer: „Aber bitte, gerne.“ (Geht kichernd ab.) Chef (kommt): „Ja, bitte, wie kann ich Ihnen helfen?“ Kunde: „Ihr Verkäufer weiß nicht,...

1 Kommentar (12.03.2016) weiterlesen

Pit Bull, Wasserschwein, Venus und Jupiter - von Jürgen Preusser

04.02.2016

von Yachtrevue

Weckrufe. Wenn die Konzentration nachlässt und der Biorhythmus auf Standby schaltet, bittet die Natur um Ihre Aufmerksamkeit. Kann schon ganz schön aufregend sein so eine Nachtfahrt im Rahmen einer Langstreckenregatta* irgendwo zwischen Brindisi und Albanien. So wird Rivale und Freund Fu** per Funk angebellt, weil er durch ein Sperrgebiet kreuzt. Prompt hält ein Schiff gewordener Pit Bull Terrier auf ihn zu. Der eigentlich zuständige und vor allem Englisch sprechende Offizier sitzt gerade...

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MIAMI ICE – ohne Limit (coole Motoryachten aus Florida)

12.03.2015

von Matt - Muencheberg

Kennen Sie noch Miami Vice? In der bis 1989 produzierten US-amerikanischen TV-Serie gehen Don Johnson als James „Sonny“ Crocket und Philip Michael Thomas als Ricardo „Rico“ Tubbs als verdeckt arbeitende Polizisten auf Verbrecherjagd. Sonny Crocket benutzte damals für die Offshore-Verfolgungsfahrten wahlweise eine Chris Craft Stinger 390 oder ein Wellcraft 38 Scarab KV. Würden neue Folgen der Kultserie gedreht, wer weiss, auf welches Powerboot seine Wahl heute fallen würde. Vielleicht wählte...

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Was tun gegen den Winter-Blues? Ab in die Karibik! (Unterwegs auf zwei Rümpfen zwischen Grenada und Bequia – Auszug aus dem Logbuch)

27.02.2015

von Matt - Muencheberg

Was können Segler tun, um dem heimischen Winter-Blues zu entkommen? Sie können wie wir kurzerhand ihre Siebensachen packen, den Flieger nach Grenada nehmen und eines der im Hafen von Saint Georges liegenden Charterboote, zum Beispiel von Dream Yacht Charter, mieten. Und schon geht es los, Richtung Nordosten. Mit einem Anlieger rauschen wir bei moderaten Winden aus Ostnordost durch kristallklares Wasser und segeln auf der Leeseite der Inseln zuerst nach Carriacou, dann weiter bis Bequia. Vorn...

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Segeln nur noch für Nichtbehinderte? (Von einem Affront gegen alle Wassersportler)

06.02.2015

von Matt - Muencheberg

Segeln ist seit 2000 paralympisch. Das heißt, dass die Sportart für alle Athleten zugänglich ist – auch die mit einer körperlichen Behinderung. Das sollte selbstverständlich sein, sollte man meinen. Ist es aber nicht. Doch der Reihe nach. Ausgetragen werden die Segel-Paralympics nach den Bestimmungen des Internationalen Behinderten-Segel-Verbandes (IFDS). Diese sehen vor, dass bei den paralympischen Segelwettbewerben ausschließlich Kielboote zum Einsatz kommen – klar, wegen der höheren...

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FAAFAITE - Die Stimme der Ozeane, oder: Segeln wie vor Hunderten von Jahren

30.12.2014

von Matt - Muencheberg

Die FAAFAITE aus Papeete auf Tahiti ist eines von insgesamt sieben großen Segelcanoes des sogenannten Tipaerua-Typs. Gebaut wurde der Katamaran vor fünf Jahren in Neuseeland. Als historisches Vorbild für den Bau diente die TE AU O TONGA aus Rarotonga auf den Cook Islands. Zusammen mit ihren sechs Schwester-Canoes wollen die Mitglieder der eigens gegründeten, gemeinnützigen FAAFAITE-Organisation ihrem Volk eine andere Vision von sich selbst und ihrer Umwelt vermitteln. Der Kat ist für sie ein...

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Quo vadis Boat-Shows? (Oder: Wie kaufe ich mir ein Boot zwo-null?)

18.11.2014

von Matt - Muencheberg

Die Bootsschau-Saison hat begonnen. An der Cote d`Azur ist sie sogar schon vorbei – Nizza, Cannes, Monaco, zum Schluß kam dann wie stets noch Genua. Dazwischen pilgerten die Fans traditionell nach Amsterdam und nach Southampton, und, wer mag, ist jetzt gerade auf dem Weg nach Barcelona. Doch: pilgerten sie wirklich – wie noch vor fünf oder zehn Jahren – in Scharen? Oder hat es sich längst ausgepilgert? Wie halten Sie es mit dem Besuch der Bootsmessen? Nehmen wir die deutschen Boots-Schauen:...

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Schwimmende Renditen (von klassischen Yachten als Wertanlage...) - unterwegs in Nevada zum Lake Tahoe

27.09.2014

von Matt - Muencheberg

Was im Auto-Markt gang und gäbe ist, ist auch im Yachtbereich zu beobachten: Klassiker werden hier wie dort immer öfter als Wertanlage angeschafft. Bei Autos und Booten als Renditeobjekte gilt dabei gleichermaßen: Wer in einen Oldtimer investieren möchte, sollte den Markt realistisch einschätzen. Begehrt sind Autos und Yachten, zu denen man einen emotionalen Bezug herstellen kann. Das kann – bei den Pkw – etwa ein Porsche 911 sein, aber auch ein VW Golf I GTI, bei Motoryachten kommen...

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Die Schweiz am Meer? (Von einem alten Kran und grenzenlosen Träumen)

20.09.2014

von Matt - Muencheberg

Der Böögg geht, der Kran steht: „Der Hafenkran hat nichts mit Zürich zu tun? Von wegen! Fast wäre die Schweiz einmal zu Europas Schifffahrtszentrum geworden“. Das schreibt Andreas Teuscher unter dem Titel „Schiff Ahoi“ auf seinem Blog watson.ch. Bemerkenswert. Weiter: Der Hafenkran sei ein alter Hut. Kaum zu glauben, für wie viel Aufregung das Stahlgerüst sorge. Dabei sei ein simpler Kran die harmloseste aller Varianten, wie ein Blick in die Archive zeige. Auch der Stadtprospekt von Jos Murer...

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Der Sieger ist: ein blaues "Testbild“! (Vom Wettbewerb der Design-Wettbewerbe)

15.09.2014

von Matt - Muencheberg

Ich gestehe: ja, auch ich bin ein Sammler. Das Objekt der Begierde: kleine, quadratische Metallplättchen, auf der Vorderseite emailliert, auf der Rückseite unbehandelt – Kieler Woche Plaketten. Teilnehmer des größten Seglerfestes erhalten sie mit der Anmeldung. Wer Glück hat, kann vor Ort eine am Kieler Merchandising-Stand erwerben. Die anderen gehen leer aus. Die Neue: blau, unscheinbar auf den ersten Blick, abstrakt. Viele kleine Rechtecke in verschiedenen Blautönen, dreißig an der Zahl,...

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Ich bin dann mal weg (Über die Verzichtbarkeit von scheinbar Unverzichtbarem – auf Zeit)

11.08.2014

von Matt - Muencheberg

Es gibt da einen Werbespot im Fernsehen. Die Botschaft an alle „Meilen-Millionäre“: Ich bin dann mal weg. Verzicht als Motto. Back to the Roots – zu dem Essentiellen in unserem dauergestressten Leben – als Maxime. Wir wagten den Selbsttest – als Recherchezweck, uns selbst wie Fremde beobachtend, aus der Vogelperspektive sozusagen. Unser Ziel: der sehr kleine und überschaubare südschwedischen Käxtjärn-See in der Nähe von Hällefors, in nur 30 Minuten mit einem Kanu zu überqueren,...

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GANZ OHNE SCHNICKSCHNACK (Segeln pur - wie vor Hunderten von Jahren)

18.07.2014

von Matt - Muencheberg

Back tot he Roots – der in Deutschland nur zu oft beschworene Anglizismus drückt vieles aus: zurück zu den alten Zeiten (die angeblich sowieso immer die besseren waren), zu den alten Werten, zu Qualität, Handwerk, den deutschen Tugenden. Fast, dass man dieser Wendung überdrüssig würde. In einem Punkt passt sie jedoch: heutiges, stylishes Segeln auf seelenlosen GfK-Booten, überfrachtet mit Technik, und oft mehr dem Design als praktischen Aspekten gehorchend, wird schnell relativiert, macht man...

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Plötzlich Yachteigner (Von Dingen, die man lassen - oder doch besser tun sollte), Teil 1

07.11.2013

von Matt - Muencheberg

Ende September 2013. Eigentlich wollte ich gar kein Boot kaufen. Das Kapitel war für mich irgendwie abgeschlossen. Nach diversen Jollen, Jollenkreuzern und einem Nordischen Holz-Folke war das Thema für mich passé. Eigentlich. Der Job ließ mir dafür einfach keine Zeit. Dachte ich. Bis mich letztens ein Freund fragte, ob ich nicht sein Boot übernehmen wolle. Seine Freundin werde nach einiger Zeit an Bord immer seekrank. O.k., sagte ich, man könne sich ja das Boot einmal gemeinsam anschauen. Ich...

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Kurs Korfu! (Wie man sich seine per Subventionen gezahlten EU-Steuern zurückholen kann)

17.07.2013

von Matt - Muencheberg

„Schwarze Oliven – Insel der Phäaken“ lautet der Titel des Korfu-Klassikers aus den vierziger Jahren von Lawrence Durell. Das ehemalige Wohnhaus des britischen Schriftstellers und Diplomaten im Nordostteil der Insel steht am Rande der Ankerbucht von Kalami, die wir auf unserem Korfu-Entdeckungstörn als erstes anlaufen. 1935 zog Durrell mit seiner Mutter, Frau und Geschwistern in die heute als „White House“ bekannte Villa am Meer, in der er lebte und schrieb – bis die deutsche Armee anrückte...

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Augenblick, verweile! - Segeln mit Tangaroa, dem Fruchtbarkeitsgott (Plädoyer für deutsches Schietwetter)

22.05.2013

von Matt - Muencheberg

Thomas Koteka hat es gut. Der Hotelmanager lebt nicht nur auf Rarotonga inmitten des südpazifischen immerwährenden Sommers - er ist auch noch Segler. Der stämmige Mann mit dem Hawaii-Hemd und dem Kinnbart kann, wann er will, aufs Wasser der türkis schimmernden Lagune vor seiner Haustür. Das hat was. In Deutschland ist das etwas anders: Wenn überhaupt, dann bleiben hiesigen Seglern die Sommermonate zur Pflege ihres Hobbies, sei es, um gemächlich dahinzucruisen oder um sportlich um die Tonnen...

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Der Macho und das Meer - Segeln im Kielwasser eines großen Literaten (Von Schiffsschrauben, Wollpullovern und den besten Daiqiris)

18.03.2013

von Matt - Muencheberg

Seinen Schreib-Stil verglich D.H.Lawrence 1927 mit dem Anzünden einer schnellen, intensiven Zigarette. Virginia Woolf bezeichnete ihn im selben Jahr als mutig und frech. Klaus Mann adelte ihn, indem er ihn (in der Neuen Schweizer Rundschau) im Jahre 1931 als einen repräsentativen Dichter unserer Zeit bezeichnete. Und was meint mein Freund Hein? Hein sagt, der Mann sei ein Macho gewesen – aber ein durchaus sympathischer. Hein sagt, wer die Aufenthalts-Orte Ernest Hemingways auf Kuba...

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Anforderungen an eine Marina der Zukunft. Gedankenmachen über das Älterwerden

14.02.2013

von Matt - Muencheberg

Wassertouristische Aktivitäten gewinnen zunehmend an wirtschaftlicher Bedeutung. Trotz schwieriger Wettbewerbsbedingungen. Sagt zumindest eine neue Studie. Auftraggeber dieser Arbeit ist die Vereinigung Deutscher Sporthäfen im Bundesverband Wassersportwirtschaft. So weit, so gut. Die Hafenbetreiber wollten herausfinden, was sie in ein paar Jahren erwartet – vor allem aber: was die Sportbootbesitzer wollen, beziehungsweise was sie in den nächsten Jahren und Jahrzehnten vermutlich so alles...

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Drei, zwei, eins: Meins! Es bleibt alles, wie es ist (Die Versteigerung der Lotseninsel).

17.11.2012

von Matt - Muencheberg

Also doch. Insel zu versteigern, hieß es am letzten Sonnabend in Berlin-Schöneberg. Versteigerungsobjekt: Die Lotseninsel, beliebter Anlaufpunkt für Segler an der Schleimündung. Zwar besitzt das Kleinod einen Landanschluss. Da dieser jedoch nicht betreten werden darf (das Naturschutzgebiet Oehe-Schleimünde verbietet das Betreten und das Befahren), ist das Eiland nur auf dem Seewege zu erreichen. Bisher war die Insel mit dem Hafenmeisterhaus, der Giftbude (einer Gaststätte) und dem...

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Ein schönster Platz für einen Sundowner mit einem lieben Menschen (Der Leuchtturm von Flat Island).

23.10.2012

von Matt - Muencheberg

Jeder hat sie schon erlebt. Die Plätze, an denen man – mit einem lieben oder dem liebsten Menschen – mit einem Drink in der Hand dem steten Sinken der Sonne beiwohnt, die letzten Strahlen wärmen das Gesicht von außen, der Alkohol tut seinen Teil zur inneren Wohlfühl-Temperatur, man verblitzt sich ein wenig die Augen vom ständigen In-die-Sonne-Starren, und – genießt. Andächtige Stille. Das Cafe del Mar ist so ein Ort. Begleitet von Wohlfühlmusik gibt es auf Ibiza sogar Szenenapplaus, wenn der...

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Fremder Hafen Südostasien

04.10.2012

von Ralf Küpper

Ein Reiseführer schreibt:?Besuchen sie ein Land, das durch seine lebhafte Kultur, fantastische Farben, und seine Artenvielfalt begeistert.? Die Stadt bei Nacht: Ein wilder Strom aus Kleinbussen, Autos und Mopeds zwängt sich durch dir engen Strassen der Vororte. Derjenige mit den stärksten Nerven hat Vorfahrt. Erst in der Innenstadt entspannt sich die Situation. Mehrspurige Highways vermindern den Druck, doch die Geschwindigkeit erhöht sich. Banken, Hotels und Appartements lösen kleinere...

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Profi-Radsporturlaub für jedermann

05.09.2012

von Dirk Engelhardt

Der Doping – Skandal und das daraus folgende Aus vom Team T-Mobile vor zwei Jahren war der Auslöser für die Geschäftsidee von Guido Eickelbeck. Eickelbeck betreute über 10 Jahre lang als VIP Chefbetreuer die Gäste bei den Radsportevents. Dabei lernte er viele Prominente und Manager persönlich kennen, darunter den Chef des Computerkonzerns Dell, Rudolf Scharping und den Chef des Ferrero-Konzerns. Man bot Eickelbeck nach dem Aus der prominenten Radsport-Teams eine Stelle im Musikbereich an,...

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Warum in die Ferne schweifen? Binnen-Charter ist en vogue (Auf Entdeckungstour durch die maritime Bundeshauptstadt).

30.08.2012

von Matt - Muencheberg

Warum in die Ferne schweifen, wenn das Gute liegt so nah? Diese Redensart, Goethe zugeschrieben (Erinnerungen: Willst du immer weiterschweifen? Sieh, das Gute liegt so nah. Lerne nur das Glück ergreifen, denn das Glück ist immer da), machen wir uns zu eigen, um zu chartern – dieses Mal jedoch nicht in exklusiven, etwa karibischen Gefilden, sondern binnen, im Herzen der maritimen Bundeshauptstadt. Insbesondere für Architektur-Fans bietet sich ein Törn die Spree entlang an, direkt am...

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Umm al Dunya. Nil-Geschichten (Von einem Entschleunigungs-Törn auf dem längsten Fluss der Welt).

23.08.2012

von Matt - Muencheberg

Der Nil ist mit 6.738 Kilometern der längste Fluss der Welt. Den Oberlauf speisen die in Ruanda und Burundi entspringenden Quellflüsse Rukaraya, Mwogo und Nyawarongo, er durchfließt den Victoria- und den Albertsee, bahnt sich als Bahr al Djebel seinen weiteren Weg, nimmt mehrere andere Flüsse auf, trifft bei Khartum auf den Blauen Nil und mündet schließlich bei Alexandria im Mittelmeer. So weit, so gut. Doch wie nähert man sich dem Leben spendenen Strom? Am besten befährt man ihn mit...

1 Kommentar (17.11.2009) weiterlesen

Der Hafenmeister, das unbekannte Wesen?

16.08.2012

von Jürgen Vogler

Soviel sei gleich vorweg unmissverständlich festgestellt: Hafenmeister sind auch nur Menschen! Somit könnte man grundsätzlich zur Tagesordnung übergehen, doch auf irgendeine mystische Weise reizt das Thema ungemein, diese anscheinend doch besondere Spezies etwas näher zu betrachten. Keine Angst, vom Aussterben ist sie nicht bedroht. Im Gegenteil, der Hafenmeister an sich ist weltweit vertreten und erfreut sich einer durchaus ausgeprägten Artenvielfalt. Nähern wir uns also deshalb einmal...

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Sieben. Entdeckungen unter weißem Tuch (Das Grabmal des Mausolos in Halikarnassos).

09.08.2012

von Matt - Muencheberg

Der Muhecin ruft seine Schäfchen wie ehedem zum Gebet, als wir die Milta Marina Bodrum an der türkischen Seite der Ägäis betreten. Auch er habe sich daran erst gewöhnen müssen, sagt Lars Steiner, Eignerssohn des Segelschiffes, mit dem wir morgen zu einer Blauen Reise aufbrechen, wie gemeinhin der Törn mit einer traditionellen Gulet genannt wird. Die aus Holz gefertigten, dickbauchigen, meist zweimastigen Motor-Segler eignen sich durch ihre flache und robuste Bauform gut für das entspannte...

1 Kommentar (04.10.2011) weiterlesen

Moderne Technik an Bord - Segen oder Fluch

26.07.2012

von Ralf Küpper

Ausreichend Strom an Bord zählt heute zu den Mindestanforderungen an eine Fahrtenyacht. Neben den wirklich überlebenswichtigen Aufgaben wie der Versorgung der Positionslichter gibt es auf modernen Yachten eine lange Reihe zusätzlicher Verbraucher: Funkgeräte, Radio, Lüftung, Trinkwasser, Navigationselektronik, oft noch ein Fernseher oder eine Klimaanlage. An Deck sieht die Entwicklung nicht anders aus, denn elektrische Winsch und Ankerwinde sind ebenfalls zur Selbstverständlichkeit geworden....

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Brauchen wir heute noch Leuchttürme?

19.07.2012

von Jürgen Vogler

Brauchen wir heute noch Leuchttürme? „Ein Leuchtturm ist ein turmartiger Bau als Träger eines Leuchtfeuers zur Küstenbeleuchtung für die Sicherheit der Schiffahrt, das nachts dem Schiffer als Merkmal und Wegweiser dient.“ Mit dieser erleuchtenden Erklärung versuchte Meyers Konversationslexikon vor exakt 100 Jahren alle Unwissenden über die geheimnisvoll blinkenden Türme an den Küsten zu informieren. Inzwischen hat unser technisch nüchternes Zeitalter das...

1 Kommentar (27.12.2008) weiterlesen

Fenster zum Meer

12.07.2012

von Verena - Bosslet

Abtauchen in die Tiefen der Meere: In Stralsund (Mecklenburg-Vorpommern) wurde ein prächtiges Fenster in die Welt der Ozeane geöffnet - das Ozeaneum (www.ozeaneum.de). Und kaum nach Eröffnung avanciert das 60 Millionen Euro teure Top-Museum zu einem Publikumsmagnet. Der Renner sind die "Riesen der Meere", eine Greenpeace-Ausstellung in der Ausstellung, die originalgetreue Modelle von Blauwalen, Orcas und Buckelwalen zeigt. Chillig: Der Besucher kann in Liegen Platz nehmen und den Walgesängen...

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Mit der Familie sommers auf die Müritz. Oder mit Freunden nach Helgoland, im Frühjahr? (Plädoyer für ein schönes Revier.)

05.07.2012

von Matt - Muencheberg

Eines der schönsten Reviere für aktive Wassersportler oder den Erholung suchenden Skipper mit Familie liegt direkt vor der Haustür: Deutschland. Wow, werden Sie sagen, wer hätte das gedacht. Stimmt. Doch, mal ehrlich, wo gibt es schon nahebei eine solche Vielfalt an verschiedensten Gewässern, mal sanft, weil geschützt vom nahen Waldessaum, mal rauh und wild weit draußen. Mit Nord- und Ostsee, Haff und Bodden, seinen Inseln und seinen unzähligen Seen und Flüssen lädt Deutschland je nach Gusto...

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Aktivurlaub auf Mallorca

17.11.2011

von Dirk Engelhardt

Wandern, E-Bike, Segeln und Tauchen: die Baleareninsel bietet ideale Bedingungen für einen sportlichen Urlaub Sie haben auf Mallorca ein eigenes Straßenschild bekommen, die Radfahrer, die jedes Jahr zwischen Februar und April in Schwärmen auf die Insel kommen und gerne auf den schmalen Landstraßen nebeneinander fahren. „Nebeneinander fahren verboten“ heißt das Schild und bezeichnet Straßenabschnitte, in denen es zu gefährlich ist, nebeneinander zu fahren. Insgesamt verfügt Mallorca aber...

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Boss an Bord; Teil 2

19.05.2010

von Yachtrevue

Fortsetzung. Manche Geschichten sind so absurd, dass sie nicht einmal Münchhausen zu erzählen gewagt hätte. Und gerade deshalb wahr. Vielleicht … Im April-Heft war an dieser Stelle von einer unheimlichen Begegnung zu lesen: Skipper Gregor erzählte mir, dass im August 2009 bei einem stinknormalen Charter-Törn mit Start und Ziel in Barcelona Bruce Springsteen Teil seiner Crew gewesen wäre. Der Star hätte in Spanien mit seinem Manager gestritten und sich kurzfristig für einen Ausstieg unter...

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Trattoria „Grill“

06.02.2010

von Tahsin Özen

Die kroatische Küste – unendliche Weiten. Wir legen ab in der Marina von Veli Rat auf der Insel Dugi Otok. Das Ziel: die Kornaten. Doch die anhaltende Flaute, der aufkommende Hunger und die späte Stunde zwingen uns, außerplanmäßig und auf gut Glück Kurs auf die Insel Rava – genauer gesagt auf ein Nest mit dem wenig einladenden Namen "Mala Rava" zu nehmen. Dass Nomen keine Omen sind, wird uns klar, als wir die wunderschöne Bucht, in der ein paar Fischer ihre einfachen Behausungen zu einem...

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Kutlurgenuss und Genusskultur

10.01.2010

von Tahsin Özen

Der Yachthafen von Rethymnon zählt nicht zu den schönsten Flecken auf Gottes Erden, wie Kreta-Kenner wissen. Dennoch tummeln sich dutzende Yachten in der Marina der Stadt – und das hat mindestens zwei gute Gründe. Erstens ist Rethymnon mit seiner berühmten Zitadelle und historischem Hafen aus venezianischer Zeit das wahre kulturelle Zentrum der Insel. Und zweitens bewirtet in der Fußgängerzone im Herzen der Altstadt Katerina Xekalou seit über 20 Jahren ihre Gäste auf allerhöchstem Niveau. Ihr...

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Zurücklehnen und Mitfiebern (Hochsee-Rennen vom heimischen Rechner aus verfolgen)

01.01.2010

von Matt - Muencheberg

Als eines der härtesten Offshore-Segelrennen der Welt am 31. Dezember vor Barcelona startete, schien die Sonne, und es war schwachwindig. Hunderte Zuschauerboote waren dabei, als die acht segelnden Rennflundern des Typs IMOCA 60 die Startlinie passierten – das Barcelona World Race war gestartet. Das World Race ist eine Hochseeregatta für Segelboote mit zweiköpfigen Mannschaften. Die Route führt von Spanien ohne Zwischenstopps und ohne Hilfe von Dritten einmal um die Welt und zurück nach...

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Segelst du noch – oder foilst du schon? (Von „fliegenden Yachten“ und Rennen im Stadion-Format)

01.01.2010

von Matt - Muencheberg

Ernesto Bertarellis Schweizer Team ALINGHI hat es in letzter Minute doch noch geschafft: bei Act 8 in Sydney sicherten Skipper Morgan Larson und seine Mannschaft sich am letzten Renntag den Sieg – und holten damit auch den Gesamtsieg der 2014 Extreme Sailing Series, der spektakulären „Welt-Regattaserie im Stadion-Format“, ausgetragen auf wendigen, baugleichen 40 Fuss (12,2 Meter) langen Katamaranen des Typs Extreme 40. Larsons äusserte sich überwältigt: „Wir hatten eine grossartige Saison mit...

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Zweiklassengesellschaft auf dem Wasser? Nein Danke! (Von Maut-Wahn und priorisierten Wasserstraßen)

01.01.2010

von Matt - Muencheberg

Bootssport ist Freizeit-Sport, keine Frage. Die allermeisten „Wasserratten“, egal, ob touristisch oder tatsächlich sportlich unterwegs, betreiben ihr Hobby am Wochenende. Oder im Urlaub. Eigner und Charterer – sie alle benötigen Wasserstraßen, Schleusen und Wehre, um von Liegeplatz A zu Liegeplatz B zu kommen, ganz klar. Den Unterhalt dieser Wasserbauten erledigte der Bund – jedenfalls bisher. Nun wollte der Bund plötzlich nicht mehr für seine Wasserstraßen aufkommen. Die Idee: kleine, selten...

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Six-in-One – oder: Ein Porsche, der nicht fährt (sondern schwimmt)

01.01.2010

von Matt - Muencheberg

Auch wenn der 1973 in Stuttgart geborene Daniell Porsche, Urenkel von Autokonstrukteur Ferdinand I. Porsche und Sohn von Hans-Peter Porsche, bei diesem Projekt nur als (Haupt-) Investor in Erscheinung tritt, so ist das doch für Viele Grund genug, im Zusammenhang mit dem neuen “Transformer-Kat” von einem “Porsche-Boot” zu sprechen. “Erfinder” und Designer des ungewöhnlichen Motor-Katamarans, der sich auf Knopfdruck in sechs verschiedene “Konfigurationen” verwandeln lassen soll, ist jedoch der...

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222 Meter – Länge läuft? (Meine ist größer als Deine!)

01.01.2010

von Matt - Muencheberg

Die Tage, da die 2013 gebaute Lürssen-Yacht AZZAM von Chalifa bin Zayid Al Nahyan mit 180 Metern Länge die größte private Motoryacht der Welt ist, scheinen endgültig gezählt. Auch die bisher zweit- und drittplatzierten Megayachten, die 163 Meter lange ECLIPSE von Roman Abramowitsch aus 2009 und die nur einen Meter kürzere, ein knappes Jahr ältere DUBAI von Muhammad bin Raschid Al Maktum werden schon bald im Ranking der Giganten einen Platz nach unten rutschen. Pech gehabt, könnte man meinen,...

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Thors Hammer (Was SUV´s mit Außenbordern – und mit Naval Design zu tun haben)

01.01.2010

von Matt - Muencheberg

Gegründet 1927 in Schweden. 1999 von Ford übernommen. Und seit 2010 in chinesischer Hand. Die letzte Übernahme hat Volvo nicht geschadet. Ganz im Gegenteil: unter dem Dach der Zhejiang Geely Holding wurden 2014 mehr als 465.000 Fahrzeuge in 100 Ländern verkauft. Die grössten Werke befinden sich aktuell in Göteborg, Gent und Chengdu. Motoren werden im schwedischen Skövde und im chinesischen Zhangjiakou produziert. Aufbauend auf der neuen modularen Produkt Scalable Architecture (SPA) –...

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Power auf zwei Rümpfen (Von Motor-Kats, die die Wasser-Welt erobern)

01.01.2010

von Matt - Muencheberg

Die diesjährige boot in Düsseldorf hat es gezeigt: Motorisierte Doppelrümpfer sind en vogue. Fast alle renommierten Segelkatamaran-Hersteller haben pünktlich zum Beginn dieser Saison zusätzlich auch Motor-Kats im Programm oder arbeiten unter Hochdruck daran. Die Vercharterer beobachten schon seit längerem einen Trend zum Motor-Kat; erst jüngst hat Moorings etwa den 514 PC vorgestellt, der ab sofort im Mittelmeer buchbar ist. Bavaria stellte in Düsseldorf einen neuen „Open 40“-Motor-Kat vor,...

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Meine Yacht, deine Yacht: Segeln muss nicht teuer sein! (Von Alternativen zum Yacht-Kauf)

01.01.2010

von Matt - Muencheberg

Chartern? Mieten? Oder sich lieber doch eine Yacht teilen? Und wenn teilen, wie? Sollte man eine Eigner-Gemeinschaft bilden? Oder eine Yacht „sharen“? – was zwar auch so viel wie „teilen“ bedeutet, aber eben doch etwas völlig anderes meint. Wer nicht als (Allein-) Eigentümer eine Yacht besitzen will, oder sich finanziell nicht so stark engagieren möchte, kommt nicht umhin, sich mit diesen Fragen auseinanderzusetzen. Bei einer Eigner-Gemeinschaft wird eine Yacht gemeinsam gekauft. Jeder...

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Antigua Classic Sailing Week mal anders (Von segelnden Arbeitsschiffen, einer gerissenen Genua und viel Salzwasser im Gesicht)

01.01.2010

von Matt - Muencheberg

Segler, die während der Classic Sailing Week im April auf Antigua weilen, sollten sich die Gelegenheit nicht entgehen lassen, einmal eine ganz besondere Segelerfahrung zu machen. Im Falmouth Harbour beim Antigua Yacht Club, gleich hinter dem Café Seabreeze, an der dem Wasser zugewandten Seite liegen dann mehrere weiß lackierte 40 Fuß (12,2 Meter) lange Segelyachten. Ihr Name: Carriacou Sloops. Praktisch: Während der Classic Sailing Week sind Mitsegler stets willkommen. Gesagt, getan: Wir...

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Razzle Dazzle – Verwirren statt verbergen (von speziellen Bootsanstrichen und deren Geschichte)

01.01.2010

von Matt - Muencheberg

In jüngster Zeit gibt es viele Beispiele für eine ganz besondere Art der Rumpfgestaltung bei Schiffen und Yachten: Im sogenannten Stil der „Razzle Camoflage“ gestaltete etwa Thomas Rehberger die HMS PRESIDENT als Dazzle Ship, aktuell zu sehen auf der Themse in London. Carlos Cruz-Diez´ INDUCTION CHROMATIQUE ist – im selben Stil gehalten – an der Liverpool Waterfront zu bestaunen. Sir Peter Blake gestaltete die EVERYBODY RAZZLE DAZZLE. Längst hat das Gestaltungs-Prinzip auch im Yachtbereich...

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neu

01.01.2010

von Matt - Muencheberg

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Big Apple for Sail

21.12.2009

von Tahsin Özen

Schon seit vielen Jahren bedrängte mich meine Liebste, doch wenigstens einmal mit ihr nach New York zu fliegen. Als dann der Dollar weit unter den Euro rutschte und Flüge über den Atlantik mehr als erschwinglich wurden, gab es für mich kein Entrinnen mehr. Nach zwei Tagen obligatem Sightseeing am Big Apple inklusive Musical auf dem Broadway trennten sich unsere Wege: Sie ging shoppen, ich segeln. Möglichkeiten, Manhattan und die Freiheitsstatue unter Segel zu erfahren gibt es inzwischen...

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Muss nicht in die Hose gehen: Bootskauf übers Internet (die neue Dehler Varianta 18)

07.12.2009

von Matt - Muencheberg

Frisch und frech tritt er auf, der nur 5,75 Meter lange, moderne Segelkreuzer (Länge Wasserlinie 4,78 Meter), mit dem die erst Ende April 2009 von der Hanse Group übernommene Dehler-Yachtwerft im sauerländischen Meschede-Freienohl wieder Geld verdienen – und den hart umkämpften Kleinboot-Markt aufmischen will. Der Name Varianta knüpft dabei an das bis 1982 4.250 mal verkaufte Erfolgsmodell der nordrhein-westfälischen Werft an. Doch mit dem 6,40 bis 6,50 Meter langen Kielschwerter älteren...

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Warum Du das iPhone lieben wirst ......

05.10.2009

von Hans-Ulrich Sorge

....schreibt Apple in der Werbung für das jetzt fast 2 Jahre alte Mobiltelefon. Warum ich als Segler das iphone so sehr mag - hier sind die Gründe. Vorab - es gibt genug. Schon viele selbsternannte smartPhones habe ich ausprobiert und wieder weggelegt. Obwohl ich wirklich vorhatte, all meine Termine, emails, Kontakte und Kochrezepte mit dem kleinen Fummelstiftchen auf das Mäuseklavier einzuhacken. Nach spätestens 4 Wochen war wieder Schluss damit - zu nervig. Irgendwann hatte ich dann...

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Im Hafen der Ehe, Teil 2

28.09.2009

von Florian Mrazek

Heiraten auf hoher See: Welche bürokratischen Hürden sind zu überwinden, wie kriegt man den richtigen Standesbeamten an Bord und wie sieht ein segeltaugliches Brautkleid aus? Von Florian T. Mrazek Nachdem die Wahl auf Kroatien gefallen war, organisierten sich die beiden von den dortigen Behörden eine Liste der Dokumente, die für die Heirat unbedingt notwendig sind. „Damit waren wir dann am Standesamt Salzburg. Die haben uns gesagt, von dieser Liste wären zwei Dinge überflüssig: Das...

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Wasser-Hauptstadt Berlin: Vereint und doch geteilt? (20 Jahre Mauerfall)

07.09.2009

von Matt - Muencheberg

Die Segel-Bundeshauptstadt besteht auf dem Papier aus sechs Wettfahrt-Bezirken. Je drei befinden sich im ehemaligen Ost- und im Westteil. Ist die Metropole auch heute noch, zwanzig Jahre nach dem Mauerfall, zweigeteilt? Fakt ist, dass die jüngste Geschichte tiefen Furchen in die heutige Bundeshauptstadt geschlagen hat: Die 1961 vom Honecker-Regime errichtete Berliner Mauer (Niemand hat die Absicht…) wurde zwar nach 28 Jahren – friedlich – seit dem 9.November 1989 wieder demontiert. Das ist...

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Survivalcamp Mallorca

24.08.2009

von Dirk Engelhardt

Ein 100.000 Quadratmeter großes Grundstück, leicht hügelig und dicht bewachsen mit Olivenbäumen, Pinien und Kiefern in der Inselmitte von Mallorca inspirierte Dirk Bosner zu einer neuen Geschäftsidee. Hotels gibt es zuhauf auf der Insel, doch es gibt keinen einzigen Campingplatz auf der Urlaubsinsel. Doch Dirk Bosner wollte keinen herkömmlichen Campingplatz eröffnen, sondern mit dem „Inselcamp“ (www.inselcamp.com) ganz besondere Reiseerlebnisse schaffen. Zum Preis von 1.499 Euro können...

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Frei und ungebunden: Karibik für schmale Kasse (Footloose auf den BVI).

10.08.2009

von Matt - Muencheberg

Wenn in Deutschland der Frühling die ersten wärmenden Sonnenstrahlen bringt, die Boote und Yachten abgeslippt werden und hierzulande mit Verbandssegen angesegelt wird, herrscht zwischen den Virgin Islands am Nordostrand der Karibik bereits Wettfahrt-Hochstimmung. Hunderte Segler-Crews aus vielen Ländern dieser Welt haben sich dann längst schon traditionell auf den Weg gemacht, entweder auf eigenem Kiel auf dem Wasser oder per Flieger zur Charterbasis, um an den jährlich laufenden...

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Mallorcas Landstraßen sollen die Begeisterung für die neue E-Klasse entfachen

20.07.2009

von Dirk Engelhardt

Cala Serena, Mallorca. „Als wir gehört haben, dass Mercedes uns für 10 Wochen komplett buchen wollte, haben wir schon erstmal geschluckt“, erzählt Klaus Augustin, Leiter des Club Robinson in Cala Serena auf Mallorca. Für normale Urlaubsgäste, darunter viele Stammgäste, ist ein Aufenthalt in dieser Zeit dann nicht buchbar – andererseits ist eine 100%ige Belegung in der Nebensaison für einen Ferienclub mit 280 Zimmern der gehobenen Kategorie wirtschaftlich wohl nicht zu verachten. Vergangene...

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E Bikes

22.06.2009

von Dirk Engelhardt

Wie Radfahren, aber leichter Radhersteller haben in den vergangenen Jahren eine große Palette von Fahrrädern mit Elektromotor auf den Markt gebracht Von Dirk Engelhardt „Ayyyyy!“ So oder ähnlich hört es sich an, wenn ein Radfahrer zum erstenmal auf ein e-bike, ein Fahrrad mit einem eingebauten Elektromotor, steigt. Denn der Effekt ist ab der ersten Sekunde zu spüren: das sonst oft mühsame Anfahren, besonders in hohen Gängen, gelingt mit Hilfe des Elektromotors fast wie von selbst....

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Karibik-Segeln mit Geschichte: Im Kielwasser des Großen Kurfürsten (Die BVI Spring-Regatta).

08.06.2009

von Matt - Muencheberg

Nur wenige der wassersport-affinen Besucher auf den Jungferninseln gleich östlich Puerto Ricos wissen wohl um die Historie der Große Antillen-Inseln am Nordrand des Karibischen Meeres. Dabei ist die an Größenwahn, Menschenverachtung – aber wohl auch an Kuriosität – kaum zu übertrumpfen. Denn, Hand aufs Herz, wer hätte gedacht, dass es, nur zwei Jahre nach der ersten deutschen Ansiedlung in Germantown, im Jahre 1685 zur Gründung eines brandenburgisch-preußischen Handelsstützpunktes auf der...

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Im Hafen der Ehe, Teil 1

25.05.2009

von Florian Mrazek

Heiraten auf hoher See: Der Weg vom romantischen Heiratsantrag mittels Flaschenpost zum perfekten Hochzeitstörn in der kroatischen Adria. Von Florian T. Mrazek Unter allen Lebensartisten gelten die Segler zu Recht als die letzten Abenteurer. Weit weg von den kuschelweichen Annehmlichkeiten der bequemen Convenience-Gesellschaft brauchen Sie zur vollständigen Gesundung die brutale Einsamkeit der Elemente. Allein Wind, Wasser und die prachtvollen Schätze des nächsten Hafens heben sie auf...

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Haben Sie heute schon gelacht?

11.05.2009

von Jürgen Vogler

Wer ein sonniges Gemüt hat und fröhlich optimistisch in die Welt guckt, den erkennt man meistens schon an den Lachfalten links und rechts seiner Augen. Doch in unseren gedankenschweren Breiten wird solchen Frohnaturen sehr schnell auch der nötige Ernst für die Sache abgesprochen. Bestimmt ist das auch der Grund dafür, dass die maritime Literatur förmlich aus den Nähten platzt, bestehend aus detailgetreuen Fachbüchern hochgradiger Experten, ernsthaft aufbereitet, geradezu wegweisend und...

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Stille Patios und Jugendstil-Kleinode

27.04.2009

von Dirk Engelhardt

Die Altstadt von Palma de Mallorca ist eine Städtereise wert Von Dirk Engelhardt „Hast Du Lust, mit auf ein Folk-Konzert zu kommen?“ Fragt meine Mitbewohnerin Ana mich. Spanischen Folk, wohlgemerkt, in einer kleinen Bar in der Altstadt. Ich sage zu, und bei regnerischen Wetter führt sie mich in eine kleine Kellerbar ohne Namen in der Nähe der Rambla. Drinnen ist es kühl. Doch die Stimmung ist super, man kennt sich, trinkt und lacht. An einer langen Tafel sitzen die „Folk-Musiker“, 20-...

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Whisky, Wellen und Wasser

20.04.2009

von Dirk Engelhardt

Mit bestem schottischen Single Malt Whisky machen sich die Teilnehmer der „Classic Malt Cruise“ entlang der inneren Hebriden im Nordwesten Schottlands gegen das raue Wetter immun. Von Dirk Engelhardt „Haben wir den Gin und das Tonic Water an Bord?“ Greg ist Engländer, und ein Sonnenuntergang an Bord ohne den typisch englischen Sundowner wäre für ihn eine Tragödie. Doch keine Sorge, Gin und Tonic sowie reichlich Whisky lagern beruhigenderweise gut verstaut in der Bordküche. Die Regatta...

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Sicher ist sicher- ist sicher? Die Axt auf dem Wasser (Wie man auf See Leben rettet).

13.04.2009

von Matt - Muencheberg

Hand aufs Herz: Was machen Sie als Skipper, wenn bei aufziehendem Sturm mitten auf See das Rollgroß klemmt, die Segelfläche sich nicht verkleinern lässt? Welchen Feuerlöscher nehmen Sie zur Hand bei einem Brand im Motorraum? (Wo stecken die überhaupt?) – Schaum? Pulver? Wasser? Wie handhabt man eine Seenot-Fallschirmrakete? (Wo waren die gleich?) Und – wie fühlt es sich an, mit fünf weiteren pitschnassen Mitseglern auf allerengstem Raum in einer wild schaukelnden rettungsinsel zu hocken?...

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Ankerwache! Segeln im Reich des Krokodils (Von guter und schlechter Seemannschaft)

06.04.2009

von Matt - Muencheberg

Als Ankerwache wird an Bord einer Yacht gemeinhin die Wache nach dem Ende des Ankermanövers bis zum Beginn des Ankerlichtens genannt. Sie hat für die Sicherheit am Ankerplatz zu sorgen, nicht mehr – und nicht weniger. Und das funktioniert in praxi so: Es wird die Ankerpeilung kontrolliert und ggf. Kette nachgesteckt, sollte der Anker schlieren oder das Boot zu Treiben beginnen… Die Ankerwache wahrschaut dann die Besatzung. So weit, so gut. Der Notruf erreichte die El Gambio gegen...

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Travemünder Woche auf Schlingerkurs

30.03.2009

von Jürgen Vogler

Schleswig-Holstein schmückt sich Jahr für Jahr mit zwei rauschenden Festen für Segler und Landratten. Die Kieler Woche ist das größte maritime Fest auf unserem Erdball. Nicht weniger sportlich auf See und stimmungsvoll an Land präsentiert sich die Travemünder Woche. Nur ein wenig kleiner und gemütlicher. Doch in diesem Jahr steuert die Veranstaltung einen bedenklichen Schlingerkurs. Die Travemünder Woche und ihre Organisatoren sind einem Dauerbeschuss ausgesetzt, der bereits einige Opfer...

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Segelsetzen bei Minusgraden. Von steifen Fingern und tauben Füßen. (Das Starboot-Team um den Berliner Steuermann Robert Stanjek)

09.03.2009

von Matt - Muencheberg

Segeln, das assoziiere ich seit einigen Jahren mit warmem, kristallklarem Wasser, einer steten, leichten bis frischen Passatbrise, T-Shirts und Sonnencreme. Passatsegeln eben. Vorbei die Zeiten, da man sich so manches Mal, auf der Kante sitzend, frierend, müde, nass, des nächtens fragte, was man hier und jetzt eigentlich mache. Sicher, diese Erfahrungen will ich nicht missen, sie gehören zu meinem Seglerleben einfach dazu. Extrembedingungen halfen zudem wertvolle Erfahrungen zu sammeln. Auch...

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Mallorca für Anspruchsvolle

02.03.2009

von Dirk Engelhardt

Geheimtipps für gutes Essen und gediegene Übernachtung, jenseits von Ballermann & Co Von Dirk Engelhardt Etwas weniger luxuriös als in den großen Hotels an den zahlreichen Stränden der Insel, dafür umso naturnaher geht es auf den Landhäusern der Insel zu. Die Finca Bini Comprat ist nur 15 Minuten von Palma entfernt, doch man blickt von hier auf nichts als pure Natur, saftig-grüne Wiesen, Steineichenwälder und Pinien. Das Landgut befindet sich seit 500 Jahren in Familienbesitz, und ist...

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Segeln im Internet - Ein winterlicher Zeitvertreib -

23.02.2009

von Jürgen Vogler

Haben Sie sich schon einmal Gedanken darüber gemacht, weshalb die Bootsmessen in unserem Land immer im Winterhalbjahr stattfinden? Oder ist Ihnen auch schon einmal aufgefallen, dass die Boots- und Yachtzeitschriften um diese Jahreszeit deutlich an Volumen zulegen? Die Antwort ist ganz einfach. Der begeisterte Wassersportler und Freizeitskipper unserer Breiten muss bei Laune gehalten werden. Minustemperaturen, Eis und Schnee erlauben keine Aktivitäten hinsichtlich seiner Leidenschaft, doch in...

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Gold-Trio: Von der Medienpräsenz des Segelns mit Handicap (der Sonar-Segler Jens Kroker).

16.02.2009

von Matt - Muencheberg

Dass das Segeln nur bedingt etwas mit der körperlichen Unversehrtheit zu tun hat, bewies einmal mehr der Sieg der deutschen Sonar-Crew um den Steuermann Jens Kroker bei den gerade beendeten Paralympics in China. Wir erinnern uns: Vier Sonar-Teams waren mit jeweils nur einem Punkt Unterschied in die elfte und entscheidende Wettfahrt gestartet. Zum besseren Verständnis: Die Sonar ist ein 7,01 Meter über Alles langes Kielboot, das bei sogenannten Handicap-Regatten zu dritt gesegelt wird....

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Wo „WC“ drauf steht, ist noch lange keine Toilette drin!

09.02.2009

von Tahsin Özen

„Viele Menschen kommen nach Ibiza, chartern eine Yacht, und verbringen die ganze Woche an der Platja de ses Illetes auf Formentera vor Anker. Da trifft sich Crème de la crème und lässt es so richtig krachen!“, hatte uns der Vercharterer vor Ort schon bei Übergabe der Segelyacht erzählt. Dankbar für den Tipp, reihten wir dieses Etappenziel sofort an die letzte Stelle … Am sechsten Tag liefen wir in die Promi-Bucht der Insel ein, um sogleich von gemischten Gefühlen geplagt zu werden:...

2 Kommentare (01.03.2009) weiterlesen

Wer gibt schon gern das Ruder aus der Hand?

26.01.2009

von Tahsin Özen

Ganz ehrlich: Wer von uns könnte sich vorstellen, einen sündhaft teure Luxusyacht in einem der schönsten türkischen Segelreviere zu chartern und diese dann nicht selbst zu segeln? Genau, war für uns auch undenkbar – doch Frauen und Kinder wollten es so. So landeten wir in Milas an der türkischen Südägäis, ließen uns nach Bodrum chauffieren und beobachteten auf dem Weg zur Milta-Marina das bunte Geschäftstreiben in den kleinen Gassen und am Markt vor dem Johanniter-Kastell, das den...

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Mit einer Hanse-Yacht ab in die Karibik. Oder was? (Von rauhen Kursen auf offener See).

19.01.2009

von Matt - Muencheberg

Zweifler haben es ja schon lange vorausgesagt: So könne das nicht weitergehen mit dem Steilflug bei Hanse. Nun gut, könnte man meinen, Zweifler – und Meckerköppe – gibt es immer. Doch was steckt dahinter? Wohin treibt die deutsche Werftenbranche? Dass selbst die 40.Internationale Bootsausstellung Düsseldorf im Zeichen der weltweit grassierenden Finanzkrise stehen wird, mag nun wohl noch kaum jemanden verwundern. Denn die macht naturgemäß auch vor dem Kerngeschäft der Bootsbau-Branche nicht...

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Gleichen Schutz für alle, Herr Jung!

12.01.2009

von Tahsin Özen

Wussten Sie, dass die Disney-Trilogie „Fluch der Karibik“ weltweit 1,65 Milliarden Euro in die Kassen der Filmemacher spülte und somit zu den lukrativsten Produktionen der Filmgeschichte zählt? Der Blick in die Realität: Piraten haben Messer gegen vollautomatische Sturmgewehre, Sprengstoff, Raketenwerfer und Gummischnellboote getauscht – und machen offiziellen Angaben zufolge rund 10 Milliarden Euro Umsatz pro Jahr, also sechs Mal so viel wie Disney mit seiner Trilogie, steuerfrei versteht...

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Friss oder stirb? Die Spiele der Männer (Der Americas Cup 2010).

29.12.2008

von Matt - Muencheberg

In die Bemühungen um die Austragung des 33.Americas Cup vor Valencia kommt wieder Schwung: Nachdem der Kampf um die begehrteste Segeltrophäe der Welt bisher durch Gerichtsverfahren blockiert wurde, kam es vor kurzem bei der Societé Nautique de Genève zu einem ersten Treffen der Challenger, so werden die Herausforderer-Syndikate beim Americas Cup genannt. Außerdem mit dabei: Eine Vertretung des Teams Alinghi, das die letzte Kampagne im Jahr 2007 gewonnen hatte. So weit, so gut. Das vom...

1 Kommentar (15.04.2017) weiterlesen

Privado! Oder wie sich ein idyllisches Dorf vor den Massen schützt.

08.12.2008

von Tahsin Özen

Von den vielen traumhaften Ibiza-Buchten ist die der Calla Vadella wohl die schönste. Natürlich nur, wenn man die Zivilisation sucht (weil man muss, beispielsweise aus Seenot, meist aber, weil man nicht anders kann, da hoch über der Calla Vadella Edeltraut im Gastgarten ihres Restaurante Phoenix mit dem schärfsten Barbecue der Welt frohlockt wie einst die Sirenen Odysseus mit Ihrem Gesang). Nach drei Tagen lustvollem Eremitendasein in stillen Buchten nehmen wir nun also erstmals auf dem...

3 Kommentare (28.08.2009) weiterlesen

Alle Yacht dem Volke! Auch wenn sie einst Spielzeug des Diktators war.

24.11.2008

von Tahsin Özen

Vor ziemlich genau einem Jahr tauchte wie aus dem Nichts die „Ocean Breeze“ im Hafen von Nizza auf. Da wäre sie als eine von vielen Luxusyachten auch kaum aufgefallen, wenn aufmerksame Yachtspotter nicht herausgefunden hätten, dass vor ihnen in Wahrheit die „Qadissiyat Saddam“, die 82-Meter-Yacht des 2006 unfreiwillig aus dem Leben geschiedenen Saddam Hussein vor Anker liegt. Die Nachricht ging wie ein Lauffeuer um die Welt und kurz darauf entbrannte auch schon ein heftiger Streit darüber,...

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Altes Holz. Aus der Welt der historischen Yachten (Die Vele d´Epoca di Imperia).

03.11.2008

von Matt - Muencheberg

Es ist ein vier Monate andauerndes, rauschendes Fest für alle Freunde liebevoll gepflegter maritimer Traditionen und historischer Yachten, da ist sogar Freund und Seemann Hein ausnahmsweise mal meiner Meinung: Die mittlerweile vierte Classic Yachts Challenge festigte ihren Ruf in der Klassiker-Szene als ein Stelldichein der schönsten Yachten im Mittelmeerraum, die sich, umrahmt von Ausstellungen (2008: Hommage an Eric Tabarly), Feiern, Shows und Feuerwerk, packende Wettfahrten auf historisch...

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Rettung in höchster Not: Von innovativen Flautenschiebern (Gründerpreis für einen Außenborder)

27.10.2008

von Matt - Muencheberg

Stinkende, laute Motoren haben auf Segelbooten nichts zu suchen, sagt mein Freund Hein. Punktum. Die Skandinavier machten es uns vor, so der alte Seemann, wer schon mal habe mit dabei sein dürfen, wenn etwa die Dänen mit ihren Folkebooten über die Ostsee kommen, um an der Kieler Woche teilzunehmen, und in Schilksee im beengten Hafenbecken unter Segeln in die Box führen (und, wenn kein Anleger frei ist, auf dem Teller drehen und wieder hinaussegeln würden), wisse, was er meine. Natürlich...

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Gleitspaß für Zwei. Eine Hommage an den Mini-FD (Vor 50 Jahren wurde der erste Korsar gebaut).

20.10.2008

von Matt - Muencheberg

Arudj, Turgut Reis und Cheir ed-Din Barbarossa waren die berüchtigsten und verwegensten Korsare, erzählte mir letztens mein Freund Hein. Da kennst sich der alte Seemann aus: Vom 16.bis zum Anfang des 19. Jahrhunderts kaperten sie zahllose Schiffe christlicher Nationen. So weit, so gut. Als Ernst Lehfeld einen passenden Namen für seine kleine, nur fünf Meter lange Segeljolle suchte, wählte er eben diesen der Piraten, welche an der nordafrikanischen Küste und im Mittelmeerraum ihrem...

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Windig und wild: Von Träumen aus Kindertagen (Segeln am Fuße des Mauna Kea).

13.10.2008

von Matt - Muencheberg

Eigentlich wollte ich schon immer mal nach Hawaii segeln, ein Traum aus Kindertagen sozusagen. Geschafft habe ich das bis heute noch nicht. Immerhin: Per Flieger hat das letztens dann doch mal geklappt. Was tun auf den vulkanischen Eilanden? Ganz klar: Segeln. Doch ein gelungener Hawaii-Segelurlaub sieht anders aus. Könnte man meinen angesichts des nun schon Tage andauernden Regens, der heftigen Windböen und binnen kurzem in Küstennähe zu wahren Monsterwellen anwachsenden Wassermassen, die...

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Wenn die bunten Fahnen wehen ...

06.10.2008

von Jürgen Vogler

Man zeigt wieder Flagge! Nicht erst seit der Fußball-Weltmeisterschaft in unserem Land vor zwei Jahren sind bunte Fahnen stets gern gesehen. Der hemmungslose Wunsch, zu allen Gelegenheiten farbenfrohes Tuch zu hissen, hat sich seit einigen Jahren auch an Bord von Yachten geradezu epidemisch ausgebreitet. Selbstverständlich beschränkt man sich dabei nicht nur auf Schwarz-Rot-Gold. Seemännische Traditionen hin oder nationale Gefühle von Gastländern her, wen interessiert das schon. Wir zeigen...

1 Kommentar (10.10.2008) weiterlesen

Drama auf See

29.09.2008

von Verena - Bosslet

Eine 18-jährige “Gorch Fock”-Kadettin ist Anfang September während ihrer Nachtwache auf der Nordsee nahe Norderney vom Oberdeck über Bord gegangen. Die Leiche von Jenny B. galt als verschollen, wurde aber jetzt entdeckt. Ein Fischereiaufsichtsboot hat das tote Mädchen 65 Seemeilen nordwestlich von Helgoland geborgen. Nach dem vorläufigen Obduktionsergebnis ist Soldatin ohne Fremdeinwirkung gestorben. Die 18-Jährige sei ertrunken, teilte die Kieler Staatsanwaltschaft mit. Die junge...

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Cave Grypem. Von der ersten ganzgeschweißte Aluminium-Yacht (Seemannschaft lernen auf der Germania VI).

22.09.2008

von Matt - Muencheberg

Was sich eigentlich genau hinter dem Begriff Seemannschaft verberge, wollen wir vom erfahrenen Hochseesegel-Urgestein Hein wissen. Das sei ganz einfach, so der alte Salzbuckel, das sei das mit theoretischer Ausbildung und praktischer Erfahrung gesammelte Berufswissen eines Seemannes. Für uns Sportsegler bedeute das neben dem seglerischen Wissen und Können vor allem das Sammeln von Erfahrung, die es erst ermöglicht, mit jeder Lage auf See fertig zu werden. Und die könne man am besten an Bord...

6 Kommentare (22.07.2016) weiterlesen

Alles ein Land. Von Expeditionen unter weißem Tuch (die Pangäa-Tour)

15.09.2008

von Matt - Muencheberg

Das Wort Expedition bezeichnet eine Forschungsreise in unbekannte Gebiete, dozierte vor ein paar Tagen mein Freund Hein. Ob ich einen jungen Mann namens Mike Horn kenne? Ja, entgegnete ich, das sei doch der Südafrikaner, welcher allein Südamerika durchquerte, anno 1997. Der Abenteurer und Entdecker Mike Horn fuhr tagsüber mit einem Hydrospeed den Amazonas entlang und lebte und jagte abends und nachts autonom am Flussufer. Zwei Jahre später umrundete der in Johannesburg geborene Südafrikaner...

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Profillemäuschen: Groß und Klein auf See (Das kürzeste Segelboot der Hanse Sail).

08.09.2008

von Matt - Muencheberg

Natürlich ist mein Freund Hein auch auf der 18.Hanse Sail wieder mit dabei, leider nur als Zuschauer, denn sein oller ?Döspaddel? liegt immer noch hoch und trocken aufgepallt an Land. Wann hat man schließlich schon mal die Gelegenheit, so unterschiedliche Schiffstypen wie Gaffelschoner und ?ketschen, eine Arabische Dhau, Bermudasloopen, Barkentinen, Briggs, Yawls, Galeassen, Zeesboote, ein Vollschiff und sogar eine Viermast-Bark unter Tuch quasi nur einen Steinwurf entfernt an sich vorbei...

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Slainthe Mhath! Von schottischen Sommern (Die Classic Malts Cruise).

01.09.2008

von Matt - Muencheberg

Nasses Ölzeug gehört einfach dazu, sagt mein Freund Hein. Und, nach drei Tagen in der Hebriden-See an der Westküste Schottlands, da sei die Wahrscheinlichkeit, noch trockene Segelsachen im Seesack zu haben, in etwa so groß wie ein Lottogewinn, sagt der alte Salzbuckel und kichert dabei hämisch. Tatsächlich regnete es ohne Unterlass, mal nur kurz, dann wieder stundenlang. Macht nichts, sagen wir uns immer wieder - die grandiose Naturkulisse mit Dutzenden karger, nur spärlich bewachsener...

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Wenn es schön ist, ist es richtig. Von Wracks und ihren Rettern (der Five-Riss Eilean).

25.08.2008

von Matt - Muencheberg

Es ist wie so oft im Leben, meint mein Freund Hein: Der Zufall entscheidet. Als der Italiener Angelo Bonati im Frühjahr 2006 mit einem Dingi die Buchten von Antigua erkundete, sei dem ein altes Wrack aufgefallen, erzählt der Salzbuckel. Das sei nur notdürftig längsseits an einer alten Schlepper-Werkstatt festgemacht gewesen. Doch der geübte Blick des Freundes klassischer Yachten habe in dem Haufen rotten Holzes mit dem langen, durchgehenden Kiel, den geschwungenen Linien und den nur zu...

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Wenn die Bootsnamen uns etwas sagen wollen

18.08.2008

von Jürgen Vogler

"Name ist Schall und Rauch!" So ist es zumindest in Goethes Faust zu lesen. Auch wenn der große Dichterfürst damit einer Persönlichkeit und dem Inhalt einer Sache weit aus mehr Bedeutung zumisst, als einem äußerlichen Etikett, so ist nicht auszuschließen, dass auch ein einfacher Name äußerst bezeichnend sein kann. Wenden wir uns doch einmal dem weiten Feld von Schiffs- und Bootsnamen zu und damit nicht zuletzt auch seinen Namensgebern. Von der kleinsten Nussschale bis zum größten Pott,...

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Mitmachen nicht erwünscht? Von der Schwierigkeit des Seelebaumelnlassens an Bord (Crewed Charter im westlichen Indik).

04.08.2008

von Matt - Muencheberg

Wer das Lied hört, müsse einfach nochmal auf die Inseln, meint mein Freund Hein: I left my island long ago/ I wanted to see the world/ I found out wherever I go/ I can´t forget that girl./ I can still remember that day/ When I sailed away/ She was standing by the sea/ Picking seashells on the shore... Mickey Mancham komponierte dieses Lied, welches sich vor allem durch seinen eingängigen Refrain sofort in unser Herz frisst: I`m going back to the Seychelles/ Where the clock chimes twice/ I`m...

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Stets atmungsaktiv und topaktuell

28.07.2008

von Jürgen Vogler

Kleider machen Leute. Das weiß jeder! Zu jedem Anlass gibt es auch angemessene Kleidung. Greift man daneben, ist man underdressed oder overdressed und fällt zudem noch unangenehm auf. Das gilt letztlich auch für den richtigen Dress an Bord. Das "kleine Schwarze" mit Stöckelschuhen mag ja für Opas festlichen Geburtstag noch passen, doch allein der Gedanke, dass dieses Outfit wohlmöglich das edle Teakdeck einer Yacht malträtieren und beleidigen könnte, lässt jeden Skipper verzweifelt zur...

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In der Tonne

21.07.2008

von Verena - Bosslet

Kieler Woche und Warnemünder Woche waren gestern. Jetzt kommt die Travemünder Woche (www.travemuenderwoche.de). Am Freitag, 18. Juli, pünktlich um 18.01 Uhr wird die 119. Auflage des Segelevents an der Trave traditionell von Lübecks Bürgermeister Bernd Saxe eröffnet. In diesem Jahr tritt übrigens Bundesverkehrsminister Wolfgang Tiefensee die Reise an die Ostsee an, um dem lübschen Verwaltungschef beim Kommando "Heißt Flagge" zur Seite zu stehen. Da freuen wir uns doch. Trotz der...

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Kroatien - zwischen den Inseln

14.07.2008

von Verena - Bosslet

Zwölf Jahre Krieg: Kein Tourismus, keine Einnahmen, Stillstand. Im Bereich des Wassersportes hat sich das Land an der Adria in Windeseile zu einem der beliebtesten Reviere im Mittelmeer gemausert. Sehr zur Freude der Charterfreunde, zum Leidwesen der Fahrtensegler. Doch wer intensiv sucht, findet noch das ursprüngliche Kroatien, die liebenswerten Menschen, die günstigen Konobas - irgendwo, zwischen den Inseln. "Hey, Du wolle mit?" Neben mir hält ein klappriger, schmuddelweißer R4. Heraus...

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Wohnen wie einst die Lotsen: Vom Flair maritimer Behausungen (der alte, neue Lotsenturm in Usedom)

07.07.2008

von Matt - Muencheberg

Einmal Seemann, immer Seemann, meint mein Freund Hein. Viel ist der alte Salzbuckel herumgekommen in seinem Leben auf den Meeren dieser Welt. Auch auf dem Stettiner Haff war er mit seinem Schiff öfter unterwegs. Das sei allerdings schon eine ganze Weile her, gibt er zu. Dann sei der Krieg gekommen, und am Ende sei jeglicher Schiffsverkehr auf dem größten deutschen Brackwassergebiet zum Erliegen gekommen. Er könne sich noch gut an den alten Lotsenturm erinnern, träumt Hein so vor sich hin,...

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Sportliche Dwarslöper. Von der Lustsegelei auf einem ehemaligen Arbeitsboot

30.06.2008

von Matt - Muencheberg

Früher sei sowieso alles ganz anders gewesen, meint mein Freund Hein. Nicht immer besser, aber anders. Man nehme nur das Segeln: Das sei eben früher keine Angelegenheit für Freizeit-Junkies gewesen, sondern harte Arbeit. Und: Die Bedienung von Pinne, Fallen und Schoten sei ganz nebenbei erledigt worden, sozusagen als notwendiges Übel. Recht hat er, der alte Salzbuckel. Eine ungefähre Ahnung vom Alltag der Fischer auf dem vorpommerschen Bodden kann man sich gut an Bord einer der erhaltenen...

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Wenn Wellen und Wogen zum Übel werden von Jürgen Vogler

23.06.2008

von Jürgen Vogler

Es gibt sie bereits so lange, wie wir Menschen denken können. Wir sind auch ganz sicher, dass wir sehr gut ohne sie auskommen. Manchmal überfällt sie uns schleichend, geradezu heimtückisch. Ein anderes Mal trifft sie uns wie ein Blitz. Sie ist wie ein Fluch. Eines ist sicher, keiner sehnt sich nach ihr, und wer sie erst einmal hat, möchte sie einfach nur wieder loswerden. Wir bekämpfen sie mit allen Mitteln, doch sie kehrt immer zurück. Manche von uns nennen sie sogar "Die Geisel der...

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Neuigkeiten vom Bodensee. Ein Hoch auf das gute Buch an Bord.

16.06.2008

von Matt - Muencheberg

Für meinen Freund Hein gehört ein gutes Buch zum Segel-Törn wie das Tuch an den Mast. Dabei ist Hein eigentlich keine Leseratte. Doch wie so oft sind es die kleinen Dinge an Bord, welche die Segel- (oder Motoryacht-Partie) erst zu einem wahren Genuss werden lassen. Und dazu gehört unbedingt Literatur. Während Hein meist Erzählungen vom harten (und teils auch lustigen) Seemannsleben goutiert, fiel mir bei einem Ausflug mit einer modernen 40 Fuß-Motoryacht aus Maasbracht die neue Novelle...

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Warum in die Ferne...

09.06.2008

von Verena - Bosslet

Warum in die Ferne schweifen, das Gute liegt so nah - jedenfalls, wenn man im Hohen Norden der Republik im Land zwischen den Meeren lebt. An der Ostsee. Ostsee? Ja. Ostsee! Auch Baltisches Meer genannt - von lat. Mare Balticum - oder auch suevisches Meer nach dem Stamm der Sueben im heutigen Mecklenburg. Die Ostsee ist ein 413 000 Quadratkilometer großes und bis zu 459 Meter tiefes Binnenmeer und gilt als das größte Brackwassermeer der Erde. Ein wunderbares Segelrevier, wenn man im Sommer...

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Wenn Schleusen zu Stolpersteinen werden

02.06.2008

von Jürgen Vogler

"Canal du Midi". Wer je die reizvolle Wasserstraße in Südfrankreich befahren hat, träumt sicher heute noch davon. Es ist eine Welt von malerischen Dörfern, prachtvollen Alleen, Sonne und Wein, erlebt und erobert im beschaulichen Tempo an Bord eines wohleingerichteten Bootes. Immer wieder unterbrochen von den notwendigen Aktivitäten zur Bewältigung der nächsten "Wasserstufe", einer Schleuse. Grundsätzlich eine segensreiche Erfindung, um auch Höhenunterscheide auf dem Wasser zu überwinden, doch...

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Servicewüsten auf dem Wasser. Von der Schwierigkeit, in der Bundeshauptstadt den Tank voll zu bekommen.

26.05.2008

von Matt - Muencheberg

Mein Freund Hein ist bekennender Segler. Es war schwer, ihn davon zu überzeugen, dass auch Motorbootfahrer zu den Wassersportlern gezählt werden können. Für Hein zählt nur Fortbewegung mittels Windkraft. Ausnahmsweise könne man auch mal seine Muskeln spielen lassen: beim pullen, wenn Flaute herrscht. Das sei wenigstens sportlich, überdies naturnah, da sehr leise. Und: ökologisch. Motoryachten benötigten Brennstoff, sagt er. Pfui. Damit würden Ressourcen unnötig verschwendet. Und es stinkt auf...

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Wo liegt eigentlich Ardamurchan Point? Segeln zwischen den Inneren Hebriden (Ein Hoch auf die Single Malts!).

19.05.2008

von Matt - Muencheberg

Zwischen den Orkney-Inseln im Norden Schottlands und Nordirland im Süden kann man schnell Gefahr laufen, von brechenden Wellen überrollt zu werden. Grund dafür sind Wind und Strom. Von beidem gibt es in The Minch, dem Seegebiet zwischen Äußeren und Inneren Hebriden, meist genug. Gefährlich für Segler werde es jedoch nur dann, wenn beide, Wind und Strom, entgegengesetzte Richtungen haben, sagt mein Freund Hein. Der Ebbstrom verlangsame dann beispielsweise entgegenkommende Wogen und verlängere...

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Brassen, Rah und Affenfaust: Es lebe das Etymon. Von der Sprache der Seeleute.

12.05.2008

von Matt - Muencheberg

Mein Freund Hein meint, wer die Seemannssprache erlernen wolle, gehe auf einen Traditionssegler. Am besten auf einen mit Rahbesegelung, denn da gebe es vieles an Hardware, das an Bord einer ?normalen? Yacht nicht vorkomme (Und da fangen sie schon an, die Sprachschwierigkeiten einer ?Landratte? mit dem maritimen Wortschatz: Was genau ist eigentlich: eine Rahe?). Seemannssprache sei heute keine reine Berufssprache mehr, sagt Dietmar Bartz. Nach hundert Jahren gibt es ? wieder ? (endlich!)...

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Alt oder neu? Von Sinnestäuschungen auf See (Klassiker vor St.Tropez).

05.05.2008

von Matt - Muencheberg

Ein Treffen schwimmender Oldtimer ist für die Klassiker-Freunde unter den Seebären, was das Zusammentreffen von Spargel- und Trüffelsaison für einen Gourmet bedeutet, sagt mein Freund Hein: Ein berauschendes Fest der Sinne. Yachties huldigten nur zu gern der hölzernen Schönheiten, welche, anders als sie selbst, die Natur überlisten und mit dem Alter immer schöner werden können können. Zwar geht das nicht selten einher mit zahlreichen Schönheits-Operationen; so manches Mal kommen die alten...

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Keiner will ihn, nur wenige können ihn wirklich ausfüllen: Den Skipperposten. Loblied auf die Halbgötter in Ölzeug. Und auf Käpt`n Blight.

28.04.2008

von Matt - Muencheberg

Ist die Hölle tatsächlich eine geschlossene Gesellschaft? Und der demokratische Skipper ? seemännisch betrachtet - ein Unhold? Ein Taugenichts? ?Das war Mord, ganz klar Mord?, sagt einer der Augenzeugen des wohl bekanntesten Todesfalles an Bord der deutschen Segelyacht Apollonia. Die Schreckens-Chronologie beginnt am 13.Dezember 1981. Am Abend sind zwei der sechs Mitsegler, die den Atlantik gemeinsam von den Kanaren Richtung Karibik überqueren wollen, tot. Am 18. Tag auf See schießt der...

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Der Schluck danach: Vom Lohn gelungener Anlegemanöver (Wein in Sizilien).

14.04.2008

von Matt - Muencheberg

Wer auf eigenem Kiel vor der Ostküste Siziliens kreuzt, sollte sein Reisebudget unbedingt um den Posten Vino di Sicilia aufstocken, meint mein Freund Hein. Die Anlage lohne. Dass wir uns nicht falsch verstehen, sagt er: Segler seien Segler. Und keine Trinker. Höchstens Genießer. Beim Segeln gelte striktes Alkoholverbot. Gute Gelegenheit, sich einen Schluck zu genehmigen, gibt es zumeist im Hafen. Nach dem geglückten Anlegemanöver. Dass das Festmachen der Heckleinen am Kai indes nicht ganz...

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Dippen und Grüßen

19.11.2007

von Jenny May

Die Grußformeln auf See und Meeren sind so alt wie die Seefahrt selbst. Bei genauer Überlegung müssten sie noch älter sein. Wie und wann man wen auf den Wellen grüßt wechselt nicht nur mit dem Wetter. Auf hoher See wird anders gegrüßt als etwa auf dem Starnberger See. Schiffseigentümer gleicher Schiffstypen grüßen sich meist, erkennen sie sich doch schon am Horizont. Bei Autofahrern gleicher Klasse ? no way. Allerdings zu Kindertagen grüßten sich Käfer und Enten. (Die Autos meine ich.) Bei...

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Auf nimmer Wiedersehen geliebte Unterwasserwelt

29.10.2007

von Ralf Küpper

Die tropischen Regenwälder und ihre Pendants, die Riffe der tropischen Gewässer haben eines gemeinsam: Sie sind von der Vernichtung bedroht. Einer Studie zufolge, in der 1107 Riffe in über 60 Ländern untersucht wurden, erwies sich nur ein einziges in der Nähe Madagaskars als unberührt und gesund. 1000 Riffe wurden sogar als gefährdet bezeichnet. Einer der wichtigsten Gründe für die dramatische Verschlechterung der Lage ist die Überfischung der Regionen. Neben der Fischerei die jedes Jahr...

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Kulturlos gegen den Rauch um nichts ...

22.10.2007

von Rena M. Schmidt

Wer einen Raucher küsst, könnte genauso gut einen Aschenbecher auslecken. Das ist der ekelhafteste Spruch über Raucher, der mir jetzt gerade einfällt. Ich halte die Zeitung in der Hand und lese: ?Ab sofort gilt auf den British Virgin Islands ein absolutes Rauchverbot in der Öffentlichkeit, in Gebäuden und auch in Restaurants. Der Autor erzählt in dem Bericht weiter, dass zur Öffentlichkeit auch Yachthäfen und sogar die zahllosen Strände des Inselparadieses zählen. Ich denke zurück an meine...

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Schönheit ist etwas sehr Schönes

15.10.2007

von Rena M. Schmidt

Wir stellen uns die starken Schultern eines hoch- und gutgewachsenen Beaus am Strand von Miami oder Rom vor. Muskulös, von der Sonne gebräunt. Schön. Einfach schön. Oder die schmale Taille über den festen Hüften einer Frau, deren Brüste von gerade abstehenden Brustwarzen wie gekrönt wirken; lange Beine, schöne Waden, gepflegte Füße, schmale Schultern. Jedes Wippen der Brustwarzen adelt die Eleganz einer solchen tadellosen Erscheinung, was sich im Stolz des Ausdrucks des Gesichts, der Lippen,...

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Freude am Holzboot

08.10.2007

von Ralf Küpper

Albert Einstein hat in den zwanziger Jahren seinen Jollenkreuzer auf den Berliner Gewässern gesegelt und die America`s Cup Legende Roussel Coutts segelt noch heute auf einem hölzernen ?Drachen?, eine der erfolgreichsten Kielbootkonstruktionen der Welt. Gerät Holz in die richtigen Hände, ist es das ideale Bootsbaumaterial. Es ist leicht zu verarbeiten. Bei richtiger Pflege halten die Boote ein Leben lang und natürlich auch länger. Deshalb werden die alten Mahagoni farbenen Jollenkreuzer,...

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Der Kunstkalender und Udo Jürgens kleine Steine

01.10.2007

von Rena M. Schmidt

Keiner singt diese Zeilen so wie Udo Jürgens: ?Aus Tropfen werden Meere, aus Sekunden wird die Zeit, aus Zuversicht wird Wirklichkeit.? ?Auch kleine Steine ziehen große Kreise? heißt das Lied und wer es hört, mit Herz und Sinnen, dem geht es ins Blut, denn es ist positiv und voll von Hoffnung, dass das, was wir tun, seine Wirkung haben wird, mag mancher auch daran zweifeln. So ist das mit vielem. Mit allem? ?Ein Korn ist nur ein Korn und wird zum Baum?, sagt Udo dazu. Wer keine Kinder...

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Ein Flautentag auf Berliner Gewässern

24.09.2007

von Ralf Küpper

So schön die Berlin-Brandenburger Gewässer auch sind, für den Segler haben sie dennoch einen schwerwiegenden Nachteil: Oft fehlt der Wind. Zwar nennen einige die ?Flautenschieberei? die höchste Kunst der Segelei, doch auf die Dauer ist es schöner mit Wind. Mehr Dynamik bei wenig Wind verspricht das etwas aus der Mode gekommene Windsurfen. Die schmalen ?Boards? geraten schnell ins Gleiten und lassen alle ?Verdränger? mit Leichtigkeit stehen. Bei schönem Wetter ist das Segeln auf den ?Boards?...

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Kreativität, Bavaria, die Heuschrecke und der Lohn der guten Idee

17.09.2007

von Rena M. Schmidt

Dass Kreativität etwas ist, was sich lohnt, wird uns immer wieder erzählt. Wer viel auf dem Wasser unterwegs ist, weiß das natürlich auch: das schöne Wort von der Seemannschaft etwa, also das Leben auf eigenem Kiel, bei dem Spaß und Sicherheit einander bedingen, anstatt im Widerspruch zueinander zu stehen, ist ein ganz brauchbares Beispiel für die Sinnfälligkeit von Kreativität. Stellen wir uns einmal vor, der Motor Ihrer Yacht fällt aus und sie liegen bei starkem Nordost in der Flensburger...

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Ich plädiere für Seepartie

27.08.2007

von Jenny May

Wir machen am Wochenende eine Landpartie. Das klingt nie schlecht. Nein, das klingt immer nach Zauber, Erholung, Natur, gutem Essen und ein wenig Sportlichkeit und vielleicht sehr guter Unterhaltung. So fragte ich mich schon oft, bei all den Worten im Deutschen, warum es nicht für Menschen, die ihr Wochenende auf einem See oder der See verbringen, nicht das Wort Seepartie gibt. Wie heißen also die Stunden auf dem Wasser, zu denen man Freunde auf ein Boot, Schiff oder ein schwimmendes Fahrzeug...

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Quo vadis, ABORA III

20.08.2007

von Rena M. Schmidt

Winfield Burmeister ist vielleicht nicht der beste Skipper westlich von Skagen. Das kann sein. Jedenfalls wird er von Gegnern in Internet-Attacken zur Zeit regelrecht lächerlich gemacht. Bei mancher Segelreise soll er ? wie ich hörte ? seinen voluminösen Bauch bedeutungsschwanger über die nautischen Karten geschwenkt und mit seinen Fingern in etwa die Kurse bezeichnet haben, die man nehme. Wenn dann der Wind drehte, landete man mitunter ganz woanders. Immerhin ist Winfield Burmeister ein...

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Globalisierung im Bootsbau

19.08.2007

von Ralf Küpper

Deutschland ist ein Exportland nicht nur in so wichtigen Branchen wie dem Maschinenbau, sondern überraschenderweise auch im Bootsbau. Dabei übersteigt der Export von Segel- und Motorbooten aus Deutschland den Import um ein Vielfaches. Fast 1 Milliarde EUR werden durch Bootsexporte umgesetzt. Wichtige Exportländer sind Norwegen, USA, Spanien und Großbritannien. Zu den wichtigsten Importländern gehören Polen, USA, Norwegen, Frankreich und die Niederlande. Zu diesen Umsätzen addieren sich die...

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Blu Balu ? oder: Der wiederholte Untergang der Seemacht Österreich

12.08.2007

von Rena M. Schmidt

Es ist wie im Leben: Die Sprüche der Großmäuler in den Agenturen, die die Werbung machen, sind so frech wie die (falschen) Versprechen der Unternehmer, die sie beauftragen. Die Dreistigkeit kostet die Wassersportler oft mehr als das Geld, das sie dadurch zum Fenster hinauswerfen: Denn das Vertrauen, welches die einen verspielen, müssen sich die ehrlichen, die fleißigen, die tatsächlich seriösen erst wieder erwirtschaften. Das kostet: neben viel Arbeit, die man in die Logistik steckt, auch...

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Sex an Bord ? oder dort? ? eine Kritik des Films ?Herzen? im Spiegel der Seefahrt

05.08.2007

von Robert Fischer

Wie geht das eigentlich mit dem Sex an Bord? Die Frage gehört sicher nicht zu den Unverfänglichsten in dieser Kolumne. Also will ich von Ihnen, liebe Leser, wissen, wie wichtig Ihnen dieses größte und evolutionsgeschichtlich wichtigste Menschheitsthema auf schwankenden Planken ist. Ist es für Sie eher eine Anregung? Oder eher ohne Belang? Schnitt: Wir verlassen das Boot und besuchen eine Kinovorstellung. ?Herzen? im Cinema Francais am Kudamm in Berlin. Ein Film, der mich tief berührt hat....

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?Ocean? ? Flut der Leichtigkeit

03.08.2007

von Rena M. Schmidt

Wir sollen uns freuen. Das Kommando kommt aus Hamburg und macht mich irgendwie stutzig. Es heißt, ein neues Magazin, gemeint ist eine Zeitschrift, die Motorbootfahrer so richtig zufrieden stellen will, komme auf den Markt. ?Ocean? ist der Name. Warum nicht mit ?z?? Nun, ich fürchte, es wird demnächst auch eine englische, im schlimmsten Fall noch eine französische dann mit ?é? und ? oh Gottohgott ? vielleicht gar noch weitersprachige Ausgaben geben. Mir fallen die Hafenchefs an der Unterhavel...

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Altklug - heute mal etwas Lebenshilfe für die Frau

29.07.2007

von Rena M. Schmidt

Darf ich mal ganz altklug sagen: Mit vierzig fängt das Leben an, mit fünfzig ist der Mann erst Mann, mit 60 zeigt sich, was er kann. Ich, 35, seh daran, dass ich, als Frau, spontan vorndran, ganz Weib und grad deshalb helfen kann, Verzeihen Sie bitte den Knittelreim. Ich meine folgendes: Wenn Robert, nicht nur zwischenzeitlich immer wieder mein Lebenspartner, sondern seit ich denken kann mein bester Freund, Sorgen hatte, drehten die sich immer um Frauen. Das liegt natürlich an Robert, sagten...

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Seemansgarn und Seele

22.07.2007

von Jenny May

Schon immer hat mich bewegt, worüber ich jetzt schreibe. Die Seele der Schiffe: gibt es sie überhaupt? Welche Schiffe haben sie? Nur, die die segeln können? Nur die alten? Nur die Großen? Wann hat ein Schiff eine Seele? Ist letztlich die Frage nach der Seele, wie Immanuel Kant sagt, wie jede Frage nach dem Absoluten eine Glaubensfrage. Das deutsche Wort Seele stammt vom althochdeutschen se(u)la ab, was die zum See Gehörende bedeutet. Irgendwie hat die Seele mit Wasser zu tun. Warum weint...

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Ab in den Klub

15.07.2007

von Rena M. Schmidt

Mit der Travemünder Woche startet dieser Tage eines der größten Segelsport-Ereignisse, auf das man schaut, wenn man vom Wassersport in Deutschland spricht. Doch Größe allein ist nicht das wichtigste Kriterium, das ein Event haben muss, um in dieser Kolumne die Gnade der Kritiker zu finden. Es gehört mehr dazu, wie man von Woche zu Woche nachlesen kann. Denn es gibt im Wassersport natürlich viele lobenswerte Initiativen, zu denen weniger Menschen kommen als zur Travemünder Woche, ohne die aber...

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Well, Sailing mit Charme und Lust

08.07.2007

von Robert Fischer

Die Lust an der See ist vor allem eine Lust an uns selbst. Vielleicht bei keinem anderen Sport, ganz sicher aber an keinem anderen Ort der Welt sind wir uns und unserer Herkunft so nahe. Damit meine ich nicht allein die evolutionsgeschichtliche Variante, derzufolge wir aus dem Wasser kommen und auch nicht allein das ?Auftauchen? aus dem Mutterwasser bei der Geburt. Ich denke vielmehr, dass die Regeln der Bewegung unterm Wind und den anderen Einflüssen der Natur, Strömung, Wellen, der...

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Seemanns Braut ist die See

01.07.2007

von Robert Fischer

Heute ist es an der Zeit, mal an das 5. Gebot zu erinnern. Du sollst nicht Ehebrechen. Leider gilt derjenige heute als antiquiert, der sich daran hält. Doch das muss nicht sein. Denken wir nur an unsere Liebe zur See. Wer die üble Phase der Seekrankheit einmal überwunden hat, weiß, dass er vor dieser Form der menschlichen Unzulänglichkeit der Übereinstimmung von Geist und Physis keine Angst mehr zu haben braucht. Sicher kann man immer wieder mal seekrank werden, ebenso sicher wird man aber...

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Eine Bitte hätte ich noch ...

24.06.2007

von Rena M. Schmidt

Wir Frauen sind ja immer etwas komplizierter und darum möchte ich mich an dieser Stelle auch einmal ganz generell bei den vielen Verehrern entschuldigen, denen ich für die diversen Reiseeinladungen schon einen Korb gegeben habe oder noch geben muss. Es sind halt einfach zu viele. Darüber hinaus gibt es aber einen anderen Grund. Offensichtlich, weil Frauen es gewohnt sind, sich freihalten zu lassen, und zwar umso mehr, je emanzipierter sie sich vordergründig geben, sind Männer es gewohnt,...

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Kräftig drauftreten ...

17.06.2007

von Rena M. Schmidt

Von der Obsession gepackt, das Reiseequipment für die neue Saison mal wieder zu modernisieren, ließ ich mich von meiner Freundin neulich in einen Media-Markt entführen. Wasserdichte Kameras waren diesmal das Ziel unserer Begierden. Der Berater in der Abteilung war süß, sehr charmant, leider dumm. Er merkte nicht einmal, wie lächerlich seine Vertretung der Interessen einer Lobby wirkte, die immer größer, höher, besser, härter sein will, ohne dass es dafür eine Notwendigkeit gibt. Als er die...

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Profession und Professionalität

10.06.2007

von Robert Fischer

Unprofessionalität. Nichts hasse ich mehr. Nein, überhaupt nichts. Wenn die europäischen Vizemeister in der Sportbootklasse, das Team ?berlinerSEGLER.de? um die Brenta-24-Eigner Jens Hartwig und Ralph Richter, zum Saisonende 06 und Saisonbeginn 07 wiederholt an Regatten nicht teilnehmen konnten, weil ihnen der Importeur des neuen Mastes verschwiegen hat, dass er als säumiger Zahler Ware nur noch gegen Bargeld erhält, und genau das hatte er nicht, so ist das nach meinem Dafürhalten Betrug. Es...

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Hemingways Erben

03.06.2007

von Robert Fischer

Angler sind einfache Menschen. Geradeheraus, tun sie alles dafür, den Fisch zu überlisten. Je unberechenbarer, desto besser. Hemingway, der alte Mann der Angelei, hat das und das Meer so trefflich beschrieben, dass ich an dieser Stelle auf keinen Fall den Versuch starten will, es besser zu machen. Vielleicht ein bisschen anders. Dazu erzähle ich die folgende Begebenheit, die dem ein oder anderen Segler auch als Anregung dienen möchte. Während einer Segelreise vor der Küste der kleinen...

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YES! Nachwuchs, Nachwuchs

28.05.2007

von Rena M. Schmidt

Er ist überall, wir sehen ihn auf dem ersten deutschen America?s Cupper, wir sehen ihn in jedem Hafen, wir sehen ihn auf den schönsten Seerevieren der Erde: Den Nachwuchs, der denjenigen unter uns, die das Segeln lieben, so sehr das Herz höher schlagen lässt. Und wir denken: Nein, ein Sport, der sich so großer Beliebtheit erfreut, muss keine Sorgen haben. Bestes Beispiel dieser Tage sind die am Pfingstmontag zuende gegangenen Wettkämpfe zu den ?Young Europeans Sailing? vor Kiel, Um 11 Uhr am...

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Zeit für gar nichts

21.05.2007

von Jenny May

Wer macht eigentlich Sportbootführerscheine? Was sind das für Menschen, die sich durch die Weltferne einer Sprachdiktion quälen, wie sie wirklich nur von amtlichen Prüfern des Bundesministeriums für Verkehr erfunden werden kann. Als Wassersportreporterin habe ich mich für diese Frage eigentlich schon immer interessiert. Also wollte ich, obwohl bereits ordentlich sportlich gesegelt, meinen Erfahrungshorizont auf die Großsegelei ausweiten. Auf einem Windjammer mit dem Sturm, den Kadetten und...

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Von Luxus und vom einfachen Leben auf See

14.05.2007

von Robert Fischer

Seit meiner Kolumne über die AIDAdiva haben mich auch persönlich so viele E-Mails erreicht, dass ich an dieser Stelle mal vermuten will, dass der gesamte AIDA-Konzern mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit mittlerweile in Umwälzungen begriffen sein dürfte. Selbst Kreuzfahrer, die nach eigenem Bekunden schon mit einer der AIDA-Damen gefahren sind und auf den stolzen Schiffen viel Geld gelassen haben, zeigten sich enttäuscht. Nun will ich nicht als Rechthaber dastehen, also (nach...

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Jubel zum Jubiläum - 125 Jahre Kieler Woche

07.05.2007

von Rena M. Schmidt

Es ist so eine Art ?German Cup? oder besser ?European Cup?, wenn nicht gar ein Welt-Pokal: Die Kieler Woche wird 125 Jahre alt. Damit ist diese weltgrößte Segelsport-Veranstaltung mit mehr als 5000 Aktiven aus fast allen Ländern der Erde natürlich längst volljährig. Mehr noch: Sie ist die Urmutter vieler Regatta-Wochen dieser Art. Wenn nun in diesem Jahr die Presseauguren jubeln, dass selbst der Gründer der weltweit erfolgreichen Software-Firma SAP, Hasso Plattner, Kiel treu bleibt, dann hat...

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Flauten-Kommando

30.04.2007

von Jenny May

Wer schon mal so eine richtige Flaute auf dem Wasser erlebt hat, weiß, dass das zunächst etwas Entspannendes hat, dann aber, mit zunehmender Zeit ohne Wind in den Segeln, werden die Nerven strapaziert. Nicht immer hat man einen Motor oder darf ihn benutzen. Die Flaute läßt die Zeit scheinbar stehen. Einige lesen dann ein Buch, andere gehen in die Pantry und suchen etwas Essbares, andere bekommen Weinkrämpfe. Kleinigkeiten lassen Crewmitglieder zu einem anderen Menschen mutieren. Die Natur...

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Oh, du launische AIDAdiva

23.04.2007

von Robert Fischer

Die Schiffstaufe der AIDAdiva war als Party der Superlative angekündigt worden und entsprechend viele Menschen säumten zum Höhepunkt des Festes, am 20. April, die Gestade in Hamburg. Die Schau wirkte im Fernsehen - auch wegen der vielen Zuschauer ? tatsächlich nicht schlecht. Sicher besser als am Hafen. Fast 400.000 Zaungäste teilten sich dort vor allem einen Superlativ: die größte Enttäuschung, seit PR und Marketing mit Versprechern die Menschen zum Tor der Welt an die Elbe köderten. Wie...

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Kinder an die Wurst

16.04.2007

von Rena M. Schmidt

Die Woche steht in der ARD ja unter dem Thema ?Kinder sind Zukunft?, also wollen auch wir einmal nicht auf die Staatschefs schauen, denen ungefragt überall der rote Teppich ausgerollt wird. Nun ist diese Standard-Gangway für die Schickeria eine Plattform, von der aus man die Welt wohl denkbar schlecht beurteilen kann. Irgendwie hat man auf so einem roten Teppich ? selbst wenn er nicht fliegt ? nie die rechte Bodenhaftung. Ich denke manchmal, die armen Staatschefs würden, wie die Kinder, oft...

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Fluch der Karibik

10.04.2007

von Jenny May

Die Karibik steht für Sonnenschein und gute Laune, vor allem für die von Wassersportlern und Einwohnern der paradiesischen Eilande. Am Flughafen kommt beides nicht selten zu kurz. Klimaanlagengekühlt setzen sich Passagiere in St. Maarten mancherlei Willkür des Flughafenpersonals an den Check-In-Schaltern aus: Mastbruch für die gute Laune. Dabei wirbt das Eiland damit ein freundliches zu sein: ? The Friendly Island? steht auf jedem Autonummernschild. Doch tatsächlich ist es ein wahres Elend...

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Von Dieter Bohlen und Heidi Klum zu: Deutschland sucht den Supersegler

02.04.2007

von Robert Fischer

Noch nie wurde im deutschen Fernsehen so viel über den America?s Cup berichtet wie in diesem Jahr, wenn mit dem United Internet Team Germany erstmals ein deutsches Team am Start ist.? Sicher setzt der Enthusiasmus in den Zeilen, mit denen die deutsche Segel-Kampagne von ihrer Presseabteilung begleitet wird, viel Hoffnung auf ZDF und ARD. Trotzdem bleibt die Wirkung in ihrer Oberflächlichkeit nahe bei den bekannten Sensationsshows um Stars und Models à la Bohlen und Klum und ächzt ? irgendwie...

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Mit Flipper ausflippen

26.03.2007

von Jenny May

Mehr noch als an Speedy Gonzales, ?Die schnellste Maus von Mexico?, erinnere ich mich an den unvergesslichen Serienhelden meiner Kindheit, den klugen Delfin ?Flipper?. (Nur Hündin Lassie kann da mithalten.) 2007 ist das Jahr des Delfins. Haben Sie schon daran gedacht? Nicht wissen macht nicht immer nichts. Ich meine: Denken Sie bitte nicht, dass Delfine ihr Leben in Gefangenschaft auf die leichte Schulter nehmen. Sie leiden. In freier Wildbahn ist ihr Leben zunehmend in Gefahr. Meine...

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Frust ohne Lust

19.03.2007

von Robert Fischer

Verreisen ist eine Lust. Die Buchung hingegen oft der pure Frust. Zumindest für den, der auf günstige Konditionen achten muss, weil er nicht auf den steten Nachfluss alten Geldes auf seine Goldkarte zählen kann. Oder für den, der nicht alles von irgendwelchen Spesendepots abrufen kann ? von Firmen, für die er angeblich oder tatsächlich unterwegs ist. Nun sind es aber oft genau diese beruflich sehr viel Reisenden, die uns sagen wollen, wie wir es mit den Buchungen machen müssen. Wenn wir...

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Frauen allein an Bord

26.02.2007

von Jenny May

Segelsport gilt noch immer als Männerdomäne. Wie wahr. Doch Frauen tauchen immer öfter selbstbewußt am Steuerrad auf. Eingefleischte Macho-Matrosen staunen. Andere reden gar nicht darüber. Wieder andere unterstützen die feminine Segelsache und freuen sich von Herzen mit. Mittlerweile melden bei Segelregatten regelmäßig auch reine Damencrews. So etwa beim HSH Nordbank blue race über den Atlantik. Bei dem geht zum ersten Mal eine reine Frauencrew ins Rennen quer über die nördliche Halbkugel....

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Südafrikas Seele segelt

05.02.2007

von Jenny May

Stellen Sie sich vor, Sie haben das Meer als Kind nicht sehen können, weil Sie aus einem südafrikanischen Township kommen, folglich dort nicht heraus kamen. Der Besuch am Meer galt als Luxus, Sie kannten nur die Richtung des Horizontes, wo das Meer Sie eines Tages in die Arme geschlossen haben würde. Sie sind schwarzer Hautfarbe und Segeln gilt als Sport der Weißen. Sie erinnern sich, dass Sie später als Sie endlich die Brise im Gesicht spürten und den Wellen ihr ganzes Herzblut schenkten,...

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Ist eine Ozeanüberquerung eine Frage des Alters?

15.01.2007

von Jenny May

Neueste wissenschaftliche Forschungen in Deutschland beschäftigen sich mit der Belastbarkeit älterer Segler. Die Seefahrernation England hat zur Zeit die Jüngsten im Blick. Auf der Insel diskutieren dieser Tage nicht nur Wassersportler, wie alt bzw. jung man sein darf, um allein einen Ozean zu überqueren. Denn die englische Nation hat einen neuen Helden. 14 Jahre ist das Kind, dessen Mut und Tatkraft bereits den Mann macht. Michael Perham überquerte als jüngster Einhandsegler den Atlantischen...

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Undank ist der Welten Pest

01.01.2007

von Rena M. Schmidt

?Bescheidenheit ist eine Zier, doch besser lebt frau ohne ihr!? Es zaust einen im Gemüt bei diesem Wortgeknittel, das im Volksmund dennoch an Gewicht gewinnt. Bescheidenheit ist nicht mehr in. Noch trauriger sieht das mit der Dankbarkeit aus. Damit bin ich wieder einmal bei meinem Freund Robert. Leser dieser Kolumne wissen mittlerweile, dass es sich bei Robert um meinen besten Freund handelt. Robert hat Einfluss, kennt viele wichtige Leute, das beginnt bei Bürgermeistern, Abgeordneten,...

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Weihnachten auf See

24.12.2006

von Jenny May

Schlauer Satz voran: Weihnachen auf hoher See ist ein ganz anderes Fest als daheim im Trockenen. Wer schon mal Weihnachten auf einem Meer verbracht hat, weiß, wie nah man am Wasser baut, wenn die Gans duftet. Wenn bei Seegang der Teller rutscht, rollen schon mal Tränen, die nicht durch den Zwiebelsud verursacht wurden. Heimatgefühle. Das christliche Fest macht, scheint?s, die Nase sensibler für Anis und Zimt. Komisch auch, dass alle Familienmitglieder auf einmal über die weiten Meere hinweg...

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Zum unaufhaltsamen Aufstieg der Berliner Bootsmesse

13.12.2006

von Ralf Küpper

Binnenreviere werden auch heute noch von vielen Akteuren der maritimen Szene eher stiefmütterlich behandelt. So ist es kein Wunder, dass die Berliner Bootsmesse ?Boote und Fun?, erstmalig 2002 unter dem Berliner Funkturm veranstaltet, bisher von der Wassersportbranche vernachlässigt wurde. Als Messe für Motor- und Segelboote mit dem Schwerpunkt Binnengewässer und einem großen Anteil im Surf-, Kanu-, Tauch- und Angelsport, ist das nicht verwunderlich. Noch immer fehlen die ganz Großen und...

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Boots-Messen. Essen & Trinken. Was vergessen?

04.12.2006

von Jenny May

Du isst, was Du bist. Ich halte nicht viel von so einem Satz. Außer auf Bootsmessen vielleicht? Dort könnte er sich ein bißchen bewahrheiten. Das Thema ist eigentlich keine Marginalie. Angelt man mit Kulinarischem, dem richtigen Getränk, die Kunden zum Gespräch? Sicher auch, doch die Worte "allgemeine Kundenfreundlichkeit" können einige Aussteller nicht einmal buchstabieren, scheint es. Zum Thema "kleine Mahlzeit zwischendurch" sollten sich Anbieter und Händler mal fragen, was würde ich denn...

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Vorurteile

25.11.2006

von Ralf Küpper

Manche denken, Segler würden den ganzen Tag im herrlich blau-türkisen Wasser schwimmen und fernab von einladenden Restaurants nur von selbstgefangenem Fisch leben. Hört sich gut an, aber der Tag könnte auch anders aussehen. Vielleicht verläßt der Segler früh am Morgen die Marina, um mit der Kraft einer steten Brise die nächste Bucht zu erreichen. Der Anker fällt und zwischen Schwärmen bunter Fische, kommt es zu einem erfrischenden Bad. Der Lunch ist schon vorbereitet, die Langusten schmecken...

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Vom Speed-Wahnsinn zur großen Ruhe

12.11.2006

von Klaus Bartels

Vom Speed-Wahnsinn zur großen Ruhe Den Kopf bei Speed-Fahrt aus dem Windschutz der Frontscheibe zu heben, bedeutet den Verlust der Sonnenbrille. Die trotz Haarfestiger der Kategorie "extra stark" gestylte Frisur ist bereits bei der erheblich langsameren Marschfahrt hin. Das sind bleibenden Eindrücke von einer Fahrt mit einem übermotorisierten Sportboot, wie der 11,60 Meter langen Sunseeker XS Sport. Die Motorbootbauer von der britischen Insel, die pro Jahr 260 exklusive Yachten zwischen...

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Wer kocht an Bord? Segeln geht durch den Magen...

06.11.2006

von Jenny May

Wer kocht an Bord? Für viele eine fundamentale Frage. Das sollte sie auch sein. Wenn nicht, sollte sie es werden. Eine Frau oder besser ein Mann? Diese Frage ist eigentlich total egal. Viel interessanter ist: erfreut sich der Durchschnittsgaumen an Bord der Kochkünste dieser Person. Durchschnitt soll nicht heißen, dass es Mac Trallala zum Mittag gibt. O.k., ganz so schlimm ist es vielleicht noch nicht auf Schiffen gekommen. Aber, gutes Essen bringt wirklich gute Laune! Das steht fest wie das...

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Tropische Gelassenheit

30.10.2006

von Ralf Küpper

In der Marina Benoa im Süden der Insel Bali ist Mittagszeit. Kein Lüftchen regt sich, die Sonne prallt unerbittlich vom Himmel herab. Alles sucht den Schatten, nur der schwergewichtige englische Skipper jagt seinen balinesischen Techniker per Seemannsstuhl ins Masttop. In der Marina ist nicht ein Liegeplatz mehr frei. Wer hier liegt, hat sich bereits einige Zeit vorher angemeldet, verkündet der Marina-Manager. Das hat seinen Grund, denn zwischen Bantam im Westen und Timor im Osten, dort wo...

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Kleider machen Schiffe? Zum Design Wettbewerb für den America's Cup und das United Internet Team Germany

16.10.2006

von Jenny May

Man sagt das ja so über Leute, dass erst die Kleider sie machen. Eigentlich mag ich mich nicht dieser Überzeugung hingeben. Am Strand vor Valencia ist das anders. Charakter ist alles. Und Schiffe? Die, die in den Medien auftauchen brauchen auf jeden Fall das richtige Outfit. Das ist dann wiederum wie mit den Menschen. Und das braucht bzw. wird dieser Tage für den ersten deutschen America?s Cupper gesucht. Denn Deutschland nimmt zum ersten mal am 156 Jahre alten America?s Cup teil. Endlich....

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Wenn das Schifferklavier erklingt im Hafen....

09.10.2006

von Klaus Bartels

Der Junge mit der Mundharmonika ist groß geworden und hat jetzt ein echtes Schifferklavier. Schön für ihn, aber lästig für viele Mitmenschen, denn der Mann ist auch Eigner einer acht Meter langen Motoryacht. Schifferklavier + Motorboot + Hafen kann eine Mischung sein, auf die ich allergisch reagiere. Vor allen Dingen dann, wenn das Schifferklavier an einem wunderschönen, ruhigen Abend im Hafen traktiert wird. ?Hans Albers? war der Name des Motorbootes, neben dem wir in dem gut belegten...

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Geben wir Träumen eine Chance

25.09.2006

von Ralf Küpper

?Man muß träumen wollen, um träumen zu können?, sagte einmal der französische Dichter Charles Baudelaire. So erträumen wir uns im Vorfeld von Segelabenteuern Bilder von einsamen, Palmen gesäumten Sandstränden und Buchten. Vor unserem geistigen Auge erscheinen romantische Bambusbungalows und hinter fantastischen Riffen beißen fette Fische die Haken unserer Angeln. Die Gedanken schweifen hin zur exotischen Küche, die nur darauf wartet, entdeckt zu werden. Schon bei der Ankunft begrüßen uns...

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Die Angst der Segler vor dem Container

25.09.2006

von Klaus Bartels

Es war ein knapp unter der Oberfläche des Atlantiks schwimmender Container, der dem englischen Seglerstar, Ellen Mc Arthur, beim letzten Vendée Globe fast zum Verhängnis geworden wäre. Ein Ruder ihres Open 60 wurde abrasiert. Immer wieder berichten Hochseesegler von Kollisionen mit unbekannten Hindernissen, und es geht nicht immer gut aus, wie der Untergang der Segelyacht?Monsun? während des DaimlerChrysler North Atlantic Challenge bewies. Tatsächlich schätzen Experten die Zahl der auf den...

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Wale am Strand

10.09.2006

von Ralf Küpper

Noch ist es nicht ganz sicher, doch es wird immer deutlicher: auch Wale sind lärmgestresste Wesen. Nach Sonartests finden sich vermehrt gestrandete Wale an den Küsten. In ihrer Verwirrtheit, verirren Sie sich in flache Gewässer. Regionen, in die sie eigentlich nur zum Sterben schwimmen. Delfine kommen uns oft besuchen. Sie genießen es im Kielwasser umher zu tollen und zu spielen. Ihre aufgeweckten Blicke sprechen uns an und wenn sie genug haben, verschwinden sie einfach in den Weiten des...

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Und wieder ein Jahrhundertsommer

29.08.2006

von Ralf Küpper

Es ist Hochsaison und es sind die schönsten Wochen des Jahres, denn unvergessliche Törns mit Freunden und Familie erwarten uns. Sanfte Winde wehen über das Meer. Sie bringen uns an unser festgelegtes Ziel. Jeden Tag laufen wir in malerische Häfen ein. Der Himmel ist blau, das Meer ist blau. Doch wir Segler lieben es ganz besonders, wenn Himmel und Meer am Horizont miteinander verschmelzen. Satte Entspannung durchströmt uns in solchen Momenten. Nach langer Zeit der unverlässlichen...

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Vorsicht vor ummi obacht

19.08.2006

von Klaus Bartels

Segel mit Bayern. Ein Vorschlag zur allgemeinen Sicherheit an Bord Zu erst das Positive. Wir Norddeutschen an Bord auf einer von Bayern dominierten Segelyacht mochten auch das bayerische Bier, was die Crew kistenweise mitgebracht hatte. Und auch sonst verstanden wir uns prächtig auf unserem Elba-Törn, jedenfalls solange es nicht ums praktische Segeln ging, denn dann ging phonetisch gar nichts mehr. Wenn der urbayerische Skipper Franzl seine Segelbefehle gab, verstand wir Bahnhof. Kaum...

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Fremde Küsten, fremde Sitten?

12.07.2006

von Ralf Küpper

Mancher der Inspiration sucht und aufbricht, um ferne Länder zu besuchen, wird fremden Kulturen begegnen. Solch eine Reise bedarf einiger Vorbereitungen. Wir studieren Reiseführer, Seehandbücher und Kartenmaterial ? so sind wir gerüstet für den Fall der Fälle. Doch wie sieht es aus mit unserer mentalen Einstellung? Sind wir bereit für die andere Welt? Sind wir tolerant genug gegenüber dem fremdländischen Klima, strengen religiösen Sitten und einem beispiellosen ?Kulinario?. Möglicherweise...

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Das Paradies liegt vor der Haustür

28.06.2006

von Ralf Küpper

Seit Adam und Eva aus dem Paradies vertrieben wurden, versuchen wir die Nachkommen, dieses wieder zu finden. Meist sind die Suchenden allerdings unschlüssig, wie das ?Paradies? auszusehen hat. Wir schauen deshalb weit in die Ferne, ohne zu ahnen, dass unser Ziel direkt vor unseren Füssen liegen könnte. Eingepfercht in Busse, Bahnen und Flugzeuge bereisen wir den Globus. Darum sind das Mittelmeer, die Karibik oder die Südsee manchen von uns vertrauter als die heimischen Gewässer. Wer auf...

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Ein Nachmittag am Berliner Wannsee

30.11.2005

von Ralf Küpper

Die America´s Cup Kampagne ist im vollen Gange. Ein Mitglied des ?United Internet Team Germany? erklärt die wichtigsten Bedienelemente der Rennyacht GER72, deren Rumpf auf dem Gelände des Berliner Vereins ?Seglerhaus am Wannsee? aufgebaut ist. Die technischen Details der 24 Tonnen Hochleistungsyacht sind beeindruckend: ?Auf die vierte Winsch wurde verzichtet?, berichtet der Pitman des Teams, ??so dass wieder einige Kilos in die Kielbombe wanderten. Je tiefer der Schwerpunkt, umso aufrechter...

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Gedanken zur Deregulierung im Wassersport

03.11.2005

von Ralf Küpper

Seit kurzem können in Deutschland auf Sportbooten Wasserstraßen mit einer speziellen Charterbescheinigung befahren werden. Hier bei sind bestimmte Sicherheitsanforderungen zu beachten. So werden die amtlichen Befähigungszeugnisse nicht grundlegend, sondern nur für den Einzelfall und in definierten Regionen durch die Charterbescheinigung ersetzt. Die Deregulierung hat allein im Vergleich zum Vorjahr zu einem 10% prozentigen Anstieg der Charterzahlen im Binnenland geführt. Wer meint die Unfälle...

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Alkohol am Ruder

28.10.2005

von Klaus Bartels

Auf der Flucht vor durstigen Kapitänen In der Seefahrt wird kräftig gebechert. Seeluft macht eben durstig. Der Gesetzgeber hat bereits im vergangenen Jahr auf zuviel Alkohol am Ruder reagiert und den Blutalkohol von 0,8 auf 0,5 Prozent reduziert. Ob Freizeitskipper oder Berufsseemann: Wer mit mehr als 0,5 Prozent am Ruder erwischt wird, dem drohen drastische Strafen mit bis zu fünf Jahren Freiheitsentzug. Also lieber gar keins - oder ein Bier weniger als mehr trinken und den großen Durst...

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Verkehrte Welt an Bord

19.10.2005

von Klaus Bartels

Firmen und Konzerne sind am erfolgreichsten, wenn Mitarbeiter so eingesetzt werden, dass jeder das macht, was er am besten kann. Das ist logisch. Wer ein geschickter Handwerker ist, wird er für schwierige handwerkliche Arbeiten eingesetzt. Wenn jemand immer den Überblick behält, ist sein Job in der Planung und wenn jemand gut rechnen kann, wird er im Rechnungswesen beschäftigt. Jetzt kommen wir zum Segeln. Da zählt diese Logik ganz augenscheinlich nicht . Wenn jemand körperlich stark ist,...

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